Frage von CharlyBrown2015, 93

Darf das Jugendamt eine noch 16 jährige auf die Straße entlassen?

Eine noch 16 jährige wohnt in einer betreuten WG, nun war sie der Meinung ihre Ausbildung zu kündigen und hat auch keine Lust mehr sich an die Regeln in der WG zu halten und will diese deshalb verlassen und angeblich erstmal bei einer Freundin unterkommen. Zum sorgeberechtigten Elternteil will und kann sie nicht, der andere Elternteil ist nicht mal in der Lage für sich selbst zu sorgen. Darf das Jugendamt sie auf die Straße entlassen und wenn ja, wer trägt dann die Verantwortung für sie?

Antwort
von LiselotteHerz, 93

Sollte das Jugendamt das Sorgerecht übertragen bekommen haben, kann sie nicht einfach ausziehen und zu irgendeiner Freundin. Das Jugendamt ist dann verantwortlich für ihr Wohlergehen und kann sie nicht einfach so gehen lassen. Sie ist gerade mal 16 Jahre alt - mal angenommen, mit der Freundin klappt das nicht oder stimmt evtl. gar nicht ? Soll sie dann unter der Brücke schlafen? Sie kann evtl. nur zu der Freundin ziehen, wenn diese volljährig ist und sie nachgewiesenermaßen dort wohnen kann. Die Freundin muss dann mit ihr gemeinsam zum Jugendamt und dort die Formalitäten klären. lg Lilo

Kommentar von CharlyBrown2015 ,

Das Sorgerecht hat die Mutter, diese hatte Antrag auf Hilfe zur Erziehung gestellt, woraufhin das Jugendamt sie erst in eine 24 h Betreuung und weil die 16 jährige dass dann nicht mehr wollte, sie in eine WG mit stundenweiser Betreuung gesteckt hat aus der die 16 jährige nun auch raus will ohne sich sämtlicher Konsequenzen bewusst zu sein.

Antwort
von diroda, 60

Ja, das Jugendamt kann sie aus der Jugendhilfe entlassen. Wenn sie/er sich nicht an Regeln halten will, also ihre Mitwirkungspflicht verweigert. Sie trägt für sich und ihr Handeln die Verantwortung. Sie muß dann selber sehen wie sie klar (an Geld) kommt.

Kommentar von diroda ,

oder sich an die Eltern halten. Egal ob sie in der Lage/geeignet sind oder nicht.

Antwort
von passaufdichauf, 49

Tja, was erwartet die 16-Jährige denn?

So ohne weiteres wird man nicht aus der Einrichtung geschmissen, aber man muss sich schon an die Regeln halten, das sonst das Zusammenleben für alle Beteiligten unmöglich wird. Da scheint das Einsehen zu fehlen.

Sie wird ja nicht auf die Straße entlassen, es steht ihr frei, zum sorgeberechtigten Elternteil zurück zu kehren.

Der sorgeberechtigte Elternteil ist in der Pflicht und Verantwortung, sie wieder aufzunehmen. Wenn die 16-jährige dermaßene Probleme macht, sollte der sorgeberechtigte Elternteil sich um eine geschlossene Unterbringung für die 16-jähirge bemühen.

Meine Stieftochter ist übrigens auch so ein Exemplar. sie hat die Straße den Regeln in einem gemeinsamen Wohnen (egal, ob Heim, Eltern, Pflegestelle) vorgezogen.


 

Kommentar von CharlyBrown2015 ,

Hast du denn noch Kontakt zu ihr? Wie kommt sie zurecht? Ist das Jugendamt denn da nicht verpflichtet einzugreifen? Sie gefährdet doch ihre Gesundheit wenn Sie im kalten Winter kein Dach über den Kopf hat bzw. kein Geld hat sich Essen zu besorgen.

Kommentar von passaufdichauf ,

Sie ist heute 20. Der Kontakt ist zur Zeit abgebrochen, da sie einen letzten Besuch bei uns im Sommer erneut zum Diebstahl nutze.

Sie hatte damals einen relativ großen "Bekannten"-kreis wo sie bei Bedarf wohl unterschlüpfte...Menschen, denen sie nahezu hörig war und die sie im Alter von 14 auf diese Bahn brachten. Sie ging nicht mehr zur Schule, mein Freund suchte Hilfe beim Jugendamt. Mit entsprechend angepassten Lügengeschichten hat sie dort ihren Weg durchgesetzt. Im Heim war es dann auch nicht so toll, schließlich bekam sie sogar zeitweise eine eigene Wohnung. Schule oder Ausbildung waren bei ihrem Träger nie auf dem Programm, als das Amt entschied, dass sie nicht mehr förderungswürdig ist, wurde sie fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Unser "Glück" war, dass sie damals gerade 18 war und wir sie nicht mehr aufnehmen mussten. Und sie wollte auch nicht, hatte zum Glück eine Unzumutbarkeitsbescheinigung des Jugendamtes, ihr Weg zur Harzt4-Wohnung mit U25. Da sie aber keine Regeln befolgen kann (somit auch nicht die Regel, Miete zu zahlen) ist sie immer wieder auf der Straße.

Ich komme nicht an sie ran, ich verstehe ihre Denke nicht.

Wie gesagt, mit jetzt 20 und ohne den Verstand, Ausbildung oder Schule zu machen, sind wir aus der Unterhaltspflicht raus. Sie bezieht Harzt4, ob sie momentan eine Wohnung hat, weiß ich nicht.

Antwort
von nordseekrabbe46, 68

wer sich nicht an Regeln hält darf nicht erwarten das ihm alles gewährt wird, da muß man schon mitspielen, denn die Kosten trägt die Allbemeinheit, viel Glück in der Freiheit, da kannst Du in einem gewissem Rahmen machen was Du möchtest

Antwort
von Miramar1234, 52

Die Prügelstrafe ist abgeschafft,gelle? Was soll oder kann das Jugendamt denn tun ? Elternhaus zerrüttet,die Jugendliche uneinsichtig.Hält sich nirgends an Regeln,einsperren ist Freiheitsberaubung....also bleibt nichts anderes übrig,als die ganz lange Leine.....drauf hoffen,das die junge Dame zur Vernunft kommt,merkt,das Sie nicht alleine klar kommt und ggf.freiwillig wieder in die Wohngruppe geht.Alternative...zu einem Elternteil.Im schlimmsten Falle gleitet die Jugendliche ab,das wird das Jugendamt bis zu einem gewissen Grade abwarten und aushalten müssen,um dann ggf.repressiv reagieren zu können.Liebe Grüße

Antwort
von Vienna1000, 65

Das sind Dinge, die wirklich situationsbedingt zu handhaben sind und das kann hier nicht mal ansatzweise abgehandelt werden. Mti 16 geht man von einer "gewissen Mündigkeit" aus, wenn nicht auf Grund von psychiatrisch relevanten Erkrankungen davon auszugehen ist, dass die Person "nicht weiss was sie tut". Das Jugendamt auf die Strasse. Naja, nein.. Das macht die Einrichtung, nicht das Jugendamt. Das andere mit der Verantwortung nennt sich "Eigenveranwortung" und der Rest kann nur abgehandelt werden, wenn die betreffende Person mit den Ämtern kooperiert, was sie offensichtlich nicht tut

Antwort
von Inge3105, 25

Hallo,
da kann man mal sehen, wo die Betreuung des Jugendamtes hinführt. Es wäre auch für das Jugendamt - und nicht nur für Eltern, Vater oder Mutter -
gut, den Jugendlichen Grenzen zu setzen. Denn diese Entgleisungen, wie sie hier geschildert sind, kosten Steuergelder und auch andere Abgaben. Na ja, aber sie bringen natürlich auch Arbeitsplätze. Und ich denke, nur das ist gewollt. Die  / der Jugendliche würde ich schnellstens anraten, Ihre Lehrstelle im Auge zu behalten. Und da könnte sie eigentlich froh sein (bei ihrem Verhalten), dass das Jugendamt ihr dabei behilflich ist. 
Alles Gute für die Zukunft!

 

Antwort
von YoloxXxXx, 55

Nein Das darf es nicht !

Da sie noch mit 16 in bestimmten fällen minderjährig ist.

Wenn sie 18 währ wäre das was anderes.

Sollte das JGA wirklich machen,dann kriegen die sowas von ein auf den Deckel ! Sie könnt in einer krieseneinrichtung landen,aber mit 16 ist man verpflichtet eine Unterkunft zu haben ! Es sei denn, der jenige hat kein bock mehr usw...

Ist echt schwer...

Erkundige dich doch mal bei dein Anwalt :)

oder direkt in ein anderes JGA :)

LG

Sebastian und Viel glück

Antwort
von hundkatzemaus12, 57

Nein darf es glaub nicht weil das ist ja nichts zum Kindeswohl.

Antwort
von Cooki3monster, 54

Nein dürfen sie nicht. Sie haben das Sorgerecht

Kommentar von CharlyBrown2015 ,

Nein, das Sorgerecht hat nicht das Jugendamt sondern ein Elternteil.

Antwort
von atzef, 41

Nein.

Das querulantische verhalten würdenicht mit Nachgiebigkeit belohnt werden, sondern mit drastischen Erziehungsmaßnahmen.

Kommentar von CharlyBrown2015 ,

Das Jugendamt sieht das aber anders, die haben der 16 jährigen gedroht, wenn sie sich nicht an die Regeln hält, sie auf die Straße zu entlassen, dem sorgeberechtigtem Elternteil wurde angedroht, das Kind zum sorgeberechtigtem Elternteil zu entlassen ... Nur weil das Kind die Hilfe nicht will, wird jetzt der sorgeberechtigte Elternteil bestraft??? dürfen die das?

Kommentar von atzef ,

Nein. Die dürfen nur Maßnahmen zum Kindeswohl ergreifen.

Allerdings ist eine Entlassung in die Obhut des anscheinend weiterhin sorgeberechtigten Elternteils keine "bestrafung" dieses Elternteils und eben auch keine Entlassung auf die Straße. Als Sorgeberechtigter hat man wiederum nicht nur Rechte, sondern halt auch Pflichten. Denen scheint das Elternteil aber bislang nicht nachgekommen zu sein und hätte nun die Chance, sich verantwortungsbewusst mit seiner Pflichtversäumnis auseinanderzusetzen.

Kommentar von CharlyBrown2015 ,

Nun nehmen wir mal an, das sorgeberechtigte Elternteil hat alles ihm mögliche getan um das Kind auf den rechten Weg zu führen (deshalb hat es ja noch das Sorgerecht), als Dank dafür wurde der Elternteil, belogen, beklaut, ausgenutzt, ihm wurde in der Öffentlichkeit übel nachgeredet (um nur einige Beispiele zu nennen) ... viele vergessen, dass auch Eltern "nur" Menschen sind .... Kinder können ihre Eltern auch seelisch foltern ... Haben diese Eltern kein Recht auf Schutz?

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