Das sind sog. Arbeitswerte.
Es gibt viele Arbeiten, die deutlich kürzer als eine Stunde dauern. Für diese ist die Abrechnung in Stunden, halben Stunden oder Viertelstunden unpraktisch. Und es sieht auch blöd aus auf der Rechnung.
Also hat man irgendwann festgelet, dass man mit Arbeitswerten rechnet. Die Dauer eines Arbeitswertes richtet sich nach der kürzesten üblichen Arbeit. Das sind bei Autowerkstätten idR 5-8 Minuten. Ein Arbeitswert entspräche also 7 Minuten.
Das ist aber nur eine theoretische Näherung.
Es wird nicht die tatsächliche Arbeitszeit berechnet, sondern fast alle Arbeiten sind katalogisiert und anhand eines Durchschnittsarbeiters hochgerechnet.
Sagen wir mal, ein Durchschnittsarbeiter benötigt für den Aus- und Einbau der Auspuffanlage 49 Minuten = 7 AW.
Das heißt, die Arbeit ist 7 AW wert, egal wie lange der Mechaniker wirklich braucht. Ist er trödelig oder der Auspuff festgegammelt und braucht eineinhalb Stunden, werden trotzdem nur 7 AW abgerechnet. Ist er dagegen ein Profi und schafft die Arbeit in 20 Minuten, werden trotzdem volle 7 AW abgerechnet.
Gleichzeitig ist der AW die kleinste Abrechnungseinheit, die immer abgerechnet wird.
Scheibe putzen = 1 AW
Vier Mechaniker schieben den PKW auf den Abschlepper = 4 x 1AW.
Dann wird noch nach Art der AW unterschieden.
Es gibt die Mechaniker-AW, die sind die untere Basis
Karosserie und Lackierer-AW liegen meistens drüber
Mechatroniker- oder Elektroniker-AW sind erfahrungsgemäß die teuersten.
Bremsscheiben könnte deshalb teurer sein, weil das mit Sicherheit zu tun hat. Darf der Lehrling nicht alleine machen, bzw. ein Geselle muss es anschließend nachprüfen.
Wie sicher ist dass das ich kein motorschaden bekomme???
kommt drauf an, wie weit bist du gefahren ? fährt des auto jetzt auch noch ?