Frage von Angrodo, 51

§ 1371 Zugewinnausgleich im Todesfall BGB .... --> Dazu habe ich eine Frage?

(1) Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben.

-.---------------------------- Kann mir einer erklären, was Zugewinnausgleich bedeutet? Bitte mit eigenen Worten, und nicht nur irgendwelche posts aus Wikipedia, wie es manche gerne machen. ---------------------- Was ist der Güterstand?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bitterkraut, 29

Zugewinnausgleich gibt es im Fall einer Scheidung. Das Vermögen, das im Laufe der Ehe hinzugewonnen wurde, wird ausgegleichen, d.h. geteilt, unabängig davon, wer wieviel davon während der Ehe verdient oder eingebracht hat. D.h der Güterstand zu Beginn der Ehe und am Ende der Ehe wird ermittelt, die Differenz wird 50/50 aufgeteilt.

Das ist sehr banal gesagt, wie du es wolltest. Natürlich gibts da im Detail auch ein paar Haken und Ösen, persönliche Geschenke werden z.B. nicht zwingend dazugerechnet usw.

Güterstand kann man mit Besitzstand übersetzen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Danke fürs Sternchen!

Antwort
von Ronox, 21

Das ab dem Zeitpunkt der Ehe erwirtschaftete Vermögen beider Ehegatten wird geteilt, so dass jeder einen gleichen Zugewinn hat. Hat z.B. der Mann bei Beginn der Ehe 0 Euro und bei Scheidung auch 0 Euro, die Frau bei Beginn der Ehe 0 Euro und bei Scheidung 50.000 Euro, muss sie dem Mann 25.000 Euro zahlen, da der gesamte Zugewinn beider Ehegatten 50.000 Euro betrug.
Der von dir zitierte Paragraf behandelt das Ende der Zugewinngemeinschaft durch Tod. Dort erhält der überlebende Ehegatte pauschal ein weiteres 1/4 vom Erbe, um den Zugewinnausgleich pauschal umzusetzen.

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