Frage von Anni1808, 44

Lehrer eines Brandenburger Gymnasiums verlangt schriftl. Bestätigung, dass er Einzelne für schriftl. Extratests aus lfd. Unterricht nehmen kann, zulässig ?

Die Schüler sollen vor Semesterbeginn eine Belehrung des Lehrers schriflich gegenzeichnen, dass sie aus dem laufenden Unterricht entfernt werden können, um in einem Extraraum einen schriftlichen Test ohne Vorankündigung zu absolvieren. Während des Semesters trifft es nur einzelne Schüler, also nicht jeder Schüler dieses Kurses wird in diese Situation gebracht. Mir erscheint diese Vorgehensweise willkürlich und auch rechtlich bedenklich, wenn man so eine Art Freibrief von den Schülern schriftlich verlangt. Ist diese Vorgehensweise schulrechtlich durch den Lehrer möglich?

Antwort
von Kuhlmann26, 21

Dafür braucht der Lehrer keine Unterschrift; und von Schülern schon mal gar nicht, weil sie nicht rechtsverbindlich wäre.

Tests müssen bekanntermaßen nicht angekündigt werden und wie der Lehrer seinen Unterricht gestaltet, bleibt weitgehend ihm überlassen. Ob hier ein Rechtsverdreher den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt sieht, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ob der Lehrer nun jemanden mündlich testet oder schriftlich ist ja egal. Nicht das ich den Test in irgendeiner Weise für sinnvoll halte, aber um die Sinnhaftigkeit geht es in Deiner Frage ja nicht.

Gruß Matti

Antwort
von Kronleuchter22, 23

Naja hört sich erstmal heftig an aber in meiner Schulzeit hatte ich das oft, dass ein Lehrer während des Unterrichts einen schüler plötzlich nach vorne gerufen hat und ihr mündlich abgefragt hat. Da wurden auch nicht alle schüler getestet. Und so ganz unangekündigt ists ja nicht, denn durch diese gegenzeichnung weiß man als Schüler, dass der lehrer irgendwann mal einen schüler testen könnte. Fragt doch lieber direkt beim schulleiter nach.

Kommentar von Anni1808 ,

Hier wird nicht im Unterricht mündlich oder an der Tafel abgefragt, sondern der Schüler wird aus dem laufenden Unterrricht genommen, in einen anderen Raum verfrachtet und schreibt als einziger einen Test. Während dieser Zeit versäumt der Schüler den laufenden Unterricht. Diese Vorgehenweise will der Lehrer sich schriftlich von den Schülern absegnen lassen. Die Frage ist, ob das Schulrecht so etwas hergibt, oder ob der Lehrer sich durch die schriftlichen Einwilligung absichert, weill es eigentlich nicht zulässig ist.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wenn dieses Vorgehen laut Brandenburger Schulrecht nicht zulässig wäre, wäre auch die Unterschrift des Schülers nichtig. Das heißt, sie wäre unbedeutend.

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