Hallo,
das ist doch in Ordnung, wenn du hier fragst. Woher sollst du denn etwas über Vergangenheit wissen, wenn du nicht fragst? Leider sind hier im Netz nicht so viele Menschen, die aus Erfahrung erzählen könnten, da sie sich eher um ihre Alltagsprobleme kümmern – was ja auch verständlich ist.
Zu deiner Frage. Es war eine Zeit des Aufbruchs – also ich erzähle nun von Deutschland. In anderen Staaten dürfte es kaum anders gewesen sein. Sechs Jahre Krieg, mit allem, was zu einer Völkerauseinandersetzung gehört, war nun Ruhe eingekehrt. Die Menschen atmeten auf und wollten nur noch ihre Ruhe haben.
Die Unterhaltung stand sehr bald im Vordergrund. Ablenkung auf breiter Ebene sollte die Menschen vergessen lassen. Doch das Auge sah immer noch die Spuren auf Schritt und Tritt, wenn ein Mensch hier auf den Strassen ging. Ruinen waren das normale Bild in den Großstädten. Eilig aufgebaute Behelfsbauten sollten die Trümmerlandschaft verschönern.
Die Schaufenster waren nach der Währungsreform wieder reichlich ausgestattet mit Allerlei. Der Konsum kam in Schwung, als die Menschen wieder Arbeit und Geld hatten, um sich Wünsche erfüllen zu können. Gleichzeitig wuchs eine neue Generation heran, die bis zum heutigen Tag nichts von Krieg erleben mußte.
Kollektiv atmete die ganze Welt auf, als die Waffen ruhten. Autos fuhren nun wieder auf neuhergerichteten Strassen. Es wurde gebaut, wohin man auch schaute. Schäden wurden nun richtig beseitigt, nachdem sie zuvor nur notdürftig behoben wurden. In diesen Jahren konnte man immer mehr Neuigkeiten in den Geschäften finden.
Der Kapitalismus breitete sich über ganz Europa aus und machte sich in jedem Land bemerkbar. Nur nicht im Osten von Europa. Dort hatte sich der Kommunismus eingenistet. Die Welt fing an, sich schon wieder zu teilen in Ost und West. So entstanden die Guten und die Bösen. Im täglichen Leben berührte das aber kaum jemanden.
Die Menschen waren so mit sich selbst beschäftigt, daß sie zuerst einmal ihr eigenes Leben in Ordnung bringen mußten. Man brauchte damals fast unendlich viele Wohnungen für all die Menschen, die im Krieg obdachlos geworden waren. Dann kamen noch die Flüchtlinge und die Vertriebenen hinzu, die ja ebenfalls ein Dach über dem Kopf sich wünschten.
Für die Jugend gab es lange zeit nichts Genaues. Sie spielten in den Strassen Fußball, da ja damals in einer Stunde vielleicht drei oder vier Autos vorbeikamen – nicht auf den Hauptstrassen. Straßenbahnen und Busse waren fast stets überfüllt. Doch es fuhren wesentlich mehr Bahnen, als heute. Und so fuhren sie auch öfters.
Fernsehapparate waren zu Beginn der 50-er Jahre eine Rarität, da es kaum Programme gab. Und wenn, dann waren es nur lokale Ausstrahlungen der zugelassenen Sendeanstalten, welche von den Alliierten zuvor genehmigt wurden. Radiosendungen mußten genehmigt werden. Die Informationen kamen nur über die Zeitung und über das Radio.
Und damals gingen die Menschen sehr gerne ins Kino. Das war ein lange vermißter Genuß. Beliebt waren die Filme aus Amerika. Dort sah man etwas von der anderen Welt, was zuvor undenkbar gewesen wäre. Viele Menschen lernten nun, ihre Freiheit auch zu genießen. Und immer mehr Menschen konnten sich dann ein – zuerst – kleines Auto leisten.
Kultur war keine Handelsware für die Menschen auf der Strasse. Bücher mußten erst noch gedruckt werden, da es nun fast alles zu lesen gab. Und auch wieder einmal gab es die Neureichen, die relativ schnell zu Geld gekommen waren, und die sich auch durch Äußerlichkeiten von anderen abheben mußten.
Es bildeten sich in der Gesellschaft wieder Gruppen in verschiedenen Vereinigungen. Und es gab auch wieder die Außenseiter, die aber eher unter den Jugendlichen zu finden waren. Damals entstand das Wort Halbstark. Es waren die Querdenker, die sich nicht mit dem Winde verbogen, und auch nicht mit dem Wölfen heulen wollten.
Und anfangs der 60-er Jahre fing die Jugend an, diese alten Verhaltensmodalitäten in Frage zu stellen. Auch in der Literatur begann ein kleiner Versuch, die Geschichte in ein anderes Licht zu rücken. Doch die Mehrheit der Menschen war eher an dem neuen Medium Fernsehen interessiert, welches nun im Vormarsch war.
Im großen und ganzen wollten die Menschen nichts von Politik und Weltgeschehen wissen, da sie genug davon selbst erlebt hatten. Ein bescheidenes Auskommen, und einen akzeptablen Wohlstand waren für viele schon genug. Die Menschen hatten mit sich selbst genug zu tun, um sich um andere Dinge kümmern zu können. Das Wirtschaftswunder entstand damals.
Ich hoffe, daß gibt einen kleinen Überblick über diese Zeit. Es dürfte wohl in anderen Ländern kaum anders gewesen sein. Mit Ausnahme des Ostblocks, in dem der Kapitalismus zur Sehnsucht bei vielen wurde. Für diese Menschen wurde ein illegaler Grenzübertritt oft zur Todesfalle. Es war der Eiserne Vorhang geschaffen worden.
Herzliche Grüße
Ich bin Anfänger und hab kein Plan^^
Was hab ich gesagt? Zwei Meinungen, zwei Kameras. Das ist genauso wie beim Streit "PC oder Mac".
Naja ich hatte zuerst n Video von nder JVC angeguckt. Die waren durchweg schlecht vond er Quali. Die Von Canon dagegen um Welten besser.
Also ich bin für Mac. PC´s muss es auch geben^^
Wenn Du mal ein paar Tests durchliest weißt Du: Es gibt nur zwei gute Hersteller, die zur Wahl stehen. JVC ist da nicht dabei.