Volkswirtschaft - neue und gute Antworten

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    Warum soll Leistungsbilanzüberschuss schlecht für eine Volkswirtschaft sein?
    Antwort von derleopardi derleopardi

    Ein zu hoher Leistungsüberschuss ist insofern "schädlich", weil er Inflation zur Folge hat.

    Einfaches Beispiel: Der Arbeiter, der eine Wiege hergestellt hat, die exportiert wird, hat das Entgelt für z.B. 10 Arbeitsstunden, die er für die Produktion der Wiege benötigt hat, im Portemonnaie. Dem steht aber kein Gut mehr gegenüber, das er mit diesem Geld kaufen kann, denn das ist ja exportiert worden. Stell Dir jetzt einen kleinen Kreislauf vor: 3 Arbeiter (1 macht die Wiege, 1 macht Babybrei, 1 produziert Windeln) haben Produkte hergestellt, diese sind exportiert worden, die Arbeiter haben ihren Lohn, aber die Produkte "sind weg". So entsteht Inflation (unter Anderem). D.h., es ist mehr Geld im Umlauf, als Güter zur Verfügung stehen.

    Deshalb gilt in der Volkswirtschaft als "gesund" für ein Land ein Exportüberschuss von 1 % (neben verschiedenen anderen Komponenten).

    Das sind Probleme der Volkswirtschaft, derer man sich bewußt sein sollte (könnte), trotzdem sind die Bezeichnungen "Misserfolg" und "Dumpfheit" wohl ziemlich übertrieben. Immerhin ist die Leistungsbilanz nicht das einzige Kriterium einer funktionierenden Volkswirtschaft.

    Kommentar von Anaben Anaben

    Aber konkret im Bezug auf den Artikel wird ja genannt, dass es für Deutschland schädlich sei einen hohen Leistungsbilanzüberschuss zu haben. Aber das kann ja bei uns keine Inflation auslösen, schließlich sind wir ja im Euro und der Großteil der deutschen Exporte bewegt sich ja in der Eurozone ... Wieso leben wir also "unter unseren Verhältnissen", wie der Autor es sagte?

    Kommentar von derleopardi derleopardiderleopardi

    Die Inflation wird durch den Exportüberschuss ausgelöst (wie oben beschrieben). Daneben gibt es (wie auch oben schon gesagt) andere Inflationsauslöser, nämlich u.A. die sogenannte importierte Inflation. Die Tatsache, dass wir im Euro sind , schließt die importierte Inflation nicht aus. Aber in dem von Dir genannten Beitrag geht es auch nur um den Exportüberschuss. Der führt dazu, dass dem im Lande kursierenden Geld nicht die gleiche Menge an Ware zur Verfügung steht. Zur Erklärung mein Beispiel mit den 3 Arbeitern. Die leben eben "unter ihren Verhältnissen", weil sie den Lohn haben, nicht aber die Waren zur Verfügung. Allerdings finde ich den Ausdruck "unter unseren Verhältnissen" eher polemisch, wie auch anderes in dem Artikel (also polemisch, nicht grundsätzlich falsch).

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    Wird bei einer Insolvenz eigentlich die Geldmenge verringert?
    Antwort von Daniel78a Daniel78a

    Wenn eine Forderung nicht eintreibbar ist, wird diese Abgeschieben und mindert das Eigenkapital.

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    VWL wirtschaftskreislauf o:
    Antwort von IC124 IC124
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    Volkswirtschaftslehre: Abwertung des Euro
    Antwort von berkersheim berkersheim

    Eine Abwertung bedeutet, dass Vermögen entwertet wird, Schulden werden verringert. Innerhalb Europas: Vermögen in Deutschland und dort wo noch Vermögen ist, wird geringer als Ausgleich dafür, dass die Schulden der Schuldenhalter auch geringer werden.

    Beispiel: Wenn man statt für einen Euro einen Dollar zu bekommen nur noch einen halben Dollar bekommt, dann ist ein vormals 100,- Dollar wertes Vermögen danach nur noch 50 Dollar wert. Hatte jemand Schulden in Höhe von 100,- Dollar, sind seine Schulden auch nur noch 50 Dollar wert.

    Der Außenhandel mit EU-Mitgliedsstaaten auf EURO-Basis bleibt gleich. Macht aber jemand Gewinn, vermindert sich der auf Dollar-Basis. Macht einer Schulden, sind diese auf Dollarbasis entsprechend weniger wert.

    Außenhandel mit Nicht-EU-Ländern bedeutet, dass unsere Produkte in deren Landeswährung (USA, China, usw.) billiger werden, Importe werden teurer. Das würde eine Industrienation wie Deutschland stärker treffen als ein stärker landwirtschaftlich orientiertes Land, weil ein großer Teil unserer Produktion mit Energie hergestellt wird, die auf Dollar-Basis bezahlt wird, also teurer wird.

    Die Wirkungen auf die Leistungs- und Handelsbilanz sind offen. Das hängt z.B. von der Preiselastizität in den Ländern ab, wohin wir exportieren. Die Frage ist, ob z.B. die Exportmengen auf Grund der günstigeren Preise deutscher Exportgüter die Einnahmereduktion übertreffen, d.h der Wert unserer Exporte steigt. Ob der Wert der Importe steigt, gleich bleibt oder fällt, weil Importe teurer werden und durch innereuropäische oder deutsche Produkte ersetzt werden oder bei niedriger Elastizität (Energie) wir ohne große Mengenreduzierungen die höheren Preise zahlen müssen. Dazu kommt bei der Leistungsbilanz die Frage (da werden ja Transfers mitgerechnet), ob es durch die Abwertung zu Kapitalflucht kommt und Ausländer auf Grund geringeren Vertrauens nicht mehr in Deutschland investieren.

    Was noch hinzukommt, ist die Preiselastizität in den EU-Ländern. Deutschland hat sich nach der Finanzkrise auch gut behauptet, weil die Löhe stärker gesunken sind als in anderen EU-Staaten. Bei einer Abwertung ist zu erwarten, dass die Gewerkschaften keine weiteren Lohnabsenkungen zulassen wollen.

    Eine Abwertung bringt nur dann was, wenn sich danach die Strukturen ändern. Italien hat vor der EURO-Zeit mit der Lira abgewertet "am laufenden Band", ohne dass sich seine Probleme verringert hätten. Eine Abwertung bedeutet, dass die Schuldenmacher profitieren und die Fleißigen und Sparsamen draufzahlen.

    Kommentar von NastiaSmile NastiaSmile

    Vielen Dank!!!

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    Kommt es zu einem Gleichgewichtszustand bei Abnahme von Konsum und Leistungsbereitschaft?t
    Antwort von calvinsimon calvinsimon

    Es liegt in der Natur des Kapitalismus, dass das System nur durch staendiges Wachstum am Leben erhalten werden kann (Kommunismus ist auch keine Alternative, da die Prinzipien ebenfalls auf unendlichen natuerlichen Ressourcen beruhen - wir wissen es heute besser!). Wenn Konsum und Leistungbereitschaft nachlassen, muessen die Unternehmen mehr sparen, dh. Personalabbau und Senkung der Lohnstueckkosten- die verbliebenen Arbeitskraefte muessen also immer mehr leisten und durch den nachlassenden Konsum werden die Produkte knapper und teurer. Wir muessen einfach ein ehrliches und faires System finden und das ist sicherlich wesentlich mehr in der Naehe des Sozialismus zu finden, als im Kapitalismus. John Maynard Keynes, Volkwirtschaftler und einer der besten Kenner der letzten Weltwirtschaftskrise hat geschrieben: 'Kapitalismus basiert auf der merkwuerdigen Ueberzeugung, dass widerwaertige Menschen aus widerwaertigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden'. Wenn man gescheitert ist- und das ist keine Frage des Zustandes, sondern nur, ob man sich traut das auch zuzugeben- dann braucht man ein anderes Geschaeftsmodell.Um festzstellen, ob der Kapitalismus in der gegenwaertigen Form gescheitert ist, braucht man nur noch einen Taschenrechner (mit moeglichst vielen Stellen) - allein Deutschland kann sich einer Rekordverschuldung von gut 2000 Milliarden Euro 'ruehmen' und man fragt sich, warum das auch pro Kopf ausgerechnet wird - schliesslich sind das doch nicht 'meine Schulden', oder? DOCH! Der Staat ist nur deshalb ein so guter Schuldner und kann nur deshalb soviele Schulden aufnehmen, weil er so gute Buergen hat. Wer sich fragt, wer das ist, sollte 'mal morgens in den Spiegel schauen! Der Volksmund weiss es uebrigens besser als die Politiker, die derzeit abwiegeln, man muesse ja fuer die Rettung der ueberschuldeten Laender nichts bezahlen, man habe 'nur' gebuergt - wer buergt, wird gewuergt! Griechenland muss erst zurueckzahlen, wenn die Wirtschaft dort ein Wachstum von 10% Prozent hat - bei dem derzeit taeglich abfliessenden Kapital, steigender Arbeitslosigkeit und massiven Sparprogrammen der Regierung wuerde ich gerne 'mal erfahren, woher ueberhaupt ein Wachstum kommen soll!

    Kommentar von olleonkel olleonkel

    Vielen Dank für die Antwort. Aber auch hier muss ich noch mal nachhaken. Ich will mal genauso beginnen wie Du. Wenn Konsum und Leistungsbereitschaft nachlasse, muessen Unternehmen beginnen zu sparen. (Achtung, ab hier wird es anders). Die Mitarbeiter müssten nicht entlassen werden, sondern weniger arbeiten und natürlich weniger Gehalt bekommen. Da dies auf breiter Front passiert, würde die Nachfrageseite "schrumpfen" und die Unternehmen müßte sich mit ihren Produkten preislich anpassen. Das würde den Markt von vielen überflüssigen Produkten bereinigen und aufgrund fehlenden Kapitals auch die Investitionsbereitschaft hämmen sprich des Fortschritt entschleunigen. Jeder hätte wieder mehr Zeit für sich und seine Familie. Einige Dienstleistungszweige würden überflüssig werden, weil Familien ihre Alten wieder zu Hause pflegen müssten oder könnten (als Beispiel). Produkte müssten wieder länger halten, weil Privathaushalte "Investitionen" nur noch in Dinge machen, die sie brauchen und recht lange haben wollen. Das das aber eine Utopie ist, muss ich nun nach den ganzen Beiträgen eingestehen. Es scheitert daran, dass nicht alle, aufgrund unterschiedlicher Wahrnehmung, bereit sind dieses Veränderung herbeizuführen. Das wäre aber die Grundvorraussetzung. Ich werde die Frage jetzt beenden und danke Dir und allen anderen für die Antworten. Schoenen Abend noch!

    Kommentar von calvinsimon calvinsimoncalvinsimon

    Ich verstehe, worauf Du hinaus willst, nur werden einerseits im Winter keine Bananen wachsen, bzw. keine Walnussbaeume dabei herauskommen, wenn wir Moehren pflanzen. Also Du haettest es gerne, dass sich der Kapitalismus (in der ausser Kontrolle der Staaten geratenen Form von heute), sozusagen zu einer Art Sozialismus oder zumindest zu einer sozialvertraeglicheren Form 'gesundschrumpfen' koennte. Dem ist leider nicht so, da z.B. ueberall bereits von einer allgemein anerkannten (missbraeuchlichen) Deutung der nationaloekonomischen Grundsaetze von Adam Smith' Erkenntnissen aus 'Das Kapital' ausgegangen wird. Smith gibt einfach seine Beobachtung wieder, dass 'die Durchschnittsgewinnquote mit dem Risiko zunimmt'. Leider haben sich aber die Wirtschaftswissenschaftler und Juristen bereits immer groessere Anteile von anderen Wissenschaften praktisch 'kolonialisiert' und ausserdem legt man ueblicherweise volkswrtschaftliche Thesen fuer ethische Anliegen aus, was schon lange zu der Deutung gefuehrt hat: 'zurecht macht der Kapitalist, je groesser das Risiko ist, das er eingeht, umso mehr Gewinn.' Und Du beruecksichtigst leider nicht die Gier der Investoren- auch der Kleinaktionaere. Das ist so ein aehnlcher Fehler, wie die Leute, die sich auf kapitalgedeckte Alterversorgungen verlassen; die Firma wird den Arbeitsplatz solcher Schlaukoepfe unter Umstaenden einsparen muessen, um die Dividenden und die Pensionen zu sichern!

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    VWL wirtschaftskreislauf o:
    Antwort von berkersheim berkersheim

    Bevor ihr hier jetzt ein Lehrbuch für Wirtschaftstheorie schreibe, wozu gar kein Raum ist, mein Tip.Lies Dir erst mal in Ruhe "Wirtschaftskreislauf" bei Wikipedia durch. Das ist da sehr gut gemacht. Da sind auch Grafiken

    a) für einen einfachen Wirtschaftskreislauf nur mit Haushalten und Unternehmen, aufgeteilt in Güterkreislauf und Geldkreislauf. Das solltest Du erst mal verdauen, bekommst dabei auch mit, wieso Geldmengen in einem Verhältnis zu Gütermengen stehen sollten. Im zweiten Schritt wird die Grafik auf einen

    b) erweiterten Kreislauf ausgeweitet, indem Banken als Mittler des Geldkreislaufs eingebaut werden. Da wird dann das Verhältnis klar zwischen Sparen, Krediten und Investitionen. Gut gemacht und dann kommt in einer dritten Grafik:

    c) noch der Staat dazu. Dann wird es schon komplizierter, aber wenn Du in Ruhe die ersten beiden Schritte nachvollzogen hast, wirst Du auch da dahinterkommen. Wenn nicht, kannst Du hier ja nochmal nachfragen, aber etwas gezielter, wo genau es hängt mit dem Verstehen. Um dann unserer Realität noch etwas näher zu kommen, wird in einer weiteren Grafik (ich empfehle ausdrucken und vergrößern, evtl. mehrmals, damit man mit eigenen Markierungen die verschiedenen Bewegungen nachvollziehen kann),

    d) noch das Ausland hinzugenommen. Da wird es richtig kompliziert. Aber in den einzelnen Schritten siehst Du, wie es sich immer um einen doppelten Kreislauf mit jeweiligen Nebenkreisläufen handelt, und die müssen einander entsprechen. Wollen z.B. die Leute (Private, Wirtschaft, Staat) mehr Kredite haben, als die Kapitalsammelstellen (Banken) zur Verfügung stellen können, dann steigt bei der zunehmenden Nachfrage der Preis, in diesem Fall der Zins, bis wieder ein Gleichgewicht zwischen Nachfrage nach Krediten und der Verfügung zur Kreditvergabe hergestellt ist.

    In der Realität ist das natürlich noch etwas komplizierter, weil es nicht nur einen Zins gibt, weil es nicht nur einen Markt gibt, sondern viele Märkte und der Name MARKTWIRTSCHAFT eigentlich falsch ist, sondern es müsste genauer MÄRKTEWIRTSCHAFT heißen.

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    VWL wirtschaftskreislauf o:
    Antwort von jetlag9500 jetlag9500

    Dann pass mal gut auf. Die theoretische Volkswirtschaft (ich gehe jetzt von Neoklassik aus, ist Standard) besteht aus zwei evtl. drei Mitspielern. Es gibt die Haushalte, die Unternehmen und evtl. das Ausland.

    Die Haushalte bieten Arbeit an. Sie bieten Kapital an. Sie konsumieren Güter.

    Die Unternehmen fragen Arbeit nach. Sie fragen Kapital nach. Sie bieten Güter an.

    D.h. es gibt den Arbeitsmarkt, den Kapitalmarkt und den Gütermarkt. Entspricht auf allen Märkten die Nachfrage dem Angebot, dann sind diese Märkte im Gleichgewicht. Wenn alle Märkte im Gleichgewicht sind, dann ist die Wirtschaft im Gleichgeweicht.

    Der Kreislauf ist das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Märkten, weil sie alle voneinander abhängig sind. D.h. Gütermarkt wirkt auf den Arbeitsmarkt und umgekehrt. Mit anderen Märkten ist es genauso. Man könnte noch den Geldmarkt etc. hinzufügen.

    Hoffe du verstehst es jetzt einigermaßen!

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    Warum hat Japan keine Inflation?
    Antwort von Nasdaq14 Nasdaq14

    Deflation würde bedeuten Mehr Geld im realen Wirtschafstkreislauf bei gleichleibender Produktionsmenge.

    Da kommt es aber egar nicht erst an, sondern kreistt allein im Finanzierungssektor um eben jenes Defizit zu finanzieren.

    Das ist im wesentlichen in andern Niedrigzinsländern nicht anders, denn die Unternehmen beklagen, das heute eine Finanzierung schwerer als früher zu bekommen ist.

    Aus der Riikoscheu heraus wird das Geld von der Zentralbanl wieder bei der Zentralbank oder bei Bundesanleihen oder in den USA in Staatsanleihen angelegt.

    So refinanziert sich der Staat selbst.

    Mit freundlichen Grüßen

    Nasdaq

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    Bekommen die Zentralbanken Zinsen vom Staat?
    Antwort von calvinsimon calvinsimon

    Die Regierung leiht sich das Geld von Banken, die natuerlich dafuer Zinsen beanspruchen- man nennt diese Banken Noten- oder Zentralbanken. Auch andere Banken kaufen gerne Staatsanleihen, leihen also den Regierungen gerne Geld, denn Regierungen sind gute Schuldner, weil sie gute Buergen haben- die Steuerzahler. Achtung Sarkasmus: Wie 'oeffentlich' diese Banken sind, merken wir daran, wieviel von ihren Profiten aus Zinsen sie den Steuerzahlern jedes Jahr ausschuetten.... (nicht)

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    Warum hat Japan keine Inflation?
    Antwort von calvinsimon calvinsimon

    Es verhaelt sich so: Grund fuer Inflation gibt es nur, wenn die Geldmenge die reale Wertschoepfung uebersteigt (Staatsschulden mit der Druckerpresse bekaempft werden). Die Leitzinsen muessen jeweils der realen Wertschoefung angepasst sein- sind sie zu hoch, gibt es Rezession und wenn sie zu tief sind, gibt es Inflation, weil sie dann zu unserioesen Investitionen anreizen. Wenn die Lohnstueckkosten nicht steigen (Gewerkschaften zurueckhaltend sind), gibt es keinen Grund fuer Inflation. Im Zusammenhang mit der Erklaerung von 'berkersheim' erklaert das die Moeglichkeit der Japanischen Zentralbank, die Japanische Waehrung stabil zu halten und auf Aufwertung zu hoffen und angesichts der steigenden Verschuldung der USA und Europas ist diese Hoffnung nicht unberechtigt.

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    Warum hat Japan keine Inflation?
    RatgeberHelden Antwort von berkersheim berkersheim

    Der große Unterschied besteht in der Verschuldungsstuktur. Das Land Japan ist bei seinen eigenen Bürgern verschuldet und nur in sehr geringem Maße auf Kapital aus dem Ausland angewiesen. Die Zinsen sind niedrig und fließen nicht ins Ausland sondern in die eigene Wirtschaft. Deflation ist Ausdruck, dass die japanische Wirtschaft als Exportwirtschaft Probleme auf seinen Exportmärkten hat. Sie haben starke Konkurrenz aus China, aus Südkorea und Indien. Auch wir Deutschen stehen in hartem Wettbewerb mit Japan. Auch für Japan gibt es keine Garantie auf Dauererfolg.

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    Warum hat Japan keine Inflation?
    Antwort von IndoReise IndoReise

    Weil das derselbe Beschiss ist wie bei den Amis! Die kommen auch mit Gelddrucken kaum noch nach, aber es gibt keine höhere Inflation als woanders

    Kommentar von Folkopo FolkopoFolkopo

    und wieso ist das so?

    Kommentar von calvinsimon calvinsimoncalvinsimon

    Klartext: Das ist so, weil die USA die mit Abstand maechtigste Armee der Welt haben und im Zweifel selbst vorbeikommen, um die Leute, die an dem Wert des Dollars zweifeln, eines besseren zu belehren! Manchmal reicht es auch, wenn die Geschaeftpartner der USA nur versuchen, angemssene Erloese fuer ihre Waren zu bekommen oder dem Schaden im eigenen Land und der Ausbeutung der eigenen Bevoelkerung bei diesen Geschaeften beizukommen- das hat schon so manchem Regierungschef nicht nur den Job, sondern oftmals sogar den Kopf gekostet - ein paar Beispele: Mohammad Mossadegh (Iran), Patrice Lumumba (DR Kongo), Jabobo Árbenz Guzmán (Guatemala), Salvador Allende (Chile - uebrigens am Dienstag, den 11. September 1973), Jaime Roldós (Ecuador), Omar Torrijos (Panama) - um nur die eindeutigsten oder auffaelligsten Todesfaelle zu nennen. Bei den Castros ist man gluecklicherweise immer gescheitert, ebenso wie im April 2002 bei Hugo Chavez (Venezuela).

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    Warum hat Japan keine Inflation?
    Antwort von Illona41 Illona41

    die hauptwährung ist suchi, und die iss stambil.

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    Bekommen die Zentralbanken Zinsen vom Staat?
    Antwort von redregar redregar

    Zinsen vom Staat bekommen Besitzer von Staatsanleihen(dass können ntürlich auch Zentralbanken sein)

    Kommentar von thunaprotecter thunaprotecter

    Und wie sollen die Bezahlt werden? Indem man sich neues Geld ausborgt und darauf wieder Zinsen zahlen muss?

    Kommentar von redregar redregarredregar

    DIe drucken das, so einfach. Wie schon gesagt das Geld gehört den Zentralbanken. Auch alle Scheine die du besitzt.

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    Kommt es zu einem Gleichgewichtszustand bei Abnahme von Konsum und Leistungsbereitschaft?t
    Antwort von Claud18 Claud18

    Deine Gedanken sind nicht neu. Schon Erich Fromm (Hauptwerk "Haben oder Sein") beschrieb den "Homo konsumens", der zwischen entfremdeter Arbeit (da er nur noch ein Rädchen im Getriebe ist und das Ergebnis seiner Arbeit nicht sieht) und Konsumieren feststeckt und dabei seine Mitte verliert. In so einer Tretmühle steckt man sehr schnell fest. Man ist dazu erzogen, seine Pflichten zu erfüllen, abends ist man müde und entspannt sich zum Ausgleich entweder vor dem Fernseher oder in der Diskothek oder irgendwo anders in der Freizeitindustrie. Die Frage nach dem Sinn des Lebens klammert man fürsorglich aus (und vielleicht auch die nach dem Sinn der Arbeit, wie man es im 3. Reich bei den Beschäftigten in den KZs feststellen konnte). Fromm schrieb seine Bücher zu Zeiten wirtschaftlicher Prosperität, heute könnte er noch etwas anderes hinzufügen: Jene, die das System ausspuckt, die also, einmal arbeitslos geworden, nie wieder ein Bein auf den Boden kriegen und sich von jenen, die jegliche Konkurrenz erfolgreich bekämpfen und dafür sorgen, dass potentielle Konkurrenten arbeitslos bleiben, dann auch noch als Schmarotzer beschimpfen lassen müssen.

    Es wäre schon möglich, die Arbeit (und das Geld) gleichmäßig zu verteilen, dann hätten alle etwas davon. Es scheitert daran, dass sich viele an einen gewissen Wohlstand gewöhnt haben und nie wieder dahinter zurück wollen. (Und jene, die diesen Wohlstand nie hatten, wollen ihn um jeden Preis auch). In der Redaktion einer Zeitung hat man einmal, da Kürzungen bevorstanden (die Einnahmen waren rückläufig), die Beschäftigen darüber abstimmen lassen, ob sie alle auf einen Teil ihres Lohnes verzichten wollten (dann hätte keiner entlassen werden müssen) oder ein Drittel der Belegschaft entlassen werden sollte (dann hätte der Rest weiter so verdient wie bisher). Wofür, denkst du, stimmten die meisten? Dafür, ein Drittel der Belegschaft zu entlassen (wohl jeder in der Annahme, mich wird´s schon nicht treffen).

    Ich finde deine Einstellung sehr vernünftig. Du arbeitest, um zu leben und lebst nicht, um zu arbeiten. Und ressourcenschonend ist es obendrein. Aber für jemanden, der auf dem Rücken anderer seinen Reichtum mehren will, bist du sicher eine Unperson, da er das mit dir nicht machen kann.

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    Kommt es zu einem Gleichgewichtszustand bei Abnahme von Konsum und Leistungsbereitschaft?t
    RatgeberHelden Antwort von berkersheim berkersheim

    Das Problem eines Gleichgewichts stellt sich nicht. Das käme bei gleichartigem Rückgang von Konsum und Produktion sicher zustande. Das wirkliche Problem bei diesem Herunterfahren der Wirtschaftsaktivitäten wären die notwendigen Strukturveränderungen mit der Gefahr eines weltweiten Wirtschaftscrashes und zeitweiliger hoher Arbeitslosigkeit, Kapitalvernichtung, bis sich das alles wieder auf einer ganz neuen Verteil- und Strukturbasis geordnet hat. Das wird niemand riskieren und den Kopf dafür hinhalten wollen. Da sind zuviele "würden" und "könnten". Zudem sehe ich das nur zweitrangig als Problem des Kapitalismus. Eher ist es so, dass das auf Kapital gestützte Wirtschaftssystem sich den Wünschen der Menschen als am besten angepasst herausgestellt hat.

    Auch vor dem sogenannten Kapitalismus wollten die Menschen immer mehr. Es gab blutige Auseinandersetzungen (Bauernkrieg, franz. Revolution), bei denen es immer um Macht in Verquickung damit ging, wer sich die Produktionsergebnisse an Land ziehen durfte. Die Ausgebeuteten wehrten sich. Und daran hat sich - rein menschlich - nichts geändert. Ich wiederhole mich hier: Für die Mehrheit der Menschen ist der Konsum ihr Gott - und sie handeln nach dem Prinzip: Konsumiere heute, bezahle morgen. Schau Dir die Schuldenkrisen nur in Europa an - die haben erst mal nichts mit Kapitalismus zu tun. Die sind Ausdruck dafür, dass man mehr konsumieren will als man selbst an Produkten herstellt. Und was hat man in Schleswig-Holstein gewählt, in Frankreich, in Griechenland und was wird man in NRW wählen: Schulden machen um weiter ungebremst konsumieren zu können. So eine Lebenseinstellung auf Kosten der Zukunft nennt sich dann auch noch verlogenerweise "sozial". Was Du willst, könnte damit anfangen, dass man erst mal die Schuldenmacherei runterfährt, bevor man die Produktivität runterfährt. Doch schon das Einsparen, um von den Schulden runterzukommen, halten viele, auch die Gewerkschaften, für UNZUMUTBAR! Somit sind Deine Absichten bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt.

    Und schau Dir mal den Traum vom Kommunismus im Kern an: Jeder arbeitet nur soviel er Lust hat und konsumiert, bis ihm der Kragen platzt. Toll. Marx kannte halt noch nicht das Problem der weltweit begrenzten Ressourcen. Solange jeder nur sparen will, WENN DER ANDERE DAMIT ANFÄNGT, wird das nie was. Ich fürchte, dass es irgendwann zu einem wirtschaftlichen Crash kommt mit verheerenden sozialen Folgen, wie sie sich jetzt in Griechenland schon zeigen. Aber schau genauer hin: Die Verursacher, Vermögensstehler und Schieber sind mal wieder fein raus. Zahlen müssen die Redlichen. Und ich sehe keinen europäischen "Sozialpolitiker", der ernsthaft in die Wege leitet, dass diese Diebe dingfest gemacht werden, die auf die Seite geschafften Milliarden zurückgeführt werden! Warum? Die hängen doch alle selbst mit drin.

    Kommentar von olleonkel olleonkel

    Vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort. Ist es denn in der Tat so, das der Kern des Kommunismus darauf beruht, dass jeder soviel arbeitet wie er will aber konsumiert bis der Kragen platzt? Beides schliesst sich ja aus und ich kann mir nicht vorstellen das das von den Vätern dieser Ideologie übersehen wurde (kenne mich da aber zu wenig aus). Und hat Marx nicht einen Ansatz dafür gegeben wie mit bregrenzten Ressourcen zu verkehren sei , indem man sie eben nicht freien marktwirtschaftlichen "Regularien" überläßt. Aber das sollte auch nicht Kern meiner "Theorie" sein. Ich dachte hier eher daran, dass jeder auf einem bestimmt niedrigem Niveau arbeitet und auch auf diesem Niveau konsumiert. Vielmehr beschäftigt mich die Frage, warum die Mehrheit der Menschen nicht erkennt, dass eine Entschleunigung des kapitalistischen Systems zu mehr Wohlstand (nicht materiell) auf lange Sicht führen kann. Es ist doch wie mit einem Auto, das hat doch auch bei optimaler Reisegeschwindigkeit den geringsten Spritverbrauch. Fährt es zu schell, verschleisst es schneller und verbraucht überproportional viel mehr Sprit. Das sind doch Regeln die unabhängig von der derzeitigen Struktur bekannt sind. Und hier stellt sich für mich die Frage, ist es denn in der Tat so, dass sich das kapitalgestütze Wirtschaftsystem als das für den menschen passenste herausgestellt hat, oder ist es da nur aufgrund seiner narkotischen Wirkung bzw. den Entzugserscheinungen die alle fürchten wenn der Stoff ausgeht. Dann wäre ja auch für einen Alkoholiker Alkohol die richte Medizin, sie hält ihn permanent in guter Stimmung. Natürlich wollte der Mensch immer mehr, was meiner Meinung nach zu Wohlstand für viele Menschen (in unserer Gesellschaft) geführt hat. Und hier ist der Punkt den ich ursprünglich fragen wollte. Da die Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft nun genug zu essen hat, Auto fährt, außer Zivilisationskrankheiten keine großen Seuchen mehr fürchten muss und auch sonst eine Stufe des Wohlstands erreicht hat, von denen die Bauern des Bauernaufstandes nur träumen konnten (insofern mein Verständnis für das damalige Streben nach mehr), stellt sich mir doch die Frage, was dann die Menschen noch weiter antreibt. Ich knüpfe hier an dawala´s Antwort an. Der Mensch ist doch sehr leicht steuerbar. Er läßt sich doch leicht von Vorzügen eines Produktes (z.B.) überzeugen. Er wendet Gefahren von sich und seiner Familie ab, schliesst Versicherungen ab, trägt Fahrradhelme u.s.w. Warum erkennt man nicht das das Streben nach mehr und das Strampeln schlussendlich im Aus enden kann, für sich selbst, für die Kinder und für die Gesellschaft insgesamt. Warum soll dann ein Strukturwandel so schwer sein, oder schlimmer noch, ins Chaos führen. Du sagtest ja auch, dass Du an einen Crash glaubst. Der Club of Rome äußerte dies kürzlich auch erneut. Der Goldpreis spricht doch auch dafür, dass eine große Anzahl an Menschen sich ebenfalls ein solches Szenario vorstellen kann. Aber wenn diese Anzahl an Menschen in der Lage ist sich ein solches Szenario vorzustellen und mit mehr oder weniger rationellen Entscheidungen dagegen Vorkehrungen trifft, dann müßte diese Masse doch auch in der Lage sein eine strukturelle Veränderung herbeizuführen die diese Absicherungen überflüssig machen würde. Bedeutet, dass dann auch keine einzelnen Entscheidungsträger den Kopf hinhalten müßten. Ich verstehen nicht, was an dieser stukturellen Veränderung so schwierig sein soll.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Marx ging es nicht um grenzenlosen Konsum, sondern darum, nicht nur für den Lebensunterhalt zu schuften und Zeit für andere Dinge, wie z. B. Bildung, zu haben. Zu seiner Zeit arbeiteten Kinder für ihren Lebensunterhalt , die Kapitalisten verdienten sich dumm und dämlich - kein Wunder, wenn er andere Verhältnisse wollte.

    Die Wahlen in Frankreich und Griechenland sehe ich auch unter diesem Aspekt. Dort hat sich eine Geldelite dumm und dämlich verdient, der kleine Mann dagegen soll den Gürtel immer enger schnallen und kann kaum noch die ständig steigenden Miete zahlen. Das hat doch nichts mit grenzenlosen Konsumwünschen zu tun, wenn sie dann auf die Straße gehen oder die "falschen" Politiker wählen. Politik sollte man doch fürs Volk machen, nicht für die eigenen Diäten, die Renditen der Aktionäre oder für die Freunde in der Wirtschaft.

    Kommentar von berkersheim berkersheimberkersheim

    Mir sind bei beiden Antworten zuviele "sollten". Ich persönlich fahre ein Erdgasauto und bin in der Regel mit max. 120 kmh unterwegs. Da komme ich auf einen Durchschnittsverbrauch von knapp 3 L bei einem Touran mit 2 Personen besetzt. Doch das interessiert niemanden. Außer von LKWs und Bussen werde ich von allen andern Autos überholt, teils Riesenkisten mit Affenzahn und muss abends in den Nachrichten hören, dass sich die Leute über die hohen Benzinpreise aufregen. Ich merke nichts davon.

    @alleonkel

    Ja mein Eindruck ist auch, dass Konsumieren längst wie eine Droge ist. Es ist auch eine Droge, wenn man Arbeitslosigkeit mit Verbeamtung unsichtbar machen will und diese dann auch noch mit 60 in Rente schickt, obwohl der gesamte Staat das nur auf Pump machen kann. Auch das ist Konsum, der über die Verhältnisse geht. Und wenn Hollande jetzt wieder die Rente mit 60 in Frankreich einführen will, obwohl das Rentensystem hochdefizitär ist, dann leben auch die Franzosen über ihre Verhältnisse und das ist nicht sozial, weil die Schuldenlast dafür anderen aufgebürdet wird.

    Es gibt in Deutschland Gemeinschaften, die naturgemäßer leben wollen. Ob das erfolgversprechend ist, wage ich zu bezweifeln. Aber dennoch ist es wichtig, darüber zu reden.

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    Kommt es zu einem Gleichgewichtszustand bei Abnahme von Konsum und Leistungsbereitschaft?t
    Antwort von dawala dawala

    Wie kati schon darlegt gibt es dazu massenweise Arbeiten, Szenarien und so fort. Du musst dazu nicht unbedingt in eine große Bibliothek gehen. Auf youtube findest Du so manche Info, in der Teleakademie und auch sonst im Internet. Musst halt ein wenig die Abfragen variieren, Links nutzen und so fort.

    Tatsächlich beschäftigt sich nicht nur die Soziologie mit dem Faktor Mensch. Hierzu gibt es durchaus manche Erkenntnis welche uns aufzeigt:

    Der Mensch ist sogar sehr leicht steuerbar. - Unter gewissen Voraussetzungen.

    Deine Denkfehler?

    Menschen haben Angst vor Veränderung.

    Mangel, welcher nun mal Grundlage von Gier ist, führt eben zu Aggression.

    Diese beiden Sätze zu überwinden ist die große Kunst. Sie wird - natürlich - von den Herrschenden nicht angestrebt. Denn auch Herrschsucht, Machtgier beruhen auf dem gleichen Prinzip welches die von Dir angestrebte Veränderung verhindert.

    Macht ja Nichts. Machen wir weiter und regen alleine schon deshalb zum nachdenken an. Bis vor wenigen Jahrzehnten war es auch völlig undenkbar dass eine friedliche Revolution möglich wäre.

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    Kommt es zu einem Gleichgewichtszustand bei Abnahme von Konsum und Leistungsbereitschaft?t
    Antwort von MartinPii MartinPii

    was du glaube ich meinst nennt sich einfach kommunismus. klar könnten sich deine freunde mit weniger zu frieden geben, aber menschen sind verschieden und streben seit jeher nach macht und anerkennung. du kannst ja niemanden zwingen deinen weg als den richtigen zu sehen

    bzw wer macht dann den job der verantwortung und viel harte arbeit erfordert? der chef einer firma kann nicht mal eben 50% weniger arbeiten und organisieren, dann gehts den bach runter

    Kommentar von olleonkel olleonkel

    Nun ganz so einfach wollte ich mir es nicht machen. "Kommunismus" ist auch immer gleich das, was mir nicht selten entgegengeschwungen wird. Dagegen halte ich, dass ich den Kapitalismus mit all seinen Errungenschaften für eine geeignete Gesellschaftsfom halte. Er hat vielen Menschen Wohlsand gebracht. Vielmehr interessiert mich, warum man nicht in der Lage sein kann, zu erkennen wann es einfach reicht. Für mich (noch mal: für mich!) hat der Wohlstand in unserer Gesellschaft, als Resulat des Kapitalismus, einen Grad erreicht der halt übertrieben ungesund geworden ist. Daher war meine Frage eher in die Richtung gestellt, ob ein Rückgang auf ein gesundes Maß für das Gemeinwohl Auswirkungen mit sich bringt, positive oder negative. In meiner kruden Theorie gehe ich davon aus, dass auch wenn dein Chef nur noch 50% seines Jobs machen würde, weil alle anderen das auch tun, und bereit ist auch noch 50% so viel Gewinne einzustreichen, er sich und den Rest der Menscheit einen Gefallen tun würde. Einige Fallstricke dieses "Denkens" hat kati3015 schon benannt.

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    Kommt es zu einem Gleichgewichtszustand bei Abnahme von Konsum und Leistungsbereitschaft?t
    Hilfreichste Antwort von kati3015 kati3015

    Da zu diesen Thema schon mehrere Abschluss und auch Doktorarbeiten entstanden sind, empfehle ich dir eine Unibiliothekt aufzusuchen. Du hast schon einige Denkfehler drin.

    Zum Beispiel steht dieser ganzen These ein Faktor entgegen: Der Menschen. Der wird in vielen Wirtschaftstheorien nicht bedacht und sprengt diese deswegen. Auch in deinem Fall würde das Streben des Einzelnen deine Theorie sprengen.

    Auch die These das dann mehr Leute arbeiten könnten stimmt so nicht. Es müßten eben auch Leute sein die für die jeweiligen Jobs qualifiziert sind. Weniger Verdienst des Einzelnen und weniger Konsum bedeuten aber auch für den Staat Mindereinnahmen. Wo wird dann gespart? Richtig.. auch an Bildung.

    Natürlich gibt es die typischen Karrieremenschen, die deinem Sterotyp entsprechen, den du nennst. Allerdings gibt es auch die Menschen, die diese Karrieren nicht nur aus Geldgründen anstreben. Es gibt Menschen die Spaß an Führungspositionen haben, Menschen die gerne Verantwortung übernehmen. Natürlich könnten diese Menschen bei weniger Arbeit dieses auf das Ehrenamt verlegen. Aber wenn es aufgrund von Geldmangel kein Ehrenamt mehr gibt (die meisten Einrichtungen finanzieren sich nun mal über Spenden), dann wirst du bei diesen Menschen das Unglücklichsein produziert haben.

    Man kann Wirtschaftstheorien nicht einfach so schwarz und weiß sehen. Es gibt unendlich viele Faktoren und man kann nicht alle mit den gleichen Bedingungen gleich glücklich machen. Wenn du mit deinem Lebensstil glücklich bist, dann ist doch alles gut. Jeder Mensch definiert Luxus für sich anders. Mein Luxus ist mein Haus mit Garten. Das teure Auto brauch ich nicht. Das neuste Handy brauch ich auch nur berufsbedingt und hab privat ein altes.

    Und ja, es gibt Dissertationen und weitere Veröffentlichungen die sich mit der Schrumpfung der VW beschäftigen.

    Kommentar von olleonkel olleonkel

    Hallo kati3015,

    Danke für Deine Antwort. Ja, stimmt, die Bescheibung des Karieremenschen ist schon stereotypisch. Man hätte vielleicht auch noch erwähnen sollen, das es einige gibt die damit glücklich sind. Ich möchte ja auch niemanden seinen Lebenstil madig machen, hat ja jeder die freie Wahl. Es geht mir vielmehr darum, daß Menschen getrieben und in Unwissenheit der möglichen Alternative Dinge tun, die weder für sie noch für die Allgemeinheit wirklich förderlich sind. Gut, und jetzt wird es ideologisch, und das soll ausgeblendet werden... Kannst Du mir aus dem Stehgreif Titel zu diesem Thema nennen?

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    SPORTTUNIERE
    RatgeberHelden Antwort von berkersheim berkersheim

    Die Auswirkungen sind zweifach:

    Im Vorfeld werden in den Veranstalterländern heftige Investitionen fällig, die nebenbei auch die Wirtschaft ankurbeln.

    Während der Veranstaltung wird eine Konsumwelle in Gang gesetzt (Übernachtungen, Reiseverkehr, Souveniers, Fanartikel, Alkohol), die auch erst mal ankurbelt.

    Allerdings wird die Endabrechung erst zum Schluss gemacht, weil dann meist erst die Kosten offen zutage treten. Dann können erhöhte Zinsen für zuviele Schulden die Wirtschaft schnell wieder abwürgen. Die Gewinner (siehe Olympia Griechenland) haben sich dann meist mit ihren Gewinnen und Beutegeldern ins Ausland abgesetzt. Ausbaden müsse es dann wie immer die NORMALOS, die vorher in ihrer Begeisterung gar nicht mitgekriegt haben, was da alles auf die Seite geschafft wurde.

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