"Also das hier soll auf keinen Fall eine judenfeindliche Frage sein, nicht dass das jemand falsch versteht."
Völlig unnötige Bemerkung. Darf man das Wort etwa nicht erwähnen?
Es gibt eigentlich mW. erst seit den 90er Jahren wieder deutlich mehr Juden. Denn die DDR hatt ein Abkommen mit der SU über die Aufnahme von dort auswanderungswilligen Juden vorbereitet, mit dem sie ihre relative Ignoranz (so empfanden es jedenfalls kirchlich geprägte DDR-Protestaktivie) gegenüber dem Holocaust und der so empfundenen deutschen Schuld, ausgleichen wollte.
Dieses wegen DDR-Ende nicht mehr in Kraft getretene Abkommen wurde aber dann in der neuen grösseren BRD umgesetzt. Daraufhin konnten mehrere 10.000 Juden aus Russland nach Deutschland einwandern.
Deren Zahl stieg von ca. 30.000 auf heute ca. 110 oder 120.000.
Im Amtsjargon wurden diese Einwanderer auch "Kontingentjuden" genannt, da die Obergrenze eben als Kontingent festgesetzt war. Ich persöblich halte dieses Wort für sowas wie ein Unwort: klingt, als würden Menschen auf Euro-Paletten geliefert;-)
Daher sprechen heute viele Juden in Deutschland Russisch und das ist die inoffizielle Amtssprache der jüdischen Gemeinden.
Neben den Einwanderern aus Russland gibt es ausserdem auch eine kontinuierlich wachsende Gemeinde von Auslands-Israelis. Deren Hintergrund ist, dass sie das Leben in dem Dauerkrieg Israels mit den Palästinensern und ihren Nachbarn nicht mehr leben wollen oder können und bessere Chancen in einer als "normaler" empfundenen Umgebung suchen.
Deutschland macht den Israelis das Einwandern verhältnismässig leicht und ist daher auch ein als attraktiv empfundenes Ziel. Die meisten aus dieser Gruppe gehen nach Berlin, denn das hat seit den 90ern in Israel einen guten Ruf als besonders lebendige und lebenswerte Stadt;-) Viele schauen es sich erst mal als Touristen an (Du hörst jeden Tag HebräIsch in Berlin) und packen dann später ihre Koffer.
Es sollen schon weit über 10.000 Israelis in Berlin leben. Deren Präsenz bemerkt man übrigens auch, wenn man darauf achtet.
Das sind die zwei Hauptursachen, die ich kenne, kurz vorgestellt.
http://www.welt.de/kultur/article3300435/yyyy-xxxx-wurde-spaet-zum-Antisemiten.html Bitte bei xxxx HitIer und bei yyyy A d o l f (tippen, nicht kopieren, zusammengeschrieben) einfügen. lgO Zitat:
Diese Lücke füllt Reuth überzeugend. Gestützt auf Brigitte Hamanns Kulturgeschichte "HitIers Wien" und Anton Joachimthalers schwer lesbare Fleißarbeit "HitIers Weg begann in München" zeigt er zunächst, dass die gescheiterte Existenz HitIer weder in Wien ein Antisemit war noch während des Ersten Weltkrieges. Weitere, bisher zu wenig wahrgenommene Quellenfunde zeigen zudem, dass der wurzellose österreichische Gefreite in München zur Jahreswende 1918/19 wie viele seiner Kameraden der Mehrheitssozialdemokratie zuneigte. Er ließ sich sogar zum Soldatenrat wählen. Ein bislang fast unbekanntes Foto zeigt HitIer, wie er am 26. Februar 1919 dem Trauerzug für den ermordeten bayerischen Revolutionsministerpräsidenten Kurt Eisner zusieht. In "Mein Kampf" behauptete der NSDAP-Chef dagegen, erst im März 1919 nach München gekommen zu sein. Fest steht jedoch, dass HitIer mindestens zehn Wochen lang zu den Unterstützern der linken Räteregierung gehörte. In dieser Zeit kann er, schließt Reuth, keinesfalls bereits ein radikaler Judenfeind gewesen sein.