Frage von barbakuch, 117

1 Min. Gespräch als Auftrag?

Hey,

ich habe mein Auto in eine Werkstatt gestellt und einen schriftlichen Kostenvoranschlag dafür bekommen, den ich dann auch in Auftrag gegeben hab weil der Preis ok war.

Nun sind nach Angaben der Werkstatt noch mehr Arbeiten angefallen, die ich übernehmen soll (knapp doppelt soviel als der Kostenvoranschlag).

Die Werkstatt hat mich vorige Woche Dienstag angerufen, ich habe nicht abgehoben aber habe dann sofort zurückgerufen. Inhalt des Gesprächs war, dass ich am Freitag derselben Woche mein Auto abholen kann und sie gerade sehr viel Stress haben und ob es für mich kein Problem wäre.

Ich hab gesagt, nein überhaupt kein Problem, geben Sie mir einfach Bescheid wann es fertig ist.

So am Freitag hat mich dann der Chef angerufen, das Auto ist fertig und ich soll € 635 mitnehmen. Ich hab daraufin gefragt, wieso soviel was ist los usw.. ich versteh das nicht aber habe dann zum Schluss hin gesagt, sie sollen mir die Rechnung ins Auto legen und ich schau mir das an.

Ich habe dann die Werkstatt damit konfrontiert und gesagt, wieso sie nicht gesagt haben, dass noch Mehrarbeiten zu machen sind und was es kosten wird.

und jetzt kommts: "Haben wir doch, wissen Sie unser Gespräch nicht mehr am Dienstag? Da haben wir Ihnen alles erklärt und Sie haben eingewilligt"

Ich dachte ich falle aus allen Wolken... Damit kommt man doch nicht durch oder?

Das Gespräch: Dienstag = 1:05 Minuten (Werkstatt hat angerufen, aber ich hab es nicht gehört und habe dann zurückangerufen) Freitag = 5:08 Minuten (hier habe ich alles ersteinmal erfahren und fragte nach warum & weshalb)

Wie sieht ihr die Rechtliche Situation? Muss ich das nun bezahlen oder nicht? Der Kostenvoranschlag ist schriftlich und ich wurde zwar angerufen, aber mir wurde nicht mitgeteilt, dass noch mehr kaputt ist!!!

danke ich bin so am Verzweifeln!!!!

Antwort
von Nicops4, 57

Sag ihm, er soll den sch... wieder raus machen und die alten Teile rein. Und wenn das wirklich so ist, dass das gemacht werden muss, lässt du es woanders machen. Sehr ärgerlich aber lass dich da nicht ver...en. Sag denen, es gab einen kva und die haben sich nicht dran gehalten.

Antwort
von SaVer79, 45

Deine Frage ist ein bisschen verwirrend: was genau hat die Werkstatt dir denn am Freitag telefonisch mitgeteilt und was hast du dazu gesagt?

Kommentar von barbakuch ,

Es mussten Mehrarbeiten gemacht werden (Zeitmässig) und es kostet jetzt mehr als der Kostenvoranschlag von € 360 und ich hab gefragt, was zu machen war und wieso.. wir hatten einen Kostenvoranschlag hab ich noch gemeint und ja dass sie die Rechnung reinlegen sollen ich schau mir das an

Kommentar von SaVer79 ,

Dann wäre noch zu klären, was du ursprünglich beauftragt hast. Wurde nur vereinbart, dass nur A, B und C repariert werden soll oder hast du gesagt: "schaut mal nach, was an dem Auto dran ist und repariert es?"

Kommentar von barbakuch ,

Nein ich habe einen Kostenvoranschlag bekommen und dort steht Bremsscheiben und Klötze neu € 360 mit Briefkopf von der Werkstatt auf meinen Namen mit Fahrzeugdaten schriftlcihen Auftrag gibt es keinen

Antwort
von spugy, 47

Diese frage kann dir nur ein anwalt beantworten. Hier sind nur laien die es glauben zu wissen.

Aber ich persönlich glaube, dass die wenn du druck ausübst in der werkstatt, dass du den einen oder anderen euro rausholen kannst, aber viel wird es nicht sein. Entweder du zahlst die geforderte summe (mit bisschen kullanzrabbat) oder du gehst zum anwalt

Antwort
von TheLegendary, 38

Du scheinst ja die Gespräche aufgezeichnet zu haben, wenn du wolltest könntest du Anzeige wegen Betrug aufgeben. Diesbezüglich solltest du am besten auch vorher mal mit deinem Anwalt reden, ob das sinn macht usw.

Kommentar von barbakuch ,

Aber kann die Werkstatt einfach behaupten, dass ich angeblich der Mehrarbeit zugestimmt habe? Will keinen anzeigen nur meine Ruhe :(

Kommentar von TheLegendary ,

Sie kann es behaupten ja, aber es steht Aussage gegen Aussage, da bewegt sich nichts vor und nichts zurück. Du hast den Kostenvoranschlag und vermutlich auch einen schriftlichen Vertrag mit der Werkstatt über die ursprünglich geplanten Maßnahmen. Die Sonderarbeiten, die die berechnen sind nirgendwo festgehalten als Abmachung.

Kommentar von barbakuch ,

Naja schriftlichen Auftrag gibt es keinen leider ich hab nur den Kostenvoranschlag und diesen am gleichen Tag als Beauftragung freigegeben

Antwort
von xo0ox, 30

Wenn du den Anruf nicht per Zufall aufgezeichnet hast, steht aussage gegen Aussage. Wie willst du sonst beweisen das du nicht eingewilligt hast oder hast du einen Zeugen?

Kommentar von barbakuch ,

Ich hab ihn nicht aufgezeichnet und Zeugen gibt es keinen.. Leider!

Antwort
von azmd108, 60

Ich werde aus dem Text nicht so wirklich schlau, aber:

Grundsätzlich sind auch mündlich geschlossene Verträge gültig. Die Werkstatt muss
dir selbstverständlich mitteilen, wenn noch Mehrarbeit zu leisten ist.
Wenn sie das nicht getan haben, gibt es auch keinen Vertrag den du
erfüllen
(bezahlen) müsstest bzw. musst du nur das vertraglich vereinbarte
zahlen. Das Problem bei mündlichen Verträgen ist nur immer die
Beweisbarkeit...

Die Werkstatt könnte nun das Auto wieder in den Zustand bringe, der vertraglich vereinbart war.

Die Frage ist nur: willst du das? Das Auto ist doch kaputt und muss ohne hin repariert werden oder nicht.

PS: Mal was zu Kostenvoranschlägen: Es ist allerdings zu beachten, dass ein
Kostenvoranschlag eben eine grobe Schätzung der Kosten bedeutet. In der
Praxis werden 20% bis zum Teil 25% Mehrkosten durchaus als legitim
angesehen (natürlich immer Einzelfallentscheidung).

Sollte du dein Vorhaben also durchziehen wollen, ist der erste Ansprechpartner ggf. die entsprechende KFZ-Innung/Schiedstelle.


Kommentar von barbakuch ,

Es waren mehr Zeitaufwendungen weil hier und da was gemacht werden musste.. aber ob das jetzt wirklich so war weiß ich nicht.. Die mündliche Absprache gab es nicht.. Muss die Werkstatt mir das nicht beweisen? Ich weiß nicht wie ich das beweisen soll, dass es nur ein normales Gespräch war :(

Kommentar von azmd108 ,

Genau das ist eben das Problem bei einem mündlich geschlossenen Vertrag. Es steht meistens immer Aussage gegen Aussage, wenn es keine Zeugen gibt.

Wie gesagt, ist in solchen Fällen meistens die KFZ-Innung/Schiedstelle der Ansprechpartner dafür.

Kommentar von barbakuch ,

ok vielen Dank!! Liebe Grüße

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