Durchhalten - neue und gute Antworten

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    Wer hat Erfahrung mit Psychiatrieaufenthalt?
    Antwort von struwellliese struwellliese

    Leider muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass in solchen Kliniken bezüglich der Medikamente sehr großer Druck ausgeübt wird. Jemand der sagt; ich möchte keine Medikamente, nur Gespräche, bekommt quasi gesagt, dass er ohne Medikamente nicht auf Hilfe hoffen kann und eigentlich gleich wieder gehen kann. Ein Freund meines Sohnes war auch wegen ähnlicher Problematik dort und fühlte sich wie in einem Gefängnis, seines freien Willens beraubt. Sicher muss man die Leute in gewisser Weise vor sich selbst schützen, aber es kommt immer auf die Art und Weise an. Ich weiß natürlich, dass man das nicht verallgemeinern kann, aber ich habe schon den Eindruck, dass solche Stationen nicht unbedingt dazu dienen den Menschen zu helfen(das soziale Klima wurde mir als sehr kalt beschrieben) sondern Medikamente zu testen, wie ein großes Labor wo Menschen die Versuchskaninchen sind. Tschuldige, dass ich dir nichts Aufbauenderes schreiben kann. Vielleicht hat dein Sohn ja Glück und hat eine bessere klinik erwischt. Eine Verwandte von mir hat Schizophrenie und die Medikamente haben sich bei ihr verheerend ausgewirkt. Sie war eigentlich nur noch eine atmende Hülle, ein Körper ohne Seele, kaum fähig zu sitzen und sogar das Schlucken hat ihr Probleme bereitet. Sie nimmt jetzt nichts mehr und es geht ihr soweit gut, wobei die Schizophrenie zwar noch da ist, sie aber gut damit leben kann. Sie ist schon alt und Aussicht auf Heilung ist gering.

    Kommentar von struwellliese struwellliese

    Zusatz: wenigstens ist sie jetzt ein lebendiges menschliches Wesen und keine lebende Leiche wie unter den Medikamenten.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Soweit ich weiß, gibt es solche Nebenwirkungen bei den typischen Neuroleptika. Bei der neueren Generation, den atypischen, sind diese geringer. Spätdyskinesien treten extrem selten auf, dafür gibt es jedoch das anabolische Syndrom. Es ist bei jedem anders, welches Medikament in welcher Dosierung am besten wirkt. Das ist ein langer Weg, das zu finden.

    Kommentar von struwellliese struwellliese

    ja und wenn man Glück hat lebt man noch wenn man ihn gefunden hat...

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Was bleibt anderes übrig für einen 19 jährigen ohne Berufsausbildung und Arbeit? Soll er sich aufgeben und ins Behindertenwohnheim? Er kann sich nicht für den Rest seines Lebens in seinem Zimmer einschließen, so wie das das letzte Jahr gelaufen ist. Dafür hab ich ihn nicht in die Welt gesetzt. Was gibt es für Alternativen, die erfolgsversprechend wären?

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    durch schüchternheit bin ich aussenseiter. Komme jetzt dann in eine neue Klasse..
    Antwort von urranime619 urranime619

    Selbstvertrauen ist das A und O um in der Klasse nicht unterzugehen. Du musst dich stark zeigen! Mach eine Kampfkunst oder ähnliches und lass dich nicht runterkriegen. Wenn du es schaffst denen zu zeigen das dir das Mobbing nix ausmacht, kannst du denen in deiner neuen Klasse auch zeigen, das du Selbstvertrauen hast!

    Kommentar von mishmash mishmash

    Gute antwort, danke! :) das mit dem kampfsport hab ich mir auch schon mal überlegt, ist allerdings wieder in vergessenheit geraten. Empfiehlst du mir iwas? ;) es gibt ja sooo vieles.. Danke:)

    Kommentar von urranime619 urranime619

    Nimm etwas was dir Spaß macht. Ich mag z.B. keine Würfe dewegen nehme ich kein Ju-Jutsu. Wenn du keine Wettkämpfe magst such dir eine Wettkampf freie Sportart. Ich mache z.B. Chayu Indo aber davon gibt es leider nur eine Trainingstelle in Deutschland. Aber im Endeffekt musst du entscheiden. Google einfach mal :)

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    durch schüchternheit bin ich aussenseiter. Komme jetzt dann in eine neue Klasse..
    Antwort von HeavensKinetik HeavensKinetik

    Naja, ich empfehle dir einen Verein, du grenzt dich irgendwie selbst von der Gesellschaft aus und das muss ja nicht sein.

    Zu dem letzten "Abschnitt", das musst du selbst herausfinden, was macht dir denn Spaß?Zocken, basteln/what ever, suche dir was aus :D

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    Wer hat Erfahrung mit Psychiatrieaufenthalt?
    Antwort von Virginia47 Virginia47

    Ich.

    Und ich muss sagen, dass es mir dort ausgesprochen gut gefallen hat. Und es jedem, der die Indikation hat, empfehle.

    Dein Sohn hat die richtige Entscheidung getroffen. Bei der Schwere dieser Krankheit kann man nicht unbedingt allein rausfinden. Da ist professionelle Hilfe angesagt. Und die bekommt man am besten in einer Klinik.

    Ich kann da jedoch nur aus meiner Erfahrung und die meiner Mitpatienten sprechen:

    Da wird überhaupt kein Druck ausgeübt. Notfalls werden verschiedene Medikamente ausprobiert, wenn die genommen keinen Erfolg zeigen. Das Personal und die Ärzte und Therapeuten sind sehr freundlich und verständnisvoll. Auch wenn man mal einen "schlechten" Tag hat, wird darauf Rücksicht genommen.

    Die Therapien helfen, besser mit der Krankheit umzugehen, sodass man auf das Leben "draußen" vorbereitet wird und es meistern kann.

    Mir hat der Aufenthalt sehr geholfen. Und jetzt geht es mir besser denn je.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Dir auch vielen, lieben Dank! Das macht mir Mut und ich hoffe sehr, dass er es diesmal schafft. Eigentlich ist er sehr pflichtbewußt, oder ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, mit seinem Asthma z.B. geht er sehr verantwortungsvoll um und achtet auch sonst auf seine Gesundheit. Nur bei dieser Krankheit fehlt ja meist die Einsicht. Auf genau so eine Schilderung der eigenen Erfahrung wie Deine, hatte ich als Antwort gehofft. Danke nochmals!

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    Wer hat Erfahrung mit Psychiatrieaufenthalt?
    Hilfreichste Antwort von pinkesSternchen pinkesSternchen

    Naja, auch wenn er freiwillig in eine KLinik geht, dann müssen da belastende Gründe geben. In einer KLinik fühlt man sich, wenn es einem wirklich schlecht geht, gut aufgehoben. Die sind für dich da und du kannst immer mit jemanden reden...Doch sobald man wieder sich besser fühlt, dann will man da raus- eigentlich ein gutes Zeichen...doch die Meisten müssen noch etwas länger beleiben, damit sie wirklich stabil bleiben! Und diese Verlängerung macht es manchmal etwas unerträglich. Was du für ihn tun kannst: Sag ihm einfach, dass du für ihn immer da bist, da er ja auch dein Sohn ist und dass er mit dir über alles reden kann. Besuche ihn vllt. etwas öfters, dass gibt einem Kraft. Oder brig ihm ab und zu etwas schönes, das er mag mit. Dann schafft er es sicher bald wieder da raus. Aber setze ihn nie unter Druck, denn dann könnte er tiefer wieder fallen! Und wegen den Nebenwirkungen, die geben dort nur Medikamente, die auch relativ Nebenwirkungsfrei sind. Da dort bei regelmäßiger Medikamenten einnahme Blutbilder gemacht werden, sieht man sehr früh, wenn da was nicht stimmt und so können die Rechtzeitig umgestellt werden. Ich glaube, dass wenn es ihm nicht sonderlich gut geht, dass das der richtige Weg war, denn so bekommt er erstmal wieder eine Grundbasis- ohne den ganzen Alltagsstress. Und kann auch nicht unbedingt tiefer fallen...denn dann wird er aufgefangen ;-)! Du musst einfach für ihn dasein, usw...siehe oben! Dann schafft er das! Und wird wieder mit neuen Lebensmut ins Leben steigen. Alles Gute dir und deinem Sohn. Lg.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Oh vielen lieben Dank für Deine Antwort! Du hast mich richtig aufgebaut! Und Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, so ausführlich zu schreiben! Ich bin eine liebe, verständnisvolle Mutter und hab ihn die ganze Zeit nie unter Druck gesetzt und ihm immer Hilfe angeboten. Aber seitdem er die Stimmen gehört hat, hat er geglaubt, ich hätte damit zu tun. Ich hab ihm geschrieben (wir haben nur schriftlich kommuniziert) was ich befürchte und dass er krank ist. Er hat sich informiert und ist gestern in die Klinik. Ich hab vor 2 Stunden eine SMS bekommen, dass er sich dort wohl fühlt und er hat sich bedankt, dass ich ihn so lange "ertragen" habe. Ich glaube, jetzt wird bald vieles besser und wir sind auf dem besten Weg! Nochmals: Danke Dir!

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    Wer hat Erfahrung mit Psychiatrieaufenthalt?
    Antwort von bountyeis bountyeis

    Hallo, wenn dein Sohn in einer offenen ist, ist es besser als in einer geschlossenen. Sie werden ihn vermutlich zu Tabletten überreden; es stimmt nicht, was Sycomatic schreibt, dass man die nur im äußersten Notfall bekommt. In einem Krankenhaus wird immer mit Medikamenten gearbeitet. Die Nebenwirkungen können gerade bei jungen Männern sehr übel sein: EPS (Frühdyskinesien) oder der Patient wiegt nach 3 Monaten doppelt soviel wie vorher. Gerade bei Psychosen ist die Gefahr sehr groß, dass keiner mit einem spricht, sondern man mit Medikamenten abgefüllt wird. Dein Sohn soll versuchen, die Krise mit viel Schlafen und wenn es sein muss, Tavor zur Beruhigung zu überstehen. Tavor kann bei längerem Gebrauch süchtig machen, doch kurzzeitig ist es gut verträglich, besser als Neuroleptika.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Danke für Deine Antwort! Ich hab mich seit ca. 1 Jahr ausführlich informiert und es ist absolut klar, dass er Medikamente braucht und auch bekommt. Nicht nur im Notfall, sondern eventuell für den Rest seines Lebens. Die atypischen, die die Gewichtszunahme nach sich ziehen sind wahrscheinlich besser, als die ältere Generation, da sie diese ( Spät-) Dyskinesien nicht so oft verursachen. Es wäre nicht schlimm, wenn er 20kg zunimmt, da er spindeldürr ist. Tavor ist wahrscheinlich Diazepam? Ein Beruhigungsmittel, das man höchstens 14 Tage nehmen darf. Ich selbst hab Diazepam mal verschrieben bekommen, als ich eine Angsterkrankung hatte und muß sagen, dass ich keinerlei Wirkung bei mir bemerkt hatte. Die Ärzte werden schon wissen, was das beste ist. Er ist in einer Uniklinik, die auch Forschung auf dem Gebiet betreibt und sehr anerkannt ist. Aber oft kommt an Unikliniken das Menschliche zu kurz und auch das wäre wichtig, deshalb meine Frage. Hab halt Angst, dass mein Sturkopf sagt, hier paßt mir was nicht und alles abbricht.

    Kommentar von bountyeis bountyeisbountyeis

    Vielleicht kommt dein Sohn mit Abilify oder Zeldox klar; die schwächen nicht so den Antrieb. Nach der ersten Psychose sollte man Neuroleptika 1- 2 Jahre nehmen, nach der zweiten 5 und nach der dritten eventuell immer. Achte darauf, einen Psychiater zu finden, der nur soviel wie nötig verschreibt. Ich war jahrelang zu hochdosiert und habe sehr darunter gelitten.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Werden wir machen! Danke!

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    Wer hat Erfahrung mit Psychiatrieaufenthalt?
    Antwort von Sycomatic Sycomatic

    Ich war mal in der Psychatrie in Düsseldorf Grafenberg. Man fühlt sich schnell wohl und Tabletten bekommt man soweit ich weiß bei Schizophrenie nur im äußersten Notfall, wenn die Wahnvorstellungen eskalieren. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, es sei denn der Psychatrieleiter ist ein Quasimodo mit einer Augenklappe

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Ich danke Dir! Sehr hilfreich ist für mich Deine Aussage, dass man sich schnell wohl fühlt.

    Kommentar von bountyeis bountyeisbountyeis

    Nur im Notfall Medikamente? Wo warst du denn? Ich kenne es nur so, dass man die volle Dröhnung bekommt....

    Kommentar von struwellliese struwellliese

    Ja, so kenne ich das auch. Vielleicht war es früher so, das war denke ich so eine Auf- und Ab bewegung, in den 50ern und 60er jahren war es schlimm, was man alles mit den armen patienten angestellt hat, Elektroschock und andre schreckliche Dinge, dann kam eine Zeit der Aufklärung wo es allgemein sehr viel menschlicher wurde und eine Abkehr vom medikamantenwahn stattfand. im Moment leben wir mal wieder in einer Zeit wo die Pharmaindustrie Hochkunjunktur hat, vielleicht weil durch die Maueröffnung der gesunde Menschenverstand seit 20 jahren Pause macht?

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Die Elektrokrampftherapie gibt es immer noch und ist in manchen Fällen nach einem langen Leidendweg das einzige, was manchen Betroffenen Linderung bringt. Natürlich wird sie unter Narkose durchgeführt.

    Kommentar von struwellliese struwellliese

    Ja, dann kann man ihnen ja auch gleich den gnadenschuss geben, wie bei Tieren, denn bei Elektroschocks sterben sicher Milliarden von Gehirnzellen ab.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Nein, dem ist nicht so.

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    Wer hat Erfahrung mit Psychiatrieaufenthalt?
    Antwort von KlaraDemel KlaraDemel

    Die Medikamente helfen ihm, daß er nicht so starke Schübe der Krankheit hat und er wird in der Klinik bestens betreut, von Ärzten, Psychiatern, Ergotherapeuten und Sozialarbeitern.

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Ja, das weiß ich ja alles, dass die sich sicher viel Mühe geben und total engagiert sind. Darum wünsche ich mir ja auch, dass er ein paar Monate da bleibt und das gesamte Paket an Betreuung und Therapie bekommt, dass er braucht. Nur da er ja freiwillig da ist, mach ich mir Sorgen, dass er gleich wieder auf der Matte stehen könnte und sich weiterhin in seinem Zimmer einschließt und nichts tut sich. Beim erstenmal ist er auch freiwillig dagewesen, nach einer halben Stunde aber wieder gegangen, weil er nicht in einem 4-Bett-Zimmer untergebracht sein wollte... das war für mich ein Schock, ich hatte so gehofft, er bekommt endlich Hilfe.

    Kommentar von struwellliese struwellliese

    wie kannst du das denn einfach so behaupten, du weisst ja nicht mal in welcher klinik er ist...ist das so ein "wird schon alles gut"- Geschwafel? Nur das nutzt ja niemandem wirklich...

    Kommentar von hullebumm hullebummhullebumm

    Mir hat die Antwort von KlaraDemel sehr genutzt und mir sehr gut getan. Was mir nicht nützt ist, dass jemand alles schlecht und negativ redet und keine Alternative aufzeigt.

    Kommentar von mutzemandel mutzemandel

    liest du das in deiner Kristallkugel?

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    Motivieren abzunehmen
    Antwort von Mima1975 Mima1975

    Viel eiweißreiche Lebensmittelhygiene essen. Eiweiß macht satt und es hält recht lange an.

    Zwischendurch Gemüse oder Obst essen.

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    wie kann ich am besten durchhalten???
    Antwort von graffitifreak97 graffitifreak97

    einfach alles essbare wegwerfen xD hilft wirklich

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