Ich kann nicht alle deine Fragen beantworten, tut mir leid.
Aber mir fällt auf, dass du nur von dir und dem Vater des Kindes sprichst. Du möchtest das alleinige Sorgerecht, er möchte Kontakt halten usw. usw. Alles voll durchgeplant.
Es geht aber nicht nur um euch! Es geht um das Kind! Das hat ein Recht auf einen Vater. Vielleicht kommt er irgendwann im Ausland abhanden, meldet sich lange nicht mehr. Was soll dein Kind tun, wenn es älter wird und seinen Vater finden will? Wenn es nach seiner Urkundenlage gar keinen Vater hat?
Vielleicht ist dein Leben nicht so lang, wie du dir vorstellst. Es kann immer was passieren. Wer soll dann dein Kind aufziehen? Vielleicht möchte der Vater das, hat aber die Vaterschaft gar nicht anerkannt.
Vielleicht wird das Kind eines Tages Halbgeschwister haben - und Kontakt zu ihnen herstellen wollen - , die eine Bereicherung seines Lebens sind. Vielleicht erbt es ein Vermögen.
Ich staune immer über Leute, die so viel planen und alles im Griff behalten wollen, aber so wenig Fantasie haben und die Wechselfälle des Lebens einfach ignorieren.
Das Kind hat einen Vater, also soll er es anerkennen, du sollst ihn in der Geburtsurkunde eintragen lassen, und er verzichtet auf das Sorgerecht. Der Rest ist sozusagen in Gottes Hand. Aber dann ist alles gut und ehrlich geregelt, für alle Fälle vorgesorgt. Nur ein bisschen Bürokratie.
Das kann doch nicht so schwer sein!!!
Vielleicht hast du auch nicht genug Fantasie ;-) Leider trifft deine Antwort auch nicht meine Frage. Wie gesagt, ich brauche keine Moralpredigt von angeblichen Christen....schon gar nicht mit Hinweisen auf Gottes Hand... Das Kind wird Kontakt zu seinem Vater haben... Bitte nur Antworten, die meine Frage beantworten!
Okay, dann eben ganz einfach und kurz: Muss ich den Vater....angeben?
Faktisch nein, du kannst ihn natürlich verschweigen.
Moralisch ja, denn du bist verpflichtet, aus Verantwortung für dein Kind für seine Zukunft vorzusorgen und zu bedenken, dass die jetzigen Umstände sich ändern könnten.
(Ich habe geschrieben "sozusagen" in Gottes Hand, damit klar wird, dass das hier als einfache Redewendung zu verstehen ist. Ersetze von mir aus Gott durch Schicksal oder Zufall.)
Keine Sorge, für das Kind ist gesorgt.... So viel kann sich da nicht ändern. Ich denke, ich weiß besser über meine / unsere Verhältnisse Bescheid als du.