Astronomie - neue und gute Antworten

  • Stephen Hawking neuer Vortrag?
    Antwort von habakuk63 ·

    Die aktuelle Vortragsreihe in Deutschland, Start 26.05.2016, wurde auch gesundheitlichen Gründen abgesagt. Neue Termine stehen nicht fest.

  • Was ist ein Zeitreise Paradoxon?
    Antwort von grtgrt ·

    Ein Zeitreise-Paradoxon ist ein Gedankenexperiment, welches beweist, dass die Annahme, es könne Zeitreisen in die Vergangenheit geben, auf einen logischen Widerspruch führt.

    Die Tatsache, dass es solche Widersprüche gibt, beweist, dass Zeitreisen in die Vergangenheit nicht möglich sind.

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von grtgrt ,

    Vielleicht interessiert dich in diesem Zusammenhang auch, was auf Seite http://greiterweb.de/zfo/Zeitreisen-wie-moeglich.htm über die Möglichkeit von Zeitreisen gesagt wird.

    Kommentar von grtgrt ,

    Grundsätzlich gilt:

    • Man muss davon ausgehen, dass Zeitreisen in die Vergangenheit dem Menschen NICHT möglich sind.
    • Auch in unsere eigene Zukunft kann uns nur unsere eigene, ganz gewöhnliche Alterung führen.
    • Prinzipiell möglich aber sind jedem Menschen Reisen in selbst noch die fernste Zukunft anderer Personen (oder Objekte). Physiker nennen dies das Zwillingsparadoxon und konnten es durch Experimente mit unterschiedlich beschleunigten Atomuhren und auch mit im Labor stark unterschiedlich beschleunigten Myonen schon mehrfach gut nachvollziehbar bestätigen. 
  • Ist das Weltall wirklich grenzenlos?
    Antwort von derastronom ·

    Interessant ist, dass hier Meinungen in den Antworten als Fakten präsentiert werden. Es ist auch vollkommen irrelevant, dass man sich gewisse Dinge nicht oder schwer vorstellen kann.

    Tatsache ist, wie auch "Startrails richtig sagt: Eine endgültige Aussage ist  über die (Un)endlichkeit des Universums ist (noch) nicht möglich.

    Wobei es festzuhalten gilt, dass unter den vielen, vielen möglichen Parametern, die über die Größe des Universums Aufschluss geben, neueste Messungen verblüffend nahe auf Werte hindeuten, die in Richtung unendlich großes Universum gehen.

    "... Das Universum ist flach. Der Raum ist nicht gekrümmt, sondern folgt
    einer ►Euklidischen Geometrie: Parallelen schneiden sich
    erst im Unendlichen. Letzteres lässt sich aus periodischen
    Unregelmäßigkeiten - dem sogenannten Multipolmoment - in der ►Hintergrundstrahlung ableiten, die von Schwingungen
    im Ur-Plasma kurz nach dem Urknall herrühren.

    Die Messkurve unten stellt das mit verschiedenen Methoden
    gemessene Multipolmoment der Strahlung dar. Die Lage des ersten Maximums entspricht Im Rahmen der Messgenauigkeit einen flachen Universum ..."

    Zu der Kurve, siehe bitte Link unten

    "... Das Universum ist wahrscheinlich unendlich groß. In manchen populärwissenschaftlichen Büchern findet man Angaben zwischen 13,7 und 46 Milliarden Lichtjahren zum Radius des Universums. Beides ist Unsinn. Im ersten Fall wurde das Alter mit der Größe des Universums verwechselt, im zweiten Fall der beobachtbare Bereich mit dem ganzen Universum.

    Etwa 13,7 Milliarden Lichtjahre betrüge der Radius des Universums dann,
    wenn es als Punkt begonnen und sich seitdem an den Rändern konstant mit Lichtgeschwindigkeit ausgedehnt hätte. Jedoch war sein Anfang weder punktförmig, noch ist die Ausdehnung des Raumes durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt. 46 Milliarden Lichtjahre beträgt der Radius des ►Hubble-Volumens, des potentiell beobachtbaren
    Teils des Universums. Er lässt sich aus der ►Rotverschiebung der Hintergrundstrahlungberechnen. Hinter dem Hubble-Volumen beginnt der Teil des Universums, der prinzipiell für uns nicht mehr beobachtbar ist.

    Wenn das Universum flach, nicht begrenzt und nicht mit sich selbst verbunden ist, dann ist es unendlich groß

    (Auf Internet-Diskussionsforen findet man häufig das Argument, das Universum könne nur endlich groß sein, wenn es sich ausdehnt. Denn wenn es schon unendlich groß wäre, gäbe es ja keinen Platz mehr, in den es hineinwachsen könne. Jedoch ist die Ausdehnung problemlos mit einem unendlichen Raum vereinbar. Stellen Sie sich vor, der Raum sei lückenlos mit unendlich vielen kleinen Gummiwürfeln ausgefüllt,
    die sich alle gleichmäßig dehnen. Damit dehnt sich auch der Raum, obwohl
    er bereits unendlich groß ist.)

    Im Moment weisen alle Beobachtungen (Anm.: Unendlichkeit) darauf hin ..."

    Auswahl und Formatierung durch mich. Quelle:

    http://kosmologie.fuer-eilige.de/

  • Was ist ein Zeitreise Paradoxon?
    Antwort von SlowPhil ·

    Ein logischer Widerspruch, der dadurch entstünde, dass jemand die Vergangenheit derart verändert, dass er dadurch gerade die Gegenwart verhindert, in der die Zeitreise stattfindet.
    Wenn ich z.B. ein Zeitportal von 11:00 Uhr zu 10:55 Uhr bauen könnte, durch das hindurch ich eine Minute später mein früheres Ich erschießen könnte, wer sollte mich erschießen, wenn ich ab 10:56 Uhr gar nicht mehr gelebt habe?

    Der Widerspruch tritt nicht auf, wenn ich annehme, dass dadurch nur eine neue Zeitlinie entstünde, die zusätzlich zur bisherigen entsteht (oder schon immer da war, wenn man annimmt, dass das Nichtmehrvorhandesein der Vergangenheit und das Nochnichtvorhandensein der Zukunft eine rein subjektive Sache war).
    Er tritt auch nicht auf, wenn man annimmt, dass jede Änderung der Vergangenheit (von heute aus), die überhaupt möglich ist, tatsächlich schon eingetreten ist und die faktische Gegenwart erst hervorgebracht hat - nur, dass sie nicht als solche Manipulation erkannt wird. Eine geschlossene Zeitschleife also.

    Man könnte es als Heimarméne - Lösung bezeichnen, nach dem griechischen Wort für das Schicksal, das sich gerade dadurch erfüllt, dass jemand - in Tragödien der tragische Held - es zu verhindern sucht.

    Sollte z.B. jemand etwa jemals einer es schaffen, in die Zeit des Ersten Weltkriegs zurückzureisen und versuchen, Hitler zu töten, so wäre das dieser Heimarméne-Lösung tatsächlich geschehen und hätte Hitler erst zu dem gemacht, der er später war.

  • Wie findet ihr das Celestron Astromaster 114/1000?
    Antwort von derastronom ·

    Das Celestron Teleskop N 114/1000 Astromaster EQ?

    Wie Du schon vernommen hast, die Öffnung ist etwas mäßig. Tatsächlich ist erst ab etwa 20 cm so eine Art Wahrnehmungsfenster wirklich geöffnet, Damit meine ich, dass manche Deep-Sky-Objekte schon beginnen Struktur zu zeigen. Kugelhaufen zeigen Einzelsterne, Galaxien zeigen ein klein wenig Details, sehr helle planetarische Nebel zeigen etwas Farbe. Die Prachtstücke an Gasnebeln – wie der große Nebel im Orion – sind als zartes grünliches Gewölk erkennbar.

    Mit 13- bis 15 cm Öffnung geht schon einiges, aber der spürbare Zuwachs an Lichtstärke kommt eigentlich erst ab 20 cm Öffnung. Und Lichtstärke ist es, was astronomische Teleskope brauchen, denn sie sind vor allem lichtsammelnde Instrumente, die natürlich auch Vergrößerung leisten müssen. Letztere ist aber gar nicht so „astronomisch“ hoch, wie vielfach angenommen wird.

    Bitte beachte: Die Lichtsammelleistung steigt mit dem Quadrat der Öffnung. Daher ist der Unterschied zwischen 114 und 200 mm viel höher als die bloße Differenz der Durchmesser der Öffnungen.

    Fairerweise sei gesagt: es geht schon ein klein wenig mehr als nur „der Mond“. Saturn zeigt „gerade so“ seinen Ring, Jupiter ca. 2-3 Bänder, Mars lässt mit viel Glück erahnen, dass da mehr als eine winzige Scheibe vorhanden ist … Das war es dann aber schon (ist aber immerhin schon etwas). :-)

    Bei dem von
    Dir erwogenen Celestron sind aber einige Sachen problematisch. Es ist (in den meisten Händlerangaben ist das nicht erkennbar) kein klassischer Bautyp Newton, sondern eine sogenannte katadioptrische Variante.

    Dieses schöne Wort bedeutet, dass eine zusätzliche Linse im Strahlengang implementiert wurde, um bei kurzer Bauweise dennoch eine 1000 mm-Brennweite zu erzielen.

    Das ist heikel. Nur wenige Hersteller der Oberliga

    (Celestron gehört in dieser Preisklasse nicht dazu; dieses Teleskop ist eine Auftragsfertigung aus China mit Celestron-Label drauf)

    kriegen das akzeptabel hin.

    Die optische Leistung ist damit praktisch immer suboptimal. Und: es ist (damit) sehr schwierig zu justieren, wobei Newtons immer justiert werden müssen (sonst keine große Aufgabe …).

    Dann: die Montierung: Wackelig, unterdimensioniert, ohne Motoren. Eher nicht so gut.

    Ein fast ideales Einsteigergerät wäre ein 20 cm-Newton mit Dobson-Montierung. Die sind leicht zu bedienen und bieten schon sehr viel um’s Geld.

    Als Schnäppchen (z.B. Restposten) schon ab 350 Euro zu kriegen, sonst ca. 100 Euro mehr.

    Das Wichtigste überhaupt für Einsteiger:

    Eine sehr gute Vorbereitung (in Zeiten des Webs nur eine Zeitfrage) und vor allem eine realistische Erwartungshaltung, was man mit einem Instrument sehen kann. Bunte Galaxien und mit unzähligen Farben gesprenkelte Gasnebel gibt es nur auf Fotos.

    Das sollte man bitte vor einem Kauf realisieren.

    Viele Objekte sind aber (bei guten Bedingungen: dunkler Himmel, ruhige Luft) mit einem 20 cm Teleskop ausgesprochen beeindruckend. Die Eindrücke sind anders als die von Fotografien gewohnten.

    Zarter, nadelfeine Sterne, unzählige Abstufungen bei nebelhaften Objekten, sehr ästhetisch.

    LG

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Bullenmonster1 ,

    Ich habe momentan noch das Bresser Inspector 1 von 1990 es hat eine Öffnung von 60mm was jetzt klein klingt aber ich konnte schon sehr oft relativ gut den Jupiter oder Mars beobachten zwar nicht so scharf aber es ging. Da ich noch ein ,,Einsteiger´´ bin und mit 14 jetzt nicht gleich 350€ oder mehr auf den Tisch legen kann wollte ich mir das holen da ich schon relativ lange mich wie gesagt mit Astronomie beschäftige, aber jetzt kurz und knapp ich will mir das Celestron Astromaster hauptsächlich holen da ich eigentlich dachte ich kann Deep Sky Objekte schon gut beobachten wie M31 oder M2 kannst du mir etwas mehr Informationen über das Celestron Astromaster 114/1000 geben? Und könntest du mir sonst noch ein relativ gutes Teleskop empfehlen?

    Kommentar von derastronom ,

    Zum Celestron gibt es sonst nicht viel zu sagen, außer dass es für das Gebotene schon ein wenig teuer ist. Reine Newtons mit mehr Öffnung (130 mm z.B.) habe ich schon um das gleich Geld gesehen.

    Mein Rat wäre, etwas sparen und zumindest ein 150 mm Teleskop als Dobson anzuschaffen (ca. 300 Euro).

    Noch besser: um das gleiche Geld ein 200 mm-Teleskop gebraucht (überprüft & nur beim Händler!) kaufen. Solche Angebote kommen durchaus vor.

    LG

  • Glaubt ihr das Zeitreisen (Vergangenheit) möglich sind?
    Antwort von RunnerHH ·

    Nein, glaube ich nicht . Zeitreisen in die Vergangenheit sind unmöglich. Sie sind deswegen unmöglich, weil man jedes einzelne Atom und Quant und alles an Energie im Universum zurückversetzen muss in seinen ursprünglichen Quantenzustand und an seine Position im Raum. Dafür braucht man mehr Energie als im Universum vorhanden ist, man braucht sozusagen unendlich viel Energie. ;)

    Gruß

    Runner





  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von RunnerHH ·

    Hi, der Effekt heißt Zeitdilatation und da kannst Du Dir eine Homepage ansehen (da gibt es sogar ein Versuch ;))

    http://www.leifiphysik.de/relativitaetstheorie/spezielle-relativitaetstheorie/ve...


    Ganz einfach kannst Dir das so sagen: bewegte Uhren laufen langsamer ;)


    Der Körper besteht ja auch aus etwas, also Materie (so wie die Uhr). Der Effekt bezieht sich auch nur auf Materie, welche sich bewegt bzw. im Gravitionsumfeld eines schweren Körpers (Planeten/Stern/schwarzes Loch) ist - in Relation zu einem beobachtenden ruhenden System. Alles an Atomen und Elektronen und Molekülen sind davon betroffen - somit auch der Alterungsprozess.

    Man sollte das nicht überbewerten, da ja immer zwei Systeme zueinander verglichen werden. Im vergleich zu einem ruhendem System, altert das sich bewegende System eben langsamer.

    Bye the way:
    Würde sich etwas mit 100% der Lichtgeschwindigkeit (c) bewegen (was für Materie unmöglich ist), würde sogar gar keine Zeit für das sich bewegende Objekt vergehen, egal wieviel Zeit ein aussenstehender Betrachter misst. Aber da Objekte niemals auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden können, ist das eben nur theoretisch gemeint.

    Nochmal eine Grundregel: Materie kann niemals auf 100% der Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum) beschleunigt werden.
    Elektromagnetische Strahlung (Licht, Infrarot-Strahlung, Gamma-Strahlung  etc) hingegen ist immer mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs, egal in welchem Medium. Nur im Vakuum ist das Licht mit 299792,458 km/Sekunde unterwegs (in allen anderen Medien langsamer, was auch Effekte nach sich zieht, wie Lichtbrechung, Dispersion ...) und die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stellt die schnellstmögliche Informationsverbreitung in unserem Universum dar.

    Schau am besten nochmals auf der Homepage nach.

    ;)

    Gruß
    Runner









  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo SarahAusHRO,

    Einstein hat in seiner Speziellen Relativitätstheorie erkannt, dass die Zeit "relativ" ist - wie schnell die Zeit vergeht, das hängt vom Beobachter ab.

    Das ist - da hast Du Recht - erst mal eine total verwirrende Vorstellung, weil wir im Alltag die Erfahrung machen, dass es völlig wurscht ist, ob wir uns bewegen oder in Ruhe sind: Die Zeit scheint immer mit demselben Tempo zu vergehen, eine Sekunde scheint immer gleich lang zu sein, egal ob wir in Ruhe sind oder nicht.

    Tatsächlich ist bereits diese Alltagsannahme falsch. Der Effekt ist nur soooo unglaublich winzig, dass er uns im Alltag nicht auffällt. Das die Länge der Sekunde unabhängig vom Zustand der Bewegung einer Uhr ist, das ist eine so gute Näherung für alle Alltagsanwendungen, dass wir im Leben nicht merken, dass sie falsch ist - eben nur eine Näherung.

    In seiner SRT behandelt Einstein Raum und Zeit nicht getrennt, sondern kombiniert sie zur "Raumzeit". Wir alle und alle Objekte, wir bewegen uns durch Raum und Zeit gleichermaßen, eben durch die "Raumzeit".

    Einstein hat außerdem herausgefunden, dass kein Objekt mit Masse (also so was wie wir) sich so schnell wie das Licht bewegen kann. Das Licht bewegt sich dagegen von jedem Beobachter aus immer mit Lichtgeschwindigkeit - auch dann, wenn die Lichtquelle sich auf den Beobachter zu bewegt.

    Diese Lichtgeschwindigkeit ist also eine obere Grenze dafür, wie schnell wir uns durch die "Raumzeit" bewegen dürfen. Und jetzt kommt's: Auch diese Bewegung gilt sowohl für Raum also auch für die Zeit.

    Bin ich also in Ruhe, dann kann ich mich mit der maximal möglichen Geschwindigkeit durch die Zeit bewegen - ich habe noch alle Freiheit, schnell durch die Zeit zu reisen, weil ich von der "erlaubten Höchstgeschwindigkeit" keine Anteile für die Bewegung durch den Raum abzwacke.

    Sobald ich aber anfange, mich durch den Raum zu bewegen, muss ich anteilig etwas hergeben von meiner Reisegeschwindigkeit durch die Zeit - einfach weil die "erlaubte Gesamtgeschwindigkeit" konstant ist. Bereits ein Fußgänger oder Jogger reist also langsamer durch die Zeit als jemand, der auf einer Parkbank sitzt.

    Würde unser Beobachter auf der Parkbank  auf die seeeeeehr genau gehende Uhr des Joggers blicken können, würde der Parkbankbeobachter sehen, dass die Uhr des Joggers langsamer läuft als seine eigene. Der Jogger selbst merkt davon nichts, wenn er auf seine eigene Uhr schaut. Für ihn läuft seine Uhr ganz normal.

    Bereits der Jogger "reist" also relativ zum Beobachter auf der Parkbank minimalst langsamer durch die Zeit, denn hätten beide seeeeeehr genaue Uhren, dann könnten sie am Ende des Lauftrainings beide Uhren nebeneinander halten und dann tatsächlich sehen, dass die Uhr des Joggers nachgeht im Vergleich zu der des Beobachters auf der Bank.

    Ich finde, sehr anschaulich ist dieser Effekt hier

    http://www.einstein-online.info/vertiefung/LichtuhrZeitdilatation

    am Beispiel einer Lichtuhr erklärt. Er ist aber ganz unabhängig von der Art, wie wir die Zeit messen: Es ist tatsächlich der Lauf der Zeit selbst, den zwei zueinander bewegte Beobachter unterschiedlich erleben. Der Effekt ist wirklich real und in Experimenten bestätigt.

    Er ist aber wie gesagt im Alltag sehr klein. So klein, dass wir ihn nicht bemerken. Rekordhalter beim Zeitreisen ist - meines Wissens immer noch - der Russe Sergej  Krikaljow. Krikaljow umkreiste in mehreren Aufenthalten im All insgesamt 803 Tage, 9 Stunden und 41 Minuten lang den Globus mit einer
    Geschwindigkeit von bis zu 8.000 Kilometern pro Stunde. Dies brachte ihm
    den enormen Zeitgewinn von nunmehr 0,02 Sekunden ein, den er nun jünger ist im Vergleich zu den gleichzeitig mit ihm geborenen Menschen auf der Erde.(Quelle: Wiki)

    Um wirklich messbare Effekte zu haben, muss man Geschwindigkeiten betrachten, die nahe der Lichtgeschwindigkeit sind. Sie sind aber deswegen keinswegs so ungewöhnlich, dass sie nur auf Raumschiffen auftreten würden. Diese Effekte sind bei den jeden Tag auf die Erde einfallenden Myonen aus der Höhenstrahlung nachweisbar. Diese Elementarteilchen haben eine sehr kurze Halbwertszeit und zerfallen eigentlich so schnell, dass die Myonen, die man in mehreren Kilometern Höhe misst, eigentlich nicht bis zum Erdboden kommen sollten - weil sie  zu schnell zerfallen. Tatsächlich schafft es ein ordentlicher Teil von ihnen bis zum Boden. Und eben genau wegen dieses Effektes, dass die Zeit für die schnellen Myonen langsamer vergeht. Von der Erde aus betrachtet haben sie also "mehr Zeit" für den Weg zum Boden und erreichen ihn deshalb auch. (https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik-abitur/artikel/myonenzerfall-un...)

    Grüße


  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von gilgamesch4711 ·

      Der Abteilungsleiter meiner Nachbarabteilung sagte zu mir, ich sei ein Idiot; ich dürfe ihn " nie mehr ansprechen " ( Hatte ich sowieso nicht getan. ) Und dann kam er doch wieder angekrochen

     " Herr Dr; nennen Sie mir eine PHYSIKALISCHE Ursache für die ===> Zeitdehnung. "

      Am Anfang steht Einsteins berühmte Beziehung

          E  =  m  c  ²        (  1  ) 

        Zunächst mal ist bei laut Wolfram der Dehnungsfaktor bei 99.9% c nicht 10, sondern 22.37

    http://www.wolframalpha.com/input/?t=elg01&i=%281-.999%C2%B2%29^%28-1%2F2%29

    Deine Bewegungsenergie bei 99.9 % c wiegt ja auch etwas; etwa 21 Mal so viel wie deine Ruhemasse; du wiegst also effektiv 1.1 Tonnen ...

      Natürlich müsste diese Masse irgendwo herstammen; als völlig illusorisch erwiese sich, diese Menge an Treibstoff in einer Rakete mit dir zu führen.

      Jedes Zucker-oder Sauerstoffmolekül hätte ein Molekulargewicht, das um den Faktor 22 vergrößert ist; umgekehrt wird in deinem Stoffwechsel pro Zuckermolekül auch die 22-fache Energiemenge frei.

      Nun erweist sich in der relativistischen Dynamik die ( in Watt gemessene ) Leistung als unabhängig von deiner Geschwindigkeit; z.B. die Wattzahl des Herzschlages.

                               Arbeit

       Leistung   =   -------------      (  2  )

                                Zeit

        Die linke Seite von ( 2 ) bleibt gleich; der Zähler geht " Mal 22 " Jetzt rate mal, was mit dem Nenner passiert ...

  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von Bloodsuckerin ·

    Hallo,

    das ist ein so genannter relativistischer Effekt. Das heißt, es hat was mit Albert Einsteins Relativitätstheorie zu tun.

    Bewegung innerhalb des Raumes (also unseres Universums) kann nicht schneller sein als das Licht. Das ist ein weiterer relativistischer Effekt und unter Wissenschaftlern, die mit der Relativitätstheorie zu tun haben, ein bekanntes Gesetz.

    Die Geschwindigkeit eines Objekts ist die Distanz, die ein Körper zurückgelegt hat, geteilt durch die Zeit, in der er sie zurückgelegt hat. Mathematisch ausgedrückt: v=s/t. Da sich im Raum nichts schneller bewegen kann als das Licht, ergibt sich daraus, dass sich die Zeit für den Reisenden verlangsamt, wenn er mit annähernder Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist; für die Außenwelt ändert sich der Ablauf der Zeit nicht.

    Das wohl bekannteste Beispiel ist das Zwillingsparadoxon: Man nehme an, dass ein eineiiger Zwilling A auf der Erde bleibt, während sein Bruder - Zwilling B - mit annähernder Lichtgeschwindigkeit in einem Raumschiff unterwegs ist. Für den Zwilling B vergeht die Zeit somit langsamer als für den Zwilling A: Während für Zwilling A 70 Jahre vergangen sind, waren es bei dem Zwilling B vielleicht nur 10 Jahre; das hängt davon ab, mit wie viel Prozent der Lichtgeschwindigkeit er unterwegs war. Das bedeutet, dass sein Körper nur um 10 Jahre gealtert ist, während der Körper von Zwilling A 70 Jahre älter wurde.

    Könnten wir mit Lichtgeschwindigkeit reisen (was physikalisch unmöglich ist, da unendlich viel Energie nötig wäre, um ein Teilchen mit Masse auf Lichtgeschwindigkeit zu bringen; im Universum gibt es aber nicht unendlich viel Energie), würde die Zeit für uns übrigens stillstehen.

    Ein Reisender, der sich mit annähernder Lichtgeschwindigkeit bewegt, reist also nicht direkt in die Zukunft; da für ihn die Zeit langsamer vergeht als für die Außenwelt (die sich nicht mit annähernder Lichtgeschwindigkeit bewegt), fühlt es sich für ihn an, als würde er in die Zukunft reisen.

  • Wie findet ihr das Celestron Astromaster 114/1000?
    Antwort von Grautvornix16 ·

    Hi,- sorry, dass ich dir da etwas "Wasser in den Wein schütte". Ja, Celestron ist eine altbewährte Marke und auch für Qualität bekannt.

    Das ist aber aus meiner Sicht nicht entscheidend. - Zu klein bleibt zu klein,- auch bei Celestron. Hierbei geht es aber nicht um "Größengeprotze". Die Öffnung ist nun einmal eine physikalische Voraussetzung für die "Lichtstärke" eines Teleskops". In Verbindung mit der Brennweite ergibt sich dann zudem die Frage des möglichen Gesichtsfeldes sowie die nach der "Schnelligkeit" des Systems bei Verwendung in der Astrofotografie.

    Das wären in Kürze neben vielen anderen Fragen (Qualität der Optik bei schnellen Systemen) aus meiner Sicht die beiden Kernmerkmale, die ich mir vor einem Kauf intensiver überlegen würde.

    Über den Daumen fängt ein Teleskop für jemand, der nicht nur mal kurz auf den Mond schauen möchte, ab 8 Zoll = 20cm Durchmesser an interessant zu werden. Das wäre so die Start-Öffnungsgröße für jemand, der weiß, dass er auf längere Sicht "mehr" als nur den Mond will. Danach spielt dann wohl erst einmal stärker die Qualität der Optik und die systemgebundene Leistung im Verhältnis zu dem was das primäre Interesse ist (Planeten / Deep Sky - visuelle Beobachtung oder Astrofotographie etc.) eine Rolle als die Frage zusätzlicher Zentimeter in der Öffnung.

    Aber sicher gibt es auch hierzu unterschiedliche Meinungen.

    PS: Häng dich doch mal in eines der zahlreichen guten Foren von Hobbyastronomen ein. Dort wirst du sicher weiteren guten Rat und wichtige Detaillinformationen bekommen. - Die haben alle mal vor der Frage gestanden die du hast. ;-)


  • Glaubt ihr das Zeitreisen (Vergangenheit) möglich sind?
    Antwort von JTKirk2000 ·

    Wenn es um Geschwindigkeit geht, musst Du "nur" das Problem überwinden, dass die Trägheit bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit gegen unendlich strebt. 

    Alternativ dazu gäbe es vielleicht irgendwann die Möglichkeit, Wurmlöcher zu nutzen, welche in Bezug auf die Verbindung zwischen entfernten Punkten der Raumzeit vielleicht auch die Möglichkeit bieten könnten, einen Zugang zur Vergangenheit zu gewähren. Doch dann müsste man sie immer noch während eines Transits stabilisieren.

  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von daisy07509 ·

    Hallo,
    Es ist so das sozusagen sich alles gleichzeitig abspielt, das heißt während du gerade z.B. dein Handy bestellst kommt es bei dem in der Zukunft gleichzeitig an.
    Wenn du 100 Jahre in die Zukunft reisen möchtest, alterst du 10 Jahre,da die Reise 10 Jahre dauert. Wenn du z.B. 20 warst beim los reisen bist du dann 30 und in der Zukunft 120 Jahre alt. Du alters aber nicht 100 Jahre da es ja sozusagen keine Zeit gibt weil alles gleichzeitig ist.

    Ich hoffe ich konnte es dir halbwegs verständlich erklären!

    LG daisy07509

  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von Gehilfling ·

    Kurzum: Je näher ein Körper sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, desto langsam vergeht die Zeit für den Körper in Relation zu seiner Umgebung.

    Banal gesagt: Körper: 1 Tag, Umgebung: 1 Jahr. Damit bist du in der Zeit voran gereist, weil du das Jahr in einem Tag überbrückt hast. Zurückreisen dürfte allerdings (zumindest nicht so) unmöglich sein.

  • Zeitreisen... Ne is klar?
    Antwort von Sakurami ·

    In der tat, der Körper würde auch altern ^^ aber würde vllt. Auch ein Paradoxon hervorrufen und die Zeitreise hätte es nie gegeben

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Bloodsuckerin ,

    Solche Paradoxa entstehen bei Reisen in die Vergangenheit; in der Frage geht es aber um Reisen in die Zukunft :)

  • Was ist ein Zeitreise Paradoxon?
    Antwort von Nightwing99 ·

    Auch so genanntes Großvaterparadoxon genannt. Soll heißen du kannst nicht in die Vergangenheit reisen um eine Kindesversion deines Großvater umzubringen da es dich schlieslich dann nicht geben würde und wer würde ihn dann umbringen? Diese These wiederlegt Vergangenheitsbeeinflussende Zeitreisen und lässt somit nur raum für zwei thesen im bezug auf Zeitreisen A. Das Universum ist selbstregelnd und egal was du versucht es wird immer den selben ausgang haben. B.Zeitbeeinflussende Handlungen haben keinen Einfluß auf den existierenden Zeitstrang sondern kreieren neue (Paralleldimensionen)

  • Was ist ein Zeitreise Paradoxon?
    Antwort von RageMode ·

    Du reist in der Zeit zurück und bringst deine Eltern um bevor sie dich Zeugen können also gibt es dich nicht und du kannst nicht zurück reisen um sie um zu bringen also sterben sie nicht du existierst also und reißt zurück und bringst deine Eltern um folglich gibt es dich garnicht und du kannst deine Eltern nicht umbringen also können sie sich einen schönen Abend machne und dich Zeugen dadurch wirst du aber nach ein paar Jahren zurück reisen und sie vor diesem Abend umbringen wodurch du nicht entsteht und deine Eltern dich doch Zeugen können aber wenn es dich gibt reißt du zurück und bringst deine Eltern aber dann gibt es dich ja garnicht und niemand bringt deine Eltern um sie Zeugen also ihr Kind welches dann in der Zeit zurück reißt und sie umbringt. Ich könnte jetzt ewig so weiter machne. Ein Paradoxon eben

  • Glaubt ihr das Zeitreisen (Vergangenheit) möglich sind?
    Antwort von jackjack1995 ·

    Irgendwie denke ich, das es schon möglich ist. Aber dafür müsste man schneller

    sein als Lichtgeschwindigkeit und wenn man schneller als

    Lichtgeschwindigkeit ist, kann man dadurch auch die Zeit verlangsamen.

    Hab ich mal in einer Dokumentation gesehen. Eine Dokumentation besagt

    auch, dass es eventuell möglich wäre, durch die Zeit zu reisen, wenn man

    durch ein gewisses Wurmloch hindurchfliegt.

    Wäre aber schon interessant, in die Vergangenheit und in die Zukunft zu

    reisen. Vielleicht ist es ja in Zukunft irgendwann möglich und vielleicht weiß

    man in Zukunft, wie so was geht. Hier ist mal ein interessantes Video, falls

    du es noch nicht gesehen hast. Wenn du Zeit und Lust dazu hast, kannst du

    es dir ja mal anschauen, wenn du magst. Übrigens besagt

    die Dokumentation auch, dass man, wenn man in der Nähe

    eines schwarzen Loches parkt und wieder zurückkehrt, dass man dann feststellt, dass auf der Erde schon Jahre vergangen sind und man altert gar nicht.

    jackjack1995

    Klicke hier, um das Video zu sehen:

    https://youtube.com/watch?v=QSpwv0MpFmw

  • Glaubt ihr das Zeitreisen (Vergangenheit) möglich sind?
    Antwort von Helfenderuser ·

    100SekundenPhysik hat mal ein sehr interessantes Video dazu gemacht, das befand sich leider unter den alten, gelöschten Videos.

    Jedenfalls.. Nein, glaube nicht, dass das möglich ist. In die Zukunft, ja, vielleicht, aber um in die Vergangenheit zu reisen, müsste man einen vorherigen Zustand des Universums wiederherstellen, das ist und wird während der Existenz der Menschheit meiner Meinung nach einfach nie möglich sein.

  • Was ist ein Zeitreise Paradoxon?
    Antwort von AmYisraelChai ·

    Dass du dich zum Beispiel selbst umbringst bevor du die Zeitreise in die Vergangenheit antrittst.  

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von BigSTAR12 ,

    hast du das Beispiel von Stephen Hawkings Doku?  

    ...ist echt cool: :)

    Kommentar von AmYisraelChai ,

    Hallo nein, nicht das Ich wüsste :) Ist mir nur als erstes in den Kopf gekommen :)

    Kommentar von SlowPhil ,

    Du meinst, Du bringst Dein früheres Ich um. Dazu bräuchtest Du nicht einmal selbst in die Vergangenheit zu reisen, sondern nur durch ein Zeitportal in die Vergangenheit zu schießen.

  • Glaubt ihr das Zeitreisen (Vergangenheit) möglich sind?
    Antwort von free12345 ·

    mhhhh nicht unmöglich aber schwer ;)! stell dir vor wir sind der Kreis  ° und wenn wir zurück wollen in diesen anderen ° müssen wir die polarität der Erde ändern das ist so gut wie nicht möglich weil der ° hier der wir sind das noch nicht Kann also muss der Kreis ° in der zukunft sowas erstmal können oder du bist Flash und kannst so schnell rennen das du ein Riss ins Raumzeitkuntinerum reinhauen kannst 

  • Wo bekommt man zuverlässige und genaue Positionen der Planeten( und deren Monde) im Sonnensystem?
    Antwort von AstroMark ·

    Wenn du die Koordinaten am Himmel meinst, dann geh auf diese Seite:

    https://www.calsky.com/

    dort kannst du alles genauestens ausrechnen - ohne das dein Handy z.B. Laggt (deine gewünschten eingaben werden bei denen im Rechenwerk innerhalb weniger sekunden berechnet). Diese Seite Benutzen auch viele Sternwarten. Aber du Musst sich natürlich auch mit den Koordinaten auskennen.

    Frag ansonsten nochmal nach!

    MfG AstroMark

    mist habe gerade gemerkt dass du NICHT die Himmelskoordinaten haben willst. SRY D:

  • Glaubt ihr das Zeitreisen (Vergangenheit) möglich sind?
    Antwort von Deratox ·

    Laut Einsteins Theorie ist es möglich die Zeit langsamer laufen zu lassen! Sie negativ ablaufen zu lassen ist aber unmöglich!

    Alle 15 Antworten
    Kommentar von grtgrt ,

    Genauer: Je mehr man sich beschleunigt (oder in einem starken Gravitationsfeld aufhält), desto langsamer wird uns die Zeit - im Vergleich zu nicht beschleunigten Objekten - vergehen.

  • heißt das Mondphase?
    Antwort von AstroMark ·

    Wenn du den Zeitraum von einem zum nächsten Vollmond meinst dann heist es Zyklus.

    Das ist alles. MfG AstroMark

  • Warum kann das Universum nicht schon immer da gewesen sein?
    Antwort von Horus737 ·

    Das ist wie bei der Eisenbahn: Du misst wie schnell die ist und berechnest dann wie lange sie gebraucht hat bis zu dir zu fahren von ihrem Startpunkt. Das Universum dehnt sich aus. Man kann die Geschwindigkeit der Galaxien messen und daraus berechnen wie lange sie schon unterwegs sind. Das ist die Zeit vom Urknall bis jetzt, das sind ca. 14 Milliarden Jahre.

    Soweit in Kürze für eine 10jährige. Genaueres musst du googeln.

    Ach ja : Vor dem Urknall war nix. Nur Gott.