Frage von RoemerHelm85, 33

1350€ heizkosten bei 2 monaten miete?

Hallo zusammen, vorweg ich habe kein privates tropenhaus.

bekam diese woche meine nebenkostenabrechnung vom letzen jahr. zeitpunkt des einzuges 01.10.15 abrechnungszeitraum 01.01.15-31.12.15 nutzungszeitraum 01.10.15-31.12.15 zur mietswohnung: 130m², 11 heizkörper, durchschnittlich 24°C in der wohnung, ich heize nicht für draussen (2 jahre alte fenster sind meistens geschlossen abgesehen vom lüften) mit den allgemeinen punkten auf der rechnung bin ich einverstanden nur nicht mit einer rechnung von heiz u wasserkosten von 1350€

vertraglich geregelt wurden 150€ für nebenkosten/monat

da mir die summe stark ungewöhnlich erscheint habe ich die abrechnung genauer angesehen.

es wurde von der firma BRUNATA Abgelesen welche ebenso die rechnung erstellten

was mir aufgefallen ist: es wurde vor meinem einzug 2x heizöl getankt (juni+sept) gesamt 7100L (ca 4500€) die gesamtsumme der rechnung wurde benutz um den faktor der verbrauchskosten zu ermitteln (0,122439€/einheit)

meine frage ist, darf man mir den faktor der gesamten heizölkosten 01.01.15-31.12.15 in rechnung stellen oder müsste es nicht eher auf den tatsächlichen benutzungszeitraum (3monate) runter gerechnet werden? wenn ich es selbst auf 3 monate rechne komme ich auf eine summe von ca 450€ was ich auch für realistisch halte.

ich freue mich auf antworten

Antwort
von anitari, 22

vertraglich geregelt wurden 150€ für nebenkosten/monat

Inklusive Heiz- und Warmwasserkosten?

durchschnittlich 24°C in der wohnung

Das ist schon fast tropisch;-)

meine frage ist, darf man mir den faktor der gesamten heizölkosten 01.01.15-31.12.15 in rechnung stellen

Man stellt dir nicht die Gesamtkosten vom 1.1. - 31.12. in Rechnung, man nimmt diese Gesamtkosten als Grundlage für die Abrechnung. Das ist völlig korrekt.

wenn ich es selbst auf 3 monate rechne komme ich auf eine summe von ca 450€ was ich auch für realistisch halte.

Ich auf etwa 600 €. Aber egal. 1350 € sind für den kurzen Nutzungszeitraum, auch wenn es ausschließlich Heizmonate waren, zu viel.

1. Schritt, beim Vermieter Einsicht in der Abrechnung zu Grunde liegenden Belege verlangen.

2. Schrittt, wenn Schritt 1 keine Klärung bring, die Abrechnung fachanwaltlich prüfen lassen.

Kommentar von RoemerHelm85 ,

1. ja inklu heiz u warmwasser

2. fast ;)

3. treibt das den faktor nicht unnötig in die höhe?

4. ich nicht :)

habe die rechnung vor mir liegen, keine einsicht vom vermieter

habe mich heute erst beim mieterschutz gemeldet dauert also noch n bisschen bis ich was habe.

auf jedenfall schon mal danke

Kommentar von anitari ,

1. ja inklu heiz u warmwasser

Das ist natürlich für die Wohnfläche viel zu wenig.

150 € würden gerade mal die übrigen Betriebskosten decken. Für Heizung und Warmwasser müßte man noch mal etwa  190 € monatlich dazu rechen. Darum bin ich ja auch auf die ca. 600 gekommen.

Und wenn man dann bedenkt das die tatsächlichen Heizkosten in der Heizperiode 2 - 3 x so hoch sind wie die gezahlten, sind wir von den 1350 € gar nicht mehr so weit weg.

habe die rechnung vor mir liegen, keine einsicht vom vermieter

Die Einsicht in die Originalbelege mußt Du beim Vermieter fordern.

Antwort
von albatros, 10

Die Betriebskostenvorauszahlung bei dieser Wohnfläche ist absolut zu niedrig angesetzt. Sie hätte monatlich zumindest ca. 300 EUR betragen müssen (incl. Heizkosten).

Wenn du im Durchschnitt 24°C Raumtemperatur hattest, ist der Verbrauch natürlic wesentlich höher als der Durchschnitt bei 20 °C.  Es kommt zur Erhöhung um ca. 40 bis 50%.

Heizkosten müssen nach Verbrauch abgerechnet werden, mit einem Anteil von 30 bis 50% nach Wohnfläche (lt. Vereinbarung im Mietvertrag. Dieser Anteil wird bei unterjähriger Mietzeit nach der Gradtagstabelle berechnet. In den Wintermonaten ist der Promille-Anteil natürlich höher als im Jahresschnitt. Es fehlt der Ausgleich der wärmeren Jahreszeit.

Du kommst je m² Wohnfläche/Monat auf 10,40 EUR für Heizung und Wassererwärmung. Du heizt also vermutlich nicht nur großzügig sondern duschst oder badest auch gerne oft und lang.

Kommentar von RoemerHelm85 ,

ist ja alles nett gemeint mit den auflistungen,tipps,hinweisen etc, ist aber nicht meine frage.

auch die betriebskosten interessieren mich nicht zwingend, oder ob diese den verbrauch decken das ist ein anderes thema, da mir die original rechnung vorliegt.

mir ist bewusst das über 50% der heizkostenabrechnungen falsch oder zu gunsten des vermieters berechnet werden (stichwort 13te miete).

zitat meines vermieters:"es hat so lange gedauert bis die abrechnungen da waren(letzte woche erhalten) weil ich ständig nachbessern musste und nichts gepasst hat".  soviel zur unabhängigkeit von brunata.

btw. die regelungen zur heizkostenverordnung sind etwas schwammig ausgelegt von daher läst sich für mich kein eindeutiger schluss ziehen.

meine frage bezieht sich auf den gesamten heizöleinkauf im vergangenen jahr und dem daraus resultierenden faktor der meiner meinung nach die kosten in die höhe drückt. ist ne einfache rechnung die jeder zuhause nachvollziehen kann der gerade eingezogen ist.

und jetz mal im ernst wir reden davon das eine 130m² bude monatlich ca 700 liter heizöl verbraten soll (durchschnittlicher heizölpreis 2015 50€/100l bei 3000l abnahme). wer da jetz nicht zumindest kleine zweifel hat ist meiner meinung nach ein unseriöser vermieter :).

trotzdem danke.

Kommentar von mobyi ,

Also deine Aussage mit der 13. Miete würde ich mal für mich behalten, da du hier jemanden des Betruges bezichtigst. Der Vermieter darf nur die tatsächlich entstandenen Heizkosten, die er auch der Abrechnungsfirma in Form von Belegen vorlegen muß, über eine Abrechnungsfirma verteilen lassen. Es hat also weder die Ablesefirma, noch der Vermieter etwas von deinem Geld.

Das wird oftmals verwechselt.

Mein Kollege hat das Heizöl im Jahr 2015 für duchschnittlich Brutto 0,95€ bezogen, also 50 cent kommen mir sehr utopisch vor.

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