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!! HILFE!! Lomografie, aber ich suche noch eine Kamera ! DIANA F+

Frage von Dave8887 Dave8887

Hallo Leute,

ich suche eine alte Kamera (Zeiten zur Udssr oder DDR) mit der man Ergebnisse erzielen kann, die der der Lomo Diana F+ ähneln. Ich halte diese Kamera für total überteuert und würde mich nur ärgern dafür soviel Geld zu bezahlen, da es ja eigentlich eine Fülle an alten Kameras bei Ebay gibt, mit denen man "den echten Flair" auf Film bannt.

Hier ein Beispiel was ich für Ergebnisse erzielen möchte:

http://media.smashingmagazine.com/images/disturbing-beauty-lomography/lo1.jpg

Punkte die also wichtig wären:

1.) analoge Kamera im Kleinbildformat (35mm)

2.) Billig aber wenn möglich nicht aus Plastik (Preisrahmen um die 15-20 Euro > Ebay)

3.) Doppelbelichtung sollte einfach möglich sein, da mich dieser Bereich sehr interessiert

4.) Technisch sollte sie sich auf keinem hohen Niveau befinden :

starke Vignettierung, verfälschte Farben, geringe Unschärfe

Ich selber habe bisher folgende Modelle gefunden:

Smena Symbol Exa 1a / 1b Exa 500

EIN REISENDANKESCHÖN für alle die mir helfen können. Es müssen auch nicht immer Kameramodelle sein die mir weiterhelfen, auch für jeden Tipp mit dem man diesen Stil verwirklichen kann bin ich sehr sehr dankbar.

PS: Ich fotografiere schon seit Jahren digital mit einer 40d. Gestaltung, Iso, Blende, Verschlusszeit sind mir also bekannte Begrifflichkeiten.

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Antworten (3)

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    RatgeberHelden Antwort von IXXIac IXXIac

    Hallo

    geh zum nächsten Flohmarkt und sieh dich mal um was man für 5-10€ mitnehmen kann. Da gibt es oft richtig gute Deals. Je älter die Kamera um so mehr Lomo. Am besten frühe Nachkriegsware die sind noch unvergütet und haben oft den Pilz in der Optik.

    Nimm dir einen Satz Batterien und Knopfzellen mit zum Testen der neumodischen Geräte. Bei alten Kameras mit Selenzellen brauchst du einen Belichtungsmesser zum Abgleich.

    Mein Vater hat vor einigen Jahren eine Rollei 35SE für 10DM abgestaubt bzw die neuwertige Bereitschaftstasche mit Inhalt unbekannten Zustands.

    Natürlich ist eine 35SE mit dem 40er Zeiss-Sonar nicht mit einer Lomo vergleichbar das wäre wie wenn man eine Rolex mit einer Meister Anker vergleicht ;)

    Aber für die Kurse die für Lomos verlangt werden kann man richtige Qualitätskameras bzw sogar Spitzengeräte kaufen.

    Echte Doppelbelichtungen kann fast keine russische Kamera. Der Trick ist der Film wird nicht ganz zurückgespult und dann wieder neu eingelegt entweder macht man es selbst oder schickt den Film an einen Kumpel (Cooperation). Damit der Film nicht in die Kassette rutscht muss man die Filmfanglasche vorne Falten oder einknicken. Und man muss Filmperforationslöcher mitzählen bzw man schneidet die Filmlasche mit dem Leica Lineal und startet immer mit dem ersten Zahnloch oben.

    Für gezielte Doppelbelichtungen muss man die dafür tauglichen Kameras kaufen. Zb bei einigen Cosina, Nikon, Pentax, Ricoh, Chinon, Minolta, Leica SLR konnte man auskuppeln. Bei 90er Jahre Motor SLR gibt es welche die können motorisch wieder zu jedem Bild zurück (Contax RTS, Canon T Serie, Dynaxe).

    Die Lomografie ist im wesentlich eigentlich nichts neues nur waren die Effekte damals oft unfreiwilg dem Material oder Bedienungsfehlern geschuldet und wurden als Ausschuss vernichtet. Etwa Mitte der 60er kam die erste Welle der "Generativen" Fotografie welche dann zügig auf Polaroid arbeitete (sofortige Ergebnisse, man kann beim entwicklen zb rubbeln oder per Feuerzeug arbeiten und das Bild ist immer Unikat). Vor einigen Jahren wurde eine grosse SX 70 Bildersammlung für mehrere Millionen vom Gettys angekauft.

    Für einen Lomo Effekt an einer modernen Kamera braucht man ein mittelers Weitwinkel Festbrennweite dann ein alter Glasfilter denn man vom Rand aus vorsichtig mit Sprühwachse oder Vaseline präpariert. der leichte Gucklocheffekt und die Blaustichigkeit kann an auch mit einem Gelatinefilter hinbekommen. Man kann auch einen alten Filter nehmen und das Glas am Rand ca 3-5mm hoch zur Mitte ritzen, am besten auf der Innenseite dann setzt der Dreck die Ritzungen nicht zu ( Viel Lichtabfall) Auch nett sind Kompendiumvorbauten.

    Das alles kannst du an deiner Digikam austesten und musst nicht wertvollen Analogfilm "verschwenden"

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    Antwort von Grigori Grigori

    Die Sache mit den zwei Polarisationsfiltern würde ich gerne genauer erklärt haben - zwei Polfilter übereinander werden doch nichts anders sein als ein "variabler" Graufilter? - Also nichts, was hier eigentlich zum Thema gehört.

    Wie kommst du eigentlich auf die Exa? Dies ist ein Spiegelreflexkamera-Body. Die Qualität der damit gemachten Bilder hängt nur von einem ab: vom verwendeten Objektiv und alle damals hierfür hergestellten Optiken werden recht brauchbar bis sehr gut gewesen sein. Natürlich kannst du auch rumexperimentieren und an so einer Kamera irgendwelches andere Glas kleben - dies würde aber auch mit jeder anderen System-Spiegelreflex gehen.

    Die von dir erwähnte Smena Symbol wäre allerdings ziemlich gut für deine Zwecke geeignet! Die Kamera ist solide, hat (zumindest bei Offenblende) eine äh wirklich "interessante" Bildwiedergabe und das beste: sie hat einen vernünftigen Verschluss, also nichts mit nur einer einzigen Belichtungszeit wie bei der Diana. Im Kleinbildsektor gibt es dann aber nicht mehr so viele Alternativen. Beim Format 6x6 (wie bei der Diana) wird es dann wieder interessant. Hier zum Beispiel: http://www.fotografische.de/lomographie/lomo-alternativen

    Guß, Gri (der seine Smena wieder mal rauskramen und mit Farbfilm füttern muss)

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    Antwort von ehoberg ehoberg

    Die Zahl ehemals gebauter Kameras, die für Überraschungen gut waren, ist kaum noch nachvollziehbar. Oder in Vergessenheit geraten. Aber: Um unvorhersehbare Ergebnisse zu kreieren, wie wäre es mit überlagerten Filmen? Oder relativ neue Filme, die man bei Sonnenschein auf dem Armaturenbrett des Autos im Zeitraffer altern läßt? 70-80°C leisten ganze Arbeit! Genauso könnte man Filme "cross" entwickeln. Als Beispiel einen Dia-Film statt mit der E-6 Chemie ersatzweise die für den Prozess E-41 für Papierbilder benutzen. Das wird sogar richtig lustig! Auch sehr hübsch unberechenbar ist die Verwendung von zeitgleich 2 Polarisationsfiltern. Das kann man bei einer SLR sogar schon im Sucher ansatzweise im voraus erkennen. Etwas berechenbarer sind Farbfolien (z.B. Bastelpapier aus dem Schulunterricht) vor dem Blitzlicht. War etwas dabei? Dann viel Spaß! Übrigens, eine gute Idee - ich nehme das mal mit in unseren Fotoclub-Chiemsee.de

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