Hallo zusammen :)
Wir, meine Freundin und meine Wenigkeit, haben zur Zeit genau das gleiche Problem. Über uns wohnt eine alleinerziehende Mutter mit 2 Töchtern (11 und 19 J.) die seit gut 4 Monaten tagtäglich (auch die Mutter) durch die Wohnung trampeln, Gegenstände auf den Boden werfen, in der Wohnung mit dem Ball spielen etc.
Wir haben auch schon ein ruhiges Gespräch mit der Mutter und älteren Tochter geführt, allerdings hat das an der Situation rein gar nichts geändert.
Das nächste Gespräch gabs dann 2-3 Wochen später per Telefon und da musste ich mich dann direkt schreiend beleidigen lassen. Nachdem ich den Hörer einfach aufgelegt hatte klopfte man ans Fenster das es fast kaputt gegangen wäre...da gingen dann, vor den Augen/Ohren der Kinder, die Beleidigungen weiter. Unter anderem sagte man uns das die Wohnung für Leute gedacht war/wäre die nicht viel zuhause sind und das wir uns doch Arbeit suchen sollten, bzw. mehr aus dem Haus gehen sollten damit wir nicht gestört werden (ähm, ja ne is klar).
Da die Lärmbelästigung, die unter der Woche meist um 5 Uhr beginnt (ca. 30-40 min.) bis die Kinder aus dem Haus sind und dann im Laufe des Tages von der Mutter (meist so ab 10 Uhr) fortgeführt werden und am Wochenende oft mehrere Stunden über den gesamten Tag bis min. 23 Uhr andauern können, sich nicht reduziert haben, haben wir mittlerweile 2 mal mit dem Vermieter gesprochen.
Anmerkung: Wenn man sich die Störzeiten mal anschaut (von 5 Uhr morgens bis teilweise Nachts um 1-2 Uhr (ab und an auch mal 3 Uhr) und die Tage (von Montag bis Sonntag), frage ich mich welchen Job ich haben müsste um der richtige Mieter für die Wohnung zu sein ? - Montagearbeiter auf der Bohrinsel mit Zweitwohnung in Monaco ?
Man muss dazu sagen das der Vermieter mit der Mieterin über uns verwandt ist.
Wie zu erwarten hat auch das nichts gebracht.
Seit gut 6 Wochen führen wir nun ein Lärm-Tagebuch, rufen Freunde an wenn es mal wieder absolut extrem wird damit wir auch unabhängige Zeugen haben usw. denn wenn bei uns Besuch zuhause ist, hört man absolut nichts...das gleiche wenn wir angerufen werden (unser Telefon ist etwas laut). Die ist mit ein Grund warum wir dieser Familie auch pure Absicht unterstellen und zu keiner weiteren "normalen" Problemlösung bereit sind.
Wir wissen uns aktuell nicht mehr anders zu helfen ausser die Miete drastisch zu kürzen, denn ich denke hier kann man das nur noch über die Miete und Mieterschutzbund/Anwalt regeln.
Weiteres Problem:
Erschwerend hinzu kommt, das die Mutter des öfteren ihre kleine Tochter (11 J.) mehr als 12 Stunden am Tag allein in der Wohnung "einsperrt" (meist Wochenende)...das geht dann auch gerne mal bis Nachts 1 Uhr (zB gestern). Hier habe ich ja noch ein wenig Verständnis für die Tochter, die dann irgendwann am Rad dreht und in der Wohnung rumrennt, trampelt usw. ...ich verkneife mir hier aber mal was ich über die Mutter denke.
Eventuell werden wir dies auch an die dafür verantwortlichen Ämter weiterleiten...sowas geht gar nicht !
Aktuell (also genau jetzt) höre ich ebenfalls noch jeden Schritt über uns in der Wohnung...lautes trampeln, hüpfen, poltern etc. ...ok, man hat uns heute mitgeteilt das in der Wohnung ein Wasserrohr kaputt ging und es deswegen bei den Reparaturarbeiten etwas lauter werden könnte. Was mich/uns etwas wundert: Seit man uns das gesagt hat, läuft die ganze Zeit Wasser durchs Abflussrohr im Bad und bei uns lief auch die ganze Zeit das Wasser ganz normal. Die 3 Damen haben also ohne das Wasser abzustellen das defekte Rohr repariert und feiern jetzt wohl noch ihren Erfolg.
Was ich damit sagen möchte:
Ich kann den Frust von balduin01 voll und ganz verstehen.
Es kann nicht sein das Familien mit Kindern sich alles rausnehmen dürfen/können...irgendwo muss es Grenzen geben, für Jeden !
Sofern man sich mit dem störenden Mieter und danach mit dem Vermieter in Verbindung gesetzt hat um das Problem zu lösen und sich nichts ändert, sollte man direkt den Mieterschutzbund zu Rate ziehen und dem Vermieter sofort die Miete kürzen.
Ich rate auch jedem ein Lärm-Tagebuch zu führen, unabhängige Zeugen (zB Nachbarn die sich ebenfalls gestört fühlen) ermitteln und das dann mit einem kurzen Schreiben an den Vermieter zu senden...spätestens wenn man die Mietminderung durchsetzt. Dies ist zwar nicht zwingend notwendig wenn der Vermieter vorab schon über die Situation informiert wurde, aber ich denke das sollte der richtige Weg sein um bei einem Rechtsstreit auf der sicheren Seite zu sein. Ich habe zusätzlich noch versucht mit meiner Digitalkamera Tonaufnahmen von Extremsituationen aufzunehmen (auf einigen ist trotz Fernseher im Hintergrund das Geschrei der Tochter und auch das Getrampel etc. zu hören).
Trotz Allem werden wir hier so schnell wie möglich verschwinden da alle Versuche das auf einem normalen Weg zu lösen gescheitert sind und wir auch nicht mehr bereit sind Kontakt zu dieser Familie aufzunehmen...
Quatsch, das steht so aber nicht in der AGB!
In den AGB muss nicht drinstehen:
Vandalismus ist hier verboten ... und die Nachtruhe steht garantiert in der Platzordnung - das wäre der erste Platz, auf dem das nicht geregelt ist