Wie bewege ich meinen Mann dazu, sich von seinen Sammlungen zu trennen?

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11 Antworten

Dein Mann sammelt Dinge um sich und häuft sie an, das hat auch eine seelische Komponente. Er braucht viele Gegenstände, damit er sich spürt und Gefühle zeigt er lieber Dingen gegenüber als Menschen. die können nicht verletzen, die können aufgebaut bleiben und ergänzt werden, nehmen aber Raum ein, der den Menschen bei euch fehlt.

dein Mann spürt nicht , dass du wütend bist, er klammert an dem, was er kennt und braucht. Das Kind bedrängt seinen raum, es verletzt sein Hoheitsgebiet. Die kommunikation zwischen euch war wohl nie sehr intensiv , eher spärlich, und du musst erst mal zu deinem Mann durchdringen.

Setzt euch zusammen. Bewundere seine Sammlung und arbeitet miteinander, stellt die Dinge um und richtet zusammen das Nest für das kommende Baby ein. Du musst ihn einbeziehen, denn er konzentriert sich instinktiv auf seine Dinge, nicht auf die Lebewesen.

Hole ihn ohne Vorwürfe ins Geschehen. Du hast es lange hingenommen, und laufenlassen. Jetzt zu verlangen, ihn zu "bedrohen", unter Druck zu setzen oder ihn zu beschuldigen, bringt nichts, außer dass er verstärkt Zuflucht dort sucht, wo er sich verstanden weiß.

Er hat wenig Selbstliebe, er kann nur selten Gefühle zulassen oder ausdrücken. Mit der Pflege seiner Dinge empfindet er Glück und Gelassenheit.

Du hast andere Maximen. Aber ihr seid ein Paar und müsst euch respektieren und zugeständnisse machen. Geh auf ihn zu, bleib freundlich, aber bestimmt. Er darf seine wichtigen Dinge behalten, aber dafür nur den vorgesehenen Raum nutzen.

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Ich denke, dass es gar nicht so sehr um seine Sammelwut geht, sondern dass er unbewusst Angst hat, neben den Kindern "zu kurz zu kommen"...

DU bringst ein neues Leben zur Welt - damit kann er nicht mithalten!

(Du musst es ihm so ja nicht unbedingt unter die Nase reiben, aber behalte es einfach im Hinterkopf!)

Grundsätzlich solltest du aber aufhören, einfach nur zu reden und endlich etwas TUN! Die meisten dieser Dinge KANN man in Kartons packen und in den Keller schaffen, ohne sie dabei zu beschädigen...

Gib ihm eine letzte Chance, dich dabei zu unterstützen - aber mach ihm auch klar, dass du genausogut ein paar Freunde anrufen und es ohne ihn machen kannst...

Vielleicht hilft es ja, wenn du ihm anbietest, seine Interessen im neuen Kinderzimmer einzubringen - mit einer passenden Tapete, einem Bild an der Wand, Vorhängen, Spielteppichen, Comic-Stofftieren usw.

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Sammelwut ohne Erkennen der wirklich wichtigen Dinge in eurer Familie hat ganz sicher eine psychische Komponente. Das ist eine Krankheit und da bringt es nix, ihm "die Pistole auf die Brust zu setzen", den Müllsack zu nehmen und auch die Sachen selbst in Kartons zu räumen ist da schon zu viel.
Du hast 13 Wochen Zeit, an eurer Beziehung und an eurer Kommunikation zu arbeiten. Er muss es selbst merken, was da schief läuft und selbst dran arbeiten. Aus einer Sucht oder einem Zwang kommt man letzten Endes nur selbst raus. Hilfreich ist die liebevolle Begleitung einer verständnisvollen Person. Das musst nicht zwangsläufig du sein, aber besser wäre es schon. Du fühlst dich unverstanden. Er aber vielleicht auch. Da passiert so viel im Unterbewusstsein, das muss man sichtbar machen. Das ist sicher sehr mühselig. Aber eure Beziehung sollte dir das auf Dauer wert sein.

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Ein Mann braucht seine Hobbys, sonst wird der depressiv und verrückt. Frau und Kind allein, machen keinen Mann 100 % glücklich. Aber ja, vielleicht nur einen Raum, extra für alles, mit sehr vielen Regale. 
Oder was bei mir immer hilft, meine Frau bietet mir z.B eine neue Grafikkarte an, wenn ich dafür auf was anderes verzichte. 

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Kommentar von MrsChaotisch
10.07.2016, 16:54

Ist eine Überlegung wert. Aber könnte man auch als Bestechungsversuch verstehen.  ;-))

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Du solltest jedenfalls nicht versuchen ihm ein schlechtes Gewissen zu machen oder ihn zu bedrängen. Sich von liebgewonnen Sammlungen zu trennen, an denen vielleicht noch sein Herz hängt, ist wahrlich nicht leicht. Druck führt da nur zu Trotz.

Der Anstoß muss schon von ihm selbst kommen. Du kannst ihn höchstens daran erinnern, dass der Murkel bald kommt und dann irgendwann ein Zimmer braucht.

Vielleicht auch daran, dass elterliche Aktivitäten mit Baby im Schlafzimmer nicht so toll sind.

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Schlage ihm vor, einen Teil der Sammlungen in einem nahen Self-Storage-Lager unterzubringen. Wenn er merkt, dass eine derartige Unterbringung über 100 € im Monat kostet, wird er merken, wie kostbar Raum ist.

Ist es ihm wirklich so viel Wert, z.B. 1500 € im Jahr zu investieren, nur um eine Comicsammlung zu besitzen? Was kostet also 10 Jahre Comicsammlungsbesitz?

Falls aber dein Mann unter einer Sammel-Zwangsneurose leidet, könnte es sein, dass diese für sein ganzes Leben lang unheilbar ist.

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Du solltest Deinen Mann nicht mehr unter Druck setzen, stattdessen das Kinderbett oder sonstiges im Schlafzimmer aufbauen bzw. hinstellen. Irgendwann wird er es von alleine merken und sich von einigen Dingen trennen. Männer sind wie kleine Jungs, wenn man sie drängt werden sie trotzig und stellen sich stur, also solltest Du warten.

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Kommentar von MrsChaotisch
10.07.2016, 17:01

Ich würde von mir behaupten, dass ich ein geduldiger Mensch bin. Ich habe das Thema bei uns auch nicht jetzt erst angeschnitten, so kurz vor dem Entbindungstermin. Es ist ja auch nicht die einzige Baustelle bei uns im Haus...aufgeschoben ist leider nicht aufgehoben.  Aber danke für den Kommentar.  :-)

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Biete ihn an, dass ihr zusammen jetzt ( einen festen Zeitpunkt ) alles mal wegräumen tut. Mache ihm den Keller oder einen anderen Raum schmackhaft und zähle ihm die Vorteile auf :)

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Kommentar von MrsChaotisch
10.07.2016, 17:03

Im Keller sollte was geplant seim, nur wenn man damit auch nie anfängt...... es ist verdammt frustrierend. :-/

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Wenn es einen Raum im Haus gibt, wo er sich ausbreiten könnte, braucht er auch nichts wegzugeben, sondern nur umzuräumen.

Und dazu bewegt man mit einer klaren Geste und Aufforderung: Eine gewisse Anzahl Kartons organisieren, sichtbar aufstellen und sagen, wenn er nicht anfängt, seine Sachen einzupacken und umzuräumen, machst du das auf deine Weise.

Darüber hinaus scheint eure Kommunikation nicht sonderlich zu funktionieren bzw. das Wort Rücksicht auch keine große Rolle zu spielen.

Mache deinem Mann klar, dass er nicht alleine in eurem Haus wohnt, sondern mit seiner Familie. Was bedeutet, dass er sich nicht zu 90% im Haus verteilen kann und ihr anderen quetscht euch auf 10%.

Eine Maßnahme zur Verdeutlichung wäre auch, Babysachen und Kindersachen auf allen Sitzmöbeln zu verteilen, sodass er sich nicht ohne Rumräumen setzen kann. Sollte ein Satz fallen, von wegen, "Muss das hier alles rumliegen?", wäre das dann die Steilvorlage für einen direkten Konter.

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Alles dreht sich um Mama und Kinder und jetzt darf er für Mama und Kinder seine geliebten Sammlungen zerstören......

Worüber wunderst du dich?

Er fühlt sich als Erfüllungsgehilfe für die Wünsche der Anderen......

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Kommentar von beabeardedlady
10.07.2016, 07:37

Sind doch seine Kinder, seine Frau. Was redest du bloß da?

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Kommentar von MrsChaotisch
10.07.2016, 16:52

Naja, das war jetzt nicht wirklich hilfreich. 

Ich habe nichts gegen Hobbys, das soll mal klar gestellt sein. Und er soll auch gerne weiter sammeln, aber es ist schwierig,  so viele verschiedene Dinge an "liebgewonnen" Sachen zu behalten. Zumal er auch den Überblick verlorenen hat...

Ich habe auch das ein oder andere Hobby gehabt. Als das erste Kind unterwegs war, habe ich zuerst meinen Raum aufgegeben und mich von Sachen trennen müssen, u. a. auch von meinen Haustieren.

Es ist halt ein Unterschied, wenn man nur zu zweit wohnt oder Nachwuchs erwartet.  Und das mit dem Nachwuchs wollten wir beide....

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Ich würde ihm rigoros  die Pistole auf die Brust setzen und ihm sagen, 

Entweder einige Sammlungen kommen weg, (die kann er ja bei Ebay verkaufen) oder Du sagst ihm ganz einfach ,

 das Du dann einen Müllsack nimmst und alles da rein tust und persönlich in die Müllverbrennungsanlage fährst und diesen dort ablädst.

Sammeln ist ganz gut und schön, aber man kann es auch echt übertreiben.

Klar es wird Streit geben, aber wenn nichts anderes hilft, dann eben auf die harte Tour. L.G.

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Kommentar von TerminatorCat
10.07.2016, 06:54

nee, dafür gibt es auch bessere Lösungen als den müllsack :)

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Kommentar von BigBoss1966
10.07.2016, 06:56

Die Pistole auf die Brust setzen , entweder ein bis zwei Sammlungen in den Keller , oder kein zweites Kind .

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