Frage von XpressMak123, 66

1 und 0. True und False. Darauf ist alles in der IT aufgebaut. Ist es mit dem Universum nicht auch so (siehe Details der Frage)?

Die Art eines Stoffes, eines Moleküls, eines Atoms, wird durch seine Beschaffenheit definiert. Seine Beschaffenheit ist abhängig vom Vorhanden sein, bestimmter Elementarteilchen. (Kurz:) Ist ein Neutron vorhanden (=1) oder nicht (=0).

Durch das Vorhandensein, - oder eben - Nichtvorhandensein eines Etwas, wird ein Umstand des für uns wahrnehmbaren Universums bestimmt. Vorhanden sein = 1 Nicht vorhanden sein = 0

Insofern könnte es doch sein, dass die Matrix Triologie bspw,, zutrifft?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Grautvornix16, 9

Hi,- Matrix ist schon längst da. Das hat auch nix mit "0" und "1" zu tun sondern wie der jeweilige Anteil von unmittelbar und medial in unserem Erleben verteilt ist. Bei über 50% Medial ist es eigentlich egal wie das Medium technisch funktioniert.

Aber ich habe deine Frage eigentlich auch "übergreifender" verstanden. und da finde ich den Gedanken, dass hierin eine metatheoretische Sicht und Beschreibung für die uns bekannte Welt liegen könnte spannend. - Bekanntlich ist eine 0-Stelle zwischen zwei 1-en ja auch eine Information oder Teil einer Information. Und schon Leibnitz hatte erkannt, dass sich mit dieser Systematik eine Grundbeschreibung/ein Grundverständnis über die Prozesse in unserer Welt darstellen läßt. Systemtheoretisch als Metaebene ist eben alles letztlich Information. G. Bateson hat gesagt:"Eine Information ist ein Impuls der einen Unterschied macht".

Das letzte Geheimis nach Leibnitz bleibt aber: Wo, zum Teufel, kommen die ganzen 1-er her und warum organisieren die sich nicht gleichmäßig? ;-)

Gruß

Antwort
von Bessarion, 28

Das ist ein interessanter Gedanke. 

Ich denke jedoch, dass man mehr als nur zwischen 'vorhanden' und 'nicht vorhanden' unterscheiden muss. Eine Zelle besteht zwar aus Teilen, die vorhanden sein müssen, das bloße Vorhandensein macht dennoch keine Zelle aus. Erst das Zusammenspiel ermöglicht eine sich reproduzierende Zelle - das glaube ich zumindest. 

Liebe Grüße, B

Kommentar von XpressMak123 ,

Ebenso wie die Anordnung der Einsen und Nullen die Funktionsweise eines Computerprogramms definieren, oder nicht? :)


Das blosse Vorhandensein von Einsen und Nullen, macht keine Datei aus. Erst das Zusammenspiel ermöglicht das Spiel Pac Man.

Antwort
von DarkSepia, 27

Was du meinst ist das hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_ausgeschlossenen_Dritten

Ja, entweder etwas ist ein Neutron, oder keins. Das hat aber nichts mit damit zu tun, ob wir überhaupt in einer digitalen Welt oder gar einer Matrix leben, sondern ist nur ein Phänomen der Sprache, mit der wir die Welt beschreiben. Auf alles, was kein Neutron ist, trifft aus logischer Notwendigkeit zu, dass es nicht ein Neutron ist.

Außerdem sind unsere Computersimulationen nur deswegen digital, weil wir sie auf die Signale Strom/kein Strom aufbauen. Würden wir andere Signale verwenden, hätten diese vielleicht 3 zustände, oder sogar unendlich viele (analog). Digitalität liegt nicht im Wesen der Matrix. Daher wäre eine digitale physikalische Welt auch ein Beleg dafür.

Kommentar von XpressMak123 ,

Kann man beweisen, dass analog tatsächlich unendlich viele Zustände hat? Klar ist dies in der Theorie so. Aber um es praktisch beweisen zu können, müsste man alle Zustände messen, was nicht möglich ist. THEORETISCH könnte man also sagen, dass unser 'analog' nur unendlich zu sein scheint, aber in einem digital funktionierenden Computerprogramm erstellt wurde. Andererseits Befände sich dieser Computer dann doch in einem Universum, in dem es das tatsächliche Analog gibt?

Und bitte ignoriere meinen Kommentar von gestern.

Kommentar von DarkSepia ,

Kann man beweisen, dass analog tatsächlich unendlich viele Zustände hat?

Man kann das auch als per Definition wahr ansehen.

Klar ist dies in der Theorie so. Aber um es praktisch beweisen zu
können, müsste man alle Zustände messen, was nicht möglich ist.

Wenn wir Analoges nur als Konzept betrachten, ist es egal. Außerdem besteht auch wissenschaftliches Denken nur nur daraus, alles zu messen, was man postuliert! Also stimmt es auch nicht, dass wir alle Zustände messen müssten. Wir könnten zum Beispiel eine Hypothese testen.

THEORETISCH könnte man also sagen, dass unser 'analog' nur unendlich zu sein scheint, aber in einem digital funktionierenden Computerprogramm erstellt wurde.

Äh, was? Du hast kein Argument gebracht, warum etwas "analoges" nur digital sei. Du hast nur spekuliert, es könnte so sein!

Antwort
von Systemoverlord, 38

"Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage"

William Shakespeare (1564-1616)

Antwort
von SturerEsel, 11

Wenn man das Universum schon mit einem Computer vergleicht, kommen wir weiter mit der Fuzzylogik, also mit unscharfen Mengen. :)

Ich glaube, dass hat uns die Quantenphysik gelehrt. Siehe auch Schrödingers Katze.

Kommentar von XpressMak123 ,

Quantencomputer sind theoretisch auch möglich :)

Bestehende Prototypen geben leider nur vor, ein Quantencomputer zu sein.

Antwort
von SergeantPinpack, 34

Das ist westlich geprägtes, dualistisches Denken.

Es geht auch anders, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Mu_%28Philosophie%29

Kommentar von XpressMak123 ,

Ist westlich geprägtes Denken nicht eher matrealistisch? Soweit ich weiss, kommt der Dualismus eher aus dem Osten.

Kommentar von SergeantPinpack ,

Soweit ich weiss, kommt der Dualismus eher aus dem Osten.

Nein, kommt er nicht.

Antwort
von TimeosciIlator, 12

In der Zeitschrift SPIEGEL ging es in einem Beitrag mal um dieses Thema --> http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gefuehlte-wirklichkeit-lebt-die-mensch...

Kommentar von XpressMak123 ,

Verdammt interessanter, aufschlussreicher Artikel - so aufschlussreich, dass er mich beinah zur Selbstlöschung führte.

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