Hallo meiketf
Da Du über das Thema Glück aus religiöser Perspektive nachdenkst, stimmst Du vielleicht mit dieser Definition überein:
„Glück ist ein Zustand des Wohlbefindens, ein Zustand der sich durch verhältnismäßig lange Dauer auszeichnet und von bloßer Zufriedenheit bis hin zu einer tiefempfundenen Freude am Leben reicht. Ein wirkliches Glücksgefühl also, von dem das Herz erfüllt ist. Sein besonderes Merkmal ist der natürliche Wunsch, dass er nie enden möge.
Glück unterscheidet sich ganz deutlich von Vergnügen oder Spaß, denn beides sind mehr rein zufällige Begegnungen und entstehen durch oberflächliche, rein äußere Anreize."
Und man sollte schauen, was die die Bibel dazu sagt:
Im hebräische Quelltext steht éscher für „glücklich“ ist (Psalm 40:4), das griechische Wort für „glücklich“ ist makários.
Die in den Psalmen, den Sprüchen und besonders die von Jesus Christus in der Bergpredigt verfassten Äußerungen zu Deinem Thema werden „Glücklichpreisungen“ genannt.
Alles in der Bibel verheißene Glück hängt von einem guten Verhältnis zu Gott ab, davon, dass man ihn liebt und ihm treu dient.
Ohne Jehova zu gehorchen, kann man nicht wirklich glücklich werden, denn nur mit seinem Segen als eine seiner ‘guten Gaben’ und eines seiner ‘vollkommenen Geschenke’ kann ein Mensch dauerhaft glücklich werden. Und dieser Segen ist ähnlich unverzichtbar, wie die Luft zum Atmen oder das Wasser zum Leben..
Glücklich wird man nicht durch großen materiellen Reichtum oder durch Macht.
Jesus sagte: „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35). Wer sich des Geringen annimmt und dadurch erlebt, dass Geben glücklich macht, erhält die Zusicherung: „Jehova selbst wird ihn behüten und ihn am Leben erhalten. Er wird glücklich gepriesen werden auf der Erde“ (Psalm 41:1, 2).
Ich denke mal, so langsam zeichnet sich bei diesen Überlegungen ab, dass zu einem wahrem Glück das Verstehen und die Erkenntnis Jehovas und seiner Weisheit gehört und - so widersprüchlich sich das auch anhören mag - die von ihm kommende Zurechtweisung und Zucht (Sprüche 2:6; 3:13, 18; Psalm 94:12).
Das letztere ist vergleichbar mit dem schmerzhaften Eingriff eines Chirurgen oder eines Zahnarztes, wenn es im Ergebnis dem Patienten nach einer solchen Behandlung besser geht als vorher. Deshalb heißt es in Sprüche 3:12 „ . . . denn wen Jehova liebt, den weist er zurecht, ja wie ein Vater einen Sohn, an dem er Gefallen findet.“
Vor diesem kurzgerafften biblischen Hintergrund liegt das wirkliche Glück darin, einen Lebenssinn zu finden, in dem Dein Schöpfer und seine Vorsätze die wichtigste Rolle spielen. (Um es in Anlehnung an Deine Frage zu formulieren)
Oder im Umkehrschluss ist ein solch geartetes Glück der eigentliche Lebenssinn, weil es nicht nur vorrübergehender Natur ist, sondern ein ewiges Leben in Harmonie mit Gott, mit der Schöpfung und allen Mitbewohnern in dem von Gott verheißenen wiederhergestellten Paradies auf dieser Erde bedeutet.
Oder kannst Du Dir einen erstrebenswerteren Lebenssinn oder eine Steigerung des Glücklichseins vorstellen, als der, den die Bibel auf ihren letzten Seiten so beschreibt: „. . . Und er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“ (Offenbarung 21:4)? Kannst Du Dir einen besseren Lebenssinn vorstellen?
Schon jetzt und in alle Ewigkeit wird deshalb jener Mensch wirklich glücklich,
- der auf Jehova vertraut (Sprüche 16:20),
- der Lust hat an seinem Gesetz und es deshalb gern befolgt (Psalm 1:1, 2; 112:1)
- der das Recht beobachtet - Gottes Ansicht über Recht uns Unrecht also stets im Auge behält (Psalm 106:3)
- und seinem Schöpfer mit ehrfurchtsvollem Respekt begegnet, wer also Gott fürchtet (Psalm 128:1).
Vielleicht helfen Dir diese Anregungen etwas weiter.
Noch besser versteht man diese biblische Antwort, wenn man als Hintergrund im Sinn behält, was unser Schöpfer Jehova mit deiner Erde vorhat:
http://www.gutefrage.net/frage/hat-gott-einen-plan-was-er-mit-den-menschen-auf-d...
Die Frage ist, warum Lord Byron durch den Hellespont schwamm - vielleicht, weil es ihn glücklich machte? ;)
Nein, er war Philhellene, kämpfte für die Sache Griechenlands und verband seinen Sieg über seine Behinderung mit seinem politischen Engagement.
Da könnte man nun spitzfindig sein und sagen, es machte ihn glücklich, Griechenland besser dastehen zu sehen...
Beides schließt sich ja auch nicht aus: wenn Menschen das tun, was sie wollen, macht es sie meist glücklicher. Das heißt eigentlich nichts anderes, als das die Motivation eher aus dem unbewußten Bereich des Menschen kommt.