Rürup - neue und gute Antworten

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    Kann man als Angestellter einen Vertrag für Rürup-Rente machen?
    Antwort von kevin1905 kevin1905

    Dein Bankberater hat Müll erzählt. Sollte ein Rürupvertrag für dich eine Option sein, ist er definitiv der falsche Anspruchpartner wegen erschreckend mangelndem Fachwissen...

    Jeder kann und darf Rürup. Nur die Beiträge zur Rürup zzgl. der Beiträge zur Gesetzlichen Rentenversicherung dürfen bei Ledigen 20.000,- € pro Jahr nicht überschreiten. Das ist die Höchstgrenze der steuerlichen Abzugsfähigkeit.

    Ob Rürup für dich die beste Variante der Altersvorsorge ist kann nur ein Schichtenvergleich und eine Bedarfsanalyse, am besten bei einem versierten Vermittler oder einem Versicherungsmakler, klären.

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    Rürup, Riester oder etwas anderes?
    Antwort von Detlef32 Detlef32

    Die klassische Antwort für einen Angestellten ist:

    starte mit Riester, weil beste steuerliche Komponenten im Alter (30% kann ohne Steuer entnommen werden, weil vererbbar, weil für Immobilienkauf einsetzbar, weil ohne große Kosten ein Anbieterwechsel möglich ist.

    danach nutze Direktversicherung, weil vererbbar, gute steuerliche Absetzbarkeit (100%) aber bedenke: Du kommst während der Laufzeit nicht dran.

    und dann nutze Rürup, weil steuerlich nicht komplett absetzbar aber immerhin, weil Du Dein Risiko selber wählen kannst und damit bessere Renditen erzielen kannst aber bedenke: nicht vererbbar und Du kommst während der Laufzeit nicht heran.

    In Deiner konkreten Situation würde ich den Rürupvertrag beitragsfrei stellen und mir gleichzeitig die Möglichkeit der Wiederauflebung von der Gesellschaft bestätigen lassen. Und dann mit meiner empfohlenen Reihenfolge beginnen.

    Im übrigen würde ich nie einen Rürupvertrag als normaler ratierlicher Versicherungsvertrag empfehlen - ich halte das für Provisionsschneiderei. Rürop schliesst man als Einmalbeiträge ab. Wenn das Geschäft gut läuft zahlt man irgendwas zwischen 5000 und 20.000 Euro im Dezember als Einmalsumme ein und hat dann die Wahl was man im nächsten Jahr tut. Andere Vertragsart, andere Summe, keine Einzahlung oder was auch immer. Und bei einem Beginn in 2010 würde ich keine weiteren Euro einzahlen - schliesslich wird die Provision auf 5 Jahre verteilt also hast Du Lehrgeld nur für 1 1/2 Jahre gezahlt.

    Kommentar von constein consteinconstein

    Hallo, ich mache jede Wette, das mit dem vollem ausnutzen der förderfähigen Verträge die Kundin weniger Geld(Rente) im Alter hat, als wenn sie die gesamten Eigenbeiträge in einen privaten Vertrag gezahlt hätte. Bei der Zusammensetzung führt eine 100% Besteuerung zu weniger Geld. Der Staat holt sich die Förderungen im Alter zurück!
    Gruß constein

    Kommentar von Detlef32 Detlef32Detlef32

    Einverstanden - wetten wir. Ich bin jetzt im Pfingsturlaub aber direkt danach machen wir einfach mal ein Rechnenmodell.

    Denk Dir einfach schon mal einen Mustermenschen aus.

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    Rürup, Riester oder etwas anderes?
    Antwort von kevin1905 kevin1905

    Bei deinem Einkommen macht auch als Angestellter ein Rürupvertrag durchaus Sinn. Der Gesamtbetrag der in deine Rürup-Rente fließt zzgl. der Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung dürfen 20.000,- € im Jahr nicht überschreiten.

    Der Neuabschluss einer Riester-Rente hätte sehr viele Nachteile:

    • Bei deinem Rürupvertrag sind noch nicht alle Abschluss- und Vertriebskosten bezahlt (erste 5 Jahre)
    • Du müsstest wieder 5 Jahre lang Abschluss- und Vertriebskosten zahlen.
    • Es würde der heute gültige Garantiezins von 1,75% bei einer klassischen Anlage gelten (klassische Anlage in 2008 egal ob Rürup oder Riester: 2,25%).
    • Du könntest erst ab 62 in Rente gehen (vor 2012 abgeschlossen: mit 60).
    • Maximal steuerlich abzugsfähig sind bei Riester 2.100,- € im Jahr. Bei der Rürup+gesetzliche Rente (Basisversorgung) in 2012: 74% von 20.000,- € (abzgl. Arbeitgeberanteil zur GRV). Dieser Beitrag steigt jedes Jahr um 2%-Punkte.
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    Rürup, Riester oder etwas anderes?
    Antwort von constein constein

    Hallo, aus erster Sicht Rürup lassen! Beitrag der steuerlichen Notwendigkeit anpassen. Nur in einer kompletten Analyse kann man erkennen, welche Form der AV mehr in der Altersvorsorge bringt. Daran denken, die steuerliche Belastung(Rieser, Rürup) im Alter liegt bei 100% auf das Einkommen(Steuersatz). Nur mit genauen Zahlen und Berechnungsgrundlagen ist ein Vergleich und Empfehlung möglich. Öffters führt die private Rentenversicherung zu mehr Geld im Alter. Die Förderungen möchte der Staat natütlich auch wieder haben. Viel Glück! constein

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    Rürup, Riester oder etwas anderes?
    RatgeberHelden Antwort von DerHans DerHans

    Es ist eigentlich egal, in welcher Form man spart, allerdings muss das Sparziel so gewählt sein, dass immer ca 20 % des Bruttoeinkommens gespart wird. Das ist die Marge, die jedfem Angestellten zugemutet wird. Wer weniger anlegt, kann einfach nicht so viel sparen, dass er tatsächlich später damit zurecht kommt.

    Der bestehende Rürup-Vertrag kann ja auch modifiziert werden. Im Angestellten-Status ist die Direktversicherung der beste Weg zur Anlage

    Kommentar von swbgDE75 swbgDE75

    Hallo, und vielen Dank für Ihre Antwort.

    Aus welche Bausteine darf dieses Daumen-20% zusammengesetzt werden? Ich nehme an, dass der Arbeitnehmeranteil der gesetzlichen Rentenversicherung dazu gerechnet werden darf? Könnte man es z.B. Decken, indem man der Arbeitnehmeranteil (Beispiel 375 Euro) + Direktversicherung (188 Euro) + Privatrente (188 Euro) zusammenrechnet? Das wäre dann 20% von 3.750.

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    BU an Rürup gekoppelt, sinnvoll, wenn Riester besteht?
    Antwort von CosmosDirekt CosmosDirekt

    Hallo Malchi,

    es besteht bei manchen Versicherungsunternehmen die Möglichkeit, Berufsunfähigkeitsschutz im Paket mit einer privaten Rürup-Rentenversicherung zu kombinieren. Für die steuerliche Abzugsfähigkeit ist es wichtig, dass mehr als die Hälfte der Beiträge auf den Sparanteil der Versicherung entfallen.

    Sie sollten genau prüfen, ob sich diese Variante wirklich für Sie lohnt. Eine Rürup-Rente ist empfehlenswert für Selbstständige. Für Angestellte lohnt sich Rürup nur als Ergänzung, wenn die Höchstbeiträge von 2100 EUR pro Jahr bei der Riesterrente ausgeschöpft sind.

    Wenn Sie die Beiträge steuerlich absetzen konnten, müssen Sie im Falle von Krankheit oder Unfall Zahlungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nachgelagert und damit voll versteuern. Rentenzahlungen aus eigenständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen müssen dagegen nur den deutlich geringeren Ertragsanteil versteuert werden.

    Der Abschluss von zwei Verträgen bietet in der Laufzeit auch deutlich mehr Flexibilität. So können Sie bei finanziellen Durststrecken oder großen Investitionen die Zahlungen der Rürup-Rente reduzieren und die wichtige Absicherung der Arbeitskraft dennoch bleibt in voller Höhe erhalten. Nebenbei können Sie auch genau erkennen, welche Beiträge für welchen Schutz aufgewendet werden.

    Viele Grüße

    Miriam Hubertus, CosmosDirekt

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