Frage von Nickelback76, 72

Kinderzuschlag abgelehnt, wg fehlender zumutbarer Anstrengung...?

Hi, ich bin alleinerziehend, Vollzeit erwerbstätig, Tochter 15, der Erzeuger zahlt keinen Unterhalt. Rechtsbeistandschaft beim JA wurde beendet, als die 72 Monate UHV rum waren. Seitdem habe ich Kinderzuschlag erhalten. Weiterbewilligungsantrag wurde jetzt abgelehnt, begründet mit §6a Abs.3 S.3 BKGG, ich würde angeblich keine zumutbaren Anstrengungen unternehmen, Einkünfte, sprich Unterhalt, für meine Tochter zu erzielen. Hat jemand damit Erfahrung? Habe jetzt Einspruch eingelegt mit der Begründung, dass ich alles unternommen habe, was finanziell in meiner Macht steht (Klage lt Anwalt sinnlos, da KV kein eigenes Einkommen hat). Es hat sich die letzten Jahre nichts geändert, warum jetzt plötzlich eine Ablehnung? Habe ich überhaupt eine Chance mit einem Einspruch?

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 44

Du müsstest tatsächlich erst einmal versuchen, den Unterhalt vom Kindsvater einzufordern. 

Wenn eine "Beistandschaft" des Jugendamtes nicht zum Erfolg führt, müsstest du ggf. selbst als Vertretung für das Kind eine Unterhaltsklage gegen ihn anstreben.

Dass "er kein Einkommen hat" bedeutet nicht unbedingt, dass er von Unterhaltszahlungen "befreit" ist..., denn ggf. könnte ihm ein "fiktives Einkommen" angerechnet werden o. ä., so dass er zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden könnte....

Antwort
von petrapetra64, 30

Geh hin zum Jugendamt und errichte eine erneute Beistandschaft. Die können dann das Einkommen des Vaters erneut überprüfen. Dann hast du alles getan, um Unterhalt zu bekommen. 

Reiche diese Info dem Einspruch nach, dass du dich bemühst. Vom Jugendamt wird ja dann irgendwann schriftlich kommen, dass nichts zu holen ist. Lede auch alle Papiere von damals vom Jugendamt vor. 

Antwort
von konzato1, 72

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=41054.html

Ich vermute mal, dass du "zuviel" verdienst.

Es ist richtig, dass du in Einspruch gegangen bist. Viel Erfolg. :)

Kommentar von Nickelback76 ,

Am Verdienst liegt's lt Ablehungsbescheid nicht, damit bin ich genau auf der unterstützungswürdigen Höhe...Oder Tiefe. :)))

Kommentar von konzato1 ,

Ja, das mit dem angeblichen "zu geringen Anstrengungen für das Eintreiben des Unterhaltes" habe ich schon mehrfach gehört.

Dein Anwalt sollte aber nochmal überlegen, ob eine Klage nicht doch sinnvoll ist. Schon weil du dann einen weiteren Pluspunkt hast. (Auch wenn du dann immer noch kein Geld vom Erzeuger bekommst)

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