Ostpreussen - neue und gute Antworten

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    Friedliche Rückgabe der Ostgebiete
    Antwort von Proximo Proximo

    Also ich denke die ganze Diskussion hat absolut seine Berechtigung und sollte meiner Meinung nach noch viel offener, kritischer und LAUTER geführt werden, da das, was damals geschah, mehr als leichtfertig und meiner Meinung vor allem aus dem Bauch entschieden wurde. Die Art und Weise wie 1990 die Ostgebiete "endgültig" abgetreten wurden, die für die Identität Deutschlands von zentraler Bedeutung sind, ist heute nicht mehr ohne Weiteres nachvollziehbar. Die Abtretung der Ostgebiete wurde sicherlich unbestritten vor allem aus einem Grund getätigt: den Frieden um jeden Preis zu erhalten und in keinster Weise zu gefährden. Was jedoch aus heutiger Sicht mehr als ein mulmiges Gefühl hinterlässt ist: Es gab keinerlei Bemühungen, die Deutschen Gebiete wieder einzugliedern und es wurden hierbei in erster Linie finanzielle aber auch Gründe der sich gewandelten Bevölkerung, die nämlich nun polnisch war, angeführt. Das meiner Meinung nach wirklich entscheidende Argument, dass die Ostgebiete über Jahrunderte zu Deutschland gehörten und aus Identitätsgründen von immens wichtiger Bedeutung sind, ist hierbei völlig ausgeklammert worden. Was hätte man damals auch anderes tun sollen? Wie hätte es ausgesehen, wenn Deutschland die ehemaligen Ostgebiete zurückgefordert hätte? Deutschland wäre sofort wieder als Aggressor und unmenschlich abgestempelt worden, da diese Gebiete nun von polnischen und russischen Staatsangehörigen bewohnt wurden. Aber kann dies das einzige Argument sein? Ist nicht viel entscheidender, welche Rolle diese Gebiete über Jahrhunderte für Deutschland spielten? Und wäre es somit nicht von den Aliierten geradezu notwendig gewesen, Deutschland diese Gebiete zurückzugeben , um das Deutsche Volk nicht bis auf alle Ewigkeiten für die Taten der Naziherrschaft zu strafen - einerseits durch endgültige Wegnahme der Gebiete, andererseits durch indirekte Legitimation der Vertreibungen? Selbst heute sind viele der Meinung, dass allein das Argument zählt, dass dort nun hauptsächlich Polen leben und Deutschland daher keine Ansprüche mehr auf diese Gebiete hat. Doch vergisst man hierbei, welche historische Bedeutung diese Gebiete für das Deutsche Land hatten und mit entscheidend zu seiner heutigen weltpolitischen Position beigetragen haben. Die Ostgebiete verkörpern einen entscheidenden Teil der Deutschen Identität. Die Abtretung kam einer Amputation gleich, die mit fortschreitender Zeit immer unwahrscheinlicher wird rückgängig machen zu können. Man könnte nun sagen, dass die Identität zu abstrakt, nicht messbar und damit im Gegensatz zu den realen Gegebenheiten unwichtig sei. Der dies sagt vergisst jedoch, dass eine gewachsene und integrierte Identität unabdingbar für Frieden ist. Nur, wer weiß, wer er ist, weiß auch, was er tut! Insofern könnte man sagen, dass die Ostgebiete, die von den Allierten nach dem Krieg als Motor des Militarismus Deutschlands, insbesondere Preußen, angesehen wurden, auf lange Sicht gesehen eher als Stabilisator für den inneren Frieden Deutschlands dienen. Denn eines ist sicher: je selbstbewusster die Deutschen werden, desto kritischer werden sie werden und auch irgendwann die Frage nach der Legitimation des 2+4-Vertrages stellen, allein schon auf Grund der Tatsache, dass es keine Alternative und keine anderslautende Diskussion zum letztendlich Beschlossenen gab. Der Versailler Vertrag hat bereits gezeigt, zu was eine (von außen) aufgezwungende Entscheidung führen kann. Durch die Schrecken und die Schuld des Zweiten Weltkrieges wird sich die Reaktion lediglich verschieben, jedoch wird sie irgendwann kommen und hoffentlich wird sich die Geschichte nicht wiederholen.

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    Friedliche Rückgabe der Ostgebiete
    Antwort von Proximo Proximo

    hallo

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