Das Ausdehnungsgefäß muss vom Volumen her so dimensioniert sein, dass der Druck bei der höchsten und niedrigsten Temperatur in der Anlage nicht unzulässig unter- oder überschritten wird.
Grundsätzlich sind vier Zustände von Membranausdehnungsgefäßen zu unterscheiden:
1) Wasser seitig drucklos: Der Stickstoff hat die Membran vollständig an die
Behälterwand gedrückt. Der Druck kann kontrolliert und
eingestellt werden gemäß den Herstellerangaben und der Berechnung.
2) Wasser seitig druck belastet im kalten Anlagenzustand: Der Stickstoff und das Wasser halten sich die „Waage“, das Wasser hat die Membran von der Behälterwand gelöst.
3) Wasser seitig druck belastet im warmen Anlagenzustand: Der Stickstoff ist
komprimiert durch die Volumenänderung des Heizungswassers.
4) Wasser seitig druck belastet ohne Stickstoffpolster: Der Stickstoff ist entwichen und das ADG kann seine Aufgabe nicht erfüllen.
Da die Betriebstemperatur der Membran beschränkt ist (meistens auf ca. 80 °C), muss bei Anlagen mit hohen Wärmeträgertemperaturen ein Vorschaltgefäß vor dem Membranausdehnungsgefäß installiert werden, in dem sich die Temperatur schichtet und eine Abkühlung erfolgt.
Mhhh, gute Frage;-)? Muss ich prüfen!