Ich kenne eigentlich nur die Tuareg. Aus dieser Website: http://www.michael-martin.de/cgi-local/michael_martin/mm_locator.pl?mo=wissen_de.../de/wissen/sahara.html kann dir folgendes Zitat helfen. "In Bezug auf die ethnische Verteilung lässt sich die Sahara in drei große Bereiche einteilen: den arabischen bzw. arabophonen Bereich (viele Bewohner sind Arabisch sprechende Berber), das Tuareg- und das Tubugebiet. Die Arabisch sprechende Bevölkerung lebt im Norden und Westen des Tuareggebiets, von Ägypten bis zum Atlantik, in den saharischen Teilen Libyens, Tunesiens, Algeriens, Marokkos und Mauretaniens. Ferner wird Arabisch in einem südlichen Streifen gesprochen, der vom Nil zum Tschad reicht. Die zweite Gruppe stellen die Tuareg dar, die im Hoggar, im Tassili n'Ajjer und im Air-Gebirge, aber auch bis zum Nigerbogen in Mali leben. Ihnen sind auch die negriden Bela zuzurechnen, welche die Tuaregsprache Tamashek sprechen. Die Tubu sind zwischen dem Tschadsee und dem Tibesti-Gebirge, in Borku und bis ins libysche Kufra hinauf anzutreffen.
Das einigende Band der Saharavölker ist der Islam, ansonsten gibt es zwischen den einzelnen Völkern der Sahara wenig Verbindendes, Mischehen sind beispielsweise selten. Kaum wird man Mauren und Tuareg gemeinsam Tee trinken sehen, wenngleich sich beide vermutlich mit Hilfe der Verkehrssprache Französisch verständigen könnten. Und obwohl sie vielleicht im selben Land leben, werden sie sich immer zuerst als Maure oder Tuareg und nicht als Bürger eines bestimmten Staates fühlen.
Noch vor 20 Jahren gab die Saharaliteratur an, dass 60 Prozent der Bevölkerung Oasenbewohner seien, die übrigen Nomaden. Der Anteil der Nomaden dürfte inzwischen erheblich gesunken sein. Viele Nomaden haben sich in den Oasen niedergelassen, in denen sie oftmals Land oder Datteln besaßen, oder sie sind als Dürreflüchtlinge in den Hauptstädten der südlichen Saharaländer gestrandet. Dennoch leben nach wie vor hunderttausende Nomaden in der Sahara. In den Tälern des Ennedi, Tibesti, Air und Adrar der Iforas ist Nomadismus die einzige Überlebensmöglichkeit. Die Sahara gehört neben den Wüsten Zentralasiens zu den letzten Gebieten auf der Erde, wo Nomadismus als eine den naturräumlichen Bedingungen optimal angepasste Lebensweise noch existiert – und dies trotz aller Versuche der Regierungen, die »Nomadenfrage« durch Sesshaftmachung ein für allemal zu lösen."
aha