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10jähriger kann sich schwer von der Mutter lösen, warum?

Frage von Majali Majali

Hallo zusammen, ich habe eine Kollegin die hat einen 10 jährigen Jungen. Er ist sehr aufgestellt und selbstbewusst, aber wenn er in die Schule, zum Sport oder zum Musikuntericht muss, kann er sich fast nicht trennen von seiner Mutter. Er will sie andauernd dabei haben, weint und schreit wenn sie gehen will. Meistens bleibt sie dann eine Weile und irgendwann ist er einverstanden wenn sie geht. Das ist natürlich extrem mühsam und auch nicht überalll geduldet, dass die Mutter bleibt. (Schule). Hat jemand eine Ahnung warum der Junge so reagiert? Sie hat ihn nie irgendwo vergessen und an der Erziehung liegt es denke ich auch nicht. Er klammert sich auch extrem an gewisse Kleidungsstücke und will immer dieselben Sachen anziehen. Ich weiss, er müsste mal von einem Psychologen abgeklärt werden, aber vielleicht kommt das ja jemandem bekannt vor. Vielen Dank.

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Antworten (15)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von IngridK IngridK
    • vorweg, habe 3 Kinder (13, 22, 25) und auch 3 mehr als 5 bis 20 Jahre jüngere Geschwister) und mache Projekte für besonders begabte Kinder im Vor- und Grundschulalter auf natwisstechn. Gebiet -also bissel Erfahrungen, was Kinder angeht
    • lese mit Erstaunen vom sogenannten Tyrannen erziehen, was absoluter Schwachsinn ist (wird in Büchern proklamiert -jedes Kind kann...lernen, Supernanny, Lehrer(!!) ... -welcher Erwachse bitteschön geht punkt 19.00 Uhr auf die Minute ins Bett, isst punkt auf die Minute.... (selbst Säuglinge hat man früher, damit es keine Tyrannen werden, manchmal stundenlang schreien lassen und erst punkt nach genau 4 Stunden gefüttert -wir Erwachsenen verlangen von unseren Kindern oft mehr als von uns selber, ein Glück, dass die Toleranzschwellen der Kinder so flexibel sind

    -zu dem Thema: alte Sachen nicht abgeben hat ggf. folgenden Hintergrund: benutzte Sachen verändern durch ihren Gebrauch manche Eigenschaften -sie werden weicher, man weiss, dass sie nicht drücken, sie "riechen" vertraut (Hormone) bilden eine "Identität" bzw. vielleicht auch ein "Revier" und sie sammeln Erinnerungen, manchmal haben sie ab einer bestimmten Zeit gewisse "Zippelecken" welche die neuen Sachen nicht haben, die Kinder aber für eine ganz spezielle tiefe Entspannung benötigen -in diesem Fall sollte man das sogar als Gabe sehen!! vielleicht hilft es, wenn die Mutter einen beiseitig akzeptierten Kuschelgegenstand besorgt (am besten selbergemacht (kleines Federkissen aus Nickistoff, Tuch,... mit "Muttifaktor", der überall dabei sein darf und dessen Zustand, auch wenn er der Mutter später vielleicht peinlich sein sollte, akzeptiert wird)

    • was die Probleme mit dem Loslassen betrifft: da der Junge geistig ja gut "aufgestellt" ist, kann man ja mit ihm über diese Sache reden -vielleicht weiss er ja, warum er so reagiert, man kann ihm auch eklären, wie die Mutter sich fühlt und vielleicht kann man ja ein kleines Ritual einführen,

    • wenn der Junge mit der Mutter nicht darüber reden kann/möchte -vielleicht kann ja der Vater so "unter Kumpels" ohne!! zu sagen, ein Mann hat keine Angst

    • Ursache kann ggf. auch sein, dass die Mutter ihren Sohn vielleicht früher zu schnell, ohne Übergang irgendwo eingewöhnen musste (Kindergarten, Schule,...) und er in der neuen Umgebung alleine nicht zurecht kam, vielleicht sogar nicht gemocht wurde (gemobbt) und jetzt immer erst sicher gehen möchte, dass diesbezüglich alles o.k. ist, dann kann ja die Mutter gehen
    • was die Schule diesbezüglich meint ist völlig uninteressant, wir brauchen keinen genormten Einheitsmenschen!, auch wenn das für die Lehrer natürlich wesentlich einfacher ist, außerdem bekommt man als Elternteil so (wenn man sein Kind begleitet) auch mehr über die Abläufe in der Schule mit und das ist manchen Lehrern unangenehm (aus welchen Gründen auch immer)
    • manche Kinder entwickeln sich nicht gleichmäßig, sie sind z.B. was schulische Leistungen betrifft ihren Altersgenossen weit voraus, aber was die Trennung von der Mutter betrifft eben etwas langsamer und 10 J. ist meines Erachtens zwar nicht alltäglich, aber auch noch nicht so absurd, dass man ... (zum Thema ungleiche Entwicklung bei Bedarf ausführlicher,...)
    • manchmal kommt der Umschwung schneller als man denkt, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder alleine meist wesentlich besser wissen als die Erwachsenen, was gut ist (habe auch einen Sohn, der mit zwei fragte "Mutti warum rostet Edelstahl nicht?" aber in die Schule musste ich ihn bis zur 4. Klasse bringen und mit dem Wechsel auf das Gymnasium war das von heute auf morgen passe), vielleicht langweilt er sich ja auch oft und sieht so den immerhin möglichen Ausweg zu gehen, wenn die Mutter noch da ist?!
    • naja auch die Trennung der Eltern kann ein Grund sein -in dem Fall ist vielleicht eine Beratung doch angebracht, oder vielleicht auch eine Kinder/Jungengruppe von gleich betroffenen Kindern/Jungen
    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Text.Ich werde einiges daraus mitnehmen und nochmal mit der Mutter darüber reden.

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    Antwort von Gambas80 Gambas80

    Es gibt viele Ursachen für so ein Verhalten! Sind ja schon mehrere Antworten bzgl Erziehung, etc. Wenn Du aber sagst, daran liegt es nicht...kann ich aus der Entfernung so jetzt natürlich auch nicht beuurteilen. Es könnte sein, dass er auf ganz anderer Linie Sorgen oder Probleme hat. Das könnte alles Mögliche sein. In der Schule, mit Freunden, Verwandten, etc. Und dann gibt es Kinder, die es wirklich niemandem erzählen. Das ist auf Dauer dann natürlich eine enorme Belastung für das Kind. Und das Kind entwickelt gewisse "Angewohnheiten" die auf die Eltern und das Umwelt eigenartig wirken. Meistens geben diese Sachen dem Kind aber Sicherheit und ein vertrautes Gefühl...Grundsätzlich denke ich aber, dass man immer erst mal die Offensichtlichen Gründe (Erziehung, Ängste, etc) die das Verhalten haben könnte-hinterfragen sollte. Denn häufig liegt die Ursache in den alltäglichen Dingen

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    Antwort von Trinity72 Trinity72

    Zwillinge heist ja nicht automatisch, dass beide Kinder miteinander vergleichbar wären, denn auch Zwillinge unterscheiden sich im Character und Verhalten voneinander.

    Mögliche Ursachen könnten sein:

    • das der Junge die Trennung seiner Eltern völlig anders empfunden hat als sein Bruder und erst jetzt wo er etwas älter ist sich wirklich einen Kopf darum macht.
    • das die Mutter nach der Trennung beide Söhne extrem "behütet" hat und sich erst jetzt zeigt, dass der Junge, wo die Mutter evtl. ein paar Gänge zurückschaltet extreme Angst entwickelt, dass die Mutter ihn auch eines Tages verlassen könnte (Verlustängste)
    • sich die ersten Veränderungen ergeben in Richtung Pubertät. Ein evtl. Interesse am "anderen" Geschlecht überträgt er auf seine Mutter, da er sich bei ihr immer geborgen gefühlt hat.
    • Evtl. ist auch etwas im Umfeld vorgefallen in einer eigentlich normalen vertrauten Umgebung, und er will seiner Mutter deutlich machen, dass er Angst hat, dass ihm erneut etwas Schlechtes widerfährt in einer ihm eigentlich wohlbekannten Umgebung?

    Letztlich sind das alles nur Spekulationen. Ich selbst würde mit meinem Sohn mal ein Gespräch führen und ihn selbst fragen, warum er sich so verhält. Mit 10 Jahren ist der Junge doch grundsätzlich alt genug seine Meinung zu sagen.

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    Antwort von Solaris2 Solaris2

    da erzieht sich deine Bekannte aber einen kleinen Tyrannen heran.

    vielleicht sollte deine bekannte das verhalten ignorieren & anfangen nein zu sagen und das da auch konsequent umsetzten / durchhalten. ist zwar schwer am Anfang, aber sonst wird der Kleine wohl immer besitzergreifender.

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    Antwort von Tonic84 Tonic84

    Ist der Junge Einzelkind? Für mich klingt dass als hätte er SChwierigkeiten mit Veränderungen, gerade was das Klammern an bestimmte Kleidungstücke angeht.

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Nein, er hat noch einen Zwillingsbruder.

    Kommentar von Tonic84 Tonic84Tonic84

    Und der ist nicht so? Dann kann es ja wirklich nicht mit der Erziehung zu tun haben. Ich shcließe mich den anderen an, deine Kollegin sollte mal zu einen Psychologen gehen. Es kann so viele Ursachen, u. a. auch körperliche, für dieses Verhalten geben. Außerdem sehen und verstehen Kinder die Welt in einer Art, die sich uns Erwachsenen nicht immer erschließt. Vielleicht hat er etwas gesehen oder erlebt, was ihn glauben lässt er müsste immer bei seiner Mama und Kind bleiben. Wenn deine Kollegin dafür Sorgen tragen will, dass ihr Junge irgendwann mal ein selbstständiger Erwachsener wird, sollte sie den Schritt zum Psychologen nicht auf die lange Bank schieben. Es ist nicht schlimm sich professionelle Hilfe zu holen - im Gegenteil. Es ist ein sehr mutiger und weiser Schritt.

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Das rate ich ihr auch schon lange... Der andere Junge geht ohne Probleme überall hin. danke für deinen Tipp.

    Kommentar von Ostseemuschel OstseemuschelOstseemuschel

    Professionelle Hilfe ja ein guter Schritt, ein Zeichen von Stärke. Aber: wenn man mit dem Kind immer gleich zum Psychologen rennt, bekommt es ganz schnell das Gefühl, es sei nicht richtig, so wie es ist.Manchmal ist es hilfreich das Pferd von hinten aufzuzäumen.

    Kommentar von Ostseemuschel OstseemuschelOstseemuschel

    @majali-nicht alle Kinder sind gleich, dass gilt auch bei Geschwistern. Falscher Ansatz: der andere geht ohne Probleme...

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    das stimmt schon, aber ich denke, dass dann das Problem nicht an der Erziehung liegt.

    Kommentar von Ostseemuschel OstseemuschelOstseemuschel

    nein, es hat nichts mit der Erziehung zu tun. Eher Verhältnis Mutter-Sohn. Ich empfehle statt eines Psychologen eine Art Mediatorenstelle.

    Kommentar von Dichterseele DichterseeleDichterseele

    Ein Mediator ist ein Kommunikationspsychologe!

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    Antwort von Strolchi09 Strolchi09

    Ich würde einen Besuch beim Kinderpsychologen empfehlen.

    Hier wirst du nicht die geeignete Antwort bekommen.

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    Antwort von Dichterseele Dichterseele

    Der Junge hat Verlustängste, die psychologisch geklärt werden müssen!

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    Antwort von Ostseemuschel Ostseemuschel

    Ich denke, es liegt an der Mutter! Sie kann nicht loslassen.

    Kommentar von Dichterseele DichterseeleDichterseele

    Nein, der Junge hat Angst, fallen gelassen zu werden! Vielleicht hat er irgendwann mal mit angehört, dass seine Mutter es als belastende Überraschung ansah, Zwillinge zu bekommen, er ist der Zweitgeborene, fühlt sich unverwünscht und hat Angst im Stich gelassen zu werden.

    Das würde die Situation jedenfalls erklären.

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    Antwort von Solaris2 Solaris2

    da erzieht sich deine Bekannte aber einen kleinen Tyrannen heran.

    vielleicht sollte deine bekannte das verhalten ignorieren & anfangen nein zu sagen und das da auch konsequent umsetzten / durchhalten. ist zwar schwer am Anfang, aber sonst wird der Kleine wohl immer besitzergreifender.

    Kommentar von Dichterseele DichterseeleDichterseele

    Ich fürchte, das sitzt tiefer!

    Dein "Rat" ist unverantwortlich.

    Du kennst doch garnicht die Motivation dieses Jungen, sich an die Mutter oder seine kleidungsstücke zu klammern...

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    Antwort von jumba jumba

    wo is denn der vater des kindes? hat er großeltern mit denen er regelmäßig und oft kontakt hat? hat er keine freunde?

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    die Eltern sind geschieden und er besucht den Vater jedes Wochenende. Er hat Freunde und Grosseltern, eigentlich ist sonst alles normal.

    Kommentar von jumba jumbajumba

    vielleicht sollte er mehr zeit mit seinem vater verbringen.

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    Antwort von Kessko Kessko

    Er ist einfach schüchtern. So ist mein 19 !!!! jähriger Sohn auch!

    Kommentar von Ostseemuschel OstseemuschelOstseemuschel

    und das ist gar nicht schlimm!

    Kommentar von Kessko KesskoKessko

    Find ich auch!

    Kommentar von Dichterseele DichterseeleDichterseele

    Nicht schlimm???

    Das ist extrem anormal!

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    Antwort von kunos kunos

    Diese Frage kann Dir eigentlich nur die Mutter beantworten. War er schon früher so? Trennung der Eltern?

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Früher war er nicht so und die Eltern sind schon lange getrennt, haben aber ein gutes Verhältnis.

    Kommentar von kunos kunoskunos

    Haben die bevorzugten Kleidungsstücke ev. einen best. Ursprung oder eine Besonderheit im Vergleich zu anderen?

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Nein überhaupt nicht, er konnte sich auch selber neue aussuchen, aber das hat auch nichts genutzt.

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    Antwort von Schnuckikinder Schnuckikinder

    Sehr selbstbewusst klingt das aber nicht. Er sollte wirklich mal zum Psychologen gehen.

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    Antwort von dummfrag dummfrag

    Sie hat ihn nie irgendwo vergessen... das sagt schon viel aus.

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Warum? Ich habe sie danach gefragt, weil ich dachte, dass er deswegen Angst haben könnte sie gehen zu lassen.

    Kommentar von Sumselbiene SumselbieneSumselbiene

    Was sagt das denn aus?

    Kommentar von dummfrag dummfragdummfrag

    Das sagt zum Beispiel aus:

    Das Kind war nie auf sich alleine gestellt, wurde immer behütet und was weiß ich nicht was, ihm wurde immer alles in den Po gesteckt etc. Mal es dir selber aus.

    Kommentar von Sumselbiene SumselbieneSumselbiene

    Meine Mutter hat mich auch nie vergessen, trotzdem heißt das ja nicht, dass das Kind nie auf sich allein gestellt ist...

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    Ich glaube nicht, dass man ein Kind irgendwo vergessen muss, damit es selbständig wird!

    Kommentar von dummfrag dummfragdummfrag

    Oh man, du verstehst das einfach nicht...

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    Antwort von deppchef16 deppchef16

    is der 10 jahre ??? echt jetz ? vielleicht eher 10 monate ?!!

    Kommentar von Majali MajaliMajali

    leider ist er wirklich 10 Jahre...

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