Hallo
geh zum nächsten Flohmarkt und sieh dich mal um was man für 5-10€ mitnehmen kann. Da gibt es oft richtig gute Deals. Je älter die Kamera um so mehr Lomo.
Am besten frühe Nachkriegsware die sind noch unvergütet und haben oft den Pilz in der Optik.
Nimm dir einen Satz Batterien und Knopfzellen mit zum Testen der neumodischen Geräte.
Bei alten Kameras mit Selenzellen brauchst du einen Belichtungsmesser zum Abgleich.
Mein Vater hat vor einigen Jahren eine Rollei 35SE für 10DM abgestaubt bzw die neuwertige Bereitschaftstasche mit Inhalt unbekannten Zustands.
Natürlich ist eine 35SE mit dem 40er Zeiss-Sonar nicht mit einer Lomo vergleichbar das wäre wie wenn man eine Rolex mit einer Meister Anker vergleicht ;)
Aber für die Kurse die für Lomos verlangt werden kann man richtige Qualitätskameras bzw sogar Spitzengeräte kaufen.
Echte Doppelbelichtungen kann fast keine russische Kamera. Der Trick ist der Film wird nicht ganz zurückgespult und dann wieder neu eingelegt entweder macht man es selbst oder schickt den Film an einen Kumpel (Cooperation).
Damit der Film nicht in die Kassette rutscht muss man die Filmfanglasche vorne Falten oder einknicken. Und man muss Filmperforationslöcher mitzählen bzw man schneidet die Filmlasche mit dem Leica Lineal und startet immer mit dem ersten Zahnloch oben.
Für gezielte Doppelbelichtungen muss man die dafür tauglichen Kameras kaufen. Zb bei einigen Cosina, Nikon, Pentax, Ricoh, Chinon, Minolta, Leica SLR konnte man auskuppeln. Bei 90er Jahre Motor SLR gibt es welche die können motorisch wieder zu jedem Bild zurück (Contax RTS, Canon T Serie, Dynaxe).
Die Lomografie ist im wesentlich eigentlich nichts neues nur waren die Effekte damals oft unfreiwilg dem Material oder Bedienungsfehlern geschuldet und wurden als Ausschuss vernichtet. Etwa Mitte der 60er kam die erste Welle der "Generativen" Fotografie welche dann zügig auf Polaroid arbeitete (sofortige Ergebnisse, man kann beim entwicklen zb rubbeln oder per Feuerzeug arbeiten und das Bild ist immer Unikat). Vor einigen Jahren wurde eine grosse SX 70 Bildersammlung für mehrere Millionen vom Gettys angekauft.
Für einen Lomo Effekt an einer modernen Kamera braucht man ein mittelers Weitwinkel Festbrennweite dann ein alter Glasfilter denn man vom Rand aus vorsichtig mit Sprühwachse oder Vaseline präpariert. der leichte Gucklocheffekt und die Blaustichigkeit kann an auch mit einem Gelatinefilter hinbekommen.
Man kann auch einen alten Filter nehmen und das Glas am Rand ca 3-5mm hoch zur Mitte ritzen, am besten auf der Innenseite dann setzt der Dreck die Ritzungen nicht zu ( Viel Lichtabfall)
Auch nett sind Kompendiumvorbauten.
Das alles kannst du an deiner Digikam austesten und musst nicht wertvollen Analogfilm "verschwenden"
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