Der Sozialismus ist eine politische Lehre und Gesellschaftsordnung, die eine klassenlose Gesellschaft als Ziel hat in der alle nach ihren individuellen Fähigkeiten arbeiten und alle nach ihren individuellen Bedürfnissen vom Vorhandenen nehmen.
Die klassenlose Gesellschaft (Klassenlosigkeit) schließt die Gleichheit in der Klasse mit ein. Wo es nur eine Klasse gibt, gibt es letztlich keine mehr, da eine Einteilung in Klassen keinen Sinn mehr hat.
Das heißt, dass alle der selben politischen und wirtschaftlichen Klasse angehören sollen. Die Klasse wird bestimmt von den Rechten, Privilegien und den materiellen Verhältnissen (Einkommen und Versorgung).
Politiker (Volksvertreter) und Kapitalisten (Betriebsbesitzer) haben mehr Rechte und Privilegien und leben meistens in besseren materielle Verhältnissen als das Volk und die Arbeiter, weshalb diese höher gestellte Klassen bilden als das Volk und die Arbeiter. Die Politiker und Kapitalisten sind die herrschende Klasse, wohingegen das Volk und die Arbeiter die beherrschte Klasse bilden.
Das Ziel des Sozialismus ist es diesen Klassengegensatz von Herrschenden und Beherrschten zu überwinden, also die Beherrschten über sich selbst herrschen zu lassen, statt sich von Anderen beherrschen zu lassen.
Demzufolge soll die Politik direkt vom Volk selbst bestimmt werden und die Arbeiter sollen die Betriebe direkt selbst verwalten ohne sich von Volksvertretern (Politikern) und Betriebsbesitzern (Kapitalisten) verwalten zu lassen.
Dies soll im Sozialismus dem Ziel dienen, dass alle in dem Maße vom Produzierten bekommen, in welchem Maße sie dazu beigetragen haben, weshalb die Wirtschaftsform des Sozialismus die Planwirtschaft sein muss, was eine geplante Wirtschaftsführung, die dem Wohl Aller dienen soll, zum Ziel hat.
Was hier oft als Problem angeführt wird ist, dass die Leute meinen diese Planung sei unfreiheitlich, da diese von einem zentralen Organ geleitet sei, doch sie lassen dabei das Ziel der Klassenlosigkeit außen vor. Wenn zentrale Organe wie staatliche oder private Vertreter über die Versorgung der Menschen bestimmen wird wieder ein Klassengegensatz hergestellt, den man ja eigentlich überwinden will. Hieraus folgt das Ziel einer dezentralen Leitung bei der das Volk und die Arbeiter selbst über die Planung bestimmen, statt diese von Verwaltern aufgezwungen zu bekommen.
Um zu dem Zustand der Gleichheit der politischen Klasse zu gelangen muss die direkte Demokratie, bzw. die politische Selbstverwaltung in Räten aufgebaut und in Kraft gesetzt werden.
Um zu dem Zustand der Gleichheit der wirtschaftlichen Klasse zu gelangen müssen die Betriebe vergesellschaftet werden, was bedeutet, dass die Betriebe den Arbeitern, die darin arbeiten gehören, bzw. diese zum Wohle der Gemeinschaft von Arbeitern selbst verwaltet werden.
Dieses Ziel des Sozialismus beschreibt auch den Weg des Sozialismus. Um wirtschaftliche und politische Unterdrückung, also die Ausbeutung der Klassengesellschaft des Kapitalismus zu beenden, gab es schon Anfang des 18. Jahrhunderts, noch vor den Ideen des wissenschaftlichen Sozialismus von Karl Marx (Marxismus, Mitte des 18. Jahrhunderts) den utopischen Sozialismus.
Das Problem des utopischen Sozialismus einer scheinbar wirren Vorstellung des Weges, den der Sozialismus gehen sollte, um zu diesem Ziel zu gelangen wurde mit dem wissenschaftlichen Sozialismus von Marx gelöst, auch wenn dieser nur den Anspruch hatte die soziale Frage seiner Zeit mit Lösungen für seine Zeit und die soziale Frage, die die Industrialisierung in zunehmenden Maß aufwarf, da die Ungleichheit nie gekannte Ausmaße annahm, zu beantworten.
Der Sozialismus hatte als Ziel soziale Missstände zu beseitigen, indem die Ausbeutung durch die Profitgier und Konkurrenz des kapitalistischen Marktes des Industrie-Zeitalters durch Kooperation der Arbeiterschaft ersetzt werden sollte, ebenso wie die undemokratische Herrschaftsform durch eine demokratische zu ersetzen. Ebenso ist es auch heute, auch wenn der wissenschaftliche Sozialismus (Marxismus) von einem Geist der damaligen Zeit gemacht wurde und daher autoritäre Züge hatte, die man jedoch stets an die heutige Zeit anpassen muss, denn das Ziel ist und bleibt die klassenlose Gesellschaft.
Diese klassenlose Gesellschaft ist der Kommunismus in dem jede_r nach seinen/ihren individuellen Fähigkeiten arbeitet und nach seinen/ihren individuellen Bedürfnissen nimmt, was objektiv gesehen eine perfekte Gesellschaft wäre in der der Staat selbst letzten Endes durch die Selbstverwaltung der Menschen ersetzt worden ist. Sozialisten und Kommunisten denken nicht in Nationen, sondern in Klassen.
danke