Bei der puerperalen Mastitis lassen sich die bakteriell verursachte und eine Stauungsmastitis aufgrund der Keimzahl in der Muttermilch unterscheiden. Auch Candida kann eine Mastitis auslösen, die sich überwiegend durch Schmerzen, aber auch durch die typische Hautschuppung zeigt. Eine bakteriell verursachte Mastitis wird mit einem staphylokokkenwirksamen Antibiotikum (Cephalosporin, Erythromycin) behandelt, eine Stauungsmastitis mit physikalischen Maßnahmen. Dopaminagonisten haben, will die Patientin weiter stillen, keinen Stellenwert in der Behandlung der puerperalen Mastitis. Die Wöchnerinnen sind über die Notwendigkeit einer ärztlichen Frühbehandlung bei den ersten Symptomen zu informieren. Sind bereits 2 oder mehr Tage ohne adäquate Behandlung verstrichen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Abszessbildung groß. Abszesse können unter gleichzeitiger Gabe eines Antibiotikums punktiert werden. Ist der Abszess groß, gekammert oder toleriert die Patientin die Punktion nicht, erscheint die ausschließliche Drainage vom Submammärschnitt angemessen. Der perimamilläre Schnitt ist zu vermeiden. Die puerperale Mastitis kann wirkungsvoll durch Händedesinfektion in ihrer Inzidenz gesenkt werden.
Quelle: http://www.springerlink.com/content/kyclxg6hqg9jxl2y/
Bin zu dumm kein Wort verstanden