Frage von Insomnia44, 58

115 V Drehstrom im Haushalt?

Hallo, 

bin gestern beim Austausch einer defekten Schukosteckdose in einer Eigentumswohnung Bj ca 1960 in DO, Nähe Flughafen auf ein 115 V Drehstromnetz gestoßen. Kenne so etwas nur aus uralten Kraftwerken und frage mich wie so etwas zu Stande kommen kann. 

Wurde dieses Netz dort möglicherweise von den amerikanischen Besatzern in den Nachkriegsjahren installiert? Ist so etwas überhaupt noch zulässig?

Habe dort also in jeder Steckdose 2 Außenleiter mit etwa 115 V zum Schutzleiter. Die Eigentümerin möchte nun dort einen FI einbauen .... Ist ja eigentlich wegen des fehlenden Nullleiters unmöglich. Frage mich nun, ob ich dort irgend etwas tricksen kann, ohne alle Leitungen zu erneuern. Die verwendeten Leitungen sind Stegleitungen mit schwarz, grau und rot und teilweise auch NYM in sw, br und gngb. Da ist guter Rat möglicherweise sehr teuer. Vielen Dank im Voraus für eure Hinweise Markus

Antwort
von Peppie85, 33

115 volt zwischen phase und erde spricht eher für ein 2phasiges netz. es gab früher auch mal ein 220 volt drehstromntez, da hatte man zwischen einer phase und erde 127 volt.

wenn du jetzt nur 230 volt geräte hast (phase gegen phase) kannst du einfach beide phasen durch einen 2poligen FI führen und den schutzleiter daran vorbei.

lg, Anna

Antwort
von Chefelektriker, 20

Das nennt man altes Netz, findet man sehr selten.Der Tip von Peppie85 funktioniert.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community