Ich beziehe mich nun lediglich auf die Überschrift und lass mal fließen, was da IN mir dazu auftaucht ;-)
Für mich ist Gerechtigkeit weder logisch, noch rational, wenn sie ausschließlich auf sicht- und greifbare Fakten aufbaut. Die kurzsichtige Sichtweise, dass nur der kleine Ausschnitt einer Situation ausreichend dafür ist, um über gerecht oder ungerecht urteilen zu können, macht so ein Urteil vielleicht logisch, aber bestimmt nicht geistreich.
Unsere Gesetze, die für Gerechtigkeit sorgen sollen, entspringen einer Zeit, die geprägt ist von rationalem und logischem Denken und tiefere Zusammenhänge von Geist und Seele völlig außen vor lässt.
Von daher ist unsere sogenannte Gerechtigkeit für mich vor allem eines, nämlich hochgradig unmenschlich!
Verbrechen jeglicher Couleur haben einen gemeinsamen Ursprung: einen Mangel an LIEBE.
Das beginnt mit dem Mangel an Liebe und Anerkennung für sich selbst, geht weiter mit der Hoffnung, dies von anderen aufgefüllt zu bekommen und endet mit dem Versuch wenigstens überhaupt auf sich aufmerksam zu machen, beachtet zu werden, das Gefühl zu haben "auch wer zu sein" und wenn es eben in den negativsten Ausformungen ist.
Ich könnte auch so sagen: aus irrationalen Gründen bestehende und entstehende scheinbare Ungerechtigkeiten werden mit Hilfe von Gesetzen und unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit "berichtigt".
Ohne deine Stichpunkte nachgeschlagen zu haben, würde ich dir spontan widersprechen. Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen hat sich Wertmaßstäbe angeeignet, um das Zusammenleben zu gestalten. Dies geschieht aus Rationalismus.
Gewiss mag es weitere Gründe für ethisches Verhalten geben: emotionale und instinktive.