Guten Abend,
das Thema Organspende wird ja in letzter Zeit immer häufiger in die Öffentlichkeit und unser Bewusstsein gedrängt. Nicht alle sind Mediziner um konkret zu sagen, was es denn heißt Organspender zu sein und was für Vor-oder Nachteile es mit sich bringt. Man muss erstmal klarstellen, dass es NICHT NUR Vorteile gibt. Von einer "SPENDE" können wir hier schon lange nicht mehr reden.
Ich persönlich würde trotz meiner medizinischen Kenntnisse nie ein Organ spenden noch eins annehmen. Die Medizin ist nur Prozess des Rauszögerns. Sie rettet zwar Leben, aber letztendlich hat sie etwas verhindert, was wieder eintreten kann. Nämlich den Tod oder einen schweren Krankheitsverlauf der eventuell zm Tod führt. Ihr schenkt niemandem ein Leben mit eurer Spende, nein ihr zögert das ganze hinaus. Diese Person wird sterben, so wie der Spender. Die Organempfänger müssen ihr Leben lang Medikamente einnehmen, damit der Körper das Organ nicht abstoßt, es ist ein Fremdkörper im wahrsten Sinne des Wortes. Die Politik besitzt leider die Unverschämtheit, mit dem Gewissen eines Menschen zu spielen und unter Druck zu setzen. Diese Befragungsbögen werden nicht die "Spendebereitschaft" der Bürger erhöhen, im Gegenteil, mich würde es sogar stören, wenn alle 2 Jahre so ein Brief in meine Wohnung flattert, mit der Aufforderung ich solle mich neu entscheiden! Und das ab 16 Jahre! Man kann dich nicht ernsthaft von Jugendlichen erwarten, dass Sie jetzt schon sich entscheiden, deren Leben fängt doch erst gerade an!!
Desweiteren dürfen wir das Thema Patientenverfügung nicht vergessen! Was sind Patientenverfügungen? Richtig, man limitiert die Brehandlungsmethoden, um den Tod hinauszuzögern, diese ganzen Lebenserhaltenden Maßnahmen, wie Beatmung, künstliche Ernährung werden abgelehnt, weil es genügend Menschen gibt, die nicht ihr Leben lang an Geräten und Schläuchen hängen wollen. Das heißt, dass es sehr viele Menschen gibt, die eigentlich neue Organe benötigen aber diese mit ihrer Patientenverfügung ablehnen.
Nur weil die Medizin solche Möglichkeiten besitzt, heißt das noch lange nicht dass man sie alle in ANspruch nehmen muss, um am Leben zu bleiben, und das um jeden Preis, auch wenn ich am letzten Tag in meinem Leben mich nicht bewegen kann.
Ein dritter kritischer Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte ist, dass eine Organentnahme bei Toten nicht funktioniert. Das heißt das Organ muss physiologisch aktiv sein, was auch nur am "lebenden" Menschen möglich ist. Mit einem Hirntod ist man noch lange nicht tot, denn man kann den Blutdruck spüren, die Temperatur liegt bei 37 °C, man zeigt Reflexe. Man hat nur nicht die Möglichkeit sein Bewusstsein auch zu zeigen (z.b durch sprechen).
Ich finde es schlimm, wenn man sich wirklich einredet, man tue was Gutes dabei, denn das hat nichts mit Nächstenliebe zu tun. Auch ein Argument wie " Wenn ich begraben werde, werden meine von Würmern zersetzt, also warum nicht gleich schenken?" sollte nicht als Grund herangezogen werden. Nicht jeder der sein Organ hergeben will, eignet sich auch dafür. Und man sollte auch keine Gefühle der Veranwtortung entwickeln, wenn man hört, dass im Schnitt täglich 3 Patienten sterben, weil sie keine Organe erhalten haben.
Die DOS ist leider nicht die richtige Stiftung, die das koordinieren sollte. ZU wenig Transparenz schürt das Misstrauen. Wenn schon sowas in Kraft treten sollte, dann durch eine Organistion die auch staatlich geprüft wird. Desweiteren ist die Datenweitergabe an Dritte, ebenfalls ein Detail, dass man nicht einfach so hinnehmen sollte. Ein Arzt unterliegt der ärztlichen Schweigespflicht. Ich möchte auch nicht, dass plötzlich irgendeine Pharmaindustrie oder Forschungsinstitut meine ganze Krankheitsgeschichte und Daten kennt, das geht nur meinen Arzt, meine Krankenkasse und mich selbst etwas an. Was wirklich komisch ist, ist dass bisher die Datenweitergabe an Dritte tabu war und plötzlich kann man das doch umgehen, gegen den Willen des Patienten!!Die Pharmaindustrie ist so korrupt, dass mir schon beim Gedanken einen Kloß im Hals habe. Letztendlich wird mit eurem Akt der Nächstenliebe, so viel Geld gemacht, sodass die Nächstenliebe auch gleich wieder flöten geht.
AM meisten stört es mich, dass die Politikersowas durchsetzen wollen, aber wahrscheinlich ist es, so dass kaum einer von denen einen Ausweis hat....
Jeder sollte über das Thema Tod sprechen und es akzeptieren. Denn früher oder später, werden wir alle sterben, sei es mit einem transplantiertem Organ oder ohne.
Endlich einer der sich informiert hat.
Schwachsinn^10. Keine weiteren Kommentare.
Ach meinst du? Guck dir mal dokus von betroffenen an .. Eine Mutter z .b hat ihren kleinen Sohn " frei" gegeben und danach hat sie erzählt was die mit ihm angestellt haben und das sie, sie unter Druck setzten.