Frage von howhigh, 79

1.Kind im Anmarsch - Steuerklasse wechseln oder nicht?

Hallo Zusammen,

wir erwarten unser erstes Kind im Dezember. Sind verheiratet und haben beide Steuerklasse 4. Meine Frau verdient Brutto ca. 1000€ weniger als ich (Grundlohn). Sie hatte oft Provision, deswegen sind wir beide in die 4 gegangen.

Sollten wir jetzt noch die Steuerklasse wechseln vor der Geburt oder ggf. nach der Geburt.

Macht das Sinn bzw. lohnt es sich?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo howhigh,

Schau mal bitte hier:
Baby Lohnsteuer

Antwort
von NickgF, 35

Komisch, ich meinte im Internet jetzt schon des öfteren gelesen zu haben, das es Ratsam ist, das die Frau noch in die 3 wechselt und der Mann die 5, somit hat die Frau mehr verdient und bekommt dementsprechend mehr Elterngeld.

Oder was verstehe ich da falsch und wieso gibt es dann tausende Fragen zu diesem Thema wenn es letztendlich eigentlich alles egal ist wie du es schreibst.

ELTERNGELD:
Bei der Berechnung des Elterngelds wird seit 2013 ein Monats-Durchschnittslohn der Mutter ermittelt und dabei (fiktiv) Steuerabzüge nach der Steuerklasse abgezogen, die in den 12 Monaten vor der Geburt am häufigsten gültig war.
Damit diese rechtlich durchaus zulässige "Trickserei" klappt, sollte der Wechsel der Frau in die 3 sofort nach Eintritt der Schwangerschaft beantragt werden - jetzt kurz vor der Geburt ist es sinnlos. 

EINKOMMENSTEUER:
Die zutreffende Einkommensteuer bei Eheleuten läßt sich nur bestimmen, wenn sämtl. Einkünfte und Ausgaben zusammengerechnet werden.

Hier hat die Lohnsteuer nur den Charakter einer Vorauszahlung auf die spätere Einkommensteuer. Welche Steuerklassen ihr wählt, beeinflußt nicht die bei der Veranlagung vom Finanzamt festgesetzte Jahressteuer - sondern nur die sich daran anschließende Steuer-Abrechnung (Erstattung/Nachzahlung).

Ich bin da ganz bei @Akecheta > um nicht zu viel vorauszuzahlen, würde ich den Wechsel in 3/5 empfehlen (3 für dich).

Der Wechsel gilt stets erst ab dem Folgemonat. Ob ihr nun einen Monat früher oder später wechselt spielt unterm Strich folglich keine so große Rolle.

https://www.formulare-bfinv.de/ffw/action/invoke.do?id=034003

Alles Gute für die nächsten Wochen!

Antwort
von Y0DA1, 79

wenn ihr verheiratet seid und ein Kind bekommt, macht das für die Steuerklasse überhaupt keinen Unterschied. Verheiratete können haben 4/4 oder 3/5 ein Kind ist egal.

Ob für euch 3/5 oder 4/4 besser ist, könnt ihr ganz leicht nachprüfen. Rechne eure Lohnabzüge jeweils bei 3/5 und bei 4/4 aus und vergleicht sie. Beachte, bei 3/5 müsst ihr auf jedenfall eine Einkommensteuererklärung machen, d.h. unter dem Strich ist es egal ob 3/5 oder 4/4

Kommentar von howhigh ,

Aber meine Frau bezieht ja nach dem Mutterschutz nur noch Elterngeld(plus). Wäre es dann nicht von Vorteil wenn ich weniger Lohnabzüge hätte? Oder muss ich es dann beim Lohnsteuerjahresausgleich zurückzahlen?

Wie schon gesagt, wir sind verheiratet und haben 4/4 und haben auch jetzt schon immer unsere Einkommenssteuererklärung gemacht und bis Dato immer etwas rausbekommen.

Kommentar von Y0DA1 ,

ihr müsst auf jedenfall eine Einkommensteuererklärung machen

wie gesagt, unter dem Strich gleicht sich alles wieder aus. Hast du also zu wenig Abzüge unter dem Jahr gehabt, wirst du eine Nachzahlung bekommen.

Kommentar von howhigh ,

Und jetzt noch wechseln bevor das Baby kommt, damit wir mehr Elterngeld bekommen? Und dann im Januar 2016 wieder auf 4/4 wechseln? 

Kommentar von Y0DA1 ,

Das bringt nichts da es steuerfrei ist. Du hast darauf zwar den Progressionsvorbehalt aber keinen direkten Abzug. Also ist die Steuerklasse total egal.

Kommentar von howhigh ,

Komisch, ich meinte im Internet jetzt schon des öfteren gelesen zu haben, das es Ratsam ist, das die Frau noch in die 3 wechselt und der Mann die 5, somit hat die Frau mehr verdient und bekommt dementsprechend mehr Elterngeld.

Oder was verstehe ich da falsch und wieso gibt es dann tausende Fragen zu diesem Thema wenn es letztendlich eigentlich alles egal ist wie du es schreibst.

Will es nur verstehen.

Kommentar von Y0DA1 ,

Weil es darauf ankommt:

Grundlage der Berechnung für das Elterngeld sind die Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes.

Kommentar von Akecheta ,

Zumindest wenn ein Partner in die Erziehungszeit geht, ist es schon sinnvoll in 3/5 zu wechseln. 3 allerdings dann derjenige, der weiter arbeiten geht, sonst fehlt euch schon ein guter Teil des bisherigen Familiennettoeinkommens und liegt dann nur aufgrund zu hoher monatlichen Lohnsteuer-Vorauszahlungen als zinslose Einlage beim Finanzamt. Das Elterngeld gleicht ja nicht den ganzen Verlust des Nettos eines Elternteils aus.

Kommentar von howhigh ,

Also lohnt es sich doch noch bis zum 30.11. auf 3/5 zu wechseln? Gilt ja das ganze Jahr rückwirkend und somit erhalten wir dann mehr Elterngeld. Oder hab ich ein Denkfehler?

Kommentar von Y0DA1 ,

Ein Wechsel der Steuerklasse geht immer erst ab dem nächsten Monat. Rückwirkend geht da gar nichts.

Wie oft noch? Es kommt beim Elterngeld auf die letzten 12 Monate an. Für Auswirkungen auf das Elterngeld ist es schon zu spät.

Noch dazu kann man nicht pauschal sagen, dass 3/5 immer besser ist, wenn ein Ehegatte nicht arbeitet. Der Unterschied kann auch nur klein oder gar nicht vorhanden sein. Wir wissen sein Brutto ja gar nicht und eventuelle Freibeträge, die er eingetragen hat. Aber bei den meisten ist der Abzug bei Steuerklasse 3 um einiges kleiner als bei Steuerklasse 4 (die Steuerklassen 3/5 gibt es ja nicht ohne Grund).

Rechne einfach nach z.b. hier http://www.brutto-netto-rechner.info/gehalt/lohnsteuerrechner.php ob für dich 3 viel besser ist als 4 (wie gesagt, wir wissen dein Brutto und Freibeträge nicht).

Naja und 15 Monate nach Steuerentstehung gibt es auch beim Finanzamt Zinsen. Also Zinslos ist es nicht (ab April des übernächsten Jahres bei nicht abweichendem Wirtschaftsjahr).

Antwort
von SarahKittyCat, 28

Soweit ich weiß wird das Eltern Geld aus den letzten 12 Monaten berechnet.. bringt also nix, jetzt noch zu wechseln.. das hättet ihr dann schon vor 9 Monaten machen müssen...

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