Ein toller Plan. Wir hatten, als wir hier einzogen, zu Anfang sieben Hühner und einen Hahn. Das war Leben auf dem Land in Reinkultur. Schöner großer Auslauf, Hühnerhaus usw. Allerdings weiß ich nicht, was Grünleger sind. Artgerecht bedeutet meiner Meinung, dass ein Herr dabei sein sollte, allerdings hat das keinen Einfluss auf die Eiermenge. Wir ließen sie so unbeeinflusst wie möglich. Beste Eier aller Zeiten gab es genug, sodass der natürliche Schwund, wenn sie mal im Garten ein "neues" Nest fanden, nicht von Belang war. Sie durften auch brüten und so war die Anzahl des Federviehs ständigen Schwankungen ausgesetzt. Der Haken an der Sache: Wir konnten kein Tier schlachten, wobei die Natur auch zu Hilfe kam. Die natürliche Dezimierung fand durch Raubvögel und anderes Getier statt, was zwar einerseits ärgerlich, andererseits uns die Arbeit abnahm, die Lebewesen vom Leben in den Tod zu befördern. Unsere legten das ganze Jahr. Die kamen zu uns, als sie gerade mal ein paar Wochen alt waren. Wenn keine Chemie oder sonstiger Unsinn zum Einsatz kommt, legen die in etwa drei Jahren an die 1000 Eier. Danach wären sie eigentlich reif für den Suppentopf, aber das muss jeder für sich entscheiden, wie er mit ihnen umgeht. Es machte riesigen Spaß, bis der cholerische Nachbar dieser Art von Landleben ein Ende bereitete, nachdem sich eine Henne erlaubte, kurz auf seiner Gartenlaube zu rasten.
Viel Glück dabei und tolerante Nachbarn. Der Vorteil, wenn kein Hahn zugegen ist: Es kommt auf keinen Fall zu einem den Frieden mit dem Nachbarn störenden Krähen. Und ob die Hennen ohne einen Boss unzufriedener sind oder was vermissen? Wer weiß das schon?
danke,, für die Antwort!