Frage von hotheadshot, 76

´-Was sind das für Pilze-?

Was sind das für Pilze, wer weiß? http://i65.tinypic.com/2d29aft.jpg

Antwort
von MTbear, 30

Es waere einfacher wenn man einen dieser Pilze in der Mitte auseinanderschneiden wuerde, um zu sehen ob es ein Roehrling oder Lamellenpilz ist. Schaut ein bishen nach einer Rotkappe aus. Kann es aber so nicht 100%ig sagen.

Ich wuerde mal hier im Pilzlexikon nachschaun. 
http://www.pilzfinder.de/pilze.html

Kommentar von Silo123 ,

Eine Rotkappe ist das NICHT, aber ohne Längschnitt ist das echt REINES Rätzelraten, man siehtr nicht mal ob Röhrenpilz oder Lamellenpilz.

Rein nach der Optik würde ich auf einen Riesenchampignon tippen, aber echt im Sinne reinen Rätzelratens- es kann auch was GANZ anderes sein Längschnitt ist da UNBEDINGT erforderlich und Geruchsbeschreibung wäre auch von Vorteil

Kommentar von hotheadshot ,

Geruch wie bein Champingon würde ich sagen. http://i68.tinypic.com/aeuwwx.jpg

Antwort
von Schnuppi3000, 36

Von dem Bild definitiv nicht bestimmbar. Man sieht nicht mal, ob unter dem Hut Lamellen oder ein Schwamm ist. Außerdem kann man eine eventuelle Verfärbung des Fleisches nicht sehen und kennt den Geruch nicht. Und ohne den Standort zu kennen, wird's ebenfalls schwer.


Kommentar von hotheadshot ,

Danke für die Antwort. Da sind Lamellen. Geruch wie bei Champs würde ich sagen. Keine Verfärbung. http://i66.tinypic.com/mhr9qd.jpg

Kommentar von Silo123 ,

Auch mit dem Bild ist es leider nicht sicher , ob es ein Chamignon ist. Lamellenansatz und Ring wäre wichtig.

Kommentar von hotheadshot ,
Kommentar von Silo123 ,

Danke, das ganze sieht schon sehr nach einem Champignon und zwar dem Riesenchampignon aus. Die freien Lamellen sprechen auch sehr dafür. Der Ring wäre da auch noch wichtig. Kannst Du vielleicht einen von unten fotografieren , wo die Lamellen noch vom Ring verdeckt sind? Würde helfen. Er müßte einen deutlichen Ring haben

Aber  ich kann es Dir trotzdem nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Mir fehlt auf dem Bild der Rosatouch der Lamellen. Fotos sind da halt immer problematisch und den Riesenchampignon habe ich bisher auch nur einmal! gefunden (es fehlt mir da die Dauererfahrung). Und bedenke auch immer die Verwechslungsmöglichkeit mit dem Perlhuhn- und dem Rebhuhnchampignon. Ich finde die nie, so daß ich da nicht schauen kann, ob meine Tests funktionieren.

Geruch ist immer so eine Sache: champignonartig wäre da schon das richtige für die eßbaren Champignons.  Aber zu oft ist da der Wunsch der Vater des Geruchsgedanken. Ich habe schon Karbolchampignons mit nachhause genommen, weil der Geruch nicht klar war und zuhause nachbestimmt- und es kamen Karbolchampignons raus. (Ich habe da ein echt gutes Testverfahren)

Ich würde diese Pilze echt lieber persönlich sehen.

Aber der Riesenchampignon ist die wahrscheinlichste Lösung. Ich würde echt mit dem intensiv vergleichen, aber besser die Pilze erstmal sicherheitshalber nicht essen.

Kommentar von hotheadshot ,

Danke für die ausführliche Antwort. Sachverständiger wäre für mich zu viel :) So sehen die von unten aus http://i66.tinypic.com/v7fw39.jpg

Kommentar von Silo123 ,

Höchstwahrscheinlich echt der Riesenchampignon!

Kommentar von Schnuppi3000 ,

Es kann, außer einem Champignon, auch eine Ritterlingsart sein.

Wenn du sicher sein willst, such einen Pilz-Sachverständigen auf: http://www.dgfm-ev.de/taxonomy/term/25

Kommentar von Silo123 ,

Ritterling sicher nicht.

Kommentar von hotheadshot ,

Danke sehr. Ist der essbar?

Kommentar von Silo123 ,

Der Riesenchampignon , den ich annehme, wäre eßbar und sogar ein sehr guter Speisepilz. Aber nein, hier gibt es keine Essenfreigabe. Ich könnte mich auch irren, gerade, da ich den Riesenchampignon kaum aus eigener Erfahrung  kenne (wie gesagt: ein! Fund bisher).

Ich selbst würde lieber an mehr Funden üben, ehe ich mich zum Verzehr entschlösse.,

Wenn Du Dich damit gerne weiter beschäftigen willst und ein PSV nicht infrage kommt )käme es  bei mir auch nicht) schließe Dich einem Pilzverein an oder gehe in ein Pilzforum. Die Leute sind da echt unermüdlich´, erklären.... und die Fortschritte sind geradezu garantiert, wenn Du am Ball bleibst. Essensfreigaben aufgrund von Bildern gibt es da aber noch weniger als hier.

Gerade kürzlich gab es hier eine Fehlbestimmung einer  eigentlich ziemlich guten Kennerin, sie hat das normal echt gut drauf (beim Pilz in Anschauung wäre der das sicher nicht passiert) - und seitdem bin ich auch NOCH  vorsichtiger (bin auch nicht unfehlbar nach Bildern).

Antwort
von juergenkrosta, 10

Hallo,

eine Frage an die "Pilzberater" hier in der Runde: was wären die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen dem jetzt gerade in dieser Zeit vorkommenden geschuppten Ritterling und dem von euch "gegoogelten" Riesenchampignon?

Man sieht doch den Pilz auf dem einen Foto sehr schön im Querschnitt und kann nahezu alles erkennen. Also - was jetzt?

Hilfreich wäre u.a. vielleicht auch mal eine bescheidene Frage nach dem Standort? Könnte möglicherweise auch sehr aufschlussreich sein.

So würde ich mich herantasten, wenn ich schon keine Ahnung habe. ;-)

LG Jürgen

Kommentar von Silo123 ,

Ein Ritterling hätte nicht so freie Lamellen. Und die Lamellen des gezeigten Pilzes erscheinen mir dafür zu dunkel.

Kommentar von Silo123 ,

PS: Und der Ring käme auch nicht hin.

Kommentar von DerRumpelrudi ,

Ich sehe keinen Ring. Denn der Ausbruch kann kaum als geschlossener Ring bezeichnet werden. Ich kenne mich mit Waldchampignonarten sehr gut aus und die verfärben immer im Schnitt. Auch allgemein sind die sehr faserig-brüchig.

Ritterling kommt aus dem Grund, den Du erwähnst auch nicht in Frage. Die Lamellen passen einfach nicht. Ich bestehe auch auf den Standort und Beschreibung vom Umfeld.

Ansonsten: Braunfaserig geschuppt, Stiel braunflockig mit deutlichen Farbunterschied zur Spitze hin, Lamellen dichtstehend gräulich und am Stiel überwiegend frei. Also, ich schaue in die Richtung Birnenrißpilz oder Fälblinge. Letzterer lässt sich ja gut bei älteren Exemplaren im Schnitt erkennen (Eiszapfen).

Kommentar von Silo123 ,

Rumpelrudi, dann hast Du das eine eingestellte Foto vom Ring noch nicht angesehen- ich bat die Pilze von unten zu fotographieren und das Zeug über den Lamellen nicht zu entfernen. Der Ring sieht ebenfalls sehr nach Riesenchampignon aus.

Die Waldchamignons müßten in der Tat deutlich röten, keine Ahnung, ob das bei denen auch ausbleiben kann (da fehlen mir mal wieder ausreichende Fundmengen).

Das Gilben beim Riesenchampignon habe ich zumindest bei meinem Fund kaum wahrnehmen können.

Fälblinge würde ich ebenfalls ausschließen, Farbe der Lamellen und ja der Ring- so geschuppte: da fiele mir spontan keiner ein (wäre aber über Hinweis dankbar, mal zum Angucken (Bilder)- ich HASSE Fälblinge, bis auf den Marzipanfälbling komme ich bei der Bestimmung nie über "Fälbling" hinaus)

Und Birnenrisspilz hat auch wieder keinen Ring- und oh, je Rißpilze, da bekomme ich auch kaum welche bestimmt, über "Rißpilz" komme ich da meist auch nicht hinaus.

Kommentar von DerRumpelrudi ,

O.K. Habe mir das Velum jetzt angeschaut, und es könnte tatsächlich als Ring am Stiel haften bleiben. Spekuliere ich also auch in der Richtung Riesenchampignon oder Kompostegerling oder ... vielleicht sind die Pilzchen auch ein Geschenk vom Nachbarn, der braune Champis züchtet oder sind vom Wochenmarkt. Das würde die gleichförmige Größe und den geringen Farbumschlag erklären. Ich kaufe aber keine Pilze und gern hätte ich ein ausgewachsenes Exemplar gesehen.

Antwort
von moniherzlich, 20

Normal wollte ich zwar nicht mehr mitmischen aber viele waren so nett! Ich vermute - absolut unter Vorbehalt, es könnte eine Champignon-pilzart sein... Riesenegerling, Großer Waldchampignon aber auch giftiger Rebhuhnegerling sind möglich... ev. der http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/GrosserWaldCh.htm

Kommentar von DerRumpelrudi ,

Hallo moniherzlich

Lasse Dich nicht ärgern. Meine Erkenntnis ist: je mehr ich mich mit der Natur beschäftige, um so deutlicher wird mir, dass ich eigentlich nichts weiß.

Das Schwierigste bei meinen Naturführungen ist, wenn einige Fachidioten dabei sind, welche meinen, allwissend zu sein. Eine Erkenntnis aus der Lebenserfahrung und Logik nicht akzeptieren. "Wo steht das ?" ist dann die Nachfrage, die ein selbstständiges Denken ausschließen soll. Dabei ist die Wissenschaft von Heute der Irrtum von Morgen.

Sicherlich darf man bei Namenskenntnis von gut 350 Pilzarten andere beraten. Immerhin 10 % der tatsächlich vorkommenden Arten. Selbst dicke Bücher von Kriegelsteiner sind stark fehlerhaft, weil von Anderen fraglos übernommen.

Mache also ruhig weiter, denn wir lernen alle daraus.

Kommentar von moniherzlich ,

Danke! Du bist im  gleichen Gedanken wie ich!

Kommentar von Silo123 ,

Rumpelrudi, oh der Kriegelsteiner, an den Schlüsseln verzweifele ich, geht zu schnell in die Mikroskopie, um die ich bisher immer noch lieber einen Bogen mache, habe auch noch nichtmal ein gutes Mikroskop Ich habe mal vereinzelt Pilze mikroskopisch verifiziert, aber ich bekomme das nicht wirklich! hin. So weit, da Fehler zu finden, bin ich echt nicht.

Kommentar von Silo123 ,

Auch ich freue mich ehrlich, daß Du es Dir doch anders überlegt hast. Wiegesagt-Du hast durchaus Ahnung- bei einigen Pilzen, die Du bestimmt hast, habe ich auch gar nichts zu gesagt, weil selber KEINE Ahnung.

Aber mit etwas Vorbehalt (damit die, die die einfach die erste Quelle als gegeben nehmen- ich bekomme da auch etwas aus der Pilzberaterpraxis mit (Berichte von anderen- ich selbst weiß nichtmal, ob ich mir das! antuen wollte)- wie Leute sich zu Unbedachtheiten hinreißen lassen.....Wahnsinn- Du kannst es Dir nicht vorstellen- o.k. natürlich werden da nur  besonders besonders krasse Fälle berichtet. Aber wir wuppen das schon. Korrigiere bitte auch mich, wenn ich mich mal zu weit rauslehnen sollte.

Aber Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste, und ja, ich bestehe immer noch darauf, daß das letzte auch Gifthäublinge gewesen sein könnten. Aber trotzdem: bleib bitte hier- nur etwas mehr Vorsicht- ja, auch ich will daraus lernen.

Auf ein gutes Miteinander in der Zukunft!!!!

Kommentar von juergenkrosta ,

Liebe Pilzfreunde,

ich hoffe doch nicht, dass ich mit meinem spontanen Kommentar neulich diese "Irritationen" ausgelöst habe?  Wenn ja, dann war es nicht meine Absicht, jemanden zu verletzen, in diesem Fall auch nicht moniherzlich, obwohl ich sie persönlich angesprochen habe.

Was ich hier auf dieser Plattform (auch in vielen anderen Bereichen) jedoch wiederholt feststelle ist, dass es scheinbar ganz viele user gibt, die zuhause sitzen und Antworten googeln. Wenn es um Lebensmittel, Pilze etc. geht, sollte man sich einfach etwas zurückhalten, wenn man keine oder wenig praktische Erfahrung mitbringt. Fachkompetenz erkennt man nur schwer hier im Internet und oftmals wird sie erst dann deutlich, wenn es um die Praxis geht.

Normalerweise sollte man davon ausgehen, dass Fragesteller die Antworten richtig einschätzen, aber man weiß ja nie. Ich stelle fest, dass oft eine z.T. grundnaive "Internetgläubigkeit" vorherrscht und viele Menschen glauben tatsächlich, dass man sich Wissen über google, Wikipedia & Co. aneignen kann oder hier immer richtige Antworten erhält. Dem ist aber nicht so.

Was Pilze angeht, so gibt es da bis heute (bis auf wenige Ausnahmen) kein wirklich fundiertes Wissen mangels fehlender wissenschaftlicher Grundlagen. Wir hören jedes Jahr von neuen Erkenntnissen über den Speisewert unserer Pilze. Wer hätte das gedacht? Die individuellen Unverträglichkeiten nehmen zu und aufgrund  des Klimawandels werden wir mit neuen Arten konfrontiert.

Entgegen dem, was immer ausgeschlossen wurde, scheinen Standorte bei Unverträglichenkeiten und bestimmten Giften/Giftmengen eine weitaus größere Rolle zu spielen, insbesondere bei Pilzen, die auf Holz wachsen. Ich kann wirklich nur davor warnen, über Bilder und Fotos Pilzbestimmungen vornehmen zu wollen und möglicherweise (ungewollt) somit Fragestellern eine gewisse Sicherheit zu vermitteln.

Im Übrigen sind "fachliche" Erklärungen und Erläuterungen für einen Pilz-Neuling ohnehin für die Katz, weil der damit überhaupt nix anfangen kann. Wer in der Praxis mit Pilzanfängern/Pilzkursen zu tun hat, wird mir das bestätigen ;-).

Etwas amüsant ist es aber schon, dass eine einzelne Frage (worum geht es dem Fragesteller überhaupt?..) ellenlange Diskussionen von Pilzkundigen lostritt. Finde ich ja ganz nett, aber dafür sind wir im falschen Forum :-)  Die Leute wollen eine möglichst hilfreiche Antwort auf ihre Fragen.

In diesem Zusammenhang stelle ich mir halt nach wie vor die Frage:  Ist es für jemanden, der keine Ahnung von Pilzen hat, als Antwort auf seine Frage hilfreich, einen Link einzustellen?

LG  Jürgen


Kommentar von DerRumpelrudi ,

Hallo Jürgen

Im Wesentlichen volle Zustimmung.

Bei mir war just jemand, der mir eine tolle Fundstelle beschrieben hat. Als ich ihm aber erklärte, dass dort im Berg die Entlüftungen für eine Untertageverbringung von Kraftwerksfilterstäuben und diese Schadstoffe in den Pilzen angereichert sind, war er nicht mehr froh.

Was die Diskussion an geht ist es hier schon richtig, denn die ist für die Antwortgeber. In Foren hasse ich die Platzhirsche, die schnell persönlich negativ werden, anstatt sachlich fundierte Geduld zu üben. Und wehe dem, der dann belegen kann, dass der Platzhirsch auch nur mit Wasser kocht. Der wird dann aus dem Forum gemobbt. Für einfache Fragen sind sich diese Leute zu fein und verweisen auf die Suchfunktion, weshalb die Fragesteller hier landen.

Hier heißt es "Gute Frage" und nicht "Gute Antwort". Ob eine Antwort für den Fragenden am Hifreichsten ist, entscheidet der Fragesteller allein. Egal was die Antwortgeber denken, welche aber die Möglichkeit haben eine gute Antwort zu markieren.

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