klausjosef1955 am 29.08.2008 um 14:29 Uhr
Eine alte Dame (85 Jahre) mit leichter Demenz, leichtem Hirnorganischem Psychosyndrom und mäßiger Psychopharmakotherapie verlangt beim Frühstück stets immer wieder Zucker und kommt so auf etwa 15 Stück Würfelzucker täglich am Morgen. Sie hat nicht Diabetes mellitus und eine Kariesgefahr besteht bei ihr auch nicht mehr. Ich finde, sie kann sich mit dem Zucker nicht wesentlich schaden und man soll sie gewähren lassen. Oder?

Ja, das sehe ich genauso. Warum ihr jetzt dieses kleine Stückchen Lebensfreude nehmen?

man sollte sie nur den Kaffee oder Tee nicht umrühren lassen, denn dann schmeckt er nicht mehr richtig..
Sie ist 85 Jahre. Wenn es ihr Freude macht soll man sie das machen lassen. Was soll ihr noch schlimmes passieren?

Mit 85 Jahren kann sie soviel Zucker essen wie Sie möchte!
Alles andere wäre Bevormundung und der Menschenwürde nicht zuträglich und außerdem gegen das Grundgesetz! ;-)

Auch von mir die Meinung - die Dame ist so alt geworden, da kann ihr das jetzt wirklich nicht mehr längerfristig schaden. Das versüsst ihren Alltag - und das darf man ihr nicht nehmen.

Gesundheitsapostel brauch man hier echt nicht mehr spielen....LG

Hallo! Ich arbeite in einem Altenheim und da gibt es auch einen Bewohner der ißt regelmäßig den Zuckerspender leer! Scheint also öfter vorzukommen! Da kann man machen nichts ! Wenn es nicht gefährlich ist für Sie, dann lass sie doch! Was hat Sie zu verlieren?

Ich würde ihr ohne Probleme Zucker geben,mit Langzeitschädigung braucht man ja nicht mehr zu rechnen.Etwas anderes wäre es ,wenn sie insulinpflichtiger Diabetiker wäre!Wir sind nicht dafür da,alte Menschen zu ändern.Sie sollen in Würde,und mit all ihren Lastern bis zum Ende begleitet werden.

Auf jeden Fall machen lassen! Ich finde es so, so, so furchtbar, wie in manchen Altersheimen den Leutchen sämtliche Freude an ihrem verbleibenden Leben genommen wird :-(

Ich finde die Frage an sich schon nicht ok???
Was heißt gewähren???
Auch wenn sie Dement ist (die Diagnose HOPS ist veraltert) ist sie ein Mensch der seine eigene Endscheidungen treffen darf, auch wenn sie in einen Altenheim lebt.
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Zu dem wenn man sich etwas schlau macht über die Wahrnehmungsempfindungen von Demenz erkrankten Menschen, kann man sich diesen Wunsch sehr gut erklären.
Diese Verändern sich nämlich, z.B. können Demente nicht mehr gut Süß schmecken.
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LG Wolpertinger
Imbecillitas am 29. August 2008 14:45 echt? das hab ich ja noch nie gehört. hast da nen link?
Wolpertinger am 29. August 2008 15:01 nein einen Link habe ich nicht.. aber schau mal in dem Buch Demenzen Grundlagen und Klinik vom Thieme Verlag ISBN 3-13-128971-6, dort müsste eigentlich alles dirn stehen.
LG Wolpertinger
Wolpertinger am 29. August 2008 15:54 Ich muß mich noch mal Berichtigen, die Aussage stimmt, aber die Erklärung ist falsch...Demenz kranke Schmecke viele Dinge bitter, deswegen bevorzugen sie häufig süß speisen und die auch stärker gezuckert als normal.
LG Wolpertinger
Ich bin Heilerziehungspfleger und ich habe bei meiner Arbeit mit einem Klienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom zu tun. Ich finde die Menge des Zuckers doch schon etwas heftig. Auf Dauer gesehen tut man der alten Dame auch keinen Gefallen wenn sie zu viel Zucker in Rohform zu sich nimmt. Klar ist sie alt und soll noch Freude am Leben haben. Aber ist es damit abgetan oder einfach nur einfacher mit ihr zu arbeiten ohne ihr immer wieder zu erklären das zu viel Zucker nicht gesund ist. Vorsichtshalber würde ich ihren BZ-Wert öfter messen. Schließlich hat die Gesundhaltung bei der Pflege oberste Priorität.