Frage von Andre110110, 23

-wie kann ich helfen?

ich kenne jemanden sie hatte eine schwere Kindheit und das wirkt sich halt mit Depression,ritzen und mehr aus wie kann ich ihr helfen [sie ist sehr weit weg]

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Antwort
von PseudonymNick, 6

Hallo, Andre

Zuerst einmal wäre es wichtig, das du ihr trotz der Entfernung, ein guter Freund bist. In der heutigen Zeit, ist es ja kein Problem telefonisch per E-Mail oder Whatsapp, Kontakt zu halten. Biete dich als Gesprächspartner an, aber zwinge es ihr nicht auf. Erkundige dich nach ihr, und zeige Interesse, sodass sie dich als Vertrauensperson wahrnehmen kann. Und ganz wichtig, vor allem bei beschrieben psychischen Krankheiten - Übe keinen Druck auf diese Person aus, und versuche auch nicht, sie von etwas zu überzeugen. Je nach Ausmaß der Krankheit, ist das für diese Person nicht realisierbar, und somit ein Stressfaktor, welcher alles verschlimmern kann.

Neben dem Kontaktpartner und Vertrauensperson, dürftest du ihr auch gerne Ratschläge geben - Beispiel hier, der sozial psychologische Dienst. Den gibt es in jeder Stadt (Google), und dieser ist ebenfalls kostenlos, und hat auch nichts mit deiner Krankenkasse zu & kann anonym genutzt werden.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen, und viel Erfolg und Glück. Und wie gesagt, gehe es bitte mit Ruhe an, dränge sie zu nichts, und nehme ihr manch mögliches Verhalten auch bitte nicht böse. Psychisch kranke Menschen, reagieren sehr unterschiedlich, letztendlich, wird dich davon aber auch niemand bewusst verletzen wollen. z.B "Undank", kann sehr oft empfunden werden - Was dort z.B einfach so ist, das gerade bei Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen, verminderte Emotionsfähigkeit besteht. Heißt, sollte sie ggf mal "undankbar"/"Genervt" o.Ä reagieren, nehme dies nicht persönlich, und sehe es als Krankheit an.

Lg - Melissa

Antwort
von Kendall, 15

Du kannst ihr vorschlagen, sich therapeutische Hilfe zu suchen, ihr vorschlagen, bei der Recherche nach guten Ärzten in ihrer Umgebung oder Beratungsstellen zu suchen - aber darüber hinaus kannst Du nichts tun. Im Gegenteil solltest Du aufpassen, dass Du über die Bekanntschaft nicht selbst in ein Loch fällst.

Kommentar von Andre110110 ,

alles schon versucht hilfe von fremden nimmt sie nicht an 

Kommentar von Kendall ,

Dann kannst Du nichts tun. Sie ist psychisch krank und will sich nicht helfen lassen - Du bist kein Psychotherapeut und selbst wenn Du einer wärest, könntest Du ihr nicht helfen, weil sie das selbst ablehnt.

Für Dich mag das jetzt sehr hartherzig klingen, weil Du (davon gehe ich aus) um Einiges jünger bist als ich (ich bin Ende 20) und weil Du, davon gehe ich auch aus, sehr empathisch mit ihr und ihrer Situation bist, aber ich versichere Dir - ich war mehrmals in Deiner Situation. Als ich sowas zum ersten Mal erlebt habe (auch über das Internet) war ich 14 und bin fast verrückt geworden. Die Person, mit der ich damals schrieb, war Borderlinerin und hat sich nahezu an der Verzweiflung ihres Umfelds ernährt und sich damit immer weiter in ihre eigene Krankheit gesteigert.

Depressiv war ich selbst auch lange (nicht deshalb, auch wenn mich das ganz schön 'runtergerissen hat), aber was man einsehen muss, ist Folgendes: Keine Depression ist so stark, dass man sie nicht reflektieren könnte und nicht wissen würde, dass es das Richtige wäre, sich Hilfe zu suchen. Man findet Ausflüchte dafür, Entschuldigungen, weshalb man keine Hilfe sucht. Man steigert sich in den Gedanken, etwas "Besonderes" zu sein, dass das ja alle Außenstehenden gar nicht verstehen könnten. Und wenn man einen Menschen als Gegenüber hat, dem man das erzählt, gibt man ihm vielleicht das Gefühl, dass er es ja verstünde, was ihm wiederum schmeichelt und die Verbindung intensiviert. Oder aber man spricht darüber, dass die Psychologen ja sowieso alle keine Ahnung hätten.

Das Einzige, was daraus spricht, ist die Krankheit. Es wäre genauso absurd, wenn ein Mensch mit einem gebrochenen Bein sagt, dass er keinen Arzt konsultieren will.

Das Problem ist, dass man als Außenstehender sehr schnell in den oben erwähnten Sog gerät. Deshalb würde ich Dir raten, wenn Du das Gefühl hast, dass das passiert, die Reißleine zu ziehen und den Kontakt abzubrechen.

Persönlich stand ich später, da war ich schon über 20, in der Situation, eventuell eine Beziehung mit einer depressiven Person anzufangen. Als sie mir dann gesagt hat, dass sie nie und nimmer therapeutische Hilfe suchen will, bin ich gegangen. Es würde den Rahmen hier sprengen, Dir zu erzählen, was ich zuvor alles in der Richtung erlebt habe. Also: Pass' in erster Linie auf Dich selbst auf! Tun kannst Du gar nichts.

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