Man braucht keine komplizierten Bücher, um das Problem zu verstehen. Dazu muß man sich aber auf die spezielle Relativitätstheorie beschränken, wo Wurmlöcher und Gravitationsfelder nicht verwendet werden.
Einstein hat eine neue Gleichzeitigkeit definiert. Bei dieser Gleichzeitigkeit hat das Licht die Eigenschaft, daß es in allen Inertialsystemen die gleiche Geschwindigkeit hat. Zu einem 1. Zeitpunkt schickt man Licht in die Zukunft und betrachtet zu einem 2. Zeitpunkt das Licht, welches aus der Vergangenheit kommt. Die Schnittpunkte dieser Lichtstrahlen sind relativ gleichzeitig.
Das kann man am besten an einem Bild sehen. Da ich hier keins einladen kann, schreibe ich hier eine Internetadresse, wo du es betrachten kannst. (Leider brauche ich 3 Bilder und jedes hat eine eigene Internetadresse. Mein Kommentar würde deshalb als Spam markiert, wenn ich alle Links verwende. Deshalb werde ich beim 2. und 3. Bild den Anfang des Links weglassen. Er ist für alle Bilder identisch.)
http://www.paradoxe-systeme.de/wissenschaft/raum-zeit/attachment/in/
Die schwarze horizontale Linie kennzeichnet die Gleichzeitigkeit auf der Erde und die schwarze senkrechte Linie ist die Zeitachse und kennzeichnet den Ort der Erde. Die gelben Linien beschreiben den Lichtweg. Sie bilden ein Rechteck mit 2 roten Diagonalen. Die steile Diagonale beschreibt den Ort des Raumschiffs und ist daher die Zeitachse des Raumschiffs. Die andere Diagonale beschreibt die relative Gleichzeitigkeit im Raumschiff.
Man könnte die Situation auch vom Raumschiff aus betrachten. Dann bekommt man das selbe Bild, nur Spiegelverkehrt und man muß die Farben Rot und Schwarz austauschen.
Die Zeit wird dabei definiert über die Lichtuhr. Auch dafür habe ich ein Bild:
...paradoxe-systeme.de/wissenschaft/relativitatsttheorie/zeit-atomuhr/attachment/lichtuhr-2/
Zwischen 2 Spiegeln (Rot) geht ein Lichtstrahl (Gelb) immer hin und her. Bewegt sich die Uhr, dann muß das Licht zwischen den Spiegeln einen längeren Weg zurücklegen. Deshalb scheint die bewegte Uhr langsamer zu gehen. Das liegt aber nur an der unterschiedlichen Gleichzeitigkeit auf der Erde und im Raumschiff. Dabei denkt der Raumfahrer, daß auf der Erde die Zeit langsamer vergeht und auf der Erde denken die Menschen, daß die Zeit im Raumschiff langsamer vergeht.
Der Raumfahrer muß aber irgendwann wieder zurückkommen. Das geht nur, wenn er auf dem Rückweg ein anderes Gleichzeitigkeissystem verwendet. Um dies anschaulich zu erklären, habe ich hier noch ein 3. Bild:
...paradoxe-systeme.de/?attachment_id=947
Von Start bis zum Ziel vergeht für den Raumfahrer eine gewisse Zeit. Diese Zeit für den Raumfahrer kann nur innerhalb des hellroten Bereichs mit der Erde verglichen werden. Alles, was oberhalb des Rechtecks ist, ist die Zukunft. Auf dem Rückweg hat er eine andere relative Gleichzeitigkeit. Deshalb entsteht ein neues hellrotes Rechteck für Zeitvergleiche. Dabei geht die Uhr des Raumfahrers kontinuierlich weiter.
Bei der vom Raumfahrer verwendeten Gleichzeitigkeit befindet sich der Bereich des Grauen Dreiecks auf dem Hinflug in der Zukunft und auf dem Rückflug in der Vergangenheit. Aber niemals in der Gegenwart. Beim Zeitvergleich wird dieser Zeitabschnitt auf der Erde übersprungen.
Für die Menschen auf der Erde, die das Raumschiff beobachten, geht die Zeit für das Raumschiff kontinuierlich weiter. Dort gibt es keine Lücke. Obwohl die Zeitveränderung zwischen Raumschiff und Erde perfekt symmetrisch ist, muß für den Raumfahrer weniger Zeit vergangen sein, weil ein bestimmter Zeitbereich ausgeblendet wird.
Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch
doch sie haben KEINE Masse, sonst könnten sie sich ja nicht mit c bewegen