Die Blendenzahl beschreibt den Grad der Blendenöffnung.
D.h. je kleiner sie ist, desto größer die Blendenöffnung.
Beispiel: Blende 22 wäre eine kleine Blende, 2 eine große, die aber nur mit sehr lichtstarken Objektiven überhaupt möglich ist. Das Prinzip, "kleine Blendenzahl=große Blende und umgekehrt" müsste aber klar sein.
Ein paar Versuche von einem Stativ oder einer festen Unterlage geben schnell Aufschluss:
Als Einstellung wählst du eine möglichst niedrige ISO-Zahl, die Zeitautomatik, sie errechnet die Verschlusszeit aus den anderen Einstellungen optimal (bei einfacheren Aufnahmen). Die Verschlusszeit siehst du ja bei der Aufnahme auf einem der Displays sowieso.
Am einfachsten vielleicht mit Blumen in einem Topf oder sonst einem kleineren Objekt, das du vor einen strukturierten Hintergrund aufstellst.
du platzierst Kamera und Objekt so nah wie möglich und fix, dass keine Verwacklung möglich ist und die Kamera bei Umstellung der Werte nicht bewegt werden muss. Die Kamera am besten natürlich auf dem Stativ.
du stellst die kleinstmögliche Blendenzahl (hängt vom Objektiv ab) ein, fokussierst auf den Punkt, welchen du scharf haben willst und drückst per Zeitauslöser (wenn möglich, 10 sec. einstellen) ab.
nachdem diese Aufnahme drin ist, stellst du die größtmögliche Blendenzahl ein, das hängt auch vom Objektiv ab, aber über 22 würde ich sowieso nicht gehen.
du guckst dir die Aufnahmen am Rechner an.
du stellst fest, dass deine erste Aufnahme nur im näheren Entfernungsbereich deines Fokuspunktes (sehr) scharf ist, alles andere im Vorder- und Hintergrund mehr oder weniger stark verschwimmt/aufgelöst wirkt.
Ergebnis: geringe Tiefenschärfe, hohe Auflösung im Schärfenbereich.
Die zweite Aufnahme wird normalerweise ergeben, dass alles im Bildbereich relativ scharf, weiter entferntes zumindest strukturiert blieb. Dafür ist am Fokuspunkt und ähnlicher Entfernung nicht mehr ganz so viel Detailschärfe zu erkennen.
Ergebnis: hohe Tiefenschärfe, geringere Auflösung im Fokus.
Wenn das gelaufen ist, kannst du darauf aufbauend weitere Experimente durchführen. Es empfiehlt sich wie gesagt ein Stativ und meiner Ansicht nach auch das Aufschreiben der Einstellungen bei jedem Schuss.