Es ist wohl so, dass die normalen Steuern, die der griechische Staat einnimmt und eingenommen hat, für Griechenland nicht ausreichend war. Deshalb hat er sich auf dem Geldmarkt Geld beschafft mit dem Versprechen, es erstens nach einer bestimmten Zeit wieder zurückzuzahlen und zweitens, jährliche Zinsen zu bezahlen. Genau genommen wäre der griechische Staat nun gezwungen, seine eigenen Verpflichtungen, die er über griechische Staatspapiere eingegangen ist, und über die er einiges an Geld eingenommen hat, zu erfüllen. Dies kann er aber nur, wenn er aus seinem Staatshaushalt Gelder entnimmt, die eigentlich für andere Haushaltspolsten vorgesehen sind, z. B. die Gehälter seiner Arbeiter, Angestellten und Beamten sowie Rentenansprüche, oder für Bauvorhaben wie Renovierung von Gebäuden oder auch Bauen von neuen Straßen sowie deren Unterhaltung und Ausbesserung.
Der griechische Staat könnte natürlich die Schulden, die er gemacht hat, gemäß seiner Souveränität und Macht in Griechenland streichen, aber dann passiert ja ganau das, was er nicht will: Niemand nimmt mehr seine Staatspapiere und auch die alten werden wertlos. Er kann sich auf dem Kapitalmarkt keine neuen Kredite beschaffen. Da der griechische Staat allerdings diese neuen Kredite braucht, um nicht nur seinen Verpflichtungen nachzukommen, sondern auch die Wirtschaft anzukurbeln, ist er auf diese Kredite angewiesen.
Was würde passieren, wenn er diese Kredite nicht bekommen würde, und so weit ist es ja gerade, er kann seine alten Verpflichtungen, die er eingegangen ist, um an Geld ranzukommen, nicht mehr erfüllen. Das bedeutet für alle Anleger einschließlich Banken, dass sie trotz relativ hoher Zinsversprechen die neu aufgelegten Staatspapiere Griechenlands nicht kaufen, da sie befürchten müssen, dass sie diese nicht mehr zurückbezahlt bekommen würden. Wenn dann der Staat zahlungsunfähig wäre gegenüber seinen Gläubigern hätte das zur Folge, dass griechische und andere europäische Banken, die die alten Papiere gekauft hatten, in "Schieflage" kommen würden, also ev. selbst zahlungsunfähig werden würden, weil die einkalkulierten Rückflüsse nicht mehr kommen. Sie könnten auch die normalen Funktionen der Banken, Kredite zu geben für investierende Unternehmen oder private Verbrauchekredite nicht so ohne weiteres erfüllen und auch das Vertrauen unter den Banken wäre gestört, weil keine weiß, wieviel faule Kredite die andere im Keller hat. Gehälter könnten nicht mehr so einfach ausbezahlt werden. Was das alles zur Folge hat, kannst du dir selber ausdenken. So weit die "unsichtbare Hand", von der du gesprochen hast!
Es würde aber auch das Vertrauen der Finanzwelt in den Euro so stark schwächen, dass die Anleger nicht mehr in Euro engagieren würden, weil sie ja befürchten müssten, dass z.B. bei Portugal oder Spanien bei entsprechender Konstellation ihr investiertes Geld dann nichts mehr wert wäre.
Ob sich Griechenland mit der Drachme erholen könnte, ist nicht gesagt. Zunächst einmal würde der Kurs der Drachme sinken, damit die Schulden, die in Euro bestehen, noch größer werden. Vom Staat geschöpftes Geld würde die Drachme weiter im Kurs sinken lassen und ausländische und damit auch inländische Waren wesentlich verteuern: Inflation auch im Innern, was eine Verarmung der arbeitenden Griechen bedeuten würde.
Das Problem ist das Griechenland keine Strukturen hat , die ganzen Hilfen der EU versickern in Dunklen Kanälen, denn das Land ist derInbegriff der Korruption, so wurde seit 1960 nie das Gesetz mehr geändert das Reeder komplett Steuerfrei sind auch haben reiche Griechen 15 Milliarden steuerschulden. Auch haben die Griechen 1998 die Bilanzen gefälscht um sich den Euro zu erschleichen und das soll alles folgenlos bleiben ? Der Euro war die größte Fehlendscheidung der Neuzeit, wenn man bedenkt dass die Gehälter für Arbeiter 1998 bei 11 DM lagen der Benzin kostete 1,45 DM / Liter die Schachtel Zigaretten 5 DM . Heute verdient der gleiche Arbeiter 7, 50 Euro , aber der Liter Benzin kostet 1, 70 Eur. und die Schachtel Zigaretten 5, 90 Euro. So wurde durch den Euro eine gewaltiger Reallohnverlust für die Deutschen beschert. Daran ändert auch nichts das 11 DM , 5,56 Eur sind und 7, 50 Eur , 14 , 90 DM was Statistisch eine Lohnerhöhung bedeutet hat, aber eben die Kaufkraft ist verfallen. So hat die BRDauf Kosten der Bürger ihre Finanzen gerettet, aber wir gehen mit 67 in Rente , die Griechen mit 60 , ebenso die Franzhosen. Und nun handelt jedes EURO - Land nach dem Motte " Heiliger ST - Florian , verschone mein Haus , zünde andere an", was im Klartext heißt , last andere Länder vor allem die BRD für unsere Schulden zahlen. Dies könnte in Deutschland zur Folge haben dass wegen der Immerwährenden Haftung die gleichen Zustände in der BRD entstehen könnten wie 1923 aus dem Folgen des Vertrages von Versailles.
Ein paar einzelne Bemerkungen zu deinem Schlechtmachen von Griechenland:
Wieso sollen die Griechen ein Gesetz ändern, das Reedern relative Steuerfreiheit gewährt, wenn die Reeder in der schwachen Drachme bleiben und ihr Geld da investieren? Da werden über die Arbeiter und Angestellten, die von dieser Investition Arbeit haben, Steuern bezahlt, indirekt auch von den Reedern.
Welche "Bilanzen" sollen denn die Griechen gefälscht haben, die die Haupteuropäer nicht bemerkt haben? Diese Fälschung ist doch auch von den Deutschen bemerkt worden.
Der Reallohnverlust der Deutschen kommt doch nicht vom Euro, sondern von den Maßnahmen, die die Regierung unter dem Stichwort Agenda 2010 erlassen hat: Erleichterung der Kündigung, Aufweichung der Zumutbarkeitsklauseln, Verkürzung der Zeiten, in der bei Arbeitslosen Arbeitslosengeld bezahlt wurde, auf ca 1 Jahr usw. Da hat kein Grieche mitgemischt. Allerdings haben die deutschen Gewerkschaften im Pforzheimer Abkommen auch von Tarifverträgen her die Möglichkeit zugelassen und geschaffen, diese im Interesse des Betriebes zu verlassen, also niedriere Löhne zu bezahlen als eben in diesen Tarifverträgen festgelegt war!
Die Vergleiche mit Griechenland und Frankreich bzgl. der Altersrente hinken, weil in beiden Ländern früheres in Rente-gehen kräftige Abschläge zur Folge haben. Und weißt du auch, dass das durchschnittliche in die Rente gehen in der BRD unter 60 Jahren liegt oder zumindest bis vor kurzem lag? Und das ganz ohne staatliche Bestimmung. Die Arbeitgeber wollten die alten Säcke nicht mehr, sie waren ihnen zu teuer! Dass die daraus resultierenden Abschläge auch nicht gerade zur Kaufkraftstärkung der Arbeiter beigetragen haben, wird dir wohl auch klar sein.
Und zum Schluss noch eines: Wer hat wohl am meisten profitiert von der Öffnung der Grenzen und der Einführung des Euro in Europa? Wer hat deshalb ein wohlverstandenes Eigeninteresse, diese nützliche Konstruktion weiter aufrecht zu erhalten? Die Antwort überlasse ich dir!
Nur noch ein kleiner Nachklapp: Schade ist es, dass du auf die Problematik der Schwächung des Euro bei Austritt von Griechenland nicht eingegangen bist! Dass dir egal ist, was mit den Griechen passiert, ist mir schon klar geworden. Ich will dir aber zu bedenken geben, dass die nomalen Griechen auch nicht anders sind als du und ich, die zu den normal Arbeitenden gehören. Sie hätten sicher auch wieder drunter zu leiden, wenn die Drachme wieder eingeführt werden würde!
Und weshalb sollen wir hier etwas arbeiten , wenn unsere Steuern sowieso an die andern verschenkt werden. Und profitiert habe nur Manager der Rest hat so wie ich geschrieben haben Reallohnverlust gemacht , was bringt es mir wenn den ManGerd nebenan 10 000000 Eur hat und ich keine Arbeit , so ist der Profit Relativ für wenige Eliten und die Normalbürger zahlen die Zeche. Ich möchte mal wisse warum immer die ganze Meinung für Eliten gilt und gemacht / geschrieben wird und nicht für die Bürger ???
Dass der Drachme für Griechenland nicht schlimm, sondern ien Chance wäre, zeigt die Türkei, diese war vor 10 Jahren soweit wie Griechenland heute, so wurde damals die Türkische Lira abgewertet und so der Export angekurbelt, während das in Griechenland nicht geht, weil es in den Euroraum gefangen ist. Wenn die Drachme wieder eingeführt würde, würde die Wirtschaft hauptsächlich im Export und im Tourismus wieder angekurbelt und es würde Erholung für die Griechische Wirtschaft bedeuten, so wird diese immer in den Euroraum mitgeschleift ohne Chance jemals wieder Konkurrenzfähig zu werden.So ungefähr wie wenn jemand ständig in ca. 5 Größen zu großen Schuhen herumlaufen müsste. der wird nie mehr normal laufen.
Zum einen versucht das Griechenland schon seit Jahrzehnten, die Drachme wurde abgewertet und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den europ Staaten nicht erreicht. Die Türkei ist da auch noch nicht durch und ist auch ein anderer Fall1
Was soll Griechenland denn exportieren, was es nicht schon haufenweise in Südeuropa gibt? Öl, Obst und Südfrüchte, Nüsse..........?
Außerdem hast du dich wieder nicht darauf eingelassen, was das für Wirkungen auf den Euro hätte! Würdest du denn noch dein Geld, so du es besitzen würdest, in eine Währung bzw. bei Staaten und Staatspapieren anlegen, wenn unsicher wäre, ob man zwar Zinsen aber sein Geld gar nicht wieder oder zumindest nicht vollständig zurückbezahlt bekommen würde?
Zu deinem ersten Beitrag: Es sind ja nicht nur die Manager, die absahnen, auch die Leute mit Geld, das sie als Kapital mit Rendite einsetzen, lassen sich von dir und deiner Arbeit reich machen! Aber das war auch vorher schon so, als noch nicht im wohlverstandenen Eigenintresse des deutschen Staates Griechenland übrigens nicht mit unseren Steuergeldern, sondern mit Staatsanleihen gestützt wurden und werden. Also hätte es einem doch schon vorher auffallen können, dass die Normalbürger, ob mit Arbeit oder ohne, die Zeche bezahlen! Also daran hat sich ja wirklich nichts geändert!