Sooo.
also grundsätzlich: Du kannst natürlich nicht im entferntesten irgendwas für diese Situation. Dir sollte nur klar sein, dass es auch deine Mutter nicht "böse" mit dir meint. Sie hat im Moment (bzw. schon seit Jahren) ein riesen Problem und du bist quasi der Boxsack der irgendwie alles abbekommt. Was dir am logischsten erscheint - die Trennung deiner Mutter von deinem Vater - dazu kommt es in den seltensten Fällen. Die meisten Frauen haben leider nicht die Kraft, diese Trennung konsequent zu vollziehen. Diesen aufgestauten Frust, den bekommst du nun ab, auf der einen Seite erinnerst du deine Mutter natürlich zu 100% an deinen Vater (und die vergangene gemeinsame, glückliche Zeit), zum anderen bist du wohl auch der einzige wirklich "soziale" Kontakt den deine Mutter (effektiv) hat und mit dem sie sprechen kann. Du solltest dir innerlich, bildlich einen Schutzwall aufbauen, über den lässt du keine Verletzungen die dir deine Mutter an den Kopf wirft drüber. Irgendwo muss deine Mutter Dampf abbauen (das muss jeder Mensch machen, ... Frauen lästern, reden über Sachen, gehen zum Psychologn ... so baut man Dampf ab). Nun bist du ja fast sowas wie ein idealer "Boxsack" der sich bereitwillig in den Weg stellt (ist ja schließlich) und das Alles abbekommt. Du solltest dich von sowas nicht zusehr verletzen lassen, deine Mutter kann einfach nicht anderst. Weiß du es hilft nicht viel auf deine Mutter einzureden, sie solle sich von ihm trennen. Das weiß sie eigentlich selbst nur zu gut, da erzählst du ihr nichts neues. Sie denkt aber, es geht vielleicht schon nochmal, etc ....
Zu der Erkenntnis, dass es nicht mehr so weitergeht, zu der muss sie selbst kommen. Da kannst du auf sie einreden, bis du schwarz wirst, das bringt nix. Das einzige was du machen solltest, ist dass du ihr die Sicherheit gibst, dass Falls sie sich für eine Trennung entscheiden sollte, du hinter ihr stehst und sie dabei unterstüzt. Sie dazu zu "nötigen" sich zu trennen bringt wie gesagt nichts. Das könnte im Übrigen auch ein Grund sein, warum die deine Mutter "angreift". Auch wenn es aus deiner Sicht das beste ist, was deine Mutter machen kann (die Trennung), so sieht sie das vielleicht (im Moment) noch anderst und du bist die "Böse". Lass dir das nochmal durch den Kopf gehen, sag ihr, dass du für sie da bist und unterstüzt. Zur Trennung muss sie sich allerdings selbst entscheiden. Als weiteren schritt würde ich dir empfehlen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen (hautpsächlich für diene Mutter). Sie sollte einfach mal mit einer unabhängigen Person (Psychologen) sprechen, die haben das entsprechende Geschickt in Gesprächsführung und können da effektiv helfen. Auch wenn dieser Schritt einem groß vorkommen mag, so hat er schon sehr vielen Menschen geholfen. Es ist keine Schande ...
danke für deine ausführliche Antwort:)
...du hast wohl in vielen Aspekten recht! Ein Gespräch mit einem Psychologen habe ich bereits mehrmals vorgeschlagen damit sie mal mit einer unabhängigen Person darüber sprechen kann...das möchte sie aber nicht:(
Das mit dem Schutzwall muss ich wohl üben. Oftmals gehe ich diesen Wutausbrüchen gut aus dem Weg indem ich das Gespräch in eine andere Richtung leite. An schlechteren Tagen an denen ich mich selbst nicht fit fühle fällt mir das jedoch sehr schwer...wenn ich dann "zurückschlage" tut mir dies auch im nachhinein sehr leid aber ich bin wohl auch nur ein Mensch...