Hallo an alle,
ich habe heute einen sehr kuriosen Fall erfahren, den ich nicht einfach so hin nehmen möchte, sondern am Besten gern direkt was dagegen tun würde.
Ein Freund von mir hat mir erzählt, dass sein Chef vor einigen Tagen eine Besprechung abgehalten hat, in der er klipp und klar zum Ausdruck gebracht hat, dass zukünftig mehr Stunden am Tag gearbeitet als bezahlt werden. Im Klartext heißt das, dass die Mitarbeiter zukünftig ca. 10 Stunden am Tag arbeiten sollen, aber maximal 7 bezahlt werden. Auch ein Arbeitszeitkonto wird dafür nicht angelegt, sodass die Mitarbeiter dem Arbeitgeber die Stunden schenken sollen. In der selben Besprechung hat der Arbeitgeber weiterhin auch gleich mitgeteilt, dass diejenigen, die damit nicht einverstanden sind oder ein Problem damit haben, sofort die Kündigung bei ihm abholen können.
So etwas kann doch nicht rechtens sein? Das müssen sich doch Arbeitnehmer nicht gefallen lassen, oder? Weiterhin ist es ein Baubetrieb, der an Tarifstundenlöhne gebunden ist. In diesem Fall werden die Stundenlöhne richtig ausbezahlt, aber eben zu wenig Stunden.
Welche Institutionen werden sich dafür noch interessieren? Ich finde, so etwas kann man sich doch nicht gefallen lassen und auch andere Stellen wie Zoll und Arbeitsamt dürften doch dafür Interesse haben, oder?
Für Eure Meinungen bin ich Euch dankbar.
Regelmäßig 10 Stunden täglich arbeiten ist zulässig, soweit übers Jahr verteilt die höchst zulässige Wochenstundenzahl von 48 nicht überschritten wird. Bis zu sechs Monaten ist sogar eine Wochenstundenzahl von 60 erlaubt. Auch ist es zulässig, wenn regelmäßig und dauerhaft Überstunden gemacht werden - die dann natürlich bezahlt werden müss(t)en.
In den o.g. Beispiel geht es aber um täglich 10 Stunden und tägliche Mehrarbeit und das ist so eben nicht o.k.