(25.03.2009)
Max-Rubner-Institut empfiehlt, Kartoffeln zu schälen
These: "Bio-Kartoffeln sind doch nicht gespritzt, die Schale also ungiftig"
Und hat man uns nicht immer wieder gesagt, gerade unter der Schale von Gemüse und Obst säßen wertvolle Nährstoffe? Also esse meine Bio-Kartoffeln mit Schale." - so die zunächst einleuchtende Argumentationskette von so manchem Bio-Konsument. Oder doch besser schälen?
Die Expertenantwort auf diese Frage ist eindeutig:
Doch besser schälen - auch die Bio-Kartoffel. Denn im Fall der Kartoffel ist weniger die Qualität bzw. Ungiftigkeit der Schale entscheidend, sondern der Solanin-Gehalt der Kartoffel.
Bei Kartoffeln können sich unter bestimmten Bedingungen unterhalb der Schale gesundheitsschädliche Substanzen bilden.
Da Kochen oder Braten den Gehalt nicht verringern, sollten auch Bio-Kartoffeln im Gegensatz zu vielen Gemüse- und Obstarten ohne Schale gegessen werden.
So lautet die Empfehlung des Max Rubner-Instituts (MRI) in Karlsruhe.
Dr. Maike Groeneveld vom aid-infodienst, Bonn, ergänzt: "Beim Kochen schützt die Schale allerdings vor dem Verlust wasserlöslicher Vitamine und Mineralstoffe. Deshalb ist es optimal, wenn Kartoffeln mit Schale gekocht, aber ohne Schale gegessen werden. Die gesundheitsschädlichen Substanzen wie Solanin können in hohen Mengen aufgenommen die Darmwand angreifen und Nerven schädigen.
Natürlicherweise kommen sie in Kartoffeln nur in geringen Konzentrationen vor, entstehen aber in besonders hohem Maße, wenn Kartoffeln keimen oder bei Lichteinwirkung grüne Stellen bekommen.
Eine kühle und dunkle Lagerung schützt am besten vor der Bildung dieser Verbindungen.
Haben sich trotzdem Keimlinge und grüne Stellen gebildet, sollten diese vor dem Kochen großzügig entfernt werden."
Quelle: http://www.naturkostaktiv.de/archiv/auch_bio-kartoffeln_ohne_schale_essen_2015.s...
habe vergessen die Bilder hinzuzufühgen mach ich gleich in einer neuen Frage.