Astronomie - neue und gute Antworten

  • Noch nie gesehenes Objekt am Himmel
    Antwort von kami1a ·

    Hallo! Ich bin zufällig auf diese Frage gestoßen. Manchmal macht man Erfahrungen die der eigenen Überzeugung widersprechen. Ich war und bin immer noch der Meinung dass es für "Ufos" immer eine Erklärung gibt - oft findet man sie halt nicht. Ich habe vor einigen Jahren auf einer Raststätte im süddeutschen Raum ein Objekt am Himmel gesehen das fast peinlich genau den gängigen Klischees  - wie ein runder schlauch  entsprach. und übrigens viele Menschen neben mir auch. War das eine Projektion wie ich annehme dann eine sehr geschickte. 

    Alles Gute und bleibe so neugierig. 

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Startrails ,

    Danke für deine Antwort. Es stimmt schon, dass man viele Dinge am Himmel sieht und im ersten Moment keine Erklärung dafür hat wobei es immer eine gibt - dieser Meinung bin ich ebenfalls. Ich selber versuche ja auch hier div. Sichtungen logisch zu erklären. Oftmals gelingt mir das auch ganz gut wie ich meine.

    Kommentar von kami1a ,

    Wir haben hier im Forum den Vorteil das Astronomie unheimlich stark besetzt ist. aber das hast du auch schon bemerkt. 

  • Bestimmt die energiedichte wie stark sich der Raum krümmt?
    Antwort von KosmoFreak ·

    Hallo Werwewer,

    Wenn wir von der allgemeinen Relativitätstheorie ausgehen, sorgt der Energie-Impuls-Tensor für die Krümmung der Raumzeit. Eine Komponente dieses Tensors ist die Energiedichte. Daher bestimmt unter anderen die Energiedichte die Krümmung des Raums. Wenn sich die Energiedichte in einem bestimmten Raumzeitgebiet nicht ändert, so bestimmt diese also auch, wie stark der Raum gekrümmt ist.

    Würde nun ein Stern zu einem schwarzen Loch kollabieren, so erhöht sich dessen Dichte und somit auch dessen Energiedichte. Die Änderung der Energiedichte bewirkt also auch eine Änderung der Krümmung der Raumzeit. Diese Änderung erfolgt jedoch nicht simultan, sondern nur mit Lichtgeschwindigkeit. Wir wissen, dass keine Information schneller als mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden können und das schließt auch die Gravitation mit ein. Die "Information" einer veränderten Krümmung werden also durch Gravitationswellen transportiert, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen.

    LG, KosmoFreak.

  • Komet am Himmel
    Antwort von Buckykater ·

    es waren sicher Bolide . Das sind etwas größere Meteore bzw Sternschnuppen die auch grün oder rot leuchten können. Manchmal zerbrechen sie beim Eintritt in die Atmosphäre in viele Einzelteile. es könnte auch Weltraumschrott gewesen sein.

  • Komet am Himmel
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo ddd321,

    erheblich leichter als ohne exakte Angaben von Ort, Beobachtungszeitpunkt und Himmelösrichtung zu klären, was das war, ist es, Dir zu erklären, was es nicht war: Ein Komet.

    Ein Komet ist ein aus Eis und Staub bestehender Klumpen, der auf seiner Umlaufbahn um die Sonne im inneren Sonnensystem ein Problem bekommt: In Sonnennähe tauen Teile seines Eises ab und werden vom Sonnenwind zusammen mit dem Staub abgetragen. - Es bildet sich der typische Schweif.

    Entsprechend ist so ein Komet aber eine Erscheinung, die man wochenlang am Himmel beobachtet. Er steht wie ein Planet zwischen den Sternen und wandert von Tag zu Tag nur ein kleines Stückchen zwischen den Sternen weiter. Wenn er langsam in den Tiefen des äußeren Sonnensystems verschwindet, löst sich der Schweif auf, weil kein weiteres Material mehr abtaut.

    Und genau deshalb war eine Beobachtung, die nur wenige Sekunden dauert ganz sicher kein Komet.

    Ich würde mich Startrails anschließen, dass Du möglicherweise beobachtet hast, wie ein Stückchen Weltraumschrott verglüht ist. Gegen einen Meteor ("Sternschnuppe") oder einen Bolliden (so was wie ein "fetter" Meteor) spricht die Geschwindigkeit. Sternschnuppen treffen meist mit einer sehr hohen Geschwindigkeit auf die Atmosphäre uns sind entsprechend schnell über den Himmel gezogen und verglüht.

    Grüße

    P.S.: Du könntest Deine Erinnerung mit YouTube-Aufnahmen von Weltraumschrott vergleichen, um abschätzen zu können, ob das eine gute Erklärung für Deine Beobachtung sein könnte. Z.B.

    https://www.youtube.com/watch?v=dO4QmdoJv64

  • Welches Buch über Astronomie könnt Ihr empfehlen?
    Antwort von kumpeli ·

    Wenn du ein wenig umfangreicheres Buch suchst, würde ich mir das Buch "Astronomie - Die kosmische Perpektive " mal ansehen. Das ist allerdings ziemlich teuer. Die Auflage wurde eigentlich ziemlich zeitnah aktualisiert und es sind sehr viele Bilder drinnen, außerdem ist auch noch eine CD- Rom dabei. Als Extra ist am Schluss noch eine Art Kalender zur Entstehung des Universums beigefügt.

    Falls man will, kann man sich aber auch einfach das ein oder andere Buch in der Bücherei ausleihen, dabei muss man sich dann ja auch nicht festlegen.

  • Komet am Himmel
    Antwort von Startrails ·

    Für mich klingt das definitiv nach verglühtem Weltraumschrott - fliegt ja schließlich mehr als genug davon da oben rum. Ähnliche Sichtungen hatte ich auch schon - heller Punkt am Himmel: "Oh, ISS" und dann sah man ein Auseinanderbröseln :-) Die ISS wars dann wohl doch nicht ;-)

    Lass mich raten: Eindeutig langsamer als ein Meteor (Sternschnuppe), eher so schnell wie ein Satellit und von der Farbe her weiß bis leicht orange?

  • Warum heißt es Hubble-Teleskop ?
    Antwort von Startrails ·

    Edwin Hubble war wohl nicht ganz unbedeutend was die Astronomie angeht:

    Am Mount-Wilson-Observatorium konnte er 1923 nachweisen, dass M31 weit außerhalb unserer Galaxis liegt. Die Ergebnisse seiner Beobachtungen und Berechnungen, Cepheids in Spiral Nebulae, legte er zur Jahreswende 1924/25 der Jahrestagung der US-amerikanischen Astronomenvereinigung AAS vor, auf der sie am 1. Januar 1925 vorgetragen wurden.

    Aufgrund der räumlichen Verteilung anderer Galaxien, sowie ihrer im Spektrum u .a. von Milton Humason nachgewiesenen Rotverschiebung, postulierte der belgische Priester Georges Lemaitre im Juni 1927 die Expansion des Weltalls im Einklang mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Hubble veröffentlichte zwei Jahre später, 1929, mit zusätzlichen Daten denselben linearen Zusammenhang zwischen der Rotverschiebung und der Verteilung extragalaktischer Nebel, zog jedoch nicht die physikalische Schlussfolgerung einer Expansion des Weltalls und vermutete ein bisher unentdecktes Naturprinzip hinter der Rotverschiebung. Dennoch wird in der öffentlichen Wahrnehmung diese Entdeckung Lemaîtres häufig Hubble zugeschrieben.

    Hubble und Humason entdeckten auf Basis der Arbeiten Sliphers, dass die Spektren verschiedener Galaxien nicht etwa zu gleichen Teilen ins Rote und Blaue verschoben sind, sondern dass es erheblich mehr rotverschobene Spektren gibt. Interpretiert man die Frequenzverschiebung als Dopplereffekt, so lässt sich ableiten, dass sich fast alle beobachteten Galaxien von uns entfernen. Hubble war auch der Erste, der einen direkten proportionalen Zusammenhang zwischen Rotverschiebung und Entfernung der Galaxien aufstellte, was bedeuten würde, dass sich diese fernen Weltinseln umso schneller von uns fort bewegen, je weiter sie entfernt sind. Hubble selbst benutzte den Ausdruck 'scheinbare Geschwindigkeit', da er zurückhaltend war in der physikalischen Interpretation der Beobachtungen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Hubble

  • Bestimmt die energiedichte wie stark sich der Raum krümmt?
    Antwort von Schtis ·

    Das bleibt doch ein und dasselbe. Ich sehe in den zwei Beschreibungen keinen Unterschied. Die Existenz von hohen Energiedichten krümmt den Raum. Durch Ermittlung der Stärke dieser Energien, lässt sich rechnerisch erschließen wie stark die Krümmung ist.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Werwewer ,

    Mit meiner Frage meint ich, ob wenn z.B. ein Schwarzes Loch entsteht, sich die Krümmung der Raumzeit noch ausdehnen muss oder ob sie ohne zeitliche Verzögerung einfach existiert?!?

    Kommentar von Schtis ,

    Da ein Schwarzes Loch nicht plötzlich sondern allmählich entsteht, krümmt sich auch die Raumzeit langsam mit. Würde man (rein hypothetisch) ein massereiches Objekt aus dem nichts schaffen, würde sich die Raumzeit wahrscheinlich entsprechend verhalten und auch augenblicklich krümmen.

    Kommentar von KosmoFreak ,

    Nicht ganz. Die Gravitation kann sich auch nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten.

  • Frage Sonnenfinsternis
    Antwort von LieberKiffer ·

    Ich habe für eine Astronomie-Vereinszeitung 1996 einen Artikel zu Finsternissen geschrieben. Ein Absatz behandelt dieses Thema (der ganze Artikel ist für hier leider viel zu lang :-().

    Warum gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis?

    Die Bahn der Erde um die Sonne (Erdbahnebene) nennt man Ekliptik. Sie entspricht genau dem scheinbaren Lauf der Sonne im laufe eines Jahres durch die 12 Tierkreiszeichen. Würde der Mond die Erde genau auf dieser Ekliptikebene umrunden, so käme es bei jedem Neumond zu einer Sonnenfinsternis und bei jedem Vollmond zu einer Mondfinsternis. Die Mondbahn ist jedoch um ca. 5º zur Erdbahnebene geneigt. Deshalb wandert der Mond meistens nördlich oder südlich an der Ekliptikebene vorbei. Zur Veranschaulichung: Da der scheinbare Sonnen- bzw. Monddurchmesser ½º beträgt, entsprechen 5º ca. 10 Sonnendurchmessern. Der Mond verfügt also über einen ca. 20 Sonnendurchmesser breiten Raum entlang der Ekliptik, in dem er anscheinend pendelnd auf- und absteigt. An zwei gegenüberliegenden Punkten schneidet die Mondbahnebene die Erdbahnebene. Diese Punkte werden Knoten oder auch Drachenpunkte genannt. Drachenpunkte deshalb, weil man im alten China glaubte, bei einer Sonnenfinsternis verschlänge ein Drachen den Sonnenball. Durch entsprechenden Lärm, wie Geschrei und Trommelwirbel, gelang es jedoch jedesmal, den Drachen zu vertreiben. Die Außentangenten an Sonne und Erde laufen konisch zu und treffen sich im Punkt S. Tritt der Neumand in den Bereich AB, so kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Für den Eintritt einer partiellen oder totalen Mondfinsternis muß der Vollmond in den Bereich CD eindringen.. Da AB größer ist als CD, ereignen sich global gesehen mehr Sonnen- als Mondfinsternisse. [Bildquelle: S&W 10/96] So wie es bei jedem Mondumlauf um die Erde einen Voll- und einen Neumond gibt, gibt es auch einen aufsteigenden und einen absteigenden Knoten. Fällt der Zeitpunkt eines Knotendurchganges nicht nahe genug mit einem Vollmond oder einem Neumond zusammen, ergibt sich keine Finsternis. Positiv ausgedrückt: Damit es zu einer Mond- oder Sonnenfinsternis kommt, muß der Mond nicht nur in den Syzygien (Neu- bzw. Vollmondposition) stehen, sondern zum gleichen Zeitpunkt auch in oder nahe der Ekliptikebene, also eines Knotens. Eine Sonnenfinsternis tritt ein, wenn der Neumond weniger als ±1º24’,2 von der ekliptikalen Breite entfernt ist. Bis ±1º34’,4 kann noch eine Sonnenfinsternis eintreten. Außerhalb dieses Wertes kann keine Verfinsterung der Sonne mehr erfolgen.Der Umlauf des Mondes um die Erde, bezogen auf den umge-benden Sternenhimmel wird siderischer Monat genannt und dauert 27,3217 Tage. Da die Erde von Norden her gesehen entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn um die Sonne kreist und der Mond, ebenfalls von Norden her gesehen entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn um die Erde kreist, ist die Umlaufzeit des Mondes von Neumond zu Neumond entsprechend länger. Die Erde hat sich während einer siderischen Periode weiter um die Sonne bewegt, und der Mond muß die Differenz bis Neumond aufhohlen. Dieser Zeitraum wird synodischer Monat genannt und dauert 29,5306 Tage. Da die Mondbahnebene wegen der Trägheit ihre Lage im Raum etwa beibehält, verändert sich der Abstand der Knoten zur Sonne hin gesehen ständig. Hinzu kommt, daß die Mondbahnknoten selbst etwas rückläufig sind. Man könnte sagen, die Mondbahnebene torkelt wie ein Kreisel, ebenfalls entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. Die Umlaufzeit des Mondes von Knotenpunkt zu (denselben) Knotenpunkt wird drakonischer Monat genannt und ist etwas kürzer als der siderische Monat. Er dauert 27,2122 Tage. In 18,61 Jahren bewegen sich deshalb die Knotenpunkte einmal durch die Ekliptik.Steht nun beispielsweise der Neumond exakt im aufsteigenden Knoten, so ereignet sich eine totale oder ringförmige Sonnenfinsternis. Nach 29,5306 Tagen tritt wieder Neumond ein, aber bereits nach 27,21220 Tagen passiert der Mond abermals den aufsteigenden Knoten. Neumond und Knoten fallen nicht mehr nahe genug zusammen, es kommt zu keiner Sonnenfinsternis.Da jedoch wie vorhin angedeutet ein gewisser Spielraum existiert und die Syzygien nicht 100%tig mit den Knoten koinzidieren müssen, ist ein relativ großer Spielraum in der ekliptikalen Länge vorhanden. Deshalb tritt nach einer Sonnenfinsternis häufig vierzehn Tage später eine Mondfinsternis ein oder umgekehrt, nach einer Mondfinsternis folgt 14 Tage später eine Sonnenfinsternis. So geschehen auch bei unserer aktuellen Sonnefinsternis am 12. Oktober 1996. 2 Wochen zuvor fand am 27. September 1996 eine Mondfinsternis statt.In Ausnahmefällen können sogar drei Finsternisse aufeinander folgen (global gesehen). Sonnen-, Mond-, Sonnenfinsternis. Die Kombination Mond-, Sonnen-, Mondfinsternis kann hingegen nie auftreten, da die Randbedingungen für Mondfinsternisse enger sind.

  • Komet am Himmel
    Antwort von Samy795 ·

    Tippe auf einen Wetterballon. Möglich wäre aber auch ein normaler Satelit. Je nach Sonnenstand blitzen die auch mal auf, das kann man möglicherweise auch als Zerfall sehen. Auf www.calsky.com kannst Du Zeit und Ort eingeben, dann siehst Du, welche Objekte da noch in Frage kommen.

  • Gammablitze Referat - Welche Unterthemen soll ich noch nehmen ?
    Antwort von Birtan ·

    Hey, hast du/haben Sie vielleicht noch deine Präsentation? Ich hab genau das selbe Thema, und würde gerne vergleichen denn ich bin so gut wie fertig und Verbesserungen von jemandem der das Thema schon hatte könnte ich sehr gebrauchen. Dieses Thema müsste ich vor meiner ganzen Gruppe vortragen deshalb dürfte kein Fehler passieren. Ich wäre darüber sehr dankbar wenn wir in Verbindung treten könnten. Danke im voraus! 

  • Frage Sonnenfinsternis
    Antwort von Startrails ·

    Hallo OhjaLink,

    das Problem an der Sache ist, dass die Ebenen nicht exakt in einer Linie liegen sondern gegeneinander gekippt sind. Wäre diese unterschiedliche Neigung nicht der Fall, hätten wir regelmäßig eine Sonnenfinsternis.

    PS: Solltest du vorhaben die Finsternis am 20.03. zu beobachten, bitte unbedingt an entsprechende Schutzmaßnahmen denken. Den Fehler, dass man mit astr. Geräten in die Sonne guckt macht man nur ein mal...

  • Praktikum in der Astronomie? :)
    Antwort von Startrails ·

    Hallo grunge444,

    ganzspontan würde mir da entweder die Volkssternwarte Darmstadt einfallen oder die TU Darmstadt. Was ich dir aber leider nicht sagen, ob man da ein Praktikum machen kann. Da müsstest du dann selbst mal anfragen. Jedenfalls hättest du somit schon mal zwei Anlaufstellen:-)

    Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Spaß – Astronomie ist wirklich sehr interessant wie du absolut richtig festgestellt hast :-)

  • Guten Tag liebe Community ich würde mich auf euren Rat freuen ( Präsentation Johannes Kepler )
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Xhelper,

    Kepler war, wenn man es jetzt einmal drastisch ausdrücken möchte, eine arme Sau. Sein Leben lang.

    Und er war wohl nicht ganz unschuldig daran. Er war wohl ein recht schwieriger Charakter. Eigenbrötler.

    Sein größtes Problem war aber, dass er zur Zeit der Religionskriege n Europa lebte. Er selbst war überzeugter Protestant, pflegte die damals aus heutiger Sicht fast asketisch zu nennende Lebensweise strenger Protestanten.

    Die einflussreichsten Astronomen seiner Zeit - Tycho Brahe und Galilei - waren beides Katholiken. Und adliger Herkunft. Kepler war bürgerlich. - In der damaligen Zeit ein weiteres nahezu unüberbrückbares gesellschaftliches Hindernis.

    Er lebte zeitweise am Hof von Brahe, doch entwickelte sich nie eine Freundschaft zwischen beiden Männern, zu unterschiedlich waren ihre Lebensweisen. Brahe pflegte den barock ausschweifenden Lebenswandel eines wohlhabenden Menschen. Es gab orgienhafte, verschwenderische Schlemmereien, Trunksucht und Duelle. Kepler hat wohl kein Hehl daraus gemacht, wie er diesen Lebenswandel verachtete. So macht man sich keine Freunde.

    Brahe hatte etwas, was Kepler unbedingt wollte: Eine Sammlung der mit Abstand genauesten Ephemeridendaten für die Planeten. Und eigentlich war Kepler an den Hof gereist, in Erwartung, diese Daten bald in seine Finger zu kriegen.

    Kepler bekam sie aber lange nicht. Ob sie ihm Brahe aus persönlicher Abneigung nicht gab, aus eigenem Ehrgeiz (um zu verhindern, dass Kepler berühmter werde als er selbst) oder einfach nur, um Kepler etwas zu ärgern, ist heute wohl nicht mehr zu klären. Tatsache ist aber, dass Kepler die Daten erst bekam, als Brahe starb.

    Etwa zur selben Zeit pflegte Kepler auch Briefkontakte mit Galilei. Galilei stellte den Briefwechsel jedoch aus oben genannten Gründen (Religion/Standesunterschied) ein, was Kepler wohl recht verbitterte. Gerade dieses absolute Fallenlassen durch Galilei dürfte Kepler viele Türen verschlossen haben.

    Verbitterung ist wohl eines der entscheidenden Attribute, die man mit Kepler in Verbindung bringen muss. War sein Ziel doch eigentlich die Berechnung besonders harmonischer Planetenbahnen gewesen (siehe harmonische Körper). Er selbst war von der Ellipse als endgültiger Lösung des Planetenproblems mehr als enttäuscht. Auch seine finazielle Situation blieb ein Leben lang problematisch. 


    Seine Wirkung ist wissenschaftshistorisch aber dennoch enorm.

    Galilei, Kepler und Newton gelten bis heute als die Väter der modernen Naturwissenschaft. Denn die 3 haben die Methode, mit der Wissenschaft noch heute arbeitet erfunden. Darin liegt eigentlich Keplers größte Bedeutung, weniger in den 3 berühmten Keplergesetzen - obwohl diese auch heute noch gelten.

    Galilei erkannte, dass man über die Natur etwas durch ausprobieren herausfinden kann. - Man kann geeignete "Beobachtungssituationen" herbeiführen. Er hat das "Experiment" erfunden. (Nicht am schiefen Turm, wie oft erzählt, aber er hat.)

    Kepler hat begriffen, dass man Ideen, die nicht zu den Beobachtungsdaten passen, wegwerfen muss. Sie sind falsch. Das klingt trivial, ist aber der Kernpunkt jedes Erkenntnisfortschrittes: Schau, was in Deinem "Wissen" falsch ist - und verwirf das.

    Newton schließlich hat die mathematische Formulierung als Basis von Erklärungsmodellen in die Wissenschaft eingeführt - und damit den eigentlichen Theoriebegriff.

    Keplers Gesetze erklären ja nichts, sie beschreiben nur. Newtons Gravitationsgesetz lieferte die Erklärung.

    Und genau so arbeiten Wissenschaftler noch heute:

    Habe eine Idee; formuliere sie möglichst exakt, so dass Du ganz konkrete (überprüfbare(!)) Vorhersagen damit machen kannst. (In der Art: Wenn das richtig ist, dann muss ich dies oder jenes beobachten). Mach ein Experiment. Und verwirf die Ideen, die falsche Vorhersagen machen, die also nicht zu den Ergebnissen der Beobachtungen passen. 

    Der letzte Satz ist der Beitrag von Kepler an der Wissenschaftsgeschichte.

    Grüße

    http://www.deutsche-biographie.de/sfz40565.html


  • Frage Sonnenfinsternis
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo OjahLink,

    bei dem Nickname muss ich einfach eine Seite verlinken, die das ein bissi anschaulich erklärt:


    http://www.astronomie.de/das-sonnensystem/der-erdtrabant/mondfinsternis/entstehu...

    Das obere Bild zur Entstehung ist vermutlich mehr oder weniger das, was Du als Erklärung für Mondfinsternisse kennst: Der Mond ist von der Erde aus gesehen der Sonne gegenüber, der Erdschatten trifft den Mond - Tataaa - Mondfinsternis.

    Und ja, wenn man es so in der Draufsicht anschaut, versteht man eigentlich nicht, warum es nicht bei jedem Vollmond zu einer Mondfinsternis kommt.

    Der Schlüssel zum Verständnis ist die 3D-Darstellung darunter: Da sieht man nämlich, dass der Mond nicht in derselben Ebene die Erde umkreist, wie die Erde die Sonne. Die Mondbahn ist etwas geneigt gegen die Ebene, in der sich Erde und Sone befinden.

    Zur Mondfinsternis kommt es nur, wenn der Mond bei Vollmond gerade in der Nähe von einem der beiden Schnittpunkte seiner Bahn mit der Umlaufebene der Erde um die Sonne (=Ekliptik) ist. Diese beiden Punkte heißen die "Mondknoten".

    Ist der Mond beim Vollmond zu weit weg von den Mondknoten, dann geht der Schatten der Erde einfach entweder unter dem Mond unten drunter durch oder oben drüber, je nachdem. Aber er trifft ihn nicht.

    Wann der Mond in den Knotenpunkten ist, variiert wegen der Dynamik des ganzen Systems nicht mit derselben Periode, die es von Vollmond zu Vollmond dauert. Es variiert also, wie groß der Abstand des Mondes bei Vollmond von seinen Knoten ist.

    So. Und für Sonnenfinsternisse gilt natürlich genau dasselbe. Nur die Stellung der 3 Himmelskörper ist umgekehrt. Mit der Periode der Knotenliniendrehung ("Saros-Zyklus") beginnt der Finsterniszyklus sich zu wiederholen.


    Grüße

  • Photonen haben keine Masse. Wie kann Licht dann von einem schwarzen Loch absorbiert werden?
    Hilfreichste Antwort von Reggid ·

    weil gravitation nicht unbedingt was mit masse zu tun hat. das ist zwar in der Newtonschen physik so, die man in der schule lernt, aber die stellt nur eine näherung der gravitation in der allgemeinen relatvitätstheorie dar.

    hier wird der effekt, den wir als gravitation kennen, durch eine krümmung der raumzeit hervorgerufen. dadurch werden die bahnen aller objekte beeinflusst. das ist unabhängig davon ob diese eine masse haben oder nicht, denn der effekt rührt ja von der veränderten geometrie des raumes selbst.

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von jimmy18 ,

    Noch eine Frage dazu. Photoen haben eine Geschwindigkeit von 300.000 km pro s. (im starken gravitationsfeld der sonne) warum nehmen sie nicht an geschwindigkeit zu wenn sie sich vom Ursprung dieser gravitationskraft entfernen? und warum lassen sie sich erst von einer stärkeren Gravitation umlenken? (würde ja auch bedeuten wenn das licht vom gleichen punkt kommt wie das schwarze loch (z.B. im Moment des zusammenfalls des sternens bis zur enstehung des schwarzen Loches ) dass die Photonen auf gleicher Bahn wie sie grade den stern verlassen haben, wieder zurück geführt werden und dann auch ihre Geschwindigkeit verringern bis zur totalen ruhe fuer eine minimale Zeit. Was auch bedeuten würde dass sich diese teilchen in ruhe befinden koennen)

    ich hoffe meine gedankengänge sind nicht zu unlogisch. bin kein akademiker :P

    Kommentar von Werwewer ,

    Also Gravitation ist eigentlich eine Krümmung der Raumzeit, die durch hohe Energiedichten z.B. Sterne oder Planeten hervor gerufen wird. Ein Photon hat eine Energie und somit auch Masse, und bewegt sich nahezu immer gleich schnell. Wenn es aber nahe an einem Stern vorbei kommt, muss es gekrümmten Raum durchqueren (den wir nicht als solchen sehen können) und somit eine weitere strecke zurück legen. Zusätzlich dazu, erfährt das Photon durch die Krümmung der Raumzeit einen Impuls und wird von seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt. Diese Ablenkung ist allerdings nicht groß genug, um das Photon soweit zu beeinflussen, das es immer weiter um den Stern kreist und irgendwann mit ihm kollidiert und seine Energie so an ihn abgibt. Aber genau das trifft bei einem Schwarzen Loch zu. Nur das die Krümmung so stark ist das das Photon praktisch auf direktem weg in das Schwarze Loch stürzt.

    Ein schwarzes Loch entsteht ja dadurch, das ein Stern hoher Masse kollabiert und in einer Supernova explodiert. Dabei wird der Stern auseinander gerissen und ins All geschleudert.  Wenn dann das was von dem Kern noch übrig ist genug Masse hat, verdichtet er sich so weit das ein schwarzes Loch entsteht. Dieses schwarze Loch zieht jetzt die sich noch in Reichweite befindende Materie an und wächst so.

    Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen ;D

    Kommentar von Reggid ,

    Noch eine Frage dazu. Photoen haben eine Geschwindigkeit von 300.000 km pro s. (im starken gravitationsfeld der sonne) warum nehmen sie nicht an geschwindigkeit zu wenn sie sich vom Ursprung dieser gravitationskraft entfernen?


    da sie masselos sind, bewegen sie sich immer mit c, was sich allerdings ändert wenn sie sich von einer gravitationsquelle entfernen, ist ihre energie --> gravitative rotverschiebung

  • Frage Sonnenfinsternis
    Antwort von PeterSchu ·

    Nein, denn die Bahnen, auf denen sich der Mond um die Erde und die Erde um die Sonne drehen, liegen nicht auf der gleichen Ebene. Der Mond "überholt" sozusagen mehrmals die Sonne, (von uns aus gesehen), aber dabei liegt er meistens höher oder tiefer. Dass sich die Bahnen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt schneiden, wo sie auf gleicher Höhe sind, ist eben ziemlich selten.

  • Photonen haben keine Masse. Wie kann Licht dann von einem schwarzen Loch absorbiert werden?
    Antwort von Schtis ·

    Die Frage ist nicht dumm, die hat sich nämlich sogar Einstein Höchstpersönlich gestellt. Seine Antwort lautet kurz zusammengefasst: Objekte mit Masse krümmen die Raumzeit. Das kann man sich so vorstellen wie eine Bowlingkugel auf einem Trampolin. Die schwere Kugel krümmt die dehnbare Oberfläche, wodurch eine Delle entsteht. Wenn du nun einen Tennisball an den Rand des Trampolins stellst rollt er gradewegs auf das Zentrum (also auf die Bowlingkugel) zu. Genauso ist es auch in unserem drei dimensionalen Universum. Objekte wie Sonnen und Schwarze Löcher erzeugen eine Delle im Raum, in die ruhende Objekte einfach "hineinrollen". Damit ist die Gravitation wie Newton sie definierte nicht ganz korrekt, da sie nicht nur auf Körper mit Masse wirkt, sondern auch auf masselose Teilchen wie Photonen.

  • Photonen haben keine Masse. Wie kann Licht dann von einem schwarzen Loch absorbiert werden?
    Antwort von stekum ·

    Da die Photonen Energie W = h f haben, haben sie auch eine (relativistische)

    Masse m = W/c² (nach der bekannten Formel W = m c² bzw. E = m c²).

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Reggid ,

    nur liegst du mit dieser erklärung bei der lichtablenkung um einen faktor 2 daneben (und dafür hätte es auch nicht die relativitätstheorie gebraucht, den selben (falschen) wert hätte auch die Newtonsche gravitation geliefert).

    Kommentar von stekum ,

    Bitte um Aufklärung.

    Kommentar von Reggid ,

    wenn alles was man macht ist, dass man einem photon einfach nur eine masse zuordnet (und zwar egal welche, denn die gravitationsbeschleunigung die ein körper erfährt ist ja von der masse unabhängig), dann kann man damit selbstverständlich versuchen die ablenkung zu berechnen. nur ist das ergebnis dann um einen faktor 2 falsch (erste berechnungen dazu stammen aus dem jahr 1801(!)).

    erst die allgemeine relativitätstheorie (und die beinhaltet viel mehr als nur: "wir weisen dem photon eine "relativistische" masse zu", nämlich die Einsteinschen-feldgleichungen um die krümmung der raumzeit zu berechnen und die geodäten-gleichung um die bahnen von objekten innerhalb dieser raumzeit zu berechenen) liefert den (doppelten) wert, der mit den beobachtungen tatsächlich überein stimmt.

    lichtablenkung durch gravitation in der allgemeinen relativitätstheorie hat nichts mit einer "relativistischen" masse von photonen zu tun, sondern damit, dass gravitation hier einfach gänzlich anders funktioniert als in der klassichen physik.

  • Big Crunch Theorie?
    Antwort von HinnerkSeemann ·

    Meiner Ansicht nach ist diese Theorie hoch brisant. Wenn es vor dem Urknall schon mehrere oder unendlich viele gegeben haben sollte, stellt sie die Schöpfung in Frage und gleichzeitig die Existenz eines Gottes. Meines Wissens tragen die Kirchen die Urknalltheorie bis zum einen Urknall. Was vorher gewesen war sei die Sache Gottes. Wissenschaftler, die sich zu weit zu der Big Crunch aus dem Fenster lehnen würden und damit die Obrigkeit provozieren, würden ihre Karriere dann wohl zu Grabe tragen müssen.

  • Krümmt Gravitation den Raum oder ist die Gravitation die krümmung des Raums?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo Werwewer,

    die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt Gravitation als Folge der Raumkrümmung, die Massen hervorrufen. 

    In der "ART" gibt es also keine "Kraft" zwischen Massen, sondern eine Masse krümmt den Raum. Und in diesem gekrümmten Raum bewegen sich Körper dann anders als wenn der Raum nicht gekrümmt wäre. Diese Richtungsänderungen deutete Newton noch als Krafteinfluss der Massen aufeinander. In der ART ist es eine Folge der Raumkrümmung. Den klassischen "Kraftbegriff" gibt es hier nicht.

    Es ist also nicht "Gravitation", die den Raum krümmt, sondern die Anwesenheit von Massen. Und der gekrümmte Raum erzeugt dann die Effekte, die wir unter Newton als "Schwerkrafteinflüsse" gedeutet haben.

    http://www.einstein-online.info/einsteiger/allgRT

    Grüße

  • Welche Bedingungen für Leben auf dem Mars notwendig ??? HILFE DRINGEND
    Antwort von Peter33333 ·

    Wichtigstes Kriterium für die Entstehung von Leben ist wahrscheinlich die Reaktionsfähigkeit chemischer Prozesse. Ist es zu kalt läuft alles zu langsam ab. Ohne Wasser hat man kein geeignetes Medium für eine Reaktion. Wichtig ist auch Kohlenstoff....nur Kohlenstoff kann 4 Bindungspartner eingehen und diese auch schnell wechseln, deshalb kennt die Biochemie auch viel mehr Verbindungen als die anorganische Chemie mit allen anderen Elementen zusammen. Silizium als Grundelement ist dagegen wahrscheinlich schon zu träge. Auf dem Mars wird wahrscheinlich die Temperatur das Problem sein. Mal davon abgesehen, das wir einfach nicht wissen wie und ob Leben nun tatsächlich entsteht auch wenn die Elemente vorhanden sind.

  • Astronomie als schulfach?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo honeygold,

    was genau auf dem Lehrplan steht, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Einen Überblick über alle Themenbereiche der Astronomie, die prinzipiell in der Schule eine Rolle spielen, findest Du hier:

    http://www.leifiphysik.de/teilgebiete/astronomie

    Ob etwas interessant ist, hängt sehr von Deinen persönlichen Neigungen ab. Man einer findet ja die Naturwissenschaften er/sie als uninteressant, weil mathematisch logisch und eher trocken empfindet. Der Nächste findet es toll, was wir im Laufe der Jahrhunderte mit sauberer Methodik herausfinden konnten und möchte an diesem Wissenszuwachs Teil haben.

    Astronomie an der Schule (und vor allem auch in der Forschung) ist aber kein romantischer nächtlicher Blick durch das Teleskop in die Weiten des Weltalls. Astronomie ist mehr als spektakuläre Bilder. Auch hier steckt Mathe drin und Physik - Naturwissenschaft eben.

    Wenn Dich die reizt, dann ist es auch das Richtige für Dich.

    Grüße

  • Könnt ihr mir helfen? (10.klasse, ausbildung)
    Antwort von achilles000 ·

    Schon mal cool dass du dich dafür interessierst, aber mit einem Realschulabschluss erreichst du so gut wie gar NICHTS im Themengebiet der Wissenschaft.. Es wird schon ein Studium benötigt

    Du hast zwei Möglichkeiten: Erlang die Hochschulreife und studier

    oder...

    Du versuchst es mit dem was du hast, wobei damit wahrscheinlich nicht viel rauskommen wird.. Du kannst dich ja selbstständig machen und dein eigenes Planetarium oder sowas aufmachen :D

  • Physik Studium... und Zukunft
    Hilfreichste Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo KleopatraVII,

    also ich finde das ein wenig frustrierend, so wie Du das beschreibst. Die Physik ist doch nicht gleich tot, nur weil mehr Physiker ausgebildet werden als in der Grundlagenforschung gebraucht werden. Im Gegenteil.

    Lass es mich anders herum formulieren: Eine überwältigende Mehrheit der Physiker ist nicht auf temporäre Stellen an der Uni (andere gibt es dort nämlich nicht) angewiesen, sondern kommt in der Industrie unter.

    Ich bin da ziemlich in der Situation Deines Bekannten gewesen: 1992 mein Diplom gemacht, danach war ich bei Siemens. Ich wollte nicht promovieren, ich hätte eine Promotionsstelle bekommen, habe aber abgelehnt. Ob das eine falsche Entscheidung war? Ich hatte nie den Eindruck. Ich hätte an der Uni immer nur 2 Jahresverträge bekommen, kenne eine Menge Physiker deren Forschungsprojekte zumindest zwischenzeitlich nicht weiter gefördert wurden und die dann immer mal wieder ein halbes Jahr knapp bei Kasse waren. Bei Siemens hatte ich einen super interessanten Job im Softwaretest.

    Viele Physiker programmieren später, richtig. Wer sagt aber, dass das uninteressant ist? Auch in der Industrie gibt es Jobs in der Entwicklung, bei denen man "forscht". Industrie ist nicht gleich langweilig. Definitiv nicht.

    Wenn ich Dir raten darf (äh, dazu ist die Plattform ja da...): Jetzt machst Du erst mal Deinen Bachelor. Und dann Deinen Master. Bis dahin bist Du mindestens 6 Jahre älter und weißt ein wenig, was Arbeiten "in der Forschung" bedeutet. Es bedeutet nämlich auch, dass Du nicht weißt, wie's geht. Weil keiner weiß, wie's geht. Du hast manchmal monatelang keinen Dunst, wie und ob Du ein Problem in den Griff kriegst. Mit dieser Art zu arbeiten muss an erst mal umgehen können. Nach einem Physikstudium weißt Du, ob das Dein Ding ist, denn die werfen Dich regelmäßig ins kalte Wasser. 

    Du weißt dann auch, dass "Forschung" nicht der spektakuläre Tripp ist, auf dem jeden Tag ein anderer durchs Labor rennt und "Heureka, heureka" brüllt. Nein, man sitzt auch da monatelang hinter einem PC im stillen Kämmerlein und programmiert Simulationen am Großrechner. Oder versucht eben 3 Wochen lang den dämlichen Wackelkontakt bei einer Messapparatur zu beheben. Oder...

    Gerade in der Astrophysik wirst Du nur wenig bis gar nicht selbst beobachten. Touren nach Chile in die Atacama sind die Ausnahme. Du beantragst stundenweise Beobachtungszeit an den großen Teleskopen - und kriegst irgendwann die Daten. Die werden dann im stillen Kämmerlein ausgewertet.

    Vielleicht geht es Dir in 6 Jahren so wie mir damals, dass Dich ein gut bezahlter Posten in der Industrie mehr reizt. Man soll sich nie zu früh festlegen und man soll die Haut des Wildschweins nicht zerlegen, bevor man es überhaupt mal erlegt hat. Also: Erst mal den Master schaffen, bevor man nölt, der Job in der Industrie wäre nicht gut genug. ;-)

    Grüße und viel Erfolg!

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Danke für das Sternchen, ich freue mich sehr!!

    =D

    Alles Gute für's Studium.

  • mond Koordinaten
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo freitraeumer,

    dazu benutzen Astronomen verschiedene Koordinatensysteme. Je nachdem, was Du angeben möchtest ist entweder das eine oder das andere günstiger.

    Am häufigsten verwendet werden das sogenannte Horizontsystem und das Äquatorsystem.

    Hier sind die beiden erklärt:

    http://www.leifiphysik.de/themenbereiche/sternbeobachtung#Koordinatensysteme

    Der Unterschied ist - Du ahnst es - dass beim einen der Horizont des Beobachters die Beugslinie ist, beim anderen der Himmelsäquator.

    Das Äquatorsystem hat deshalb den Vorteil, dass Fixsterne feste (also zeitlich konstante) Koordinaten im Äquatorsystem haben. Das Horizontsystem gibt Dir dafür für Deinen Beobachtungsort die Höhe des Sterns über dem Horizont als eine Koordinate - nur sind da die Koordinaten dann natürlich zeitabhängig.

    ------ Fortsetzung folgt -------

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    --------- Fortsetzung ------------

    Hier auf dieser Seite findest Du z.B. die aktuellen Koordinaten des Mondes:


    http://www.heavens-above.com/moon.aspx?lat=48.1351&lng=11.582&loc=M%C3%B...

    Rektazension und Deklination sind die aktuellen Koordinaten im Äquatorsystem. Beim Mond sind die natürlich auch zeitabhängig, weil der Mond sich ja von Tag zu Tag zwischen den Sternen bewegt.

    Höhe und Azimut sind die aktuellen Koordinaten im Horizontsystem. - Obacht: Berechnet für meinen Beobachtungsort - München.

    Um Deine Stadt einzugeben, musst Du rechts oberhalb des Bildes auf "Startseite" klicken und dort unter "Beobachtungsort wählen" Deinen Ort einstellen. Das Horizontsystem hängt halt vom Beobachtungsort ab.

    Die gewünschte Beobachtungszeit kannst Du dann auf der Mondseite eingeben.

    Grüße




    Kommentar von Joni10 ,

    Hallo Ute,

    ich glaube, Freiträumer meinte, wie man die Koordinaten AUF der Mondscheibe von z.B. verschiedenen Kratern angibt.


    LG Joni10

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Oh, danke, das habe ich - wenn Du Recht hast - falsch verstanden...

    Das wären dann die selenografischen Koordinaten

    http://de.wikipedia.org/wiki/Selenografische_Koordinaten

    Jetzt müssten wir ihm aber mit vereinten Kräften alle Infor gegeben haben....

    ;-)

    Kommentar von Joni10 ,

    Haha ja :)

    Bei den selenografischen Koordinaten hören meine Astroknentnisse dann auch auf, da ich die auch noch nie benötigt habe...


    Kommentar von freitraeumer ,

    OH, vielen Dank Ute, die ERklärung Nr. 1 war schon die Antwort auf meine Frage :D Danke, du hast mir sehr geholfen :)

  • Ist der Urknall ein wiederkehrender Zyklus?
    Antwort von extravagantes ·

    Hallo, ok vieles ist ja schon gesagt, aber auch die Galaxien bilden ein noch nicht weiter verstandenes Gespinst von Galaxienhaufen, und noch größeren Clusterhaufen, sie scheinen alle miteinander verbunden zu sein, insofern, ist auch eine Galaxie nur ein Teil des Ganzen....Es ist sieht, wie die Verbindungen im menschlichen Gehirne, also wie ein Nervengeflecht, das ganze hat System, freilich in ganz anderen Dimensionen....Liebe Grüße

  • Physik Studium... und Zukunft
    Antwort von elenore ·

    Also ich denke, wenn es um die zukünftigen Arbeitschancen von Physikern geht, musst du dir keine Sorgen machen; die werden, erst recht seit des Konjunkturaufschwungs, auf dem deutschen Arbeitsmarkt gesucht.

    Die Chancen für Physiker sind sehr gut, der Anteil der arbeitslosen Physiker auf dem Markt ist signifikant unter dem Durchschnitt, und auch unter dem Durchschnitt anderer vergleichbarer Abschlüsse. Schau dich doch im Internet mal um und lies mal entsprechende Berichte.


  • Physik Studium... und Zukunft
    Antwort von Frenzel ·

    Die Physik ist nicht tot, allerdings braucht die Forschung nun einmal nur die "Besten". Wenn man sich zutraut durch harte Arbeit und Talent gut genug zu sein, sollte man sich nicht von irgendwelchen Statistiken abschrecken lassen. Forschungsinstitute gibt es auf der ganzen Welt, wer wirklich forschen will, sollte früher oder später eine Beschäftigung finden. 

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Sulphur ,

    Hallo,

    Der letzte Satz ist leider nicht ganz korrekt. Und mit "leider" meine ich, dass ich es selbst gern nicht so sehen würde.

    "Forschen" kann jeder. Und zwar in der Doktorarbeit. Danach wird man auch noch ziemlich sicher eine Stelle als PostDoc bekommen. Dort forscht man auch.

    Problematisch ist das, was nach dieser Phase kommt, da ein PostDoc in dem Sinne kein Beruf oder Job ist, sondern lediglich als Sprungbrett auf eine Professur dient. In dieser Zeit profiliert man sich, publiziert und bekommt dann mit Glück eine Stelle.

    Und da fängt das Problem an. Es gibt viel zu wenig unbefristete Stellen (die Professur), sonst gibt es nichts befristetes (außer akademischer Rat bzw. Oberrat, aber so eine Stelle kommt man fast noch schwieriger).

    Im Ausland sieht es in manchen Ländern möglicherweise etwas besser aus, aber das es irgendwo unbefristete Stellen wie Sand am Meer gibt, habe ich leider nirgends gehört.

    Daher sollte man definitiv mit einplanen sein berufliches Leben dauerhaft im Ausland zu verbringen.

    Man muss sich einfach klar machen, was auf einen zukommt, auch das man mit Anfang 30 möglicherweise noch keine feste Stelle hat und dann muss man eben ehrlich zu sich selbst sein und schauen, ob man das so machen will.

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Man muss sich einfach klar machen, was auf einen zukommt, auch das man mit Anfang 30 möglicherweise noch keine feste Stelle hat und dann muss man eben ehrlich zu sich selbst sein und schauen, ob man das so machen will.

    Genau so ist es.

  • Könnten auf bereits entdeckten terrestrischen Planeten intelligente Wesen Leben?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo Sparklez,

    da kann man nur spekulieren und keine konkrete Antwort abgeben. Fangen wir doch mal auf unserer Erde an. Hier gibt es doch an den lebensfeindlichsten Orten Leben, also schon mal ein guter Anhaltspunkt, dass es auch im lebensfeindlichen All anderes Leben geben kann.

    Unser Sonnensystem - ganz heiße Kandidaten für Leben sind hier zum Einen der Jupitermond Europa und der Saturnmond Enceladus. Unter einem Eispanzer der mehrere Kilometer dick ist, vermutet man flüssiges Wasser. Warum vermutet man das da? Weil man riesige Wasserfontänen an den Polen auf Europa beobachtet hat. Im Inneren muss also Wärme entstehen resultierend aus der Gravitation vom Jupiter. Wasser und Wärme sind also schon mal ein günstiger Faktor für Leben - Sauerstoff brauch es nicht unbedingt. Hier reden wir aber von (wenn überhaupt) ganz primitiven Leben.

    Unsere Milchstraße - man geht davon aus, dass die Milchstraße über 100 Milliarden Planeten beheimatet. Einige davon befinden sich nachweislich in der habitablen Zone ihrer Heimatsterne.

    Wenn man nun bedenkt wie viele Galaxien es im beobachtbaren Universum gibt, dann ist es doch absurd wenn man glaubt, dass wir alleine im All sind, oder? Gehen wir mal davon aus, dass sich in einer anderen Galaxie eine Lebensform befindet die genauso weit entwickelt ist wie wir. Warum haben die uns noch nicht gefunden? Nun, wenn sie so weit entwickelt sind wie wir, dann fehlt es ihnen eindeutig an der Technik um Leben nachweisen zu können - eben wie bei uns.

    Das Problem ist einfach die unglaubliche Entfernung im All - wir können nicht mal eben einfach so zu einem Stern fliegen und gucken ob er Planeten besitzt welche Leben besitzen könnten. KÖNNTE man mit Lichtgeschwindigkeit reisen, bräuchte man zum sonnennächsten Stern schon 4,3 Jahre...

  • Wie kommt man auf die rechte Seite der Gleichung?
    Antwort von Reggid ·

    ganz normale produktregel:

    der erste term kommt vom anwenden von d/dtheta auf L/mr², und der zweite vom anwenden von d/dtheta auf dr/dtheta

    Kommentar von stekum ,

    Es sieht allerdings so aus, als ob nach r abgeleitet wurde, und nicht nach Θ .

    Kommentar von Reggid ,

    kettenregel: d f(r) / dtheta = d f(r) /dr * dr / dtheta

    Kommentar von JTR666 ,

    Ja natürlich wird da nach r abgeleitet. Aber wenn man die Produktregel anwendet frage ich mich, wieso d/dtheta * dr/dtheta = (dr/dtheta)² sein soll.

    Kommentar von Reggid ,

    d/dt [ f(r) * dr/dt]

    = [d/dt * f(r)] * dr/dt + f(r)* [d/dt dr/dt]

    = [df(r)/dr * dr/dt] * dr/dt + f(r) * d²r/dt²

    = df(r)/dr * (dr/dt)² + f(r)* d²r/dt

    und für f(r)=1/r² hast du dann

    d/dt[1/r² * dr/dt] = -2/r³ * (dr/dt)² + 1/r * d²r/dt²

    (der rest sind konstanten)

    Kommentar von JTR666 ,

    Nur wie kommst du auf das zusätzliche dr/dt im 3. Schritt? Wegen innere mal äußere Ableitung, ne?

    Kommentar von Reggid ,

    ja, kettenregel eben.

    Kommentar von JTR666 ,

    Jo! Dankee!! :) Aber eins noch: In besagtem Schritt hast du ja df(r)/dt, was ja heißt , dass du nach THETA ableitest. Wieso kannst du dann dennoch die Kettenregel mit r anwenden? Es wird ja gar nicht nach r abgeleitet.

    Kommentar von Reggid ,

    gerade deshalb braucht man ja die kettenregel, weil eben nicht nach r sondern nach theta abgeleitet wird.

    Kommentar von JTR666 ,

    Du meinst, weil das Theta durch einen ausdruck mit r substituiert wurde, ne? (Also sowas wie d/dv u(v(x)) = dv(x)/dx * du/dv)

    Kommentar von Reggid ,

    d/dx u(v(x))= dv(x)/dx * du(v)/dv

    Kommentar von JTR666 ,

    Also ist es doch richtig, wenn ich sage, dass f(r) eigentlich f(r(theta)) ist, oder?

  • Astronomie für Einsteiger? Kann mir jemand sagen wie ich ins Themengebiet einsteigen kann?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo allchecker,

    Seiten in Bezug auf die Astronomie gibt es mehr als genug im Netz - da kann es recht schnell unübersichtlich werden bzw. die Menge an Informationen wird dich einfach überfluten. Empfehlenswert sind die "Alpha Centauri" Sendungen mit Harald Lesch. Die kannst du dir z.B. mal auf Youtube zu Gemüte führen.

    Einen guten Einstieg wirst du haben indem du dich einfach mal nach Gleichgesinnten in der Umgebung umschaust oder dich beim nächsten Planetarium erkundigst - oft sind dort Astronomie-Vereine ansässig. Keine Angst haben zu fragen - Hobby-Astronomen sind sehr gesellige Leutchen und freuen sich über jeden der sich neu für das Hobby interessiert.

    Sollten diese beiden Versuche erfolglos bleiben, dann wäre die Anmeldung in einem der großen Astroforen ganz hilfreich - auch dort steht man Anfängern sehr gerne beratend zur Seite. Für den Anfang kannst du mal gucken was ich hier geschrieben habe: https://www.gutefrage.net/frage/teleskop-tipps-und-vorschlaege?foundIn=tag_overv...

    Da sind einige Links dabei die für einen Anfänger ganz hilfreich sein können. Auch hier auf der Plattform gibt es schon sehr viele Fragen zum Thema Astronomie, Teleskop oder Astrophysik - einfach mal die Suchfunktion oben rechts benutzen.

    Eine genaue Beratung ist immer etwas knifflig vor allem weil du noch ein wenig verraten müsstest damit man weiß wo die Reise hingehen soll. Dein Budget kennen wir ja nun schon. Hilfreich wäre nun noch zu wissen von wo du beobachten willst. Muss die Beobachtung vom Balkon erfolgen? Steht der heimische Garten zur Verfügung? Bist du mobil, dass du auch mal rauf aufs Feld fahren kannst? Wird aus der Stadt heraus beobachtet oder wohnst du eher in einer ländlichen Gegend? Wo soll denn der Beobachtungsschwerpunkt liegen - Planeten oder Deepsky (Objekte außerhalb unseres Sonnensystems)? Sind Ambitionen für die Fotografie vorhanden (das würde ich jedoch erst mal hinten anstellen - erst mal am Himmel zurechtfinden)?

    Wie du siehst müssen da noch ein paar Fragen geklärt werden und ich gehe mal stark davon aus, dass du jetzt auch noch ein paar mehr Fragen hast als vorher welche wir dir natürlich gerne beantworten werden :-)

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von LennyLoloc ,

    Die Sendungen mit Harald Lesch(z.B. Leschs Kosmos) kann ich auch nur empfehlen

  • Zenit in europ
    Antwort von coronaborealis ·

    Die Sonne kann nur zwischen den Wendekreisen im Zenit (= 90°) stehen. In Europa ist das nirgends der Fall. Am südlichsten Punkt Deutschlands (47,5°) steht die Sonne am Sommeranfang (um den 21.Juni) mittags 66° über dem Horizont.

  • Suche himmelsbilder ?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    das Programm Stellarium wurde ja schon empfohlen - www.stellarium.org

    Dort gibst du deinen Standort ein und schon kannst du den Himmel in Echtzeit sehen. Wie ich gelesen habe, suchst du die Sternbilder von vor drei Wochen. Kein Problem - du kannst du dort jede beliebige Zeit einstellen.

    Screenshot vom gewünschten Himmelsabschnitt machen, ausdrucken und schon hast du ne schöne Sternenkarte. Ich hoffe, dass ist das was du gesucht hast...

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von r0b1nboerner ,

    danke

  • Suche himmelsbilder ?
    Antwort von akino47 ·

    lade dir mal die freeware "stellarium" herunter, das ist ein tolles planetariums-/astronomierprogramm, dass u.a. auch den himmel mit allen sternbildern anziegen kann.

    oder meinst du mit "himmelsbilder" einfache fotos des sternenhimmels? die kannst du doch auch selbst draußen machen, gute sicht und wolkenloser himmel vorausgesetzt.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von r0b1nboerner ,

    wie funktioniert das Programm ich brauch ja die himmels Bilder die vor kurzen waren ;)

    Kommentar von r0b1nboerner ,

    ja ich meine Sternenhimmel aber die die ich brauche sind ja schon rum ;)

  • Raum/Zeit schneller als das Licht?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo Hansebanger123,

    ich beantworte die Fragen der Reihe nach, ja?

    ist der Spruch "nichts ist schneller als licht" demnach nicht falsch?

    Ja, der ist falsch. Einstein hat ihn so auch nie formuliert. "Nichts ist schneller als das Licht" ist das, was der Laie meist aus den Aussagen der Speziellen Relativitätstheorie macht; nur trifft es das nicht genau.

    Also schauen wir uns erst einmal an, was die SRT genau sagt, dann wird der Rest verständlicher, ok?

    Tatsächlich sagt Einstein nämlich: "Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist von jedem gleichförmig bewegten Beobachter aus gesehen immer gleich, nämlich c. c ist außerdem ein oberer Grenzwert für die Geschwindigkeit, mit der sich ein massebehafteter Körper oder Information durch den Raum bewegen kann."

    Also: Massebehaftete Körper - das ist Physikerdeutsch für so was wie mich und Dich - können immer nur langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein. Und Information (zum Beispiel ein Fernsehsignal) nicht schneller als Licht.

    Und das ist alles. Oder anders ausgedrückt: Anderes ist erlaubt.

    Zum Beispiel: Nehmen wir an, Du hast einen sehr starken Laserpointer, so leistungsstark, dass man den Punkt auf dem Mond noch sieht, ja? Wenn Du von der Erde aus mit diesem Laserpointer herumwedelst, dann würde der Leuchtpunkt auf dem Mond mühelos mit Überlichtgeschwindigkeit herumflitzen; mit Winkelgeschwindigkeiten kann man aber keine Information zwischen Punkten der Mondoberfläche übertragen - und deshalb: kein Verstoß gegen die SRT.

    Es gibt mehrere solche Beispiele, bei denen Überlichtgeschwindigkeitseffekte bekannt sind, zum Beispiel beim Tunneleffekt. Nur liegt nirgends eine Verletzung der SRT vor, weil weder Masse noch Information übertragen wird.

    Und jetzt schlagen wir den Bogen zum Universum:

    Ja, auch die Entstehungsrate neuer Raumzeit kann Überlichtgeschwindigkeit vortäuschen.

    Stell' Dir 2 Typen vor, die auf einem langen Gummiband stehen.

    Dieses Gummiband dehnen wir jetzt. Je mehr wir das Band dehnen, desto schneller bewegen sich die beiden Typen auseinander - obwohl beide völlig still stehen auf dem Gummiband.

    Und genau das ist der Trick, warum ein Ausdehnen des Universums mit Überlichtgeschwindigkeit nicht gegen die SRT verstößt.

    Sowohl wir als auch die entferntesten Galaxien sind relativ zu ihrer Umgebung in Ruhe. Es bewegt sich keine Masse mit Überlichtgeschwindigkeit durch den Raum.

    Zwischen uns und weit entfernten Galaxien ist aber sehr viel Raum. Und pro einer gewissen Strecke entsteht eine bestimmte Menge neuer Raumzeit. Und dadurch wächst die Entfernung zwischen uns und den entfernten Galaxien. Und ja, wenn die Galaxie weit genug weg ist, wächst die Entfernung zu ihr mit Überlichtgeschwindigkeit.

    ein "sichtbares Universum gibt" und das wir alles was dahinter liegt nicht sehen können, weil sich der raum dort schneller ausdehnt als das licht...

    Nicht ganz.

    Ja, es gibt ein beobachtbares Universum. Und richtig: das ist der Teil des Universums, den wir beobachten können.

    Tatsächlich entfernen sich aber Teile des beobachtbaren Universums von uns mit Überlichtgeschwindigkeit.

    Derjenige Teil des Universums, der sich von uns mit Unterlichtgeschwindigkeit entfernt, das ist die sogenannte "Hubble-Sphäre". Und die ist kleiner als das beobachtbare Universum. Sogar erheblich kleiner

    Warum?

    Weil es für eine Galaxie, damit wir sie beobachten können, genügt, wenn ihr Licht uns seit dem Urknall erreicht hat. Diese weit entfernten Galaxien waren aber beim Austrahlen des Lichtes, das uns heute erreicht, erheblich näher an uns. Und es reicht ja, wenn es das ausgestrahlte Licht irgendwann in unsere Hubble-Sphäre geschafft hat. Ab dann kommt es uns tatsächlich näher und kann uns irgendwann erreichen.

    Also:

    Ja, es gibt ein beobachtbares Universum. Es hat einen Radius von etwa 45 Milliarden Lichtjahren. Das ist mehr als das Alter des Universums mal Lichtgeschwindigkeit. Allein an diesem Radius sieht man, dass sich Teile dieses beobachtbaren Universums von uns mit Überlichtgeschwindigkeit entfernen. Das ist aber kein Verstoß gegen Einsteins Aussagen über die Lichtgeschwindigkeit als obere Grenzgeschwindigkeit für Masse/Information, weil die Ausdehnung des Raumes selbst dieser Einschränkung nicht unterliegt.

    Grüße

    P.S.: Das Video, das Du nicht mehr findest, könnte das das hier gewesen sein?

    https://www.youtube.com/watch?v=XBr4GkRnY04

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Reggid ,

    vl. noch zur ergänzung der wie immer hervorragenden antwort von uteausmuenchen:

    http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2010/09/19/wie-gross-ist-das-beobacht...

    Und genau das ist der Trick, warum ein Ausdehnen des Universums mit Überlichtgeschwindigkeit nicht gegen die SRT verstößt.

    die beschreibung eines sich ausdehnendes universum ist weit außerhalb des gültigkeitsbereichs der SRT, daher ist auch ziemlich egal was die zu dem thema sagt. und in der ART gilt die konstanz der lichtgeschwindigkeit nur lokal.

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Danke für das Lob und die Ergänzung!

    Grüße

  • Raum/Zeit schneller als das Licht?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    kein Objekt im Raum kann sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen außer der Raum selbst - dieser breitet sich mit etwa 3-facher Lichtgeschwindigkeit ins "Ungewisse" aus - das ist dann auch der Grund warum wir manche Galaxien nie sehen werden weil uns ihr Licht nie erreichen wird. Was sich hinter dieser Grenze befindet oder wohin sich das Universum ausdehnt, das weiß man nicht genau und kann nur spekulieren...

  • Raum/Zeit schneller als das Licht?
    Antwort von kaiseriniries ·

    Mich würde die Tatsache verwirren, dass Raum schneller ist als Licht, denn theoretisch ist das Licht doch in dem Raum, oder? Ich meine für die Erschaffung eines Raums brauchst du ja zwei Körper und das Licht, dass ja wenn es sich bewegt von einem Punkt zum anderen kommt, müsste dann als Voraussetzung für seine Bewegung in einem Raum ja sein. Wenn ein Raum sich schneller bewegt als Licht, würde das Licht in es sich ja dementsprechend mitbewegen, oder? Zählst du das dann auch zur Geschwindigkeit?

    Bitte meine Spekulationen zu ernst nehmen, ich finde solche Sachen nur Hobby-mäßig total interessant und denke gern drüber nach :) Wo hast du das denn gehört von dem außersichtlichen Universum gehört/gelesen?

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Hansebanger123 ,

    ich hab das mal iwann in einem youtube video gesehen, finde es aber leider nicht mehr... bin mir mit dem "sichtbaren universum" ziemlich sicher, nur nicht ob meine argumentation da stimmt :( ...

    Kommentar von Hamburger02 ,

    Du hast mit deinen Zweifeln im Prinzip schon recht.

    Das Problem liegt auch daran, dass der Begriff "Geschwindigkeit" hier etwas verwirrend ist. Eigentlich kann nur etwas, das sich im Verhältnis zu seiner Umgebung bewegt, eine Geschwindigkeit haben.

    Die Ausdehnung des Raumes zwischen zwei Beobachtern führt zu einer Entfernungsänderung innerhalb einer bestimmten Zeit. Da fängt es schon mit der Entfernung an, kritisch zu werden, da der Raum ja praktisch in dem Moment neu entsteht, wie er gemessene wird. Das wäre ungefähr so, wie wenn du die Länge eines Gummibandes messen möchtest, und während der Messung wird es auseinandergezogen. Nirgendwo auf dem Gummiband selber gibt es zwei direkt benachbarte Punkte, die sich mit mehr als Lichtgeschwindigkeit voneinander entfernen, aber trotzdem entfernen sich die Enden mit Überlichtgeschwindigkeit obwohl sich keiner der Beobachter am Ende innerhalb des ihn umgebenden Raumes bewegt.

    Die Konsequenz aus der begrenzten Lichtgeschwindigkeit besteht nun darin, dass sich beide Beobachter gegenseitig nie sehen können, aus prinzipiellen Gründen, weil das Licht unterwegs den ständig neu entstehenden Raum überwinden muss und daher nie am anderen Ende ankommt.

    Genau das ist übrigens die Idee des Wharp-Antriebes. Dort wird mit Hilfe eines starken Gravitationsfeldes der Raum so gekrümmt, dass zwei Raumpunkte (Start und Ziel) den Raum zwischen sich verkürzen. Das würde beim Gummiband bedeuten, dass es zusammengezogen wird.

  • Zenit in europ
    Antwort von horschd2991 ·

    Die Sonne kann auf der Erde nur zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis im Zenit stehen (senkrecht). Wenn du mit Zenit aber nicht senkrecht sondern am steilsten meinst dann zu dem Zeitpunkt wenn die Sonne senkrecht zum nördlchen Wendekreis steht, das wäre dann der 21.Juni

  • Zenit in europ
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    ich kann dir zwar eine Internetseite empfehlen wo du die Höhe der Sonne zu jeder beliebigen Zeit ablesen kannst, aber eine Angabe wo du die Sonne im Zenit findest, die wirst du dort vergeblich suchen. Hierfür müsstest du dich schon in Äquatornähe aufhalten.

    Die Seite wäre dann übrigens diese hier: www.heavens-above.com

    Dort findet man alle wichtigen Angaben zur Sonne, zum Mond, zu den Planeten und noch vieles mehr...

  • Zenit in europ
    Antwort von Joni10 ·

    In Europa steht die Sonne nie im Zenit (zumindest nicht in nächster Zukunft). Wenn du die Sonne im Zenit sehen willst, musst du schon zum oder in die Nähe des Äquators fahren. Wenn die Sonne über dir steht, hast du nur einen ganz kleinen Schatten.

  • Zenit in europ
    Antwort von Ysosy ·

    Wenn du mit „Zenit“ höchste Punkt meinst.

    (Heute) Freitag 27. Feb. 2015

    Sonnenaufgang 07:00 Uhr

    Sonnenuntergang17:41 Uhr 10s 41m

    10h41min / 2 = 5h20min 30 Sek

    7 + 5h20min 30 Sek = 12:20:30 Uhr stand die Sonne heute im Zenit.

    http://www.dnd-software.de/cgi-bin/sonne.php4

    Ohne gegebene Informationen den Zenit zu „berechnen“ geht nur über Beobachtung. Dazu musst du nur ein Stock in Richtung Sonnenaufgang und ein Richtung Sonnenuntergang legen. In der Mitte war der Zenit.

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Karl37 ,

    Der Höchststand der Sonne ist nicht der Zenit. Dieser ist gegeben, wenn die Sonne senkrecht über einem Punkt auf der Erde steht. Das kann also nur zwischen den Wendekreisen und 12 Uhr Ortszeit geschehen.

    Kommentar von Ysosy ,

    Echt? Hm

    Wenn du mit „Zenit“ höchste Punkt meinst.

    Aber hey, spielen wir deine Aussage mal durch.

    Dieser ist gegeben, wenn die Sonne senkrecht über einem Punkt auf der Erde steht.

    Dieser Fall besteht zu 100% zu Jeder Zeit. 2 Punkte ( Kugeln) können immer mit einer senkrechten Geraden verbunden werden.

    Du meinst: Der Zenit ist an einem Bestimmten Ort nur dann, wenn die Sonne Orthogonal zum Längen und Breitengrad des Ortes steht.

  • Zenit in europ
    Antwort von Rolf42 ·

    Da musst du schon die Kontinentalverschiebung berücksichtigen und einige Millionen Jahre in die Vergangenheit gehen.

    Unter den heutigen Gegebenheiten steht die Sonne in Europa nie im Zenit.

  • Zenit in europ
    Antwort von Ranzino ·

    Das tut sie nie ! Schau mal z.B. auf einen Globus nach dem sogenanten Wendekreis des Krebses. Bis maximal dahin kann nördlich des Äquators die Sonne im Zenit stehen.

  • Wie kann man von Weltall aus Bilder senden?
    Antwort von SixthSCTF ·

    "Du Papaa!"

    fragte mich mein Sohn vor einigen Jahren einmal.

    "Wie sind die Menschen eigentlich früher in´s Internet gegangen wo es noch keine Computer´se gab s?"

    An diese Situation musste ich mich erinnern, als ich diese Frage las! Danke dafür

    Datenübertragung ist so alt wie die Menschheit selbst. Naja, vielleicht nicht ganz so wie man sich das heute vorstellt, aber es braucht kein WLAN um Daten zu übertragen, die man beim Empfänger in Bilder zusammensetzt.

    Theoretisch wäre das sogar mit den Rauchzeichen der Indianer möglich. Praktisch reicht die Lebenszeit des rauchzeichengebenden Indianers vermutlich nicht aus um ein Bild vollständig zu übertragen.

    Zwischen den Rauchzeichen der Indianer und dem WLAN von heute liegt einige Zeit an Entwicklungsgeschichte in der Datenübertragung. Ich empfhele Dir einmal dort etwas zu stöbern und Du findest reichlich Möglichkeiten wie man Bilder auch ohne WLAN übertragen kann.

  • Ausbildungen die nahe am Bereich Astronomie sind?
    Antwort von derastronom ·

    Außerhalb der herkömmlichen Ausbildung auf Universitäten wird es eng. Auch Spezialisten für Optik, Feinmechanik, Elektronik, die in diversen astrophysikalischen Forschungseinrichtungen gebraucht werden, sind im Regelfall akademisch ausgebildet (Wartungstechniker beispielsweise mal ausgenommen).

    In Frage käme:

    Der Fachhandel für Amateurastronomen.

    Öffentliche Bildungseinrichtungen, wie Planetarien, Volkssternwarten, die teilweise auch "Nicht-Profis" als Mitarbeiter haben.

    Spezielle Anbieter von Astronomie-Hotellerie, d.s. auf gehobene Hobby-Astronomie eingerichtete Betriebe, die teilweise auch Personalbedarf für die Organisation, Betreuung der Gerätschaft haben. Gibt es im Alpenraum und gewissen Ländern, mit erstklassig dunklem Himmel (Namibia, Australien ...)

    Was das Studium (Physik, Astronomie) betrifft, schaue bitte die Antworten von "uteausmuenchen" hier bei gf durch. Ihre Ausführungen dazu sind ausgesprochen hilfreich.

    Beste Grüße!

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    =D Danke sehr für das Lob!!

    Kommentar von derastronom ,

    Danke, Ute! Stell Dir das halt in der Mundart der Residenz vor. "Wails woa is", oder so halt ...

    :-)

    Beste Grüße!

  • Material aus dem All - wer weiss mehr?
    Antwort von Gruenbaer01 ·

    Nee, der Staub kommt idR. aus Afrika rüber.

    "Schwerer" wird die Erde trotzdem, denn es kommen pro Jahr ca. 40.000 Tonnen Meteoriten runter. Aber das ist ein Klacks.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von extravagantes ,

    ok, danke, aber kann ein Teil des Meteoritenstaubs dennoch auf den Autos landen? LG

    Kommentar von Gruenbaer01 ,

    Sicher. Aber das ist nicht soviel, dass du es als Schicht drauf liegen siehst.

  • Planeten größer als Sonnen -> Sonnen kreisen um Planeten, möglich??
    Antwort von extravagantes ·

    Hallo, grundsätzlich läßt sich allgemein sagen, dass Planeten schon um einiges kleiner sind,als die Sonne ,die sie umkreisen, auch bei 2 Sonnen sähe das nicht viel anders aus, insofern sind der Größe von Planeten schon gewisse Grenzen gesetzt, Sonnen dagegen können, gemessenan unserer Sonne, noch um das zigfache Größer sein...siehe Canis Majoris... https://www.youtube.com/watch?v=RkawksTHM2I Liebe Grüße

  • Hellster Stern am Nachthimmel
    Antwort von luehh ·

    wenn ein stern heller als ein ander leutet liegft das daran, dass sie mehr materie in sich haben :) ein materien reicher stern kann wieter von der erde entfernt sein als ein stern der nicht so viel materie besitzt trz ist der materien reicher heller :)

  • Flackernder Stern
    Antwort von luehh ·

    Hi, sterne flackern nicht von sich aus sonder das ist unsere Athmosphäre, die das macht grün und all die anderen farben sind sauerstoff und so (wie die polarlichter) hoffe konnte dir weiter hlefen bin hobby astronomin :)

  • Inwiefern sind einem Wurmloch natürliche Grenzen gesetzt?
    Antwort von ProphetMerlin ·

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass du ein schwarzes Loch mit einem Wurmloch verwechselst.

    Ein schwarzes Loch ist ein Objekt, dessen Anziehungskraft so gross ist, dass selbst Licht nicht mehr aus ihm heraus kommt. Diese Objekte gibt es sicher.

    Ein Wurmloch hingegen ist eine Art geheimgang im Universum, welche zwei weit entfernte Punkte miteinander verbindet. Ungefähr so, wie wenn du ein Blatt faltest, dann sind zwei Punkte, die auf dem Blatt eigentlich weit auseinander sind aufeinmal ganz nah beieinander. Wurmlöcher können mathematisch existieren, man hat jedoch noch kein einziges beobachtet oder einen tatsächlichen Hinweis darauf, dass solche existieren. (Falls es sie gibt, kann es aber auch gut sein, dass die schwer zu sehen sind)

    Da ich davon ausgehe, dass du schwarze Löcher meinst beantworte ich dir die Frage für schwarze Löcher.

    Schwarze Löcher haben tatsächlich eine enorme Anziehungskraft, aber die Anziehungskraft nimmt extrem schnell ab (wenn du doppelt so weit vom Schwarzen Loch entfernt bist, dann ist die Kraft nur noch ein 4tel so strak). Das heisst alles, was akzeptabel weit vom Schwarzen Loch entfernt ist, ist sicher. dazu kommt, dass der Gravitationskraft die sogenannte Flieh/zentrifugal Kraft entgegenwirkt (eigentlich ist es etwas komplizierter, aber das lassen wir mal). Das heisst, alles, was schnell um das Schwarze Loch rumfliegt wird nicht hineingesogen. Wie schnell hängt davon ab, wie nahe man beim schwarzen Loch ist. Es gibt Sternsysteme, die um ein Schwarzes Loch kreisen, die werden nur teilweise hineingesogen.

    Der andere Punkt ist, dass Schwarze Löcher "verdampfen". Das hat nichts mit Wasser Dampf zu tun, dem sagt man einfach so. Das heisst sie werden auch wieder kleiner. Sobald also ein schwarzes Loch alles um sich herum verschluckt hat und somit nicht mehr wachsen wird, beginnt es zu schrumpfen, das geschieht aber sehr sehr langsam. Je grösser das schwarze Loch ist, desto längsämer geht das natürlich. Wir haben mal an der Uni gelernt, dass in 10^120 Jahren (Eine 1 mit 120 Nullen) keine schwarzen Löcher mehr existieren. Ob diese Zahl noch aktuell ist weiss ich nicht, sicher ist aber, dass sie wahrscheinlich mal verschwunden sein werden. Zu dem Zeitpunkt wird es aber auch schon lange keine Planeten und Sterne mehr geben.

  • Inwiefern sind einem Wurmloch natürliche Grenzen gesetzt?
    Antwort von Ranzino ·

    Hmm, ein supermassives Wurmloch würde schon einige Falten ins Raum-Zeit-Gefüge knittern. :D

    Natürliche Grenze ist halt, dass es nicht wirklich vorkommt. Denke einfach daran, dass sich das Weltall derzeit ( und evtl. immer) ausdehnt. Um da wieder Materie in nennenswerter Höhe einzusammeln, müsste das Wurmloch schon sehr gefräßig werden.

  • Wann wird die allerletzte, totale Sonnenfinsternis auf der Erde zu sehen sein?
    Antwort von Mich12 ·

    heute jedenfalls nicht mehr, nicht in Europa. Für jeden weiteren Tag, an dem potentiell eine Sonnenfinsternis erwartet werden kann, ist diese Frage genauso schwer beantwortbar wie die Lottozahlen von nächstem Samstag. Hat die hier jemand rein zufällig?

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von AlesanaEmoBoy ,

    5, 12, 15, 33, 34 und 47

    Kommentar von AlesanaEmoBoy ,

    yay xD 0 Richtige. Ich muss doch keinen Besen essen :D

    Kommentar von AlesanaEmoBoy ,

    Wenn die jetzt wirklich stimmen, Fress ich nen Besen und Hundekot und lad das bei Youtube hoch. Das versprech ich euch!

    Kommentar von Viguar ,

    Bitte bitte ;-)