scheb64 am 06.08.2007 um 9:59 Uhr
Wir wollen mindestens 1000 Euro im Monat längerfristig sparen - so auf 10 Jahre, aber wenn wir es bräuchten wollen wir doch an das Geld rankommen können. Wer kennt sich damit aus und hat einen Vorschlag?
Birgit

na wenn ihr jederzeit wieder herankommen wollt, vielleicht so: 80% auf ein tagesgeldkonto und 20% in einen fondssparplan, den man jederzeit aussetzen oder kündigen kann.
ich persönlich würde sogar mindestens 50:50 machen, wenn ich einen zeithorizont von mehr als 5 jahren habe.

Wie gesagt Tagegeldkonto z.B Cortal Cobsors oder so. Freistellungsazftrag nicht vergessen!
Vom Fondsparen halte ich persönlich nichts.
Tagesgeldkonto würde ich auch empfehlen. Bei der Sparkasse müssen dann aber zu Beginn mind.5000 euro eingezahlt werden. Du kannst über das Geld jederzeit frei verfügen, darfst halt nur nicht unter 5000 Euro kommen. Bundesschatzbriefe sind auch nicht schlecht. Du kannst sie kaufen (vor Jahren kostete einer 100 DM, weiß nicht wie jetzt beim Euro ist),allerdings müssen sie mind. 1 Jahr festliegen, danach kannst du an das Geld ran. Hier gilt, je länger du das Geld anlegst, desto höher die Zinsen. Bei einem Fond wäre ich dagegen vorsichtig. Wir haben einmal super gute Erfahrungen gemacht u. einmal super schlechte. Lass dich da am besten von jemandem dem du vertrauen kannst u. der Ahnung hat beraten. Am allerbesten von deiner Hausbank.

Extra-Konto der ING-DIBA, z. Zt. 3%, jederzeit verfügbar.
bommel65 am 6. August 2007 15:19 Ergänzung:
Keine Mindesteinlage,
variable Einzahlungen oder
Einzug per Dauerauftrag möglich.
Edgar Niklaus am 7. August 2007 09:14 3% minus Inflations minus Steuern. Supertipp. Da kann man das Geld auch daheim unter dem Kopfkissen lassen.
bommel65 am 7. August 2007 14:29 Die meisten Leute haben weder das Wissen, noch die Zeit, sich mit einem, geschweige denn mehreren Anlageformen zu beschäftigen. Für diese Leute, die sich mit Geld-Anlagen eben nicht so gut auskennen reicht es doch aus, ich habe bisher gute Erfahrungen mit diesem Extra-Konto gemacht. Ich kenne keine andere Anlage, bei der man immer Zugriff auf sein Geld hat. Unter dem Kopfkissen bringt es übrigens gar nichts, das ist kein guter Tipp.
Aber vielleicht sollte sich der Fragesteller besser bei Ihnen melden? Sie scheinen sich ja bestens auszukennen...
Edgar Niklaus am 9. August 2007 00:09 In der Tat ich kenne mich aus.

Da gibt es nur ein sinnvolle Lösung. Aufteilung des Betrages in 3-4 verschiedene breitstreuende konservative anlegende Aktienfonds. Geographisch gestreut in europäisch und international.
Vorteil: Überdurchschnittliche Rendite, stete Verfügbarkeit und hohe Sicherheit weil Sachwerte. Bitte nicht verwechseln mit Schwankungen. Diese wird es immer geben, wirken sich aber bei einem Sparplan eher positiv aus. Denn durch den Cost-Average-Effect erhält man bei fallenden Kursen mehr Anteile. Ich würde mir einen unabhängigen seriösen Finanzberater suchen an deiner Stelle, da nämlich Banken nur ihre eigenen Produkte verkaufen wollen. die nicht unbedingt die Besten sind.
Edgar Niklaus am 7. August 2007 09:16 Als Fachmann kann ich dir nur sagen. Tagesgeld ist für diesen langen Zeitraum totaler Unsinn. 3% Rendite minus Inflation von 2 % minus eventueller Steuer. Was bleibt da übrig. Investmentsparpläne in gute Aktienfonds bringen im Durchschnitt 8-10% pro Jahr.
sillyqueen am 7. August 2007 10:09 finde ich ja auch. mein tipp da oben ist sehr, sehr konservativ, aber der Wunsch ist ja, jederzeit über das Geld verfügen zu wollen. Wie gesagt, ich würde MINDESTENS 500 Euro im Monat in gemütlichen Fonds anlegen.
Edgar Niklaus am 7. August 2007 10:48 Das Kapital in Investmentfonds, kann täglich abheben. Somit täglich verfügbar. Sparpläne kann man jederzeit stoppen oder erhöhen.
"Das Kapital in Investmentfonds, kann täglich abheben." Was will uns der feine Nutzer sagen? 1.) Deutsche Sprache - Schwere Sprache 2.) Tagesgeld gibt wohl nicht so viel Provisionen wie Fonds. Klar kann man über das Guthaben im Fond jederzeit verfügen: Jeder ist jederzeit berechtigt VERLUST zu realisieren. Denn am Anfang schuf Gott den Ausgabeaufschlag (im Normalfall). 5% Der Summe, also 50,-. Um mit den verbliebenen 950,- wieder auf Tausend zu kommen, muss der Fonds erstmal 5,26 % erwirtschaften. Dann reden wir über Inflation und Steuern. Toll wenn man jederzeit ran will. Bei einer solchen Summe solltet Ihr mehrere Angebote einholen. Ich empfehle einfach einen Makler, einmal HUK-Coburg, einmal Finanzoptimierer (Z.B. AWD). Das sind drei totale Gegensätze. Nur so findet Ihr evtl. einen Vorschlag, den Ihr für akzeptabel haltet. Fragt explizit nach Vor- und NACHteilen, Verfügbarkeit und Risiko und besteht auf Dokumentation der Aussagen. Dann sollte es gut gehen. Sicher ist es nervig, drei Vertreter zu Hause zu haben, aber bei der Investition lohnt sich der einmalige Aufwand.
Edgar Niklaus am 7. August 2007 12:03 @ komaberl18m: Oh Mann nicht du schon wieder mit deinem unvollständigem Wissen. Das Problem habe wir zwei doch schon sehr oft durchgesprochen hier.
Zu 1. da habe ich schlicht das Wörtchen "man" vergessen. Zu 2. Natürlich hat Tagesgeld keinen Ausgabeaufschlag, dafür aber auch keine Rendite. Ein guter Aktienfonds erwirtschaftet pro Jahr 8-10 %. Verschone die Menschen hier mit dem Ratschlag, sie sollen sich die Finanzoptimierer sprich AWD ins Haus holen. Versicherungsmakler, der ich im Übrigen auch bin haben in der Regel nicht die Sachkompetenz über Investmentfonds. Nur mit zusätzlichen Ausbildungen in diesem Sachgebiet, sollte und kann man seriösen Ratschlag weitergeben. Dir als nebenberuflichem Versicherungsvertreter spreche ich übrigens jegliche Kompetenz in Sachen Fonds ab. Wenn dir dieser Kommentar wieder zu persönlich ist, kannst du ihn wieder beanstanden.
komaber: Schwachmatisch, die ganze Antwort ist nur hohl und zeugt von Unwissen. Solche Leute vernichten jährlich X Millionen € und wollen anderen einen Rat geben. Pfui .....
Sollte sich mal einer die Mühe machen zu googeln. Stern tv Prof. Brachinger Inflation bei Lebensmittel und Verbrauchsgütern 9,6% pa. Wer immer noch an den nicolaus oder Klapperstorch glaubt wird halt irgentwann bestraft. Gottseidank gibt es auch Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag, für die neunmalklugen. Diese sind im Endeffekt jedoch teurer, als welche mit AA.
Eine Frage habe ich noch grundsätzlich: Heißt es nicht Ratgeber Community? Also sollten nur Teilnehmer antworten, die auch einen Rat geben können. Ein gefährliches Halbwissen verunsichert nur und richtet allenfalls Schaden an.
excabe man muss nicht die Dinge richtig tu'n, sondern die RICHTIGEN Dinde tu'n

"Heinrich! Mir graut vor dir!", möchte man wie Gretchen rufen... (Faust I) wenn man viele der Antworten hier liest. Ein Tagesgeldkonto ist keine Kapitalanlage sondern ein Geldparkplatz für die liquide Reserve (i.d. Regel < 5.000.-Euro) oder Geld, das in Kürze benötigt wird (z.B. für eine Investition).
Das Tagesgeldkonto rentiert deshalb sogar bei bekannt guten Anbietern nach Abzug von Inflation und etwaiger Steuern zwischen 0% und 2% pro Jahr.
Eine Kapitalmehrung ist damit kaum realisierbar.
Trotzdem ist hier ein Tagesgeld anzuraten (eben als liqide Reserve). Darüber hinausgehende Summen können und sollen jedoch erheblich rentabler angelegt werden. Selbst im müdelsicheren Bereich sind derzeit zwischen 4,5% und 7% pro Jahr möglich. Damit bleibt nach Abzug von Inflation und etwaiger Steuern immer noch genügend Ertrag übrig, der das Kapital sicher wachsen lässt. Auf dieser Basis kann ein Teil des monatlichen Anlagebetrages (1000.-Euro kann man ja doch ein wenig aufteilen) auch hochrentabel angelegt werden. Bei dem besagten Anlagehorizont kann man vorübergehende Kapitalmarktschwankungen zugunsten einer höheren Rendite durchaus in Kauf nehmen.
Das ist doch einfachstes Kapitalanlage-Einmaleins!
Wer als mündiger Bürger dauerhaft mehr als die liquide Reserve auf einem Tagesgeldkonto parkt, ist kein Kapitalanleger sondern meist jemand, der über den Tisch gezogen wurde oder Zeit seines Lebens ein Laie geblieben ist.
Schöne Grüße justii
wie gesagt, das wäre meine extrem konservative Variante. Bei einem so langen Zeithorizont wäre es sträflich, weniger in Wertpapieren zu investieren. Dann lieber gleich unters Kopfkissen, wie einer hier schreibt. Da kommt man immer ran.