Patientenverfügung - neue und gute Antworten

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    Wie frühzeitig sollte man sich Gedanken über Testament und Patientenverfügung machen?
    Antwort von Fotografin1958 Fotografin1958

    Grundsätzlich ist jedes Testament - auch ein handgeschriebenes - rechtsgültig.

    Da bei Ihnen vermutlich die Famlienverhältnisse übersichtlich sind (ledig, kinderlos bzw. keine Kinder aus vorherigen Partnerschaften, in einer festen Patnerschaft lebend, ohne verheiratet zu sein), wird ein notarielles Testament für Sie unnötig sein.

    Aber es ist gut, daß Sie bereits Gedanken über Ihren Nachlaß machen. Wenn Sie beispielsweise bestimmte Erinnerungsstücke ganz bestimmten Personen hinterlassen möchten, sollten Sie so etwas in Ihrem Testament vermerken. Es ist gut, sich Gedanken über das eigene Testament bzw. Patientenverfügung zu machen, solange man noch seine Gedanken klar formulieren kann. Was meinen Sie denn, wie schwierig es für Sie werden wird, falls Sie mal mit lebensbdrohlichen Erkrankungen bzw. nach einem sehr schweren Unfall auf der Intensivstation liegen und u. a. an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind ... hoffentlich liegen Sie dann nicht im Koma!

    Ein Testament läßt sich jederzeit ändern, falls sich irgendetwas Gravierendes in Ihrem Leben verändern sollte (Vermögen, Familienstand etc.).

    Bereits einige Male habe ich mein Testament gemacht bzw. geändert. Ich habe mich für ein notrielles, öffentliches Testament entschieden (d. h. eine beglaubigte Abschrift ist beim Amtsgericht hinterlegt und wird nach meinem Ableben geöffnet). Zudem habe ich einen Testamentsvollstrecker (meist ein Rechtsanwalt oder Notar) eingesetzt, damit ich sichergehen kann, dass "mein letzter Wille" auch wirklich durchgesetzt wird. U. a. wird dieser Testamentsvollstrecher sicherstellen, dass das mietfreie, lebenslange Wohnrecht für Lebensgefährten ins Grundbuch eingetragen wird ... die eigentlichen Erben können nichts dagegen unternehmen, denn der Testamentsvollstecker hat in dieser Angelegenheit weitreichende Befugnisse.

    Hoffentlich habe ich Sie nicht zu sehr "vollgelabert"! Und zum Schluß: Genießen Sie trotz allem weiterhin Ihr Leben, genau wie ich meine Tage genieße!

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    Wie frühzeitig sollte man sich Gedanken über Testament und Patientenverfügung machen?
    Antwort von BillyBoo BillyBoo

    Ein Testament ist in Deinem Alter nicht so wichtig.Es wird die gesetzliche Erbfolge eintreten,sollte Dir was passieren.Nur wenn Du da Änderungen haben möchtest mußt Du schon jetzt ein Testament schreiben.Aber was ich wichtiger finde, ist eine Patientenverfügung,was soll sein wenn Du durch einen Unfall nicht mehr selbst entscheiden kannst.Vielleicht auch eine Anmerkung,bei Tod Organspende.Dafür gibt es einen Ausweiss worauf Du vermerken kannst,was wann gespendet werden darf.Laß Dich von einem Anwalt beraten dann bist Du immer auf der sicheren Seite.

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    Wie frühzeitig sollte man sich Gedanken über Testament und Patientenverfügung machen?
    Antwort von Apollonea Apollonea

    Ich habe mein erstes Testament vor ca. 7 Jahren geschrieben. Damals ging ich zum ersten Mal in den Auslandseinsatz und habe mich einfach wohler gefühlt. Da ich vor kurzem geheiratet habe, hab ich auch zusammmen mit meinem Mann ein neues Testament aufgesetz. Wir haben zusammen ein Haus gekauft und möchten natürlich nicht, dass es bei Todesfall an jemand anderes fällt. Auch habe ich meinen Ehemann in allem was für mich vermögend ist, als Begünstigter eingesetzt und umgekehrt. Wir haben uns auch über das Thema Patientenverfügung unterhalten und was gemacht werden soll, wenn mal was passiert. Ich schätze je früher man sich damit auseinander setzt, desto besser ist es für den Fall der Fälle. Klar wenn man noch jung ist, denkt man nicht daran. Ich bin 28 und denke nicht, dass ich bald sterben werde oder mir was passiert. Aber sicher ist sicher und ich weiß, dass ich alles getan habe um meinen Mann soweit abzusichern, dass er sich keine Sorgen machen muss. Lieber habe ich jetzt alles getan und muss mich nur noch alle Jubel-Jahre mit eventuellen Änderungen beschäftigen, als nicht getan zu haben und meine Familie dann vor einem Scherbenhaufen steht.

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    Wie frühzeitig sollte man sich Gedanken über Testament und Patientenverfügung machen?
    Antwort von naduh naduh

    Ich arbeite als Notariatsfachangestelte und kann dir sagen, dass JEDES Testament Gültigkeit hat, auch ein NICHT notariell beurkundetes. Wenn du also auf einem weißen Blatt Papier deinen letzten Willen schreibst und dieses jemand nach deinem Tod findet, hat das dort Geschriebene Gültigkeit. Der Vorteil eines notariell beurkundeten Testaments ist, dass im Falle deines Todes dieses amtlich ist, worüber die Erben auf jeden Fall Kenntnis erlangen. Ein privatschriftliches Testament hingegen kann zwar existieren, aber wenn niemand von der Existenz weiß, kann dein letzter Wille logischerweise auch nicht erfüllt werden. Ein Testament kannst du immer wieder ändern bzw. notariell ändern lassen, wie du das gerne möchtest. Ein Testament bzw. eine Testamentsänderung beim Notar kostet allerdings gutes Geld. Die Gebühren richten sich nach dem Nachlasswert, der wird in etwa geschätzt. Nach diesem Wert richtet sich eine 10/10 Gebühr für den Notar. Beispiel: Dein Nachlasswert beträgt schätzungsweise: 50.000,00 € = 10/10 Gebühr nach § 46 I KostO für den Notar = 132 €. Es fallen noch weitere Kosten wie Gerichtskosten an, die aber minimal sind. Wenn du ein gemeinschaftliches Testament errichtest, also z. B. mit deiner besseren Hälfte zusammen, dann bekommt der Notar sogar eine doppelte Gebühr, also 20/10. Eine Kollegin von mir hat auch bereits mit 28 J., nachdem sie ihr erstes Kind bekommen hat, ein Testament errichtet. Das liegt in deinem Ermessen. Aber ich denke, sobald man Familie hat und verheiratet ist, sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken. Eine Patientenverfügung ist natürlich auch in jedem Alter sinnvoll, auch mit 26 J. kann dir etwas schlimmes zustoßen, dass du in dem Zustand gelangst, wo über dich und dein Leben entschieden werden muss, weil du es selbst nicht mehr kannst (Koma z. B.), dann eine Patientenverfügung errichtet zu haben, ist eine gute Sache, so wird dir z. B. nicht irgendeiner als Betreuer zugeteilt sondern derjenige, den du als Betreuer in der Patientenverfügung angegeben hast. Außerdem hältst du in einer Patientenverfügung fest, was mal mit dir passieren soll, wenn du kurz vor dem Tod bist (lebenserhaltende Maßnahmen etc...). Das musst du selbst entscheiden, es ist aber, finde ich, in jedem Alter sinnvoll.

    Kommentar von Sonstiges SonstigesSonstiges

    Vielen Dank für die interessanten Infos. Ich hab auch gerade ein bisschen im Netz gestöbert. Ich hätte nicht gedacht, das es auch handschriftlich geht. Ich dachte immer, das "muss" über einen Notar laufen. Gut zu wissen.

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    Wie frühzeitig sollte man sich Gedanken über Testament und Patientenverfügung machen?
    Antwort von lama63 lama63

    wen du was zu vererben hast so schnell wie möglich du kannst es selber schreiben aber dann mit datum und unterschrift ,beim notar werden die kosten nach deinem vermögen berechnet, ptientenverfügung würde ich an deiner stelle auch schon machen , stell dir vor du hast einen schweren unfall und du liegst da nur noch wie ein stück fleisch und wirst nur am leben gehalten durch maschinen , wen du das nicht willst. dan ist eine patientenverfügung gut

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    Was passiert ohne Patientenverfügung und Versorgungsverfügung
    Antwort von beatemecugni beatemecugni

    hallo claudia009, sollte diese Starrsinnigkeit deiner Eltern demenzielle Gründe haben ( was eventuell mit deren Hausarzt zu besprechen wäre/ist ohne Vollmacht aber auch nicht einfach) könntet ihr auch ohne die Zustimmung der Eltern eine Betreuungsverfügung beim zuständigen Gericht beantragen. Sind die Eltern aber uneingeschränkt zurechnungsfähig und bei klarem Verstand, ist da absolut nichts zu machen.Man muss ihnen dann aber sehr deutlich sagen was ihre Weigerung bei Zeiten vorzusorgen für schlimme Folgen haben kann. Nämlich dass u.U. völlig fremde Menschen über ihr Leben ( und ihr Sterben) entscheiden werden. Wir hatten diese Schwierigkeiten mit meinen Schwiegereltern.(900 km. entfernt) Ich wäre an eurer Stelle aber auch nicht zu besorgt, denn manchmal kommt es ja auch ganz anders als man denkt und die Probleme treten erst garnicht auf. Bei uns war es dann so, dass meine Schwiegereltern, innerhalb rel. kurzer Zeit und ohne pflegebedürftig gewesen zu sein ,gestorben sind.

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    Patientenverfügungen
    Antwort von Bergen Bergen

    Deswegen macht man sowas am besten beim Notar der das ganze bestätigt.

    Kommentar von Ms42Ya Ms42YaMs42Ya

    Aber der Notar ist keine Pflicht. Gibt es nur diesen freiwilligen Schritt der Absicherung?

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    Was passiert ohne Patientenverfügung und Versorgungsverfügung
    Antwort von claudi009 claudi009

    Das Einzigste was vor ein paar Jahren mal passiert ist, war, das ich meinen Eltern meinen Personalausweis für ihre Bank mitgegeben habe, da sie dort eine Vollmacht im Falle ihres Todes für mich ausgestellt haben (habe diese aber nie gesehen). Von Patientenverfügung und vor allem Versorgungsverfügung wollen sie absolut nichts wissen, da hat schon mein Partner mit Engelszungen geredet und der kommt aus dem medizinischen Bereich. Hat dieses ganze Szenario auch schon mit seiner Mutter erlebt, die ins Heim musste. Das war wirklich gar nicht angenehm und ist bis heute eine einzige Katastrophe, da er und seine Geschwister wirklich NICHTS mehr bezüglich ihrer Mutter entscheiden können. Aber meine Eltern glauben uns da einfach nicht, im Alter wird man wohl auch etwas starrsinnig und das Ganze wird mit dem lapidaren Satz abgetan: "Da haben die Anderen was falsch gemacht, bei uns ist alles geregelt!"

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    Was passiert ohne Patientenverfügung und Versorgungsverfügung
    Antwort von Shorty1210 Shorty1210

    ihallo claudi009,versuche deine Eltern auf jeden Fall von einer Vollmacht zu überzeugen.Notfalls mit Hilfe einer juristischen Person.Es gibt bei Gerichten kostenlose Beratungen beim Amt für Betreuungswesen.Du hast sonst im Notfall Probleme.Falls ein Heimaufenthalt notwendig wird,deine Eltern aber nicht wollen,geht es schon los.Eine automatische Kontenverfügung gibt es auch nicht.Das kann man bei der Bank der Eltern regeln.Das habe ich mit meiner Mutter auch gemacht.Das mit dem Vormundschaftsgericht stimmt.Ein amtlicher Vormund ist sehr teuer und er hat dann handhabe über alles.Beim Ableben der Eltern muss erst ein Erbschein bei Gericht beantragt werden.Vor Erhalt darf keiner an das Konto.Also auf jeden Fall Vorsorge treffen.Liebe Grüsse shorty

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    Was passiert ohne Patientenverfügung und Versorgungsverfügung
    Antwort von KaeteK KaeteK

    Versuche deine Eltern über einen Notarbesuch zu überreden. Das wäre mal ein Anfang und dann rede persönlich mit ihnen über die Lage in der sie sich befinden und dass du dir Sorgen machst. Eine Patientenverfügung kannst du im Internet runterladen. Auch im Falle eines Heimaufenthalts sollten sie informiert sein. Lass sie wissen, dass das sons fremde Leute entscheiden, bis du bei ihnen bist - 500 km ist nicht gerade um die Ecke. Du mußt das schon alles persönlich mit ihen besprechen!

    Viel Erfolg!

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    Was passiert ohne Patientenverfügung und Versorgungsverfügung
    Antwort von Thalydia Thalydia

    Selbst die Bankvollmacht hast du nur wenn sie dir explizit eine einräumen, sonst muss du auch als Kind auf die Eröffnung des Nachlasses bzw. den Erbschein warten. Wenn es um medizinische Versorgung geht wirst du gefragt werden...aber auch da wäre es sinnvoll den EIGENEN Willen festzuhalten und das nicht nur dem Kind aufzuhalsen.

    Ein Vormundschaftsgericht wird bei gutem Verhältnis vermutlich Verwandte bevorzugen...aber bei 500km Entfernung ist das auch nicht einfach.

    Deine Eltern täten sehr gut daran, sich mit den Themen mehr auseinander zu setzen...aber zwingen kannst du sie nicht.

    Kommentar von KaeteK KaeteKKaeteK

    so ist es! Sobald die Bank Wind davon bekommt, dass jemand verstorben ist, wird das Konto erstmal eingefroren...

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    Sind Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gleichermaßen notwendig?
    Antwort von Wincat Wincat

    Hier steht alles gut erklärt: www.patientenverfuegungen.eu

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