Kasse: Bis zu welchem Zeitpunkt darf ich die Abgabe der Ware verweigern?

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9 Antworten

Solange der Kaufvertrag noch nicht geschlossen worden ist. Das wird an einer normalen Kasse erst mit Bezahlung des Kaufpreises der Fall sein bzw. mit konkludentem Verhalten nach Nennung des Kaufpreises. Wenn er schon in seinem Geldbeutel kramt, wird der Kaufvertrag bereits bestehen.

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Der Kunde kommt zu Dir und legt (in der Regel) die Ware auf das Kassenband. Damit macht der Kunde nun deutlich, die Ware kaufen zu wollen. Als Kassiererin stehst Du nun vor der Wahl - verkaufen oder nicht. (Du wirst es zum Beispiel dann nicht tun, wenn bei Alkohol oder Zigaretten das Alter nicht erreicht wurde.) Hier ist der Punkt, wo Du Deine Entscheidung treffen musst - verkaufen ja oder nein ....

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Rein formell hat das Geschäft noch nicht stattgefunden und du kannst die Herausgabe der Waren verweigern.

Rein praktisch wird Dir Dein Chef die Leviten lesen. Der Kunde ist König.

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Man kann Ihnen Hausverbot  erteilen.

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Wie ist das "verstreut vor die Füße werfen" zu verstehen? Du wirst doch die Münzen nicht vom Boden aufsammeln müssen?

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Kommentar von DieKassierer
14.05.2016, 22:37

Ich halte meine Hand auf und der Kunde wirft die Münzen betont an eine andere mir schwer zugängliche Stelle.

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Kommentar von Herb3472
14.05.2016, 22:39

Das ist aber ganz was anderes als "vor die Füße werfen". Ich fürchte, da wirst Du nicht viel dagegen machen können.

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Nein, da der Kaufvertrag zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen wurde. Selbst wenn er noch nicht bezahlt hat. Er ist dann mit der Bezahlung nur noch zur Erfüllung seiner Pflicht aus dem geschlossenen Vertrag verpflichtet. Rein von der Sache her ist es auch ihm überlassen wie er es dir übergibt. Ob er es dir hinfeuert oder auf einem goldenen Tablett serviert spielt keine Rolle.

Du kannst ihn aber beim nächsten Mal vor dem Abkassieren darauf ansprechen und ihm deutlich machen, dass wenn er sich nicht angemessen benimmt und die Bezahlung nicht mit dem nötigen Respekt vornimmt, er von dir ein Hausverbot ausgesprochen bekommt (was du dann ggf. aber auch durchziehen solltest).

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Solange die Ware nicht restlos bezahlt ist, musst du sie auch nicht rausgeben. Ich glaube auch nicht, dass du verpflichtet bist, das Geld der Kunden vom Boden aufzusammeln.

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Ich würde das jedenfalls tun. So lange das Geld nicht am dafür vorgesehenen Ort liegt, sondern irgendwo auf dem Boden würde ich sagen: "Da fehlen noch 4 Euro und 23 Cent"

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Rein rechtlich wurde der Vertrag schon geschlossen, wenn du das Geld verlangt hast. Dann kann man nicht einfach davon zurücktreten. Du kannst aber immer noch ein Hausverbot aussprechen... 

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Kommentar von Herb3472
14.05.2016, 22:36

Sie hat ja zu dem Zeitpunkt noch nicht abkassiert.

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