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Lohn - neue und gute Antworten

Lohn - neue und gute Antworten

Hier werden die neuesten Antworten gelistet.

gibt es eine möglichkeit, gg. arbeitgeber vorzugehen, die bei vollzeit löhne unterhalb hartz4 zahlen

anonym
beantwortet von fairsite am 20. Juli 2008 10:40
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ich finde es eine Frechheit und Zumutung. Wie soll sich ein Arbeitnehmer fühlen, für Leistung weniger zu bekommen, als wenn er im Bett liegen bleibt.

Wenn unter Hartz4 dann auf jeden Fall von diesem Staat Arbeitslosengeld II und Wohngeld beantragen. Traurig - aber es ist leider so.

Kommentar von Simple_avatar3smallgartenzwergin am 20. Juli 2008 11:05

ja, hier im osten ist es leider schon mitunter so.


gibt es eine möglichkeit, gg. arbeitgeber vorzugehen, die bei vollzeit löhne unterhalb hartz4 zahlen

tanja1959
beantwortet von tanja1959 am 19. Juli 2008 09:22
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also ich hatte schon 2x glück und ein arbeitsrichter hat so einen arbeitgeber auf 1-jahr lohnnachzahlung verdonnert, weil er es als ausbeutung des AN betrachtete. ging aber nur im kündigungsfalle als mehrere AN zu unrecht gekündigt wurden und wir das mit dem niedriglohn in der klage eingereicht hatten.

Kommentar von Simple_avatar3smallgartenzwergin am 19. Juli 2008 18:35

in welchem bundesland war denn das? hier vor ort würden manche leute vermutlich sogar noch geld mitbringen, um arbeiten zu "dürfen". und so lange das so ist, hat man vermutlich das nachsehen, wenn man von seiner arbeit auch leben will, nicht nur notdürftig existieren. hilft wohl wirklich nur noch weggehen.

Kommentar von Simple_avatar2smalltanja1959 am 19. Juli 2008 18:54

das war in NRW, innerhalb der letzten 4 jahre. manche richter kotzt die ausbeuterei eben auch langsam an und vor allem weil sie andauernd prozesse gegen diese chefs führen dürfen. irgendwann sind diese schwarzen schaafe eben bekannt!

siehst du gartenzwergin und genau aus diesem grund bin ich jetzt seit kurzem ausgewandert. ich hab diesen schritt gewagt und bereue keine sek. und alle deutschen die ich treffe wollen nicht mehr zurück...nur noch auf besuch bei der verwandtschaft.

ich hatte so die schnauze voll von AG-konkursen, niedriglöhnen, arbeitsgerichten, arge, zu alt für job und unseren gesetzen. mich hat die arge sogar dumm angemacht, weil ich mich im ausland mit ca. 300 bewerbungen um job bemüht habe. endlich hat es geklappt und jetzt kann ich nach vielen jahren ausbeutung endlich wieder aufatmen u. leben !!!!

Kommentar von Simple_avatar3smallgartenzwergin am 20. Juli 2008 11:04

du hast ja soooo recht. und wenn ich einen beruf hätte, den ich im ausland gebrauchen könnte, dann würde ich es dir auch nachmachen. denn mir hängt das, was du da schreibst auch wirklich zum hals raus.

im übrigen, in nrw glaube ich dir das gerne. darum hatte ich auch nach dem bundesland gefragt. ich dachte mir schon, daß es wieder nrw ist. da haben vielleicht die richter sogar noch etwas rückgrat. und (u.a.) nrw ist ja auch (zumindest hier vor ort) dafür bekannt, daß dort noch arbeit zu bekommen ist, zu akzeptablen löhnen. darum hat sich evtl. die extreme niedriglohnschiene noch gar nicht so stark etabliert. hier im osten allerdings habe ich den eindruck, daß auch die richter (noch) den kotau machen und solche unternehmer ungeschoren davon kommen, auch deshalb, weil sich dieses lohnniveau eben bereits ziemlich etabliert hat. wie ich oben schon schrieb, es gibt hier leute, die würden vermutlich sogar noch geld mitbringen, um arbeiten zu dürfen. das arbeitsethos ist hier sehr hoch, immer noch. und der makel, nicht arbeiten zu gehen, ist entsprechend enorm. arbeit selbst ist einw ert an sich hier. das stammt noch aus ddr-zeiten. die zeiten der "aktivisten" sind ja auch noch gar nicht so lange her. und man schaut hier immer noch sehr aufeinander. wer nicht arbeiten geht, ist schnell in der schublade "asozial". auch das stammt noch aus ddr-zeiten. dort wurde so etwas verfolgt. und das denken verändert sich eben nicht so schnell, wie es die verhältnisse getan haben. so kann ich ja berichten, daß ich von bekannten gehört habe, die sich eine abm-stelle mit jemand anderem geteilt haben. sie arbeiten eben beide zur gleichen zeit. dadurch bekommt jeder von ihnen aber nur die hälfte der abm-vergütung, was zu dem zeitpunkt etwa 3,50 euro pro stunden war. daß sie dadurch die doppelte arbeitsleistung abgeben, aber nur die hälfte bezahlt bekommen, ist beiden irgendwie nicht eingefallen. sie waren im übrigen froh, daß sie auf diese weise im sommer im ordnungsdienst tätig sein konnten und aus ihrem haus und ihrem garten wieder mal rauskamen und mit anderen ins gespräch und kollegen hatten und und und. so ist das. arbeit hat im osten einen anderen stellenwert als im westen.

aber liebe tanja, ich finde dich sehr mutig. und wünsch dir, daß du das niemals bereust, daß du deutschland verlassen hast.


Wie schwach ist die Wirtschaft eines Landes, wenn Parteien den Mindestlohn in Pleiten ausmalen ?

Norwegenadler
beantwortet von Norwegenadler am 18. Juli 2008 19:17
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abgestimmt für: Nur Mindestlöhne sind eine Chance zum Bestehen ?

Wie schwach ist die Wirtschaft eines Landes, wenn Parteien den Mindestlohn in Pleiten ausmalen ?

SefrinsWP
beantwortet von SefrinsWP am 18. Juli 2008 18:09
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Wenn ich von der Hand in den Mund leben müßte wie würde ich dann noch was kaufen können???

Ohne genüg Lohn sind die Kaufkraft, eingenommen wird doch genug. Ich arbeit bei einen Supünternehmen das für Görtz, Esprite, Hugo Boss, C&A, und einige mehr die Versendung und Retourbeareitung und Lagerung übernimmt.

5 Länder der EU und es kommen noch mehr hin zu. Das alles läuft in der Nähe von Hannover.

Was das versendet wird ist sehr viel, die großen Firmen verdienen genug. Leider ist es in Deutschland so das sich die großen das meiste Geld einstecken. Wie soll Frau X aus Stadt X eine STARKE Kaufkraft haben wenn sie 400,- €uro im Monat verdient???? Wenn Herr Y aus Stadt Y in der Stunde 8,- e verdient und Vollzeit arbeite dann ist sein Kaufkraft wesentlich stärker.

abgestimmt für: Mindestlohn ist für die Wirtschaft gut ?

Wie schwach ist die Wirtschaft eines Landes, wenn Parteien den Mindestlohn in Pleiten ausmalen ?

anonym
beantwortet von primaxi am 18. Juli 2008 18:07
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Zu mindest sollten die Löhne so hoch sein, das es keine Löhne gibt, wo man noch zusätzlich Harz IV bekommt! In der Firma wo ich zuletzt gearbeitet habe, musste gut 75% der kollegen ALG II zusätzlich beantragen, weil die Löhne so gering waren. Alle haben trotzdem 170 bis 180 Stunden im Monat gearbeitet.

abgestimmt für: Nur Mindestlöhne sind eine Chance zum Bestehen ?



Kommentar von 0730b51ba2cb14a0577b74a1b986089csmallCLHexe75 am 18. Juli 2008 18:13

Das ist echt der Hammer, sowas darf es wirklich nicht geben.


Wie schwach ist die Wirtschaft eines Landes, wenn Parteien den Mindestlohn in Pleiten ausmalen ?

CLHexe75
beantwortet von CLHexe75 am 18. Juli 2008 18:07
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Bei den ständig steigenden Preisen können sich schlecht bezahlte Leute ja bald nichts mehr kaufen, geschweige denn mit dem Auto zur Arbeit fahren bei den Bezinpreisen.

abgestimmt für: Nur Mindestlöhne sind eine Chance zum Bestehen ?

Wie schwach ist die Wirtschaft eines Landes, wenn Parteien den Mindestlohn in Pleiten ausmalen ?

Geborg
beantwortet von Geborg am 18. Juli 2008 18:05
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Zum bestehen der Bürger/innen

abgestimmt für: Nur Mindestlöhne sind eine Chance zum Bestehen ?

Wie schwach ist die Wirtschaft eines Landes, wenn Parteien den Mindestlohn in Pleiten ausmalen ?

Jana07
beantwortet von Jana07 am 18. Juli 2008 18:04
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es kommt darauf wo und wieviel!

abgestimmt für: Mindestlohn ist Unfug ?

gibt es eine möglichkeit, gg. arbeitgeber vorzugehen, die bei vollzeit löhne unterhalb hartz4 zahlen

wim50
beantwortet von wim50 am 18. Juli 2008 16:15
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Du siehst das irgend wie falsch:

http://tinyurl.com/5qkdzx

Kommentar von Simple_avatar3smallgartenzwergin am 18. Juli 2008 16:41

ja, ja, ich weiß. und manch einer sieht selbst das brett nicht, das er selbst vorm kopf hat. wenn ich den beitrag lese, fällt mir wieder der uralte spruch ein: glaube nur die statistik, die du selbst gefälscht hast. tja, und ich weiß in dem fall sogar, wovon ich rede. ich bin nämlich vom fach. irgendwie sind die meisten neuerdings eben nur "gefühlt arm". oder so. hört man immer wieder. und manche glaubens inzwischen sogar. steter tropfen hölt eben den stein, nicht wahr?

Kommentar von 64da7f639533ab2107528c09977b7d90smallwim50 am 18. Juli 2008 17:00

Im Zweifelsfall wäre noch Herr Hundt als Sachverständiger heranzuziehen:

http://tinyurl.com/6mg3t6


gibt es eine möglichkeit, gg. arbeitgeber vorzugehen, die bei vollzeit löhne unterhalb hartz4 zahlen

burki
beantwortet von burki am 18. Juli 2008 15:42
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guten tag

solche niedrig löhne sind doch in vielen bereichen und regionen z.b im osten ganz normal. da kräht kein hahn mehr nach. oft sind sie schlimme regel und nichtmal die ausnahme.

ein ag zahlt doch das an lohn, was genommen wird. warum sollte ich z.b als ag dir 8 euro zahlen, wenn deine nachbarin bei mir für 4,50 euro arbeiten geht und aufstocken kann durchs amt? solange also jemand für extremen niedriglohn arbeiten geht, zahlt der ag auch nicht mehr. da werden soziale leistungen gleich zum lohn dazu gerechnet. eine schlimme situation, aber eben nichtmal die ausnahme.

das ist auch nicht etwas rechtlich verboten, sondern wird direkt oder indirekt öffentlich gefördert.

das arbeitsamt vermittelt arbeitslose in solche stellen. dann klopfen sich die vermittler noch auf die schulter, was sie tolles geleistet haben. wieder einen vermittelt, der aus der statistik raus ist.

jemand der eben für wenig lohn arbeiten geht und aufstockend soziale leistungen bezieht, gilt eben auch nicht als arbeitsloser. seit der einführung von alg2 hat sich das ganze noch deutlich erhöht, obwohl die ämter sowas garnicht fördern dürfen, laut politischer planung bei der einführung. es wird aber getan.

schuldig sind daran also mehrere, nicht nur der ag. das arbeitsamt, das sowas vermittelt und letztlich auch der arbeiter/in der/die solche stellen annimmt. natürlich ist der vormals arbeitslose der schwächste in der kette, aber der muss im schlimmsten fall, sonst bekommt er sanktionen vom amt.

ist also ein ewiger kreislauf, der im wachsen ist. die sozialen grundleistungen verringern geht ja kaum noch. dort ist also kein spielraum. ginge es also nur über höhere (netto)löhne und dazu gehört noch die senkung der lohnnebenkosten. wenn man nämlich grosse teile des lohnes abführt als arbeiter und als arbeitgeber, bleibt netto wenig übrig. selbst eine lohnerhöhung um z.b 2 euro bringt ja wenig, wenn man kaum 50 cent mehr netto davon raus hat.

ist also gar keine rein rechtliche frage, sondern eine gesamtgesellschaftliche. durch die hohen abgaben und lohnnebenkosten werden natürlich die ganzen sozialen leistungen finanziert. man müsste also nicht nur vom ag verlangen höhere löhne zu zahlen, sondern man müsste gesamtgesellschaftlich etwas ändern. die ganzen gesetzlichen rahmenbedingungen. genau da hat die politik versagt. die rahmenbedingungen legt nämlich der ag nicht fest. er nutzt sie und muss darin wirtschaften, überleben und möglichst profit erwirtschaften.

letztlich sind direkt oder indirekt aber eigentlich alle irgendwie zufrieden. das amt, da die aufstockungssumme ja kleiner sind, als wenn jemand komplett vom amt lebt. der ag, weil er so möglichst geringe lohnkosten hat und schliesslich der ehemals arbeistlose der vieleicht nach jahren endlich wieder eine arbeit hat. der wieder sinnvoll beschäftigt ist und sich noch freut, das er wieder gebraucht wird.

also wird es genauso weitergehen.

tschüss burki


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