Frage von Caesar3, 260

110.000 Euro geerbt - wie soll ich es nun anlegen ohne von Provisionen lebenden Versicherungsvertretern und Bankern damit zu nutzen?

Sollte ich Gold ankaufen oder provisionsfreie internationale konservative Aktienfonds oder einfach Sparbuch, oder Renovieren oder ne Zweitwohnung kaufen?

Wollte den Betrag erstmal komplett behalten und erst in 10-15 jahren ausgeben.

Versicherungsvertreter und Banker gibt es ja, nicht ohne Grund ;) in jedem Sportverein. Diese immer gut gelaunten Leute will ich geflissentlich umgehen.

Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 38

Bei 110.000 Euro dürfte die Provision auch eher im Bereich von 1000-2000
Euro liegen, viel Geld, aber weniger, als wenn du falsch anlegst.

Das Problem bei den Provisionen ist nicht allein, das diese vom Anlagebetrag abgeht, sondern, das der Berater provisionsoptimierend berät, also zu den Produkten, die ihm die maximale Provision versprechen und nicht zu den für den Kunden optimalen Produkt.

Sollte ich Gold ankaufen

Gold ist ein gutes Mischelement, d.h. es ist oft durchaus sinnvoll einen Teil in Gold anzulegen. Gold verhält sich nämlich oft entgegen den Entwicklung der Aktien.

Kommentar von Caesar3 ,

Endlich spricht mal einer aus, was die Hunderttausenden dieser Familienväter nie zugeben würden.

Antwort
von Incamas, 37

Wenn du noch Miete bezahlst und in einer Region lebst wo die Immobilienpreise noch niedrig sind, dann kauf dir eine kleine ETW und ziehe selbst rein. Die Ersparte Miete ist eine gute Rendite und ist auch nicht zu versteuern. Solltest du mal ALG 2 oder ähnliches benötigen gehört es zum Schonvermögen, Geldanlagen nicht in diesem Umfang. Alternativ würde ich dir Gold empfehlen versichert und Konkursgeschützt gelagert im Zollfreilager Zürich. Hier kannst mehr darüber lesen: http://www.bullionvaultaffiliate.com/incamas/de

Antwort
von Genesis82, 85

Ich versteh deine Sorge und versuche solche "Berater" auch weitestgehend zu vermeiden - ich rede dann aber von kleinen Anlagebeträgen oder einer Versicherung, die ich abschließe. Wenn ich eine Summe wie du zur Verfügung hätte, dann würde ich definitiv zu einem Anlageberater gehen, oder zu mehreren und deren Tipps vergleichen. Bei 110.000 Euro dürfte die Provision auch eher im Bereich von 1000-2000 Euro liegen, viel Geld, aber weniger, als wenn du falsch anlegst.

Wie hier schon andere schrieben, ist eine pauschale Beantwortung deiner Frage schwierig, weil es auf die jeweilige Lebenssituation ankommt. Ich persönlich würde meine Wohnung mit dem Geld abbezahlen und somit ab sofort miet- und ratenfrei leben. Ich empfehle dir, das Geld zu streuen und nicht alles auf ein Pferd zu setzen.

Antwort
von schelm1, 94

Schaffen Sie sich Ihren eigenen geschlossenen Miniimobilienfonds.

Ein Eigentumsappartement oder eine kleine Eigentumswohnbung in vernünftiger Lage bringt Ihnen Mieteinnahmen, die irgenwelche anderen Anlagen, bei denen sich die Fondsmaager eine goldenen Nase verdienen klar überlegen sind.

Meine persönlichen Erfahrungen aus Immobilien erwerb der letzten Jahrzehnte war stets positiv!

Antwort
von KnusperPudding, 145

Es wäre klug so eine Summe richtig anzulegen, die Frage wäre nur: Was wäre am sinnvollsten?

Persönlich halte ich nichts davon auf den Gold-Hype aufzuspringen. Genauso würde ich das Geld aber auch nicht einfach auf der Bank verschimmeln lassen.

Aktuelle Tages und Festgeld-Konten bringen gar nichts bis extrem wenig. - Die Zeit für Sparer und Anleger ist daher gerade sehr unpraktisch.

Sofern du bereits eine Immobilie hast, würde ich das Geld für Modernisierungen oder einen Ausbau nutzen um hier eine Wertsteigerung zu erzielen. 

Alternativ, sofern du noch keine Immobilie hast, kannst du dir damit auch den Wunsch des Eigenheims erfüllen. 

Antwort
von napoloni, 35

Ich wäre für ein Onlinedepot und Anlage in ETFs. Wenn du Ideen hast, dürfen auch Einzelaktien in deinen Einkaufskorb.

Bei der Zusammenstellung musst du überlegen, wieviel jährliche Zuflüsse du haben willst, also ob deine Anlagen ausschütten sollen oder nicht. Zumindest Ausschütungen in Höhe von jährlich 801 Euro solltest du haben; bis zu dieser Höhe sind die nämlich steuerfrei.

Mit deinem Anlagezeitraum von 10 - 15 Jahren bist du historisch betrachtet (->Rendeitedreieck) auf der sicheren Seite. Dennoch musst du selbst wissen, wie viel du einsetzt. Im schlimmsten Fall setzt du alles kurz vor einem Aktiencrash. Auf 10-15-jahres-Basis wird dich das dann zwar nicht umbringen. Aber vielleicht eben doch, weil es hat sich schon so mancher totgeärgert^^

Es ist also zu erwägen, einen Teil für den Fall eines Crashs zurückzuhalten um ihn für einen eventuell topbilligen Einkauf zu nutzen :o)

Antwort
von Johnbobs, 184

Immobilien sind immer wertvoll, allein für deine Altersvorsorge eine gute Sache. Diese muss man aber auch ab und an in Schuss halten damit sie nicht verfallen.

Ansonsten bin ich mir sicher, wenn du in den ETF ishares DAX investierst, du dein Vermögen aufbaust und mit über 100.000 Euro eine ordentliche Dividende erhälst.
Der ishares DAX ist ein Fond mit den größten deutschen Unternehmen.
Da es sich hier aber nicht direkt um einen Fond, bei dem ein Fondmanager mitverdient, handelt, sondern um einen ETF der einmal im Jahr der Börse angepasst wird, kannst du hier dein Vermögen ziemlich sicher anlegen.

Wenn die deutsche Wirtschaft zusammenbricht ist sowieso nichts mehr zu retten.

Denk an die Erbschaftssteuer!

Kommentar von IQvsLK001 ,

ETF ist eine gute möglichkeit - aber bitte nicht alles auf einmal investieren - mach teilzahlungen

als tip noch > ETF003 < das sind die dividenden-könige des dax

Kommentar von Caesar3 ,

Danke aber Erbschafsteuer fällt doch bei meinem Betrag nicht an denk ich.

Kommentar von Traveller24 ,

Das hängt vom Verwandschaftsgrad zum Vererber ab. Danach richten sich sowohl die Freibeträge als auch der Steuersatz. Von wem hast Du das Geld denn geerbt?

Kommentar von Caesar3 ,

Von meiner Mutter

Kommentar von Traveller24 ,

Dann ist das tatsächlich steuerfrei. Bei Erbschaften von Eltern ist der Freibetrag hier ausreichend.

Antwort
von Traveller24, 103

Diese Frage ist so nicht zu beantworten. Ich könnte Dir sagen, wie ich dieses Geld machen würde, aber ich bin ein einer ganz anderen familiären, finanziellen, demographischen, steuerlichen, geograhischen, beruflichen und psychologischen Situation als Du. Eine für mich optimale Investition kann für Dich völlig falsch sein.

Daher mein Tip: Rede mit einem Fachmann. Auch wenn der daran Geld verdient. Eine gute Strategie, die alle die oben genannten Faktoren einbezieht und für die man Geld bezahlt ist immer noch besser als jede schlechte, die man kostenlos bekommt.

Dein Bäcker verdient auch an Dir. Deshalb backst Du aber wahrscheinlich Dein Brot nicht selber.

Kommentar von Caesar3 ,

Der Bäcker kommt aber 1. nicht zu mir 2. animiert er mich nicht zum Brotkauf 3. kauf ich dort nur was wenn ich Hunger habe und nicht wenn er zu viel gebacken hat 4. seh ich seine Preise in absoluten Zahlen und kann mich anders entscheiden 5. sollte man bei 2 Euro für ein Brot und mehreren tausend Euro Provision für den Fachmann der Altersvorsorge gut überlegen. 6. backt der Bäcker sein Brot, weils dafür einen Markt mit Abnehmern gibt. Der Finanzberater kreiert seinen Markt größtenteils artifiziell.

Kommentar von Traveller24 ,

Zu den Punkten:

1. Hast Du hier tatsächlichen Bedarf an einer Beratung. Kein Bänker kommt in diesem Fall zu Dir und überredet Dich, Geld anzulegen. Du hast Geld anzulegen und gehst zu einem Berater ebenso wie ein hungriger Mensch zu einem Bäcker geht oder jemand der ein Haus bauen will zu einem Architekten geht.

2. Auch ein Bäcker animiert Dich ab und zu zu einem Kauf. Aber wie gesagt, Du willst ja Geld anlegen. Dein Willen.

3. Hat hier momentan niemand ein zuviel an Beratung übrig, sondern Du hast tatsächlich Bedarf an einer Beratung.

5. Ein falsches Brot gekauft ist egal. Kauf ich morgen ein neues, 2 Euro Weg sind nicht schlimm. Eine einmalige Geldanlage in solcher Höhe falsch angelegt ist katastrophal. Je wichtiger etwas ist, desto eher bin ich doch bereit, dafür auch viel Geld zu bezahlen.

6. So gut wie jeder Mark ist artifiziell, denn auch sein Brot könnte man selber backen. Hat meine Oma Zeit ihres Lebens gemacht. Und wie ich schon mehrfach ausgeführt habe, hier ist tatsächlich ein Bedarf an Beratung

Ganz generell:

Prinzipiell musst Du doch dafür sorgen, dass Du für Dich die bestmögliche Beratung bekommst. Ob jemand daran verdient, sollte doch zweitrangig sein.

Wenn etwas für mich wichtig ist, dann frage ich einen Fachmann. Ich vertraue lieber jemandem, der seit Jahrzehnten seinen Lebensunterhalt mit dem Gebiet verdient als einer anonymen Masse im Internet, die möglicherweise zur Hälfte auf 14-jährigen Trollen besteht, die sich einen Spass daraus machen, falsche Antworten einzustellen.

Kommentar von Caesar3 ,

Punkt 1 ist Wunschdenken und gegen jede gängige Praxis. Sobald in einer Bank ein Geldeingang auf ein Girokonto kommt, der eine gewisse Höhe hat, wird versucht telefonisch Kontakt aufzunehmen. Noch schlimmer die Versicherungsverkäufer, die sich immer wieder gerne selber einladen und gern mal einen auf guten Freund suggerieren.

Auf die anderen auch widerlegbaren Punkte gehe ich aus Zeitgründen nicht ein. Der Leser soll sich seinen Part denken.

Antwort
von kenibora, 62

Was verdienst Du monatlich? Was für ein Vermögen hast Du schon....sprich zunächst mit einem Steuerberater darüber. Bin mit guten Immobilien bisher sehr gut gefahren, auch steuerlich!

Antwort
von Falu25, 74

Kauf dir ein geiles Auto :D und fahr 300 auf der Autobahn 

Kommentar von sassenach4u ,

Beerbst du ihn dann? Geiler Tipp!

Kommentar von Johnbobs ,

Ich denke die Frage ist durchaus ernst gemeint, dann kann man auch davon ausgehen, dass man ernst gemeinte Antworten bekommen kann. Ergo: Hättest du dir sparen können.

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