Frage von 10pille, 134

14 Monate altes Kind?

Hallo meine Lieben villt könnt ihr mir helfen oder einen Tipp geben. Meine kleine ist jetzt 14 Monate alt seit zwei Wochen wehrt sie sich gegen das schlafen wacht nachts auf und ist dann 3 -4 Stunden wach . Sonst hat sie immer duchgeschlafen . Sie fängt schon an wenn es Richtung Bett geht dann Schreit sie und strampelt . Ich lass sie dann auch mal 10 minuten Schreien versuche wirklich alles . Ich mache immer alles gleich jeden tag der gleiche ablauf. Ist dass eine Trotzphase gerade ?? Danke für euren Rat .

Antwort
von TygerLylly, 33

Vorab: Ich bin nicht ausgebildet und schildere lediglich meine Meinung, Erfahrung und Artg und Weise bestimmtes Verhalten zu erklären...

Ich würde sie nicht schreien lassen. Aus dem einfachen Grund, dass das Einschlafen damit noch unangenehmer behaftet ist. Leg dich zu ihr ins Bett, kuscheln und eine Geschichte vorlesen (jeden Tag die gleiche, damit es auch ja langweilig ist...). Und ich würde nicht versuchen, sie täglich Punkt X Uhr im Bett zu haben. Mein Sohn wird jetzt neun Monate. Ich geh so um 18 Uhr mit ihm ins Schlafzimmer, dann mach ich Simpsons an. Wenn er noch munter ist läuft der Fernseher im Hintergrund und wir spielen noch etwas. Ich schenke der Glotze nach und anch immer mehr Aufmerksamkeit und lasse ihn alleine spielen (bei mir im Bett). Wenn er anfängt zu gähnen leg ich ihn in sein Bett (steht noch neben meinem) und decke ihn zu. Dann gibt es noch eine Milch und er schläft ein. Wenn er sich wehrt, Zähne ärgern oder so dann lasse ich ihn auch mal auf meinem Arm einschlafen, wenn er in seinem Bett spielt tu ich, als würde ich schlafen (klingt gemein, ich weiß :D). Wann er letztendlich schläft ist unterschiedlich. Mit Glück um 18 Uhr, wenns blöd läuft 21 Uhr... Meistens ist er gegen 19 Uhr aber im Land der Träume...

Kinder sind darauf programmiert Kontrolle über sich selbst zu erlangen (Sprache, Motorik...) und beim Einschlafen müssen sie diese wieder abgeben. Sie verstehen nicht, was das soll und ich denke, dass das Einschlafen für die Kurzen auch durchaus beängstigend sein kann. Ich sag immer spaßeshalber, dass das eine Art Sterbebegleitung ist ein Kind ins Bett zu bringen. Für das Kind ist es aber wohl so ähnlich. Mit Zwang erreicht man da nichts. Und Kinder festigen ihren Rythmus auch erst mit zwei Jahren so langsam. Ich glaube was das Schlafen angeht machen wir alle einen Fehler, den unsere Eltern auch schon gemacht haben. "Du musst gleich ins Bett" hat wohl jeder zu hören bekommen. Umgekehrte Psychologie: Du DARFST gleich ins Bett. Schlafen ist kein Muss, keine Strafe. Es ist eine Wohltat und das sollte die Wortwahl schon deutlich machen.

Rituale sind gut, gerade zum Einschlafen. Im Tagesablauf sollten auch Rituale bestehen, gerade was Mahlzeiten angeht. Aber auch Abwechslung muss sein. Kinder sind wissbegierig und langweilen sich schnell. Neue Eindrücke (vor allem visuell) machen seeeeehhhhr müde...

Mit Trotz hat das glaube ich wenig zu tun, sondern ist eher Verunsicherung. Mit 14 Monaten lernt sie noch wahnsinnig schnell, wahrscheinlich hat sie gerade wieder eine neue Fahigkeit erlangt (kenne das von meinem Sohn so, dass dann Schlafen in seinen Augen unwichtig ist). Wäre es reiner Trotz, würde sie schnell aufgeben, wenn sie damit auf taube Ohren stößt. Da es schon zwei Wochen so geht, bezweifel ich das doch sehr stark.

Nachts wach: Da muss man glaub ich einfach durch... Noch eine Milch, noch eine (die gleiche) Geschichte lesen. Kein Licht anmachen, sehr leise und ruhig reden, ggf. eben auf dem Arm... So bekomme ich meinen Lütten direkt wieder ausgeschaltet. Auf den Arm reicht meistens (merke dann immer, wie jeder einzelne seiner Muskeln sich wieder entspannt - trotz der eigenen Müdigkeit liebe ich das :D )

Zu guterletzt ein Rat: Hör nicht auf andere. Ich höre mir immer sehr gerne die tollen Ratschläge an, denke manchmal sogar eben drüber nach und mache es dann oft (fast immer) anders als geraten wurde. Beispiel war, dass mein Sohn bis vor Kurzem in meinem Bett geschlafen hat. Kind wird verhätschelt, den bekomme ich nie in sein eigenes Bett und bla... Der Gedanke ihn nicht bei mir zu haben, war mir unangenehm, also blieb er in meinem Bett. Seitdem er mobil ist, ist es zu gefährlich und auch für mich unangenehm, da der Zwerg Platz wie ein Großer braucht. Es gab nicht eine Sekunde Probleme mit dem eigenen Bett. Wenn andere dir raten das Kind schreien zu lassen und dir widerstrebt das, dann lass es nicht schreien. Ich mache nahezu alles instinktiv und fahre sehr, sehr gut damit (toi, toi, auf dass es so bleibt). Es gibt auch keine Pauschallösungen, da jedes Kind und jedes Mutter-Kind-Paar anders ist.

Antwort
von hourriyah29, 35

"Hallo Pille,

wir sind auch leidgeplagte Eltern eines "Ich will nicht schlafen-Kindes".

Die Schlafprobleme waren jeh nach Entwicklunsphase unterschiedlich (häufiges Aufwachen als Baby, motorische Unruhe in der Lauflernzeit, Überdrehtheit in der Tageseinrichtung-Eingewöhnungszeit, Wunsch nach Autonomie in der Autonomiephase - so nenne ich das Trotzalter lieber ;)

Es hat immer eine Weile gedauert, aber wir haben letzten Endes für jede Phase eine Lösung gefunden ;)

Habt ihr Ideen, warum die Kleine nicht schlafen will? Hat sie Sorgen etwas zu verpassen? Will sie selbst entscheiden dürfen? Hat sie Ängste? Ist sie unruhig?

Die Lösungen müssen zur Ursache passen.

Meine Tips.:

Abendliche Langeweile erleichtert das Loslassen (nach dem Abendessen Kind alleine spielen lassen, zeigen und erklären, dass Mama und Papa müde sind und nichts spannendes mehr passiert, dass Mama und Papa auch schlafen gehen, z.B. selbst Zähne putzen wenn Kind im Bett ist - das Geräusch beruhigt und signalisiert Mama geht auch ins Bett),

schöne Rituale machen das Bett-Gehen angenehm (Vorlegen, kuscheln, Musik zum Einschlafen, Schlaftier z.B. von Cloud B)

Regeln schaffen Klarheit (z.B. es gibt noch einen Kuss, einen Becher Wasser auf den Tisch und dann maximal noch 3 Extrawünsche - wir hatten mal so eine Extrawunsch Phase von Wärmeflasche bis Pflaster so dass wir noch 1Std. nach Bettzeit damit beschäftigt waren. Begrenzung war die Lösung)

Autonomie zulassen - z.B. das Kind mitbestimmen lassen welches Bettzeug gekauft wird, welches Kuscheltier mit ins Bett darf, wir haben ein Schlaftier und sie darf selbst noch Musik mit dem Schlaftier anmachen

Deine Bedürfnisse klar aussprechen (z.B. Mama muss jetzt noch Wäsche aufhängen und geht dann auch schlafen, Ich brauche jetzt Ruhe).

Extratip: das Buch "das glücklichste Kleinkind der Welt" - darin sind viele Tips und Tricks zum Umgang mit Trotzkindern und auch zum Thema wie man mit Kleinkindern gut kommuniziert. Das hat uns oft die Nerven gerettet.

LG und alles Gute!

Hourriyah

PS.: Bitte nicht schreien lassen oder ins Bett zwingen. So lernt das Kind nur, dass das Bett der Ort des Grauens ist und wird nie gerne ins Bett gehen.

Kommentar von 10pille ,

Danke für die Antwort ! Und die Tipps

Antwort
von Ela33333, 31

hallo 😊 Zahnt eure Tochter eventuell gerade? In ihrem Alter kommen häufig die Eckzähne - offenbar sehr schmerzhaft für viele Kinder, auch wenn man noch lange nichts "sieht". Tagsüber ist genug Ablenkung und Dinge zum drauf rumkauen aber wenn sie am Abend zur Ruhe kommen soll, dann treten die Schmerzen in den Vordergrund. Nachts wacht sie dann durch die Schmerzen auf und findet nicht zurück in den Schlaf. Eigene Erfahrung hat mir gezeigt: Ganz viel Kuscheln, ggf. Zahnungsgel, Vibrucol -Zäpfchen und wenn es ganz schlimm ist Ibuprofen... Wünsche dir und deiner kleinen Maus alles Gute und denk dran: "Es ist alles nur eine Phase" 😉

Antwort
von teafferman, 5

Nein. Um trotzen zu können braucht es ein eigenes Ich. Das kann aber noch gar nicht entwickelt sein. 

Kommen Zähne? Findet gerade einer der zahlreichen Umbauten im Gehirn statt?

Letzterer kann durchaus beunruhigen. Denn die Sinne fangen sich etwa in dem Alter an erst richtig zu entwickeln. Da können vorbeifahrende Autos durch die Straßenlampe Monsterschatten werfen. 

Aber: 

Wie will so ein kleines Würmchen Dir erklären, Was es wahrnimmt?

Vielleicht darf es diese Phase über bei Dir schlafen? Schon probiert?

Nein. In dem Alter kann gar nicht verwöhnt werden. Denn in dem Alter können wir Menschen nur unsere Grundbedürfnisse einfordern. Bei Dir schlafen zu dürfen, bedeutet dem Kind Schutz zu bieten. 

Es schläft trotzdem nicht ein? Dann würde ich mir einen auf so kleine Kinder spezialisierten Zahnarzt suchen und dort Rat holen. Ernsthaft. 

TygerLillys gute Meinung muss ich nicht wiederholen. Aber ein Lied habe ich für Dich:

Antwort
von souvisou, 29

Also man kann es natürlich nicht genau beantworten warum sie nicht ins bett will. Vielleicht hat sie mal was schlechtes getröumt und will seid dem nicht oder sie steckt in der phase. Ich würde mal das abendritual vielleicht ein klein wenig umstellen? Also nicht krass und alles ändern. Aber das es vielleicht ein 5 minutiges kuscheln in elternbett gibt und man davor noch was macht, was sich das kind wünscht, das es z.b. Wenn es lieb ins bett geht ein bettmümpfchen bekommt. Mit ihr reden und ihr erklären was bettzeit bedeutet. Sagen das mami und papi da sind. Lichtlein an und vielleicht beruhigt sie musik.

Antwort
von Ramonaralf, 29

Ich würde sie mittags nicht mehr so lange schlafen lassen. Das sie abends richtig müde ist. L.g

Kommentar von 10pille ,

Sie ist ja immer richtig müde und dann auch so quengelig weil sie so müde ist

Antwort
von Allyluna, 50

Vielleicht macht sie auch gerade einen Entwicklungsschub, wer weiß?

Habt Ihr ein Abendritual? Geschichte vorlesen, Lied singen - sowas? Vielleicht würde das helfen, wenn sie das Schlafengehen mit etwas Positivem verbindet.

Wie oft und wie lange schläft sie denn tagsüber noch? Ggf. ist das jetzt langsam etwas zu viel - oder im Gegenteil zu wenig, so dass sie schon "über den Punkt ist", wenn es dann abends ins Bett geht.

Einfach schreien lassen halte ich jedenfalls in keiner Situation für eine gute Idee! Aus dem Bett rausnehmen o.ä. - das muss nicht sein, aber dem Kind zu zeigen, dass sich niemand kümmert, wenn es schreit, ist niemals der richtige Weg. Das schürt höchstens noch Ängste und Unsicherheiten - und wie soll es da in den Schlaf finden, außer irgendwann durch pure Erschöpfung? Und das kann ja nicht das Ziel sein...

Kommentar von 10pille ,

Danke schon mal für die Antwort . Ja wir haben Abendrituale die wir auch weiterhin mache Tagsüber schläft sie so ca 1-2 Stunden abends geht sie mittlerweile erst um 8 ins bett statt um 7 .

Kommentar von Allyluna ,

Und wie lange ist die Zeit zwischen Mittagsschlaf-Ende und Abendzeit? Vielleich kannst Du diese Phase noch etwas länger gestalten... Sie scheint jedenfalls gerade ihren Schlafrhythmus umzustellen. Bis sich der wieder einpendelt, kann es ein Weilchen dauern.

Vielleicht hat sie aber auch Wachstumsschmerzen? Mein Sohn hatte und hat das ziemlich stark. Als er das noch nicht richtig äußern konnte, war es auch eine ziemliche Raterei für uns.

Wacht sie schreiend auf? Vielleicht hat sie auch gerade Probleme, den Tag "richtig" zu verarbeiten und das stört ihre Nachtruhe.

Es gibt so viele Möglichkeiten, was sein könnte und es ist doof, wenn sie noch nicht genau sagen können, wo der Schuh drückt.

Alles Gute und viel Durchhaltevermögen! ;-)

Antwort
von Norina78, 50

Na, bei der Antwort vorher will ich aber kein Kind sein...

Klar, solche Phasen kommen schonmal und gehen auch wieder weg, aber die muss man ja nicht einfach nur aushalten!

Macht sie Mittags noch einen Mittagsschlaf? Vielleicht ist sie abends einfach nicht müde? Es ist sicher gut, immer den gleichen Tagesablauf zu haben, aber in solchen Situationen sollte man ausprobieren, wie es sich auswirkt, wenn man etwas ändert. Zum Beispiel könnte man sie Bettfein machen und dann erstmal noch ein wenig im Sessel lesen oder ähnliches. So, dass sie Zeit hat, sich darauf einzustellen. Man kann sagen: So, in 10 Minuten geht es ins Bett, vorher machen wir noch XY.

Mein Sohn wollte irgendwann nicht mehr gut aufstehen, da habe ich ihn immer eine halbe Stunde früher geweckt, er durfte noch Bücher gucken oder im Bett spielen und siehe da - danach war Aufstehen kein Problem mehr.

Viel Glück!

Kommentar von 10pille ,

Danke für deine Anwort . Ja sie macht einen Mittagschlaf und sie geht auch Abends eine Stunde später ins bett . Gehen unsere Rituale jeden tag gleich durch .

Antwort
von eostre, 33

Wann steht sie auf, wann soll sie abends ins bett, wie lange schläft sie mittags? 

Kommentar von 10pille ,

Sie steht so gegen sieben halb acht auf mittags ist sie dann immer so gegen 12 Uhr wieder so müde dann schläft sie bis halb zwei zwei und abends geht sie so halb acht acht ins Bett ! Und sie ist dann schon müde

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