WENN ICH DAS SCHON WIEDER LESE ....................
[ ........... ] Leider zeigt die Praxis durch Schimmelbefall etwas anderes. Es geht nicht um Baufeuchte und Duschen, sondern um die Feuchtigkeit, die jeder Mensch, wenn er lebt, Tag und Nacht von siuch gibt. Wenn die wegen dichter Fenster nicht raus kann, kondensiert sie in der Wand, was letztendich Schimmelbefall bedeutet. Das ist leider ständige Praxis und durch die gewinnträchtige Dämmeuphorie in immer steigendem Umfang Gegenstand von Gutachten, gerichtlichen Auseinandersetzungen und gesundheitlichen Schäden.
Also entweder
Baustoffe wie Lehm benutzten, die Feuchtigkeit gefahrlos aufnehmen und wieder abgeben können
oder
mechanische Abluft mit Wärmetauscher
oder
kein Niedrigenergiehaus.
Das entspricht den Feststellungen aller Sachverstängen- und Gutachterverbände (z.B. dem B.V.S.) sowie der EnEV und ist normale Bauphysik; Glaubensfragen, Esotherik und Rechthaberei haben dabei keinen Platz. [ ........... ]
Also ich weiß nicht ................ die Themen sind mir sicher mehr wie bekannt! Insbesondere die Baufeuchtigkeit macht richtig viele Probleme, da ein durchschnittliches Wohnhaus in Massivbauweise schnell 10-15 t Wasser aufnehmen kann. Besonders schön entwickelt sich das, wenn es noch fröhlich in den Rohbau hinein regnet bevor das Dach drauf ist. Viel davon wird sicher gebunden, aber das Meiste muss wieder raus. Wir sind hier in einer ausgesprochenen Bimsregion, der sich über so viel Feuchtigkeit und den damit verbundenen temporären Verlust seiner Eigenschaften richtig übelst verhält. Dann brauchen diese inzwischen "weichen" Baustoffe eine halbe Ewigkeit um die Ausgleichsfeuchte zu erreichen. Ich stelle fest, dass es bis zu 4-5 Jahre dauern kann, bis der Prozess abgeschlossen ist. In dieser Zeit werden kleine Baufehler und konstruktive Wärmebrücken zu einem riesen Problem. Stimmt dann das Lüftungsverhalten nicht, wächst und gedeiht der Schimmel natürlich prächtig. Es wird schwarz hinter Bilderrahmen, hinter zu dicht an der Wand stehenden Schränken wächst schnell ein buntes Kleinbiotop heran und unter Bettkästen lagern lecker feuchte Sachen …….. usw. usf.
Auf dem Bild 1 ist eine Gebäudefassade mit 8,0 cm Polystyrol-Zusatzdämmung zu sehen. Die Fassade weist in nahezu einer Horizontallage Feuchtigkeitsschäden auf. Übrigens nur auf dieser einen Wand, weil dahinter ein Raum hoch gefliestes Badezimmer liegt. Also, die Feuchtigkeit kann nur durch die Wand nach außen und das sorgt hier für Probleme. Der gute Sachverständige des BH vermutete schlimmeres und wollte die ganze Dämmung abreißen lassen. …………… Naja, Heute ist alles wieder gut
Weil wir ja alle schnell fertig werden wollen, klatschen wir ein gut gemeintes Häuschen in sagen wir 8-9 Monaten auf ein Grundstück und damit der Nachbar was zum Staunen hat, ist dann auch schon der Außenputz drauf, damit die Außenanlage dann auch für alle sichtbar zeitnah fertig werden kann. In diesen Zusammenhängen habe ich auch schon Mauerwerk vertikal durchreißen sehen, da konntest ne Wasserwaage dran halten so gerade waren die Durchrisse. Nun, der Baukörper hat keine Zeit um sich zu beruhigen und zu akklimatisieren und so sind Schäden vorprogrammiert. Klar kann man Maschinen zur Trocknung einsetzen, aber die Kosten selbst bei feuchtigkeitsgeführten Geräten ein Heidengeld und die kratzen nur an der Oberfläche. Zu der Feuchteproblematik kommen dann noch Spannungen hinzu die sich prächtig verstehen und sich sozusagen ergänzen. Man muss nicht lange warten bis sich die ersten Risse im Lastenübergang unter den Fenstern auf den Weg in Richtung Erde machen. Aber gut zu wissen, dass man auch Mauerwerk und Putz bewehren kann !!!! Dann darf auch gerne weiter Nass in Nass gebaut werden.
Gut, wenn alles nicht hilft, dann hilft sicher eine kontrollierte Wohnraumlüftung! Zumindest tut man dann was für das schlechte Gewissen ! ? Welcher Bauherr glaubt schon, dass es Jahre dauert bis die Hucke mal so richtig abgetrocknet ist. Also, ich könnte jetzt ganze Bücher über das Bauen hier niederschreiben …………… Ich habe von 09.2008 bis 09. 2011 rund 5.800m² Nutzfläche in Form von Häusern und Pflegeeinrichtungen usw. aus dem Boden gehauen. Ein Demenzzentrum mit 2.500m² NF musste in 9 Monaten Betriebsfertig sein, da hilft nicht mal mehr beten!. Mängelfrei ??? Ich gucke schon gar nicht mehr genau hin ………………
Ich kann Euch sagen, ich weiß wovon ich rede und wo die Schäden und der Schimmel herkommen. Was hier daher gar nicht geht, ist den Ratsuchenden hier mit den vielen fragwürdigen Einwänden und Ratschlägen verrückt zu machen! Eigentlich müsste man den BH für die Bauzeit einfriehren, damit der Architekt in Ruhe arbeiten kann. Entschuldigung. Wie sagt man so schön, Ratschläge sind auch Schläge !
Ach so, was ich nicht verstanden habe ist, wieso kein Niedrigenergiehaus ohne Lüftungsanlage ??? Ob ich mich verrechnet habe ??
Viel Spass beim Bauen und Gruß - RAY -
Danke für deine Antwort! Kommenden Freitag haben wir uns einen Gesprächstermin mit dem Architekten vereinbart und werden ihm unsere Sorgen schildern. Bin schon auf die Rückmeldungen gespannt...