Frage von Shivy, 67

- Kindheitsprägung verarbeiten?

Liebe Hobby- und Profipsychologen!

Folgendes Szenarium: Ein Kind, sehr verträumt -> "verpeilt", wird immer nur belächelt und unterschätzt. Als junger Erwachsener steht nun der Geltungsdrang, das 'sich Beweisen', Anerkannt und Wertgeschätzt werden im Mittelpunkt, dazu ausgeprägter Ehrgeiz und Perfektionismus. Folgend Begleiteigenschaften wie Konkurrenzdenken und Missgunst, sowie Frust bis sehr intensiver Wut bei erneutem Gefühl von unterschätzt und übergangen werden. Was schlagt ihr vor oder was wären eure Ideen, um die betroffene Person von diesem "Zwang" zu befreien, ihn abzuschwächen, bzw die Kindheitsprägung zu verarbeiten?

Vielen Dank für eure Ideen!

Antwort
von Materianer, 67

bin zwar kein hobby oder profipsychologe aber ich antworte trotzdem mal, weil es mir ähnlich zu gehen scheint.

ich kann nur den tipp geben dir arbeit zu suchen die dich erfüllt. vielleicht irgendwas kreatives.irgendetwas was dir spass macht und bei dem du dich erfüllt fühlst. und kindheitsprägungen verarbeiten da bin ich auch noch dran. vielleicht versuchen nichtmehr so oft dran zu denken, was aber nur verdrängung ist ka

Kommentar von Shivy ,

sieh dir mein Kommentar unter MrMiles an. Falls du Interesse hast dein 'Problem' zu erarbeiten, solltest du dich und deine Gefühle einmal genauer reflektieren. Mach dir Notizen: WANN du dich 'so' fühlst, WIE die genaue Situation ist, WAS Du dir anders wünschen würdest und dann versuche herauszufiltern, welches tatsächliche Gefühl der Übeltäter ist. Dann gehst du auf Spurensuche in deiner Kindheit, in welchen Situationen du dieses Gefühl kennen gelernt hast und wieso es dich so geprägt hat. Bei Interesse schreib mir gerne!

Antwort
von MrMiles, 53

Ihm klarmachen, dass man sich nicht immer anderen gegenüber Beweisen muss um im Leben klar zu kommen. Aufmerksamkeit über Konfrontation ist langfristig kein Weg mit Erfolg. Er sollte lernen, die Kontrolle und Verantwortung abzugeben. Es gibt nicht immer nur eine Lösung - nur weil die Lösung der Anderen nicht der Eigenen entspricht, muss sie zwangsläufig nicht falsch sein.

Kommentar von Shivy ,

dadurch drückt man einen Deckel auf den sprudelnden Topf, die Ursache, die heiße Herdplatte, bleibt jedoch weiterhin bestehen. Und es geht ja nicht um Verdrängung und Akzeptanz, sondern der Herausfilterung des ursprünglichen Problems und seiner Beseitigung. Andernfalls wird man sich immer wieder mit seinem Problem konfrontiert sehen und weiter leiden. Und gerade Probleme, die ein so intensives Gefühl wie Wut verursachen, sollten tiefenpsychologisch verarbeitet werden, damit man nicht krank wird. Lieben Gruß!

Kommentar von MrMiles ,

Bringt es denn den Leuten etwas um ihre erlernten Verhaltensstrukturen zu ändern wenn sie die Ursache kennen? Was wäre denn in dem Fall, wenn ihnen die Ursache bereits klar ist, sie aber niemals eine alternative Handlungsweise gelernt haben?

Antwort
von momolo13, 18

diese person kann nur selber an sich arbeiten. tipps und gute ratschläge von aussenstehenden helfen wenig bis gar nichts. wenn diese person selber an diesen besagten eigenschaften leidet, dann soll sie eine therapie machen um sich zu ändern.

Antwort
von Supabrain0001, 60

Hört sich nach kindlicher Ohnmacht an.

Kommentar von Supabrain0001 ,

Als Kind war die Fähigkeit noch nicht gegeben auf bestimmte situatuionen zu reagieren... deswegen die belächelung.. später aber als das kind erwachsen worde konnte es sich den situationen der kindheit nicht mehr stellen.. also stell dich genau den situationen für die du belächelt worden bist aus und mach es diesmalk anders.

Kommentar von Supabrain0001 ,

Beim 2ten mal durchlesen kommt mir der gedanke eines Mutter/vaterkomplexes im zusammenhang der fehlenden mütterlichen annerkennung + fehlender väterlicher sicherheit als vorbildfunktion auf.

Kommentar von Shivy ,

das mit der Ohnmacht habe ich auch öfter als Begründung notiert, freut mich, dass ich da schon mal richtig lag. Aber vielen Situationen kann man sich doch nachträglich nicht mehr stellen?

Kommentar von Supabrain0001 ,

Gezielt mit den personen über diese damaligen Situationen sprechen und die eigenen damilegn und heutigen gefühle ausdrücken.

Kommentar von Supabrain0001 ,

Wut und perfektionismus sind meist ausdruck fehlender Führerfiguren o zu wenig annerkennung der elternseite. die drückt sich meist so aus das man sich sein eigenes Perfektes Vorbild schafft und es mit allen mitteln im wettbewerbszwang ausrücken muss.

Kommentar von Supabrain0001 ,

ein einfaches hast du gut gemacht ich bin stolz auf dich egal was du machst lockert meist solche blokaden. muss aber auch wiederum mit den eltern kommunikativ herbeigeführt werden.

Kommentar von Materianer ,

und was wenn es nichtmehr möglich ist mit den personen zu sprechen?

Kommentar von Shivy ,

zur Mutter besteht eine intensive, Freundschaftliche Bindung (alleinerziehend), zum Vater bewusst gewollt kein Kontakt von Seiten des "Kindes"

Kommentar von Supabrain0001 ,

ja hätte ich auch so vermutet! der vater ist eine sehr wichtige unersetzliche Figur. meist ist zu beobachten das sich ersatz vaterfiguren gesucht werden wie opa´s Onkel´s etc.

Kommentar von Supabrain0001 ,

Die Mutter die versucht diese Rolle zu übernehmen macht es meist schlimmer... weil ihr die männliche härte fehlt ist sie immer die mutter nie die Vater figur.. meist sind die beziehungen solcher Konstelationen seeehr mutterseitig geprägt gerade bei söhnen gibt es dadurch selbstfindungsstörungen die sich bis ins hohe erwachsenen alter ziehen können,

Kommentar von Supabrain0001 ,

Ich empfehle einen kampfschulkurs . Dort gibt es genug wettkampf und eine trainerfigur die als vaterfigur annerkannt werden kann weil sie durch seine Kampfsporttrainer autorität diesen komplex lindfern kann da er meist stärker als der sohn ist wird er ihn für gut befinden... da dieser wettkampfzwang normale vaterfiguren selten zulässt hat man gute erfahrungen mit karatestrunden gemacht.

Kommentar von Shivy ,

der Adressat ist seit Jahren Kampfsportler und geht darin absolut auf, das passt ja!

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