Hier werden die neuesten Antworten gelistet.

Hier werden die Änderungen seit 1.07.08 für Demenzkranke und deren Angehörige genau beschrieben:
bei Google: neues-pflegegesetz-was-haben-demenzkranke-davon
Und hier die allgemeinen Änderungen seit 1.07.08:
bei Google: neues-pflegegesetz-was-haben-angehoerige-davon

Im Anfangsstadium ist es möglich, alles wie immer zu spielen und kleine Fehler zu ignorieren, auf keinen Fall (auch nicht sprachlich oder zeitlich) korrigieren!!! In späteren Stadien ist es sehr wichtig, eine Biogrphie zu schreiben mit der Person, die betroffen ist (was hat sie gern gegessen- was nicht, was hat sie gern gespielt, gelesen, getan, Lieblingskleidung, Hobbies, wie sind die familiären Bande (zu wem welches Verhältnis, dafür gibt es Genogramm- und Biographiebögen) und was war ihr/ihm wichtig, welche Einstellung, Macken, Defizite, Groll, Ekel gegen was? Friert oder schwitzt sie/er schnell? Denn all diese Dinge kann er/sie später nicht mehr äußern. Das Schönste ist eine Erinnerungskiste (Erinnerungsarbeit) mit Andenken, Fotos, Kleinigkeiten, die ihm/ihr besonders gefallen und auch Urlaubsmitbringsel, Talismann und evtl. der erste Schuh eines Kindes oder eine Haarsträhne- wichtig ist, das die Sachen aus leter Zeit sein müssen und nicht schnell zusammengestellt werden, sondern schon lange zum Leben des Dementen gehörten. Auch später für ein Pflegeheim "ein Schatz". Bei Fragen mailt mich ruhig an. LG Modifee

Ich könnte einmal mit Deiner Mutter telefonieren, wenn Du magst, ich bin Sozialberaterin/ Fallmanagerin mit Schwerpunkt Demenz. Dazu gehört Pflege, Unterbringung, Hilfen, Pflegestufe ect. Ich mail Dir meine Telefonnummer (rufe auch zurück) über: modifee@web.de. Also wenn Ihr mögt, kontaktet mich, es kostet nicht ;)
ist sehr lieb.. Aber meine Mama weiß nicht, dass ich mir da so Gedanken drum mache... Ich möchte nicht, dass sie sich noch Sorgen um mich macht..
Modifee am 6. August 2008 08:31 Es ist nur Hilfe möglich, wenn die Hilfe als nötig empfunden wird.
Ja, aber ich kann ihr ja vll auch so helfen..
Ja, aber ich kann ihr ja vll auch so helfen..
Sie sollte sich Hilfe holen. Wie es scheint schafft sie es nicht mehr alleine. Auch wenn sich das jetzt sehr krass anhört, aber: Es gibt Einrichtungen, da arbeiten Leute, die sich damit auskennen. Meine Cousine (32) arbeitet in so einer Art Einrichtung. Die kümmern sich da 24 Stunden um die Demenzpatienten und denen geht es da wirklich gut. Das hat nichts mit abschieben oder dergleichen zu tun. Und meine Cousine meinte, dass es einigen Patienten da sogar besser geht, weil einfach IMMER jemand da sein kann und die sich mit allem viel besser auskennen. Zudem ist deine Oma dann auch ärztlich versorgt und muss nicht erst zum Arzt gefahren werden, wenn es ihr mal schlecht geht.
Danke für eure Antworten.. Man hat oft wirklich das Gefühl, dass kein anderer auf der Welt die selben Probleme hat.. Vor allem meine Oma weiß alles von früher.. Nur jetzt was jetzt passiert nicht. Sie erzählt oft vom Krieg und von damals, so dass andere erst nicht mal gemerkt haben, dass sie dement ist, und es für meine ma doppelt schwer wurde.. Meinem Bruder (11)fällt es auch nicht leicht das alles zu verstehen und meine Ma muss sich um alle kümmern.. Mein Pa arbeitet viel und ist oft gereizt. meine Oma (welche bei uns wohnt) bekommt dann auch oft was ab.. Wenn sie weint, ist das als wenn ein kleines Kind weint und es ist so traurig, aber ein Tag später weiß sie es nicht mehr. Ich versuche immer, sie dann durch scherze wieder aufzumuntern.. ich scherze sowieso oft mit ihr... Meine Mama könnte das nicht, wegen ihren Gewissen.. Aber ich liebe es wenn meine Oma lacht und wenn ich sie etwas auf dem arm nehme und alle fröhlich sind, ist das doch besser als wenn ich ihr immer sage "das erzählst du gerade zum 1000000000 mal"... Oder was meint ihr?
Mach so weiter Kullerkeks, dass hört sich richtig gut an. Aber deiner Mutter und auch der Ehe deiner Eltern willen, denkt mal über den Versuch mit einer Kurzzeitpflege nach. Jeder braucht mal ne Pause.
koira1975 am 4. August 2008 00:29 Du hast vollkommen recht und bist sehr reif für Dein Alter. Sag Deiner Mutter mal sie soll der kritisierenden Verwandtschaft mal anbieten, dass OMa ja dann auch zu ihnen ziehen kann, wenn sie eh alles besser machen können. Was glaubst Du, wie gross dann die Landflucht ist... Ich empfehle dringend den Besuch einer Selbsthilfegruppe (google mal), da lernt Deine Mutter Menschen kennen, die sie aufgrund der Erfahrung ernst nehmen muss. WEnn sie nichts tut, riskiert sie ihre Gesundheit, ihre Ehe und ihre Nerven.
Danke, aber ich glaube in meiner Situation würde jeder über sowas nachdenken.. Also meine Oma hat eine Pflegestufe bekommen und macht in den Ferien "Urlaub ohne Koffer", da ist die dann den ganzen Tag weg.. Und das hat die jetzt 3 Mal für jeweils eine Woche gemacht, aber das ist halt nur eine Woche und meine Verwandtschaft nimmt meine Oma ab und zu für einen Tag aber ist wenig kooperativ.. Meine Mama hat die gefragt, ob die vorher anrufen können, wenn die vorbeikommen, das sie dann was mit freunden machen kann, aber das machen die nicht.. Die nehmen die mal für 2 Tage und dann meinen die war das genug für ein Jahr... Einmal haben die meiner Mama vorgeworfen, dass sie meine Oma nur ins heim abschieben will.. Meine Mama hat abends geweint und es war das erste Mal das ich sie weinen gesehen habe. Wirklich sehr traurig... Und meine Mama wollte auch solche Gruppen besuchen, aber hier bei uns im Ort kommen nie welche zu stande, und meine Mama will auch nicht so schwach wirken.. Ist alles so kompliziert und ich wünschte mein Papa würde ihr mal mehr helfen und sie mehr unterstützen.. Meine Mama sagt zwar, dass er das macht und das sie nicht mehr bei uns leben würde, wenn er nicht so zu ihr stände, aber vor uns sieht das nie so aus... Demenz ist echt komplizierter als jeder annimmt...
Wie wäre es denn erst einmal mit einer "Pflegepause". Die Krankenkassen übernehmen doch die Kosten für eine sogenannte Kurzzeitpflege. Dann könnte Mama sich mal ein wenig erholen und Oma ist trotzdem versorgt. Wenn es dann für alle zufriedenstellend ist, wenn Oma im Heim ist, dann kann man ja mal weiter darüber sprechen. Alles Gute!
Meine Mama hat ihren Job für meine Oma aufgegeben. Abends gehen meine Eltern nur noch selten zusammen raus und wenn sie weg sind machen sie sich nur Sorgen, auch wenn ich (18) auf meine Oma aufpasse. Meine geschwister (17,15 und 11) helfen auch so gut es geht. Nur meine Mama wirkt oft fertig will sich aber nix anmerken lassen... Meine Mama ist ein Mensch dem alles wichtiger ist als sie selbst.. Ich hab Angst, dass es sie auf Dauer kaputt macht, weil meine Oma alles durcheinander bringt und meine Mama echt stresst. Meine Verwandtschaft mischt sich zudem oft ein. Meine Mama ist die Schwiegertochter meiner Oma und ihr wird dauernd vorgeworfen alles falsch zu machen.. Mein Vater kann mit der Demenz nicht umgehen. Ich weiß nicht wie ich meiner Mama noch helfen kann.. Hab für nächstes Jahr 5 Tage Wien für uns beide gebucht, aber das löst das Problem nicht...
Wie wäre es denn mal mit einer "Pflegepause". Die Krankenkassen übernehmen doch die Kosten für eine sogenannte Kurzzeitpflege. Dann könnte Mama sich mal ein wenig erholen und Oma ist trotzdem versorgt. Alles Gute!

Das Heim ist ja eine Möglichkeit, aber ist auch sehr sehr teuer.
für so was gibt es in Fast jeder Stadt Selbsthielfe gruppen für Angehöriger Demenz Kranker Mensche gehe mit deiner Mutter mal in solch eine das kann helfen und mann merkt das man nicht alleine ist!

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen an dem Angehörige mit der Pflege der Demenzkranken überfordert sind. Dann bleibt nur noch die Unterbringung in einem Altenheim(ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen).
Daumen hoch für deine Ehrlichkeit und Klarheit. Bin ganz deiner Meinung.
monheide am 4. August 2008 00:16 So sehe ich das auch. Man bekommt ein entspannteres Verhältnis. Man darf nicht vergessen, dass es nicht nur um die Demenz geht, sondern dass eine Tochter ihre Mutter nicht "wiedererkennt", sie will es eigentlich nicht wahrhaben, dass die Mutter nicht mehr die Mutter ist, wie sie die Mutter kennt. Mit Abstand geht es besser, weil die tägliche körperliche Pflege von anderen Menschen im Altenheim erledigt werden. Alles andere ist schon Stress genug. Als Enkelin kann man sehr viel helfen, das das Verhältnis zwischn Enkelin und Oma oftmals besser und entspannter ist als bei Mutter und Tochter. Geh oft zu Deiner Oma.
Trudel1402 am 4. August 2008 00:11 wenn man es sich leisten kann. gute Heime sind teuer
Qetan am 4. August 2008 00:14 Die eigene Psyche, das eigene Leben sind wichtiger.
monheide am 4. August 2008 00:18 Nein, es kommt immer auf die Leitung des Hauses an, der Preis ist es nicht.
Nein, es muss nicht immer das Heim sein. Ein Pflegedienst kann mehrmals am Tag nach Hause kommen und die Angehörigen unterstützen. Es gibt Menschen, welche nie in ein Heim wollten und dies sogar verfügt haben. Auch ist in vielen Heimen das Personal so knapp bemessen, dass durchaus eine optimale Pflege nicht gewährleistet ist. Was allerdings nicht dem Personal anzulasten ist.
Hexenkueche am 4. August 2008 07:20 Sehe ich genauso,ich arbeite im Plegeheim !Unsere Demenzkranken sind glücklich, weil ihnen nicht bewusst ist das sie sich im Heim befinden.Die eigene Lebensqualität zu opfern bringt nichts,dafür aber Besuche im Pflegeheim die ohne Stress sind.