Frage von Jana07 18.06.2008

1.Schriftliche Abmahnung, wann wird vom Arbeitgeber gekündigt?

  • Hilfreichste Antwort von vollyhn 18.06.2008
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gibt keinen Automatismus. Vor allem soll eine Abmahnng dazu führen, den Arbeitnehmer zu vertragsgerechtem Verhalten anzuhalten. Zweck ist nicht, eine Kündigung vorzubereiten.

    Wird ein Vorfall abgemahnt, kann er nicht mehr Grund für eine Kündigung sein. Eine zweite Abmahnung kann also nicht gleichzeitig als Kündigung wirken oder neben der Kündigung bestehen.

    Nur ein neuer Vertragsverstoß kann Grund für eine Kündigung sein. Und wenn es sich nicht um einen extrem schweren Verstoß handelt, kann der neue Vorfall nur Kündigungsgrund sein, wenn vorher bereits einschlägig abgemahnt war. Ist also wegen zu langsamer Arbeit abgemahnt worden, kann die Kündigung nicht darauf gestützt werden, dass eine Arbeitsunfähigkeit nicht rechtzeitig gemeldet wurde, da nicht ein wiederholter Verstoß gegen eine erfolgte Abmahnung vorliegt.

    Und schließlich kommt es auch immer darauf an, ob die Abmahnung berechtigt war. Beruht die Terminüberschreitung auf Umständen, die gar nicht der Arbeitnehmer zu vertreten hat (Arbeitgeber liefert Material nicht rechtzeitig, Kunde bringt Infos nicht rechtzeitig), liegt auch kein Fehlverhalten des AN vor, das er abstellen könnte.

  • Antwort von KinderKinder 18.06.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    bei einer wiederholten abmahnung

  • Antwort von JoWaKu 18.06.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn die A. nicht berechtigt war, soll er unbedingt eine Gegendarstellung/Einspruch schreiben, die muss der AG mit in die Personalakte legen.

  • Antwort von Rolfe 18.06.2008

    Bleibt die Frage, ob die Abmahnung berechtigt war. Letztlich muss der Arbeitgeber vor Gericht beweisen, dass und welche Pflichtverletzungen der Arbeitnehmer begangen hat. Nicht fristgerecht erfüllte Arbeiten berechtigen nicht zwingend eine Abmahnung - vor allem dann nicht, wenn der Arbeitnehmer ggf. dermassen mit Arbeit "zugeschüttet" wurde, sodass er völlig überfordert war. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl von Abmahnungen, welche einer fristlosen Kündigung vorangegangen sein muss. Letztlich hängt das von der Schwere der Pflichtverletzung ab.

  • Antwort von simoneFN 18.06.2008

    Sobald er sich wieder etwas zuschulden kommen lässt. Das ist dann die 2. Abmahnung und gleichzeitig die fristlose Kündigung.

  • Antwort von fabienne1997 18.06.2008

    Bei einer 2ten Abmahnung kann diese gleichzeitig die fritlose Kündigung sein! Dein Bekannter sollte sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Will ein Arbeitgeber aber Mitarbeiter reduzieren, fällt dem die kleinste Kleinigkeit auf! Dein Bekannter sollte jetzt streng nach Regeln arbeiten!

  • Antwort von magata77 18.06.2008

    also bei meiner firma (ein grosses unternehmen) heisst es kündigung nach der zweiten abmahnung

  • Antwort von claudi1973 18.06.2008

    bei der nächsten Abmahnung

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