Nach meiner Erfahrung, oft habe ich es erst nachher erfahren, dass und warum oder wieso er kastriert wurde, wird er dadurch noch mehr zum "Prügelknaben". Darum würde ich aus diesem Grunde davon abraten.
Was du aus meiner Sicht tun kannst, sein Selbstbewusstsein stärken, wo es nur geht bzw. auch für den Hund nachvollziehbar und sinnvoll ist. Denn er merkt ein falsches Lob genauso, wie ein korrektes und kann es nicht einordnen.
Grundsätzlich ist es ja erst einmal eine Veranlagung, außer er ist durch krasse Falschbehandlung so "erzogen" worden. Im Wurf stellt sich ja schon heraus, ob er ein Alpha, Beta oder Ceta-Welpe ist. Letzterer ist meist der Prügelknabe, das ist natürlich.
Wenn er an der Leine anderen Hunden begegnet (falls er ängstlich ist) bestärke ihn darin, sich beriechen zu lassen, aber verhindere Dominanzgesten Anderer in dem du "zufällig" dazwischen gehst. Also den anderen abdrängst.
Suche dir Anfangs die Beziehungspartner aus, die also gleich groß oder kleiner oder nicht zu dominant auftreten. Ich weiß, es ist nicht zunächst nicht so einfach, wenn man die "Hunde-Sprache-Rituale" nicht versteht. Durch aufmerksames beobachten lernst du es schnell, wenn du ein schlechtes Gefühl hast, schreitest du ein oder brichst ab, aber nicht mit einem Negativerlebnis für deinen Hund. sonnst will er nachher noch auf deinen Arm ;-D), wie ein Tante Troll-Hund.
Letzten Sommer hatten wir für 3 Wochen so einen "Underdog" zu Gast. Das habe ich mit ihm systhematisch geübt, mit Hunden, die ich kannte. Auch Straßenhunde, die die portugiesichen Gewohnheiten genau kannten( wenn einem ein Hund unangenehm nahe kommt, braucht man sich nur bücken, als ob man einen Stein aufhebt und dann hauen sie ab, egal ob da ein Stein liegt oder nicht). Dieser Gast-Hund kannte es nicht, weil er nie seinen großen Garten verlassen hatte. Also war es für ihn ein Erfolgserlebnis, also er verstand meine Bückgeste nicht.
Dadurch, dass ein Hund dann vor ihm abhaute, wenn er zu dominant wurde (z.B. Aufreiten wollte), weil ich mich bückte, hat er mehr und mehr Vertrauen entwickelt und trat dann bei den folgenden Begegnungen selbstbewusster auf.
Klar in Deutschland kennt hier keiner so einen "Kunstgriff". Es sollte nur ein Beispiel sein, wie man ihn unterstüzen kann, damit er lernt sich selbst zu wehren und so ein Begegnungsritual erfolgreicher zu "überstehen".
Was du auch tun kannst, um sein Selbstbewusstsein aufzubauen, in dem du bestimmte Spiele oder apportieren oder Suchspiele oder eine Fährte legen usw. machst.
Also Anfangs so einfach gestalten, dass er immer Erfolg haben muss. Besonders wichtig ist dann zeitgleiches Loben, ein Leckerchen und/oder ein kleines Spiel oder rumalbern usw. als Belohnung, damit er weiß, dass er ein ganz toller Kerl ist, der von dir geliebt wird.
Ich denke, auch aus den Beiträgen der anderen, kannst du ersehen, dass Kastration keine Lösung ist, die dir oder dem Hund hilft.
ok! werd ich machen! danke! =)
Ja, bitte mach das ... den Tieren zuliebe!