Astronomie - neue und gute Antworten

  • Zeitverschiebung Deutschland-Australien
    Antwort von BurkeUndCo ·

    Die Mondphasen kommen durch die Beleuchtung des Mondes durch die Sonne, und den Blickwinkel, den wir darauf werfen (können).

    D.h. die Mondphasen sind für jeden Punkt der Erde exakt gleichzeitig, nur manche Menschen sind in der Position genau dann den Mond zu sehen, und andere nicht.

  • Datenbank mit Supernoven
    Antwort von derastronom ·

    Hallo derChacker!

    Ich mag mich ja irren, aber ich nehme an Du hast ein kurz und sehr hell aufleuchtendes Objekt am Nachthimmel beobachtet (zum genannten Zeitpunkt). Wenn dem so war, dürfte es sich (siehe Startrails Antwort) wirklich um einen Meteor, der sich ziemlich genau auf Dich zubewegte (daher sah man keine "Bahn") oder aber ein Iridium-Flare gewesen sein.

    Letzere Erscheinungen entstehen durch Reflexionen der Sonne in den relativ großen Auslegern mit Solarzellen der Iridium-Satelliten (das sind Kommunikations-Satelliten) und sie können eindrucksvoll hell sein.

    Eine Supernova leuchtet sehr viel länger ungemein hell, wenn Sie in unserer Milchstraße aufleuchtet und etwas näher (und von der Nordhalbkugel beobachtbar ist).

    Passiert das nächtens und relativ nahe beim Sonnensystem, könnte es sei, dass Du Dich wunderst, warum der Nachbar einen Scheinwerfer auf Dein Schlafzimmerfenster richtet ... :-)

    Natürlich gibt es SN-Datenbanken, die meisten von ihnen sind in Englisch und etwas wissenschaftlich gehalten.

    LG

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Startrails ,

    Schön wäre es ja mitzuerleben wenn Beteigeuze "hochgeht" - vorzugsweise natürlich im Winter :-)

    Kommentar von derastronom ,

    Volle Zustimmung!

    LG

    Kommentar von Startrails ,

    Ich bin der Meinung, dass man von einer Helligkeit von irgendwas um die -12m0 ausgeht, oder?

    Kommentar von derastronom ,

    Es gibt verschiedene Schätzungen. Das reicht von −9,5 bis −10,5 und auch deutlich heller. Auch "Absolut" bis −18. Was relativ der Helligkeit des Vollmondes entspräche.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Beteigeuze

    Da dürfte ein direkter Blick auf die Punktquelle schon wehtun ...

    LG

  • Bilder von Galaxien - Nachbearbeitet?
    Antwort von derastronom ·

    Hallo Lurchi,

    In dem von Startrails verlinkten kurzen Beitrag von mir, habe ich einiges geschrieben.

    Nachbearbeitet? Im Prinzip fügt man die (oft verschieden lange belichteten) Einzelaufnahmen mit Filtern gewonnenen Aufnahmen mit einer Bildverarbeitung zusammen.

    Manchmal kommen auch andere als Rot-, Grün, Blaufilter zusammen um gewisse Details (meist bestimmte ionisierte Materie) deutlich zu machen, manchmal wird auch außerhalb der sichtbaren Spektralbereiche gewonnenes Material verwendet.

    Nachbearbeit werden Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung ...

    Weitaus die meisten Aufnahmen in diversen populären Medien entsprechen den Eindruck eines länger belichteten Fotos einer herkömmlichen Kamera. Die bunten Farben gibt es nur am Foto, da Kameras Lichteindrücke aufaddierend speichern können, unser Auge nicht.

    Visuell wäre alles viel zarter, schwächer, anders

    Es gibt manchmal farbige Zeichnungen von visuell beobachteten Gasnebeln, die Dir den visuellen Eindruck halbwegs vermitteln, ich suche mal.

    Generell gilt. Schon nur ein bisschen Farbe bei nebelhaften Objekten braucht sehr große Öffnungen der Teleskope. Ein solcher Anblick dürfte den aus der Nähe der Objekte grob nahekommen.

    LG

  • Datenbank mit Supernoven
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    eine Supernova seit diesem Zeitraum ist nicht bekannt. Ich bin in einigen Astroforen unterwegs und das wäre wohl neben dem Asteroiden welcher kürzlich die Erde streifte sowie Lovejoy das Gesprächsthema Nummer 1 :-)

    Datenbanken wurden dir ja schon verlinkt.

    Das kurzzeitige Aufblitzen deutet wohl eher auf einen Iridium Flare oder Meteor hin. Ob es ein Flare war, kannst du ganz leicht unter www.heavens-above.com rausfinden. Standort eingeben und dann unter Iridium Flares nachschauen. Im gleichen Zug kannst du dann auch zukünftige Flares einsehen und sie bei Bedarf beobachten :-)

  • Alle 5 Antworten
    Kommentar von Samy795 ,

    Achja, von einer erst kürzlich sichtbaren Supernova ist nichts bekannt. Wäre dem so, wäre die Presse voll damit. Wenn es ein helles aufblitzen war, war es wohl ein Satelliten Flair, also die Spiegelung der Sonne in den Sonnensegeln eines Sateliten. Einfach mal auf calsky Deine Standortdaten eingeben und nachprüfen.

  • Zwillingsparadoxon, Zeitdilatation, Hafele-Keating-Experiment - VERSTÄNDNISFRAGE
    Antwort von Nulser ·

    Stellt man die Formel zur Berechnung der Zeitdilatation etwas um, so erhält man

    t' = t * (c-v) / SQR(c²-v²)

    Der Faktor (c-v) verdeutlicht die Richtungsabhängigkeit, heißt: In einem vorwärts fahrenden Zug haben die Zug-Uhren gegenüber den Bahnhofsuhren nachzugehen, in einem rückwärts fahrenden Zug vor.

    Die folgende Frage vermag niemand einer Antwort zuzuführen: Was bewirkt den von Dumm-wie-Ein-Stein geforderten Gangunterschied von zwei relativ zueinander gleichförmig und geradlinig bewegten Uhren?

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von lks72 ,

    In dieser Formel sind v und c keine Vektoren, sondern es geht um die Beträge, es sind also Skalare. Im übrigen ist c denn auch eine Konstante, und zwar einfach ein konstanter Skalar. Hier eine Richtungsabhängigkeit reinzuinterpretieren, ist schlichtweg Unsinn.

    Kommentar von Nulser ,

    Einstein hat nie mit Vektoren gearbeitet in der SRTh. Und was bewirkt den Gangunterschied von zwei relativ zueinander gleichförmig und geradlinig bewegten Uhren?

  • Datenbank mit Supernoven
    Antwort von myliebling ·

    Musst du zu einem Astrologie Verein gehen, die Sternenbeobachtungen machen

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von PhotonX ,

    Bei einem Astrologie-Verein kann man sich höchstens ein Horoskop erstellen lassen, was du meinst, heißt Astronomie...

  • Bilder von Galaxien - Nachbearbeitet?
    Antwort von Samy795 ·

    Nein, im Normalfall sieht das für uns hauptsächlich grau aus. Leichte Farbunterschiede sind vielleicht zu erkennen, aber sicher nicht viel.

    Kann man aber auch wunderbar selber testen. Bei klarem Wetter und gutem Seeing kann man zB die Andromeda Galaxie oder den Orionnebel mit bloßem Auge sehen. Mit einem normalen Fernglas kann man noch mehr Details sehen, man wird aber insbesondere bei der Andromeda Galaxie schnell Probleme bekommen, sie als Ganzes zu sehen wenn man zu sehr vergrößert.

  • Bilder von Galaxien - Nachbearbeitet?
    Antwort von lightyear333666 ·

    Es müsste in echt noch atemberaubender sein wie auf den Bildern. Zb. Astronauten berichten das der Blick vom All auf die Erde unfassbar überwältigend ist. Keiner der nicht selbst dort war kann das so sehen.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von mysLee ,

    der unterschied ist nur, dass die erde eine feste kugel mit nem durchmesser unter 13 tausend kilometern ist... die nebel, nach denen er fragte, überstrecken sich jedoch über mehrere lichtjahre... (ein lichtjahr ~ 9.5 billionen km) .. da wirkt nur von weit weg, wie die riesenbilder, von diesem komischen kerl bei art attack XD

  • Bilder von Galaxien - Nachbearbeitet?
    Antwort von Missingo1996 ·

    Hängt davon ab welche Bilder.

    Es gibt verschiedene und die haben auch oft verschieden Farben.

    Satelliten und andere Raumkörper die Fotos machen, machen das meistens nicht mit normalen Kameras so wie wir sie kennen, sondern mit speziellen Sensoren die jeweils mit anderen Methoden messen und Objekte auch anders darstellen als so wie wir es kennen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/James_Webb_Space_Telescope#Optik

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Lurchi96 ,

    Hallo :) Zum Beispiel ein solches: http://www.takimo.de/lexikon/sternen1.jpg

  • Bilder von Galaxien - Nachbearbeitet?
    Antwort von mysLee ·

    wenn du an ihnen vorbei fliegst, würdest du sie anders sehen.. wenn du durchn teures teleskop guckst, siehste es genau so :D

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Lurchi96 ,

    Warum würde ich sie beim Vorbeiflog anders sehen? 0.o Ich meine solche Bilder hier: http://www.takimo.de/lexikon/sternen1.jpg

    Kommentar von mysLee ,

    http://cdn.nanxiongnandi.com/bing/SuperNovaCrabNebula_DE-DE1192642368.jpg

    der krebsnebel, ausdehnung von 11-7 lichtjahre.. das kannste ja beim "vorbei fliegen" garnicht erfassen.. wenn du in einem (in dem bild) roten pixel bist, haste in echt milliarden kilometer um dich herum "nur rot" xD

    dein bild sagt mir leider nichts, wird aber vermutlich auch nicht viel kleiner sein :D

    Kommentar von Lurchi96 ,

    Das ist mir schon klar. Aber mit dem richtigen Abstand zum Nebel? Also, sind die Farben wirklich so prächtig? Und der Nebel wirklich so verzogen? Oder wird das alles geschönt? :D

    Kommentar von mysLee ,

    mh ja, mit dem richtigen abstand "wenn du dich ins all beamen könntest um es dir anzugucken" xD dann würds auch so aussehen... gibt im netz wahrscheinlich auch noch 100 verschiedene barbeitete fotos die irgendwer hochlädt, allerdings gibts ja auch oft originalbilder der nasa oder esa...

    und klar sind die verzogen, die entstehen durch die explosion von einem stern .. die sogenannte supernova... bei dem bild vom krebsnebel was ich gepostet hab, haben chinesische astronomen diese sogar "live" also mit 6523 jahren verzögerung xD sehen können ...

    der stern war 6523 lichtjahre, also 61771051872644558 kilometer weit weg, das ist 411 millionen mal weiter von uns entfernt, als die sonne... und diese explosion, hat man am hellichten so hell gesehen, wie nachts den mond... kann man sich garnicht vorstellen wie krass das sein muss, da is so viel energie dahinter, deswegen ist der auch so "verzogen" xD

  • Zwillingsparadoxon, Zeitdilatation, Hafele-Keating-Experiment - VERSTÄNDNISFRAGE
    Antwort von lks72 ·

    Oft wird der Eindruck erweckt, das Zwillingsparadoxon sei durch die SRT aufgrund der Beschleunigung nicht zu erklären, eben wegen der Beschleunigungen. Dies ist aber nicht richtig. Aus der Sicht der Erde ist die Erklärung auf jeden Fall richtig, da sich diese immer im selben (inertialen) Bezugssystem befindet. Aus der Sicht des Raumschiffs hast du leider zwei Bezugssysteme. Eines für den Hinflug (also den Wegflug der Erde), deren Zeit dann auch länger ist als deine eigene, das nächste für den Rückflug (also den Rückflug der Erde), auch diese Zeit ist länger als die eigene. Das Problem ist der Wechsel des Bezugssystems, genau hier laufen die Uhren eben nicht weiter, sondern müssen neu synchronisiert werden.

    Zu 7)

    Selbstverständlich kann eine Zentrifuge das erreichen. Aber auch hier benötigt man NICHT die ART, aus einem Inertialsystem ist die Zeitdilatation mit der SRT erklärbar, da sich der Körper in der Zentrifuge bewegt. Aus Sicht der Zentrifuge hast du halt ein Trägheitsfeld, das Zentrifugalfeld, welches lokal identisch ist mit einem Gravitationsfeld. Auch damit ist natürlich die Zeitdilatation zu erklären. Etwas aufpassen muss man hier, da ein Zentrifugalfeld eine andere räumliche Struktur hat als ein Gravitationsfeld eines Planeten, es ist zylindersymmetrisch, das des Planeten ist kugelsymmetrisch.

  • Worum handelt es sich bei Lindblad-Resonanzen??
    Antwort von pflanzengott ·

    Hallo Falto123!

    Lindblad-Resonanzen sind ein sehr tiefgreifendes und vor allem kompliziertes Thema der Galaxiendynamik. Für eine aufschlussreiche und wissenschaftlich korrekte Erklärung, sollte man sich auf einiges an Mathematik gefasst machen!

    Will man Lindblad-Resonanzen auf physikalischer Ebene beschreiben, muss man für eine Spiralgalaxie zunächst folgende Annahmen treffen:

    • Das Gravitationsfeld der Galaxie, darf als axialsymmetrisch angenommen werden!
    • Die Dichtewelle die innerhalb der Galaxie mit konstanter Kreisfrequenz umläuft, stabilisiert die Spiralarme
    • Die Umlaufbahnen der Sterne beschreiben aufgrund gravitativer Auswahleffekte, in der Regel Rosettenbahnen

    Lindblad-Resonanzen sind ein Resonanzphänomen unterschiedlicher Sterne innerhalb der Galaxie. Um weiter auf die thematischen Aspekte einzugehen, sollten wir aber zunächst klären, was eine Resonanz im galaktischen Zusammenhang genau ist.

    Eine Resonanz beschreibt in der Umlaufbahn eines oder mehrerer Körper um ein Zentralobjekt, ein Verhältnis zwischen ihrer sogenannten Epizykelfrequenz und ihrer am jeweiligen Bahnpunkt spezifischen Winkelgeschwindigkeit.

    Im Falle einer rotierenden Galaxie, deren Gravitationsfeld als axialsymmetrisch angenommen werden kann, umlaufen die Sterne das galaktische Zentrum, wobei sie sich anlässlich ihrer exzentrischen Umlaufbahn mal mehr und mal weniger nah in Richtung des Zentrums begeben. Die Kreisfrequenz dient zur mathematischen Beschreibung dieser Abstandsvariationen.

    Im Zusammenhang damit, sind die umlaufenden Sterne, innerhalb einer Dichtewelle positioniert, die selbstständig mit konstanter Kreisfrequenz das galaktische Zentrum umläuft. Durch gravitative Störungen, und Einflüsse naheliegender Gravitationsfelder, weicht die Geschwindigkeit mit der die Sterne das Zentrum umkreisen, von der Geschwindigkeit ab, die die Störung im konstanten Verlauf beibehält.

    Steht nun, diese Differenz zwischen Kreisfrequenz der Störung und der Umlaufgeschwindigkeit individueller Sterne in einem ganzzahligen Verhältnis zur oben erwähnten Epizykelfrequenz, kommt es zu einer Resonanz!

    Dabei werden Lindblad-Resonanzen hinsichtlich ihrer Qualität und Quantität in unterschiedliche Felder eingeteilt. Während das zugrunde gelegte Modellpotential, über die Quantität der Resonanzen entscheidet, kommt dem oben erwähnten ganzzahligen Verhältnis eine Bedeutung für die qualitativen Effekte zu. Je stärker sich die Differenzen einem ganzzahligen Verhältnis nähern, umso ausgeprägter werden die Resonanzen. Ist das Verhältnis zwischen Kreisfrequenz der umlaufenden Störung und der Bahngeschwindigkeit der Sterne kein ganzzahliges Verhältnis, ergeben sich für alle Körper Rosettenbahnen.

    Wenn man die Annahme trifft, dass der überwiegende Anteil von Galaxien zwei Spiralarme besitzt, und dies in das Modellpotential mit einbezieht ergeben sich in der Regel 3 Resonanzradien, die in unterschiedlichen Abstandsbereichen vom galaktischen Zentrum entfernt sind. Man unterteilt dann die äußere Resonanz, die mittlere Resonanz (die übrigens nicht um das Zentrum, sondern ihr eigenes Bezugssystem kreist) und die innere Resonanz.

    Durch die sich ergebenden mathematischen Freiheitsgrade, werden an den entsprechenden Resonanzpunkten Anfälligkeiten für unterschiedliche dynamische Prozesse in den Galaxien erwartet. So ist es nicht verwunderlich, dass sich in die Galaxie einfallende Gasmassen primär an der Inneren Lindblad-Resonanz ansammeln, während die Dichtewellen, die zur Stabilisierung der Spiralarme beitragen, an diesem Punkt nicht weiter eindringen können.

    Fazit: Lindblad-Resonanzen geben Aufschluss über das Orbitalverhalten unterschiedlicher Sterne, deren Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Kreisfrequenz der umlaufenden Störung in Form einer Dichtewelle ist. Derartige Resonanzen geben Aufschluss über mögliche Quellen für einsetzende dynamische Prozesse und zeigen die unfassbare Komplexität galaktischer Systeme fortwährend neu auf!

    LG Pflanzengott! :)

  • Zwillingsparadoxon, Zeitdilatation, Hafele-Keating-Experiment - VERSTÄNDNISFRAGE
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo LieberKiffer,

    Meine Erklärung war dann die BESCHLEUNIGUNG, egal ob "positiv" oder "negativ" (bremsen). Die beiden Bezugssysteme sind nicht zu vergleichen.

    Ja, genau richtig. Die Formeln der SRT gelten nur für 2 gleichförmig bewegte Inertialsysteme, in denen die Beobachter ihre Eindrücke schildern und ihre Bewegungen relativ zueinander. Entsprechend ist die Beschleunigung tatsächlich der Schlüssel zur Lösung des Zwillingsparadoxons.

    Das Paradoxon tritt ja erst auf, wenn der Raumfahrer-Zwilling wieder neben seinem Bruder auf der Erde steht und sie ihre Uhren vergleichen. Dazu muss der eine von beiden aber beschleunigt bzw. abgebremst worden sein. Das heißt: Dieser Bruder kann wissen, dass er der bewegte Bruder war. Und das hebt die scheinbare Symmetrie auf.

    Aus den Formeln überptüft man das am leichtesten, wenn man den Raumfahrer-Bruder so beschleunigt, dass er mit konstanter Beschleunigung bis zum entferntesten Ort unterwegs ist, dort beim Wenden also am schnellsten ist und ab dort wieder mit konstanter Verzögerung abgebremst wird. Er weiß zu jedem Zeitpunkt, dass er der bewegte Zwilling ist. Eine andere zeitliche Verteilung der Beschleunigung ändert an diesem Prinzip nichts.

    1.Ist es richtig, dass zwei NICHT BESCHLEUNIGTE SYSTEME auch bei annähernd c kein Zwillings-Paradoxon erzeugen würden?

    Ja, weil man dann keinen Uhrenvergleich machen kann. Gleichzeitigkeit ist relativ.

    1. Wenn wirklich die Zeit für einen Zwilling extrem anders verlaufen soll als für den Anderen, müsste er nicht STÄNDIG BESCHLEUNIGT/ABGEBREMST werden, damit der Effekt groß genug wird? Wenn einmal beschleunigt (z.B. auf 90% von c) ist die Flugdauer dann nicht unerheblich? Wichtig ist nur das beschleunigen & abbremsen in beiden Richtungen (Hin- & Rückflug Erde).

    Im Falle der ständigen Beschleunigung ist das Zwillingsparadoxon am leichtesten zu durchschauen. Prinzipiell ändert sich aber nichts an der fehlenden Symmetrie, egal wie beschleunigt wird. Wieviel älter der Erden-Zwilling ist, hängt natürlich schon davon ab, wie lange der Raumfahrer-Zwilling bei welcher Geschwindigkeit unterwegs war.

    1. Wenn ich Recht habe, wäre es dann nicht egal, ob das Testflugzeug im Hafele-Keating-Experiment mit oder gegen die Erdrotation fliegt? Sind die Beschleunigungs/Abbremskräfte des Flugzeuges bei Start/Landung nicht identisch?

    Die Beschleunigungs- und Abbremskräfte schon, nicht aber die Relativgeschwindigkeit zur Erdoberfläche. Ein Flugzeug, das nach Westen fliegt, darf seine Eigengeschwindigkeit (relativ zur Luft) zur Erddrehung hinzuaddieren, eines das nach Osten fliegt, muss die beiden Werte subtrahieren. Bodenuhr und Borduhr sind also relativ zueinander unterschiedlich schnell.

    1. Wieso sind anscheinend die Relativgeschwindigkeiten zur Atomuhr auf der Erde bei West- oder Ostflug unterschiedlich (Jet Stream?)?

    Wegen der Erdrotation Richtung Osten. Der Boden dreht sich quasi unter dem Flugzeug durch

    1. Spielt die Flugdauer bei o.g. Experiment überhaupt eine Rolle? Wieso unterscheiden sich die Zeitdifferenzen (in ns) bei "West-" bzw. "Ostflug"?

    Die Flugdauer bestimmt natürlich, wie lange die beiden Uhren unterschiedlich schnell gelaufen sind - und damit die Größe des gemessenen Effektes. Ist der Flug zu kurz, ist man unter der Messgenauigkeit.

    Der Unterschied ergibt sich eben aus den unterschiedlichen Relativgeschwindigkeiten zwischen Borduhr und Bodenuhr.

    1. Wieso spielt die Geschwindigkeit anscheinend DOCH eine Rolle (Symmetrie)?

    Der Unterschied zum Zwillingsparadoxon ist hier ja, nicht die Frage, ob wir nicht wissen, welche Uhr die Borduhr ist und welche die Bodenuhr. Das ist bei beiden Flugrichtungen völlig klar; gerne auch verblindet (beide Uhren im fensterlosen Flugzeug wieder über Beschleunigungskräfte spürbar). Den Unterschied macht hier die immer gleichgerichtete Geschwindigkeitskomponente der Erdrotation, die einmal zur Eigenbewegung des Flugzeiges dazu kommt, einmal davon abgezogen werden muss.

    1. Könnte ich (theoretisch) eine signifikante Zeitdilatation durch eine Zentrifuge erreichen?

    LOL, schöne Frage. Ich denke schon. Nur müsste die Beschleunigung natürlich wie ein Schwerefeld behandelt werden. Entsprechend muss man die Effekte der Allgemeinen Relativitätstheorie mitberücksichtigen. Und die laufen bekanntlich entgegengesetzt.

    Ob es das Gerät durchhält ist natürlich eine anderen Frage.

    1. Würde man einen ZP-Raumflug überleben können oder wären die notwendigen G-Kräfte zu groß?

    Nö, das ginge schon, wenn man die konstante Beschleunigung 1g nimmt und sich Zeit lässt.

    Grüße

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Mist, irgendwie hat mir die gf-Software nun die Nummerierung kaputt gemacht. Das war mal echt von 1. bis 8. wie in der Frage.

    Ist Dir diese Seite zum Hafele-Keating-Experiment bekannt?

    http://www.relativitätsprinzip.info/experimente/hafele-keating.html

    Grüße

    Kommentar von LieberKiffer ,

    Deine Antwort zu Frage 1: OK

    Deine Antwort zu Frage 2:

    Wieviel älter der Erden-Zwilling ist, hängt natürlich schon davon ab, wie lange der Raumfahrer-Zwilling bei welcher Geschwindigkeit unterwegs war.

    Gerade warum dieses wie lange einen Einfluss haben soll verstehe ich nicht. Zwilling 1 (Z1) bleibt auf der Erde, Zwilling 2 (Z2) beschleunigt. Wenn er in der Mitte der Strecke abbremst (ich gehe von gleichförmiger Beschleunigung bzw. Abbremsung aus) und wieder zurückkehrt, alles klar. Wenn er aber in einer Zwischenstrecke OHNE Beschleunigung (+ / - egal), also gleichförmig eine Zeit t fliegt, dann sind doch die beiden Systeme wieder symmetrisch oder nicht? Es müssten in dieser Zwischenzeit doch 2 gleichberechtigte Inertialsysteme sein, egal wie lange diese Zeit t ist und die Uhren müssten dann doch auch identisch schnell sein (auch wenn es nicht beobachtbar ist). Warum ist dann die Flugdauer dieser Zwischenzeit relevant für den Altersunterschied? Nach meinem Verständniss dürften doch nur die Beschleunigungsphasen (+ / -) relevant sein.

    Deine Antwort zu Frage 3:

    Bodenuhr und Borduhr sind also relativ zueinander unterschiedlich schnell.

    Verstehe ich auch nicht :-( Das Flugzeug bewegt sich doch gegenüber der ihm umgebenden Luft. Die Lufthülle der Erde dreht sich aber mit der Erde mit. Sonst hätten wir ja ständig extrem starken Wind. Wenn das Flugzeug nicht extrem hoch fliegt wegen der Jet Streams, dann müsste doch die Fluggeschwindigkeit nach Osten oder nach Westen relativ vom Startpunkt aus gesehen identisch sein. Welchen Einfluss hat da noch die Erddrehung? Wenn diese einen Einfluss hätte, müsste dann nicht auch die Erdbahn um die Sonne, die Sonnenbahn um das galaktische Zentrum und die "kosmologische" Geschwindigkeit unserer Galaxie im Universum auch Auswirkungen haben? Da es ja keinen Äther gibt und damit auch kein absolutes Bezugssystem müssten doch alle diese Bewegungen unerheblich sein. Oder habe ich da einen Denkfehler?

    Das einzige, was in meinem Verständnis eine unterschiedliche Relativgeschwindigkeit zur festen Atomuhr auf der Erde begründen kann ist die schnellere Bewegung des Flugzeuges über Grund mit dem Jet Stream. Entgegen des Jet Streams ist die Bewegung über Grund langsamer und deshalb dann auch relativ verschieden. Die Jet Streams selbst sind natürlich eine Folge der Erdrotation und daher indirekt für die unterschiedlichen Relativgeschwindigkeiten verantwortlich. Würde das Flugzeug gleichförmig (gleiche Geschwindigkeit über Grund, gleiche Flugdauer) den Ostflug und den Westflug absolvieren dürfte es doch keinen Unterschied geben. (Gedankenhilfe: Alles auf den Kopf stellen oder spiegelverkehrt sehen). Alles andere scheint mir unlogisch.

    Deine Antwort zu Frage 4:

    Siehe meine Einwände oben zu 3. Die Erde dreht sich erst dann unter dem Flugzeug durch wenn man (fast) luftleeren Raum erreicht, wie z.B. auch bei Satelliten. Die kreisen auf Ihrer Bahn von der Erdrotation unabhängig. Kreisen sie mit ihr, dann ist die Relativgeschwindigkeit natürlich größer, kreisen sie entgegengesetzt, dann ist sie kleiner. Das Flugzeug im Hafele-Keating-Experiment ist also demnach sehr hoch geflogen, in den Jetstreams oder noch höher?

    Bemerkungen zu Antwort 5. bis 8. später, muss dringend weg!!!

  • Zwillingsparadoxon, Zeitdilatation, Hafele-Keating-Experiment - VERSTÄNDNISFRAGE
    Antwort von rubrub ·

    damit der effekt aufftritt muss eine inertialsystem änderung stattfinden, 1) solange das nicht geschied würden beide brüder beobachten,dass der andere langsamer altert 2) ob das inertialsystem dauerhaft oder nur einmal geändert wird, sowie die flugdauer ändert nur die größe des unterschieds 3,4) jeh nach flugrichtung müssen die geschwindikeiten von flugzeug und der erddrehung addiert oder subtraiert werden, sodass sich der wert ändert 5,6) flugdauer hat einfluss auf die geschwindigkeit also ändert sich dein gamma 7) ja (teilchenbeschleuniger)

  • Welche Planeten sind am Himmel als Stern zu erkennen? (unser Sonnensystem)
    Antwort von MonkeyKing ·

    In dieser Frage findest du zumindest teilweise eine Antwort:

    https://www.gutefrage.net/frage/welche-planeten-kann-man-mit-blossem-auge-erkenn...

    Grundsätzlich ist zu sagen dass Planeten, da sie sich ja um die Sonne bewegen, nicht starr an einem Punkt des Himmels verbleiben sondern im Laufe der Zeit ihre relative Position zu den Fixsternen bzw. Sternbildern verändern. Man kann also keine generelle Aussage darüber treffen in welchem Sternbild sich die Planeten befinden. Man kann aber sagen dass sie alle in der Ebene der Ekliptik zu finden sind. Alle Planeten des Sonnensystems, die Sonne und der Mond umkreisen die Sonne mehr oder weniger auf einer Ebene, die man Ekliptik nennt. Die Sternbilder der Ekliptik sind dieselben die man auch im Horoskop findet denn das Sternzeichen der Geburt entspricht ja dem Sternbild in dem sich die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt befindet.

    Die aktuelle Position der Planeten kannst du leicht ergooglen, auch wann sie am besten zu beobachten sind. Wenn du dich einigermaßen mit Sternbildern auskennst dann wirst du irgendwann auch erkennen wenn in einem Sternbild ein heller Stern ist der dort eigentlich nicht hingehört. Die Chance ist dann gut dass es der Jupiter, Saturn oder Mars ist. Die Venus (auch Abend- bzw. Morgenstern genannt) ist ja immer nur relativ kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang zu beobachten.

    Die Ringe des Saturns und die größten Monde des Jupiters sind übrigens schon mit einem guten Fernglas zu erkennen. Viel Spaß beim beobachten!

  • Welche Planeten sind am Himmel als Stern zu erkennen? (unser Sonnensystem)
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    die Astronomie ist ein sehr schönes Hobby/ Thema!

    Jupiter steht momentan im Sternbild Löwe. Der Saturn ist morgen früh in der Schere des Skorpion zu sehen - ich hoffe auf freien Himmel.

    Wenn es dir um eine Internetseite geht, kann ich nur www.heavens-above.com empfehlen. Dort findest du alles zum Thema Planeten, Kometen, Asteroiden, Satelliten usw.! Guck dir die Seite mal in Ruhe an.

    Des Weiteren kannst du dir Stellarium kostenlos downloaden - das ist eine Planetariumssoftware für den heimischen PC.

    Wie kannst du sie unterscheiden? Sterne funkeln bedingt durch den Wärmeaustausch der Luftschichten - Planeten funkeln nicht ;-)

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Startrails ,
    Kommentar von Sai23 ,

    Wie geil ist das denn! Genau sowas habe ich gesucht! dass es sowas gibt hätte ich niemals gedacht. Das ist ja Zeitgenau!! Ich bin nur noch nicht ganz sicher, ob ich der Kalibrierung trauen kann. Die Position vom Mond zum Polarstern passt bei mir irgendwie nicht, aber es ist gerade sehr bewölkt draußen, kann es leider nicht genau kontrollieren. Aber nochmal Vielen Vielen Dank, das ist ein Mega tolles Programm!!!

    Google Sky hat ja sowas ähnliches, dort werden aber nicht so Zeitgenaue Daten geliefert + Planeten

    Kommentar von Startrails ,

    Das schöne an diesem Programm ist, dass du dir auch noch sämtliche Bahndaten div. Satelliten oder Kometen runterladen und dort einfügen kannst. Ansonsten ist das Programm sehr genau bis auf die Sichtbarkeit des GRFs. Hier gibt es aber mittlerweile einen entsprechenden Download zu welchen ich aber noch nicht getestet habe...

    Kommentar von Startrails ,
    Kommentar von Startrails ,

    Wenn wir schon beim Thema Planeten sind - dieses Jahr gibt es einige wirklich sehr schöne Planetenbegegnungen die man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Daten zur Sonnen- und Mondfinsternis dieses Jahr sind dir bekannt?

    Saturn sollte dieses Jahr beobachtet werden - die Ringe stehen sehr günstig (ca. 25°) und sind daher gut zu sehen...

  • War es ein Asteroid?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    da kommt wohl tatsächlich nur ein Flugzeug in Frage. Den Asteroiden der recht nahe an der Erde vorbeiflog können wir ausschließen - mit bloßem Auge war der nicht zu sehen. Die ISS war an dem Tag auch nicht zu sehen - außerdem hätte man da auch keine Details erkannt mit einem Fernglas und zudem fliegt die von West nach Ost.

    Flugzeuge fliegen ja ziemlich hoch wenn sie Reisehöhe erreicht haben - auch wenn bei dir keine Sonne mehr zu sehen ist, kann das Flugzeug noch angestrahlt werden :-)

  • Alle 2 Antworten
    Kommentar von Startrails ,

    Ohne den Link zu lesen kann ich dir sagen, dass es dieser Asteroid nicht wahr. Die scheinbare Helligkeit betrug lt. Schätzungen 9m1 und Objekte mit dieser schwachen Helligkeit kannst du definitiv mit bloßem Auge nicht mehr erkennen. Da hilft auch kein perfekter Himmel und super Dunkeladaption :-)

  • Ausrichtung der Rotationsscheiben von Exoplaneten in Relation zu unserem Sonnensystem
    Antwort von derastronom ·

    Zum letzen Satz Deiner Frage:

    es besteht eine Neigung von etwa 57 Grad der Ekliptik (das ist grob gesagt die Ebene durch die die Planetenbahnen unseres Sonnensystems verlaufen) gegen die Ebene der Milchstraße.

    http://www3.kis.uni-freiburg.de/~ovdluhe/Lehre/Einfuehrung/E1/Einf_1_3.html

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von derastronom ,

    Sorry, vergessen: ansonsten ist es bei der Transitmethode nur notwendig, dass die Umlaufbahnen so verlaufen, dass Exoplaneten aus Sicht der Erde genau vor dem Stern vorbeizieht. Das reicht schon. Sieh Dir mal das Bild

    "Schematische Darstellung der Bahnen in Planeten­systemen, die mit der Transit­methode entdeckbar sind "

    im Wikipediabeitrag Exoplaneten an.

  • Sonnenwinde schneller als das Licht?
    Antwort von gh7401 ·

    ... Durch das Abbremsen von ca. 350 km/s auf ca. 130 km/s[5] ...
    wie man leicht sieht, sind 350 km / s bzw. 130 km / s wesentlich kleiner als die Lichtgeschwindigkeit von 300 000 km / s. Wo ist hier ein Anzeichen von Überlichtgeschwindigkeit?

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Stealthkilla ,

    lies mal die anderen kommentare ;) das problem hat sich nach 10min schon gelöst. trotzdem danke fürs vorbeischauen :)

  • Astroshop seriös?
    Antwort von JTKirk2000 ·

    Astroshop seriös?

    Gib mal genau die Worte bei Google ein. Wenn es da etwas negatives gibt, wird Google Dir Seiten wie beispielsweise Trustpilot zeigen, wo dann jemand bereits negative Erfahrungen gemacht hat und andere entsprechend warnen möchte. Dies gilt nicht nur für Astroshop, sondern auch für jegliche anderen Möglichkeiten, etwas über das Internet zu bestellen. Man hat also immer die Möglichkeit, sich über eine eventuell vorhandene Unseriosität eines in Frage kommenden Unternehmens vorab zu informieren. Ein einziges Mal habe ich mich bei einem mir zuvor unbekannten Internetshop zu spät informiert, zu welchem es eine Warnung gab, und da hatte ich etwa 20 Euro in den Wind geschossen. Das war aber ein angeblicher Softwareanbieter, also brauchst Du Dir deshalb keine Sorgen machen.

  • Astroshop seriös?
    Antwort von SteBruBra ·

    Astroshop, Teleskop-Service, Intercon- Spacetek gehören zu den Adressen für Einsteiger. Grundsätzlich kann ich nur empfehlen, vorher die Wünsche in Foren zu besprechen, zum Beispiel Astrotreff-Deep-Sky. Die beraten vollkommen unabhängig und mit diesem Ergebnis würde ich dann die Händler um ein Angebot beten.

  • Astroshop seriös?
    Antwort von derastronom ·

    Wenn es ein eher simples Zubehörteil ist, der Preis stimmt und Du Dich bereits etwas auskennst, kannst Du ruhig bestellen.

    Ich persönlich kaufe sehr gern bei Intercon-Spacetec (Augsburg). Wenn man dort beispielsweise anruft, erwischt man praktisch immer einen Mitarbeiter (oder auch den Chef), der sich WIRKLICH auskennt, das spart Stress und Zeit.

    LG

  • Astroshop seriös?
    Antwort von Samy795 ·

    Astroshop.de ist absolut seriös und deren Beratung ist auch in Ordnung wenn man im Hinterkopf behält, dass die das unterm Strich nicht umsonst machen. Mit der Zeit findet man aber nach und nach bessere Quellen, insbesondere preislich gesehen. Kommt aber natürlich auch auf die persönlichen Präferenzen an.

  • Negative Brennweite
    Antwort von Startrails ·

    Hier ist das ganz gut erklärt:

    "Negative Brennweite bedeutet zunächst nur, daß ein parallel einfallendes Strahlenbündel in ein divergentes Bündel umgewandelt wird. Für einen Beobachter auf der rechten Seite der Linse entsteht jedoch der Eindruck, als ob das Strahlenbündel aus einer punktförmigen Lichtquelle jenseits der Linse (auf der linken Seite) stammt; man spricht hier von einem 'virtuellen' Bild, während im Fall der positiven Brennweite ein reelles Bild einer ('unendlich' weit entfernten) Lichtquelle entsteht."

    http://www.geometrische-optik.de/OPTIK-Texte-html/Kapitel7_Duenne%20Linsen.htm

  • Nikon D3200 ohne Objektiv verwenden
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    hat dein Omegon einen 2" OAZ? Wenn ja, dann wäre der 2" Adapter sinnvoll da du mehr Feld auf den Chip bekommst. Hat es nur nen 1,25" OAZ, dann hat sich deine erste Frage schon erübrigt.

    Ansonsten musst du die Kamera im manuellen Modus betreiben.

    Ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Problem weiter helfen.

    Ich hoffe, dass ich das konnte ;-)

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Speed1 ,

    Habe gerade nochmal nachgeschaut und mein OAZ hat 2". Dann ist es ja wirklich sinnvoll wenn ich ein 2" Adapter kaufe. Kann ich dann den Adapter direkt auf das Objektiv der Kamera schrauben oder muss ich trotzdem noch ein T2 Ring haben?

  • Astroshop seriös?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    die Kundenrezessionen sind positiv - klar, warum sollten sie auch negativ ausfallen. Dort kaufen überwiegend Anfänger und die haben keinerlei Vergleichsmöglichkeiten. Sie wissen also nicht wirklich was gut und was schlecht ist.

    Guckst du hingegen mal in div. Foren nach diesem Shop, da fallen die Meinungen schon ganz anders aus und das nicht von Anfängern, sondern von Leuten die schon viele Jahre dabei sind.

    Ich erkundigte mich dort mal nach Zubehör und die Beratung fiel auch recht gut aus, aber irgendwie wollte man mir das teuerste andrehen ;-)

  • Astroshop seriös?
    Antwort von Brombaerin ·

    Die sind seriös, haben ein Impressum, eine deutsche Postadresse, Festnetznummer und Firmen-E-Mail angegeben. Da kannst du unbedenklich bestellen. Ob die Ware was taugt, weiß ich nicht.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Jakn1508 ,

    Laut den Rezensionen soll sie sehr hochwertig und gut verarbeitet sein

  • Nikon D3200 ohne Objektiv verwenden
    Antwort von uwghh ·

    Stell die Kamera mal auf "M", da funktioniert sie auch ohne Objektiv.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Speed1 ,

    Das mit dem Modus "M" hat tatsächlich geklappt! Danke, jetzt brauch ich nur noch ne klare Nacht .:)

    Kommentar von uwghh ,

    Na dann viel Spaß & eine sternenklare Nacht 😃

  • Sonnenwinde schneller als das Licht?
    Antwort von BadBud ·

    Ich glaube nicht, dass das stimmt, aber einige Forscher vermuten, dass die Übertragung der Gravitationskraft schneller ist. Wenn z.B. die Sonne erlischte, würden wir das theoretisch erst in 7 Minuten sehen, aber schon vorher aus der Umlaufbahn geraten.

    MfG BadBud

  • Was wäre passiert !Wenn es dazu kam!!!!!!????!!???
    Antwort von derastronom ·

    Es kommt nicht nur auf die Geschwindigkeit an, sondern auch auf den Winkel unter dem das Objekt die Erdoberfläche trifft. Ein senkrechter (90°) Einschlag verhält sich anders als einer unter spitzem Winkel.

    Es kommt auf die Dichte des einschlagenden Körpers an.

    Es kommt auf die Beschaffenheit der betroffenen Oberfläche an. Hier gibt es auch am Festland geologisch recht unterschiedliche Zustände. Auch hier ist die Dichte wichtig, die bei Gesteinen natürlich auch schwanken kann.

    Bei einem Einschlag im Meer spielt die Lage des Einschlagortes eine entscheidende Rolle, da sich je nach Meerestiefe und Beschaffenheit des Meeresbodens bis hin zu den nächsten Küsten Tsumamis unterschiedlich verhalten können.

    Wäre der Brocken aus Gestein mit einer Dichte von 3, die Geschwindigkeit 15 km/sek, Einschlagswinkel 90°, Untergrund kristallines Gestein:

    Der Brocken bräche auseinander. Die Teile schlagen eng beieinander ein. Die Auftreffenergie wäre in der Größenordnung 5,17 mal 10 hoch 3 Megatonnen. Das entspricht 5117 Wasserstoffbomben der erheblichen Sprengkraft von 3 Megatonnen.

    Quelle ist dieser Simulator:

    http://impact.ese.ic.ac.uk/cgi-bin/crater.cgi?dist=300&distanceUnits=1&d...

    Wenn Du "impact simulator" als Google-Suche startest, findest Du unter den ersten Treffern auch grafisch gestaltete solche, die sich teilweise auf auf deutsche Bedienungsführung umschalten lassen.

    Das sind keine Scherz-Programme, sondern echte Simulatoren.

  • Sonnenwinde schneller als das Licht?
    Antwort von MonkeyKing ·

    Das Licht ist 300 Tausend km/s schnell. Beantwortet das deine Frage? ;)

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Stealthkilla ,

    Ja...ich sollte echt die Augen öffnen. ^^ Tut mir echt leid. Normalerweise hasse ich diese "blöden" Fragen wie: "Warum steht er nicht auf mich? " und nun stelle ich selber eine so bescheuerte Frage.

  • Sonnenwinde schneller als das Licht?
    Hilfreichste Antwort von Solderdot ·

    Google mal "wie groß ist die lichtgeschwindigkeit". Dann wirst Du sehen, dass da kein Widerspruch im Artikel ist - allerdings weichte Deine Vorstellung von der Lichtgeschwindigkeit ein wenig von der Realitä ab :)

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von pflanzengott ,
    allerdings weichte Deine Vorstellung von der Lichtgeschwindigkeit ein wenig von der Realitä ab :)

    Quatsch

    Kommentar von Solderdot ,

    Exakt 299.792.458 Meter je Sekunde. Das sind also knapp 300 millionen und nicht 300 tausend m/s. Guckst Du hier: http://frag.wikia.com/wiki/Wie_gro%C3%9F_ist_die_Lichtgeschwindigkeit

    Kommentar von pflanzengott ,

    Wo hatte er denn etwas von 300 000 m/s geschrieben?? Er hatte ja noch extra gesagt:

    Ich habe dazumals in der Schule gelernt dass nichts schneller als das Licht sein kann ( 299'792'458m/s).

    Der Wert ist doch korrekt. Seine Vorstellung ist völlig richtig. Am Ende lag nur eine Verwechslung vor...

    Kommentar von Solderdot ,

    EWr schrieb, dass der Sonnenwind 350 km/s schnell ist. Das sind 350 tausend m/s. Wenn das massiv schneller ist als die Lichtgeschwindigkeit, dann hat er sich bei selbiger um 3 Zehnerpotenzen vertan.

    Kommentar von MonkeyKing ,

    Ne, nicht exakt 299.792.458 Meter je Sekunde. Das ist auch nur eine Annäherung.

    Kommentar von Stealthkilla ,

    mich selber an den Kopf hau Ihr habt natürlich recht...keine Ahnung was meine Augen gerade gemacht haben auf jedenfall nicht dass was sie sollten. Ich hab mich effektiv um 3 Zehnerpotenzen verguckt... Sorry mein Fehler. Doch wenn ihr schon hier seit :P Das mit der Masse relativ zur Geschwindigkeit habe ich das noch richtig im Kopf? Und nochmals sry...^^ aber ihr kennt es bestimmt man(n) kann etwas 50x anschauen und man sieht den Fehler nicht. Kommt man zurück ist plötzlich alles Klar.

    Kommentar von Reggid ,

    doch, exakt 299.792.458 m/s

    das ist keine näherung sondern eine definition. davon abgeleitet ist die länge eines meters.

    Kommentar von Sheppard2111 ,

    Ja, das hast du noch richtig im Kopf. Je höher die Geschwindigkeit, desto höher die Masse, also wird auch mehr Energie benötigt um das Objekt auf die selbe Geschwindigkeit zu bringen. Dieser Effekt wird aber erst bei Geschwindigkeiten nahe c relevant, je näher man c kommt, desto mehr nähert kommt die Masse unendlich.

  • Was wäre passiert !Wenn es dazu kam!!!!!!????!!???
    Antwort von AlphaundOmega ·

    Kommt auf die Geschwindigkeit an ... die Geschwindigkeit ist die eigentliche Zerstörungskraft , da sie in Kinetischer Energie umgewandelt würd , so das sie auch bei einen 50m großen Kometen eine genauso große Einschlagskraft haben könnte, wie bei dem 500 m großen...

    Aber bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80000 Kmh, hätte es weitreichende Folgen auf der ganzen Welt .....ganz zu Schweigen was die Todesbilanz , zu verzeichnen hätte...

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von AlphaundOmega ,

    Nachtrag Geschwindigkeit von 2004BL86 bei

    15 Kmh pro sek. = 54000 kmh + -

    http://www.fr-online.de/raumfahrt/asteroid-2004-bl-86-asteroid-rast-an-erde-vorb...

  • Thailand Mond
    Antwort von Hochantenne ·

    Da Thailand weiter im Osten liegt, gehen Sonne und Mond 5-6 Stunden früher auf und wieder unter als hier. Der Mond ist natürlich auch eine Weile gleichzeitig von beiden Orten aus zu sehen, wenn er in Deutschland aufgeht, steht er in Thailand bereits hoch am Himmel.

  • Hellster Stern am Nachthimmel
    Antwort von xStrikerLukas ·

    Polarstern

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Sorry, nein. Ein weit verbreiteter Irrtum.

    Der Polarstern ist aber mit etwa 2 Magnituden eher eine durchschnittliche "Funzel", wenn ich es mal salopp ausdrücken darf. Das einzige, was ihn auszeichnet, ist, dass er für ein paar Jahrhiúnderte zufällig fast exakt in Richtung des nördlichen Himmelspost steht. Mehr nicht.

  • kann mir das jemand erklären?? (zeitverzögerung)
    Hilfreichste Antwort von xStrikerLukas ·

    Also das hat etwas mit der Lichtgeschwindigkeit zutun. Stell dir mal vor du stehst in einen Raum der 1.000.000.000.000.000. Kilometer lang ist. Und am Ende dieses Raumes ist eine Lampe. Das heißt die Lampe ist 1.000.000.000.000.000. Kilometer von dir entfernt. Und wenn jetzt jmd die Lampe einschaltet, dann braucht es Jahunderte/ Jahrtausende Jahre bis du das Licht siehst. Das bedeutet du guckst einen Stern an und es kann sein das der schon seid Millionen Jahren nicht mehr exestirt. Da das Licht noch auf dem Weg ist zu Erde zukommen.das ist wie mit einer Silvester Rakete. Sie geht hoch und in 1-1/2 Sekunden hörst du den Schall. Stell dir vor die Rakete ist ein Planet der gerade explodiert und das Licht ist der Schall. Nun braucht das Licht etwas länger um zu der Erde zu gelangen. Ich hoffe ich konnte dir helfen. :-)

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von helmutwk ,
    Das heißt die Lampe ist 1.000.000.000.000.000. Kilometer von dir entfernt. Und wenn jetzt jmd die Lampe einschaltet, dann braucht es Jahunderte/ Jahrtausende Jahre bis du das Licht siehst.

    Bei 1.000.000.000.000.000 Kilometer dauert das 3.335.641 Sekunden (hab die Lichtgeschwindigkeit laut Wiki benutzt) oder ungefähr 38 Tage und 15 Stunden.

    Bei Entfernungen im All wird meist das Lichtjahr benutzt (für ein Lichtjahr dauert es natürlich ein Jahr, bis das Licht ankommt ...).

    Kommentar von helmutwk ,

    Oh nein, ich hab bei der Lichtgeschwindigkeit nicht aufgepasst, einfach abgetippt, statt m/s in km/s umzurechnen, also es sind ca. 3.335.640.952 Sekunden, ungefähr 106 Jahre.

    Kommentar von LieberKiffer ,

    Auf 7,2 Sekunden genau 105,7 Jahre. Das ist jetzt aber schon haarspalterisch und ziemlicher Zufall gebe ich zu :-)

    Dass es etwas über 100 Jahre sein müssen kann man sogar überschläglich im Kopf rechnen. Das Lichtjahr hat 9.460.730.472.580,8 km, also nicht ganz 10.000.000.000.000 km (eine 1 mit 13 Nullen) 10 Billionen km. Bei 1.000.000.000.000.000 km Entfernung der Lampe (eine 1 mit 15 Nullen) sind es zwei Nullen mehr, also 1 Billiarde km. Eine Zahl mit n Nullen geteilt durch eine Zahl mit n-2 Nullen ergiebt logischerweite immer 100 ;-)

    Da der Teiler Lichtjahr aber etwas kleiner als 10 Billionen ist (9,46... Billionen km) wird das Ergebnis natürlich etwas größer sein. Überschläglich im Kopf gerechnet hätte ich z.B. 5% aufgeschlagen, was dann ca. 105 Jahre ergeben hätte.

    Ich bin kein Mathegenie mache aber öfters im Kopf so überschlägliche Rechnungen, um mir etwas bildlich besser vorstellen zu können. Man muss halt bei den großen Zahlen mit den vielen Nullen etwas aufpassen und richtig mitzählen.

    Kommentar von helmutwk ,
    Auf 7,2 Sekunden genau 105,7 Jahre.

    Welche Jahreslänge hast du genommen? Das Gregorianische Jahr ist im Durchschnitt 465,2425 Tage lang ...

    7,2 Sekunden sind dann ja schon im Bereich der Messgenauigkeit (der Lichtgeschwindigkeit).

    Ich bin kein Mathegenie mache aber öfters im Kopf so überschlägliche Rechnungen, um mir etwas bildlich besser vorstellen zu können

    Mach ich auch, deswegen ist es doppelt peinlich, dass ich mich da um den Faktor 1000 vertan hatte ...

    Kommentar von helmutwk ,

    Oh Mann, irgendwie ist das hier nicht mein Ding, die dritte Blamage in diesen Thema:

    Das Gregorianische Jahr ist im Durchschnitt 365,2425 Tage lang ...

  • frage zum äquinoktium
    Hilfreichste Antwort von Hamburger02 ·

    Beim äquinoktium sind Tag und Nacht jeweils 12 h lang.

    Der Mond hat seinen eigenen Zyklus, der davon völlig unabhänbgig ist. Es kann Neumond oder Vollmond oder irgendetwas dazwischen herrschen.

  • Was wäre passiert !Wenn es dazu kam!!!!!!????!!???
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    anfangs wurde die Größe von 2004BL86 auf einen DURCHMESSER von 500 m geschätzt. Mittlerweile hat man aber diese Angabe leicht nach unten korrigiert.

    Für globale Schäden hätte das nicht gereicht - lokale Schäden wären aber verheerend gewesen. Bei dieser Größe hättest du jedoch in einer Entfernung von ca. 500 Kilometern gute Überlebenschancen gehabt.

    Bei einem Impakt im Wasser wäre es zu Tsunamis gekommen mit einer Höhe von mehreren Hundert Metern welche bis weit ins Landesinnere geschwappt wären...

  • Thailand Mond
    Antwort von derkleenemica ·

    Es kommt darauf an wie lange du wach bleibst. Du scheinst ja in Thailand zu sein, da solltest du wissen das es meist so morgens ab 5 hell wird. In Deutschland im Sommer wird es relativ spaet dunkel. Eine Zeit wo an beiden Orten schwarzer Himmel herrscht wird es wohl nicht geben (und wenn dann nur fuer ein sehr kleines Zeitfenster. Aber den Mond kann man ja auch in der Daemmerung sehen. Heisst also frueh aufstehen.

    Achja und nur bei Vollmond (oder Neumond hehe) duerfte der Mond gleich zu sehen sein (oder halt gar nicht :) ) da am Aequator der Mond ja nicht horizontal zu- und abnimmt sondern von senkrecht. Fand ich als Kind faszinierend...

  • Was wäre passiert !Wenn es dazu kam!!!!!!????!!???
    Antwort von Hirschei ·

    Ich mag Fragen wie: "Was wäre wenn" normalerweise nicht, da alleine der Gedanke dazu rein theoretisch ist :D.

    Aber Wikipedia sagt dazu:

    Global gefährlich sind Objekte mit einem Durchmesser von mehr als 500 m. Einschläge von Körpern dieses Durchmessers würden eine Vielzahl verheerender Folgen haben: Milliarden von Menschen könnten Opfer von Flutkatastrophen und globalen Klimaveränderungen („Impaktwinter“, vergleichbar einem nuklearen Winter) werden.[5] Die Wahrscheinlichkeit, dass solch ein Meteorit im Meer einschlägt, wäre relativ groß, denn 71 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt.[6]Die Folge wäre ein Mega-Tsunami, der ganze Küstenlandschaften überschwemmen würde.[7][8] Ein Impakt könnte auch Einfluss auf Ionosphäre und Magnetosphäre des Planeten haben.[9]

    Allerdings habe ich auch mal gelesen das es ganz auf das Material des Asteroiden ankommt. Es gibt natürlich Unterschiede ob das nur ein riesiger Klumpen Dreck / Staub oder Eisen ist.

  • entstehung eines riesensterns
    Antwort von Samy795 ·

    In der Regel eher nicht.

    Wikipedia beschreibt den Zusammenhang zwischen Masse uns Zusammensetzung des Sterns als Voraussetzung recht gut:

    "Rote Riesen gehen aus massearmen Hauptreihensternen am Ende ihrer Entwicklung hervor. Im Detail hängt dabei das Geschehen vor allem von der Masse, aber auch der chemischen Zusammensetzung des ursprünglichen Sterns ab. Um die Prinzipien dieser Spätphase der Sternentwicklung herauszuarbeiten, sei als Beispiel zunächst der Entwicklungspfad eines sonnenähnlichen Sterns (1 Sonnenmasse, 68 % Massenanteil für Wasserstoff, 30 % für Helium, 2 % für sonstige Elemente) im Hertzsprung-Russel-Diagramm (HRD) nach den Modellen von Schaller und Kollegen (1992) und Charbonnel und Kollegen (1996) gezeigt.

    Schon im Hauptreihenstadium führt die Umwandlung von Wasserstoff zu Helium im Kern zu einem Leuchtkraftanstieg. Durch diesen Prozess verringert sich die Zahl der Teilchen (aus 4 Protonen und 4 Elektronen gehen 1 Heliumkern und 2 Elektronen hervor), gleichzeitig steigt die mittlere Atommasse (von 0,5 auf 1,33 atomare Masseneinheiten). Die Verringerung der Teilchenzahl im Kern zieht automatisch eine höhere Massendichte nach sich. An der Grenze zwischen Kern und inaktiver Wasserstoffhülle herrschen nämlich Temperatur- und Druckgleichgewicht und damit auf beiden Seiten jeweils die gleiche Teilchendichte. Da im Kern aber die Teilchenzahl abnimmt, kann dieses Gleichgewicht dort nur durch eine Verdichtung der Masse aufrechterhalten werden. Die Zentraltemperatur ist direkt proportional der Atommasse (siehe Sternaufbau), so dass mit der Atommasse auch die Temperatur im Kern entsprechend steigt. Damit aber wächst auch die nukleare Energieproduktion und somit die Leuchtkraft. Die Strahlungsleistung der Sonne ist den Modellen zufolge seit dem Beginn des Hauptreihenstadiums vor etwa 4,5 Milliarden Jahren um etwa 35 % angewachsen."

    Kommentar von pflanzengott ,

    Entschuldige, aber glaubst du das deine Antwort auf den Kern der Frage eingeht? Die Frage war:

    kann aus einem massereichen strern ein roter riese oder überriese oder so etwas entsthen?

    Deine erste Antwort war: ,,In der Regel eher nicht." Das ist natürlich falsch, denn jeder massereiche Stern (wobei massereich definiert werden sollte) wächst am Ende seines Lebens zu einem Überriesen an.

    Kommentar von uteausmuenchen ,
    Das ist natürlich falsch, denn jeder massereiche Stern (wobei massereich definiert werden sollte) wächst am Ende seines Lebens zu einem Überriesen an.

    Danke, war nur 19 Minuten zu spät dran.

    =)

    Kommentar von Samy795 ,

    Ja, da habt ihr Recht. Der gesamte Beitrag passt nicht zur Frage, keine Ahnung was da in mir vorgegangen ist...

    Kommentar von pflanzengott ,

    Kein Problem, wenn man am Ende seinen Fehler eingesteht. Die sind ja nur da, um sie zu machen ;)

  • frage zum äquinoktium
    Antwort von Samy795 ·

    Tag/Nachtgleichheit bedeutet nichts anderes, als dass die Sonne ziemlich genau nach 12 Stunden unter geht, insofern hast Du Recht was die Sonne betrifft. Die Mondlaufbahn hat damit gar nichts zu tun.

  • frage zum äquinoktium
    Antwort von akino47 ·

    wie kommst du darauf, dass "an diesen tagen der tag und die nacht gleich lang sind"?

    wenn du das auf die reine uhrzeit beziehst, hast du recht, in bezug aber auf sonnenauf- und untergang musst du blind sein, um zu glauben, dass wir heute, morgen oder auch nächste woche noch jeweils 2 x 12 stunden tag und nacht haben.

    das ist nur an den beiden tagen der sog. tag- und nachtgleiche (ca. 20. märz und ca. 20. sept.) der fall.

    das hängt mit der schrägstellung der erdachse und dem damit zusammenhängen wechselnden stand der sonne in bezug auf den breitengrad an.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von xPiratenbraut ,

    mit "an diesen tagen" meinte ich auch die beiden tagen der tagundnachtgleiche, und sicher nicht die tage zurzeit...

    Kommentar von akino47 ,

    hallo? wenn du "an diesen tagen" schreibst, wer soll dann hellsehen, dass du damit diese beiden tage im märz und september meinst? du kannst ja mal versuchen eine frage nur mit zwei fragezeichen zu stellen, den rest oder die eigentliche frage darf man dann erraten oder eben auss dem kaffeesatz ablesen.

  • Warum haben der Neu und Vollmond auswrikungen auf uns menschen?
    Antwort von AlphaundOmega ·

    Der Mensch ist immer mit den Einflüssen der Natur verbunden , ob es jetzt die Sonne oder der Mond ist...

    Beim Mond sind wir den gleichen Bedingungen ausgesetzt wie Ebbe und Flut . Der Unterschied ist aber die Intensität des abgestrahlten Lichtes des Mondes , was bei sensiblen Menschen Auswirkungen hat, da der Mond einen Großteil der Natürlichen Lebensspendenden Lichtanteile absorbiert hat, bekommen wir je nachdem, ob Abnehmend oder Zunehmend mehr oder weniger Astralenergie, für den Astralkörper der aber bei Tiefschlafphasen zum regenerieren gebraucht wird...Diese Wechselwirkung wird dann durch unser Wohlbefinden beeinflusst...

    Alle 15 Antworten
    Kommentar von AlphaundOmega ,

    korrektur;...

    .Diese Wechselwirkung wird dann in unserem Wohlbefinden beeinflusst...

    Kommentar von AlphaundOmega ,

    ... Ebbe und Flut sind nicht nur die äusseren sichtbaren Auswirkungen des Mondes. Nicht zu vergessen , der innere Einfluss auf die Magma Bewegung, diese ist nicht nur durch Erddrehung hervorgerufen , sondern auch auf die Gravitative Kraft des Mondes zurück zu führen, wobei auch unterschiedliche Elektromagnetische Feldstärken gemessen werden könnten ...Der Mensch steht demnach immer in einer Wechselbeziehung , die sich positiv sowie negativ auswirken kann...aber dies betrifft alle Lebensformen auf dem Planeten...

  • kann mir das jemand erklären?? (zeitverzögerung)
    Antwort von Samy795 ·

    Im Endeffekt schaut man bei allem, was man sieht in die Vergangenheit, weil es immer eine gewisse Zeit dauert, bis die Eindrücke in unseren Augen ankommt. In den meisten Fällen ist aber diese Zeit so verschwindend kurz, dass es praktisch keine Rolle spielt. Kommt das Licht aber von sehr weit entfernt, spielt das eine immer größere Rolle.

  • kann mir das jemand erklären?? (zeitverzögerung)
    Antwort von luteka ·

    Licht braucht eine gewisse Zeit, um von einem Ort zum anderen zu kommen - zwar nur sehr wenig, aber doch. Von der Sonne bis zu uns dauert es ca. 8 Minuten, bis ein Lichtstrahl ankommt; von einem weit entfernten Stern Jahre oder Jahrzehnte. Wenn am anderen Ende des Universums ein Spiegel stünde, würde das Licht zB unserer Sonne erst einige Millionen Jahre dahin reisen und dann zurück - wir könnten also möglicherweise sehen, was vor Milliarden Jahren hier passiert ist.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von HDGamer91200 ,

    Achso,danke das du es mir erklärt hast

    Kommentar von helmutwk ,
    Wenn am anderen Ende des Universums ein Spiegel stünde, würde das Licht zB unserer Sonne erst einige Millionen Jahre dahin reisen und dann zurück

    "Am Ende des Universums" stehen Quasare, die Licht abstrahlen.

    Und es sind Milliarden, nicht bloß Millionen.

    Ansonsten: gut erklärt.

    Kommentar von helmutwk ,

    Ups, hätte mir vielleicht den Link eher ansehen sollen, da kam ja ein Spiegel vor. ;)

  • Warum haben der Neu und Vollmond auswrikungen auf uns menschen?
    Antwort von ArchEnema ·

    Als saubere! Diskussionsgrundlage eine Verlinkung der beiden Studien, die hier strittig sind.

    Die Studie von Cajochen et al. aus dem Jahr 2013 Titel: "Evidence that the Lunar Cycle Influences Human Sleep"

    Quelle: http://www.chronobiology.ch/wp-content/uploads/publications/cajochen_2013-06.pdf

    Die Studie von Cordi, Dresler & Co aus 2014 Titel "Lunar cycle effects on sleep and the file drawer problem".

    Quelle: researchgate.net/profile/HartmutSchulz/publication/263206013Lunarcycleeffectsonsleepandthefiledrawer_problem/links/541964720cf203f155ade493.pdf

    Die Antwort von Cajochen et al. auf die Studie von Cordi, Dresler & Co.:

    Quelle: chronobiology.ch/wp-content/uploads/2014/10/curbio.11353_cc.pdf

    Den Studien ist zu entnehmen:

    Es handelt sich bei der Studie von Cordi et.al. NICHT um eine Replikation der Studie von Cajochen. Sondern es wurden lediglich alte Datenbestände daraufhin untersucht, ob sich der von Cajochen beschriebene Effekt dort auch auffinden lässt. Insofern ist diese Studie wegen der den Daten zugrundeliegenden völlig anderen Datengewinnung auch NICHT in der Lage, eine Aussage über die Studie von Cajochen zu treffen. Geschweige denn wird durch diese Studie der Befund von Cajochen widerlegt.

    Hier findet sich lediglich das klassische Uniformitätsproblem wieder, das an Metastudien nahezu IMMER zu kritisieren ist. Das besagt nichts weiter als: Äpfel werden wie Birnen behandelt. Deshalb kann eine große Zahl daran auch nichts ändern.

    Der hier behauptete "grobe Fehler" durch die unterschiedliche Größe der Gruppen bei Cajochen wird abweichend von der öffentlichen Stellungnahme Dreslers und abweichend von den Behauptungen von @uteausmünchen in der MPI Studie von Cordi et al. selbst als nicht signifikant bezeichnet.

    Wortlaut:

    However, age and sex were unevenly (even though not significantly so) distributed across lunar classes in the Cajochen et al.

    Alle 15 Antworten
    Kommentar von holodeck ,

    Bedankt für das Einstellen dieser hilfreichen Aufstellung ;-))

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    ArchEnema,

    und abweichend von den Behauptungen von @uteausmünchen in der MPI Studie von Cordi et al. selbst als nicht signifikant bezeichnet.

    Wenn Du schon behauptest, eine "saubere" Diskussionsgrundlage zu schaffen, wäre es Dir dann vielleicht auch möglich, mir keine Aussagen unterzujubeln, die ich nicht gemacht habe?

    DANKE

    Richtig ist folgendes - und genauso habe ich es auch in den mittlerweile leider größtenteils gelöschten Beiträgen geschrieben:

    In der Studien von Cajochen ist ein Altersbias.

    Die Gruppen Vollmondgruppe - mittlere Gruppe - Neumondgruppe sind in ihrer Zusammensetzung bzgl. des Alters nicht gleichwertig.

    Jeder Leser kann das nachvollziehen, indem er sich die Verteilung der bunten Punkte in Cajochens "Figure 1" ansieht:

    In der Vollmondgruppe sind 14 ältere Teilnehmer, 12 jüngere

    In der mittleren Gruppe sind 9 ältere Teilnehmer, 12 jüngere

    In der Neumondgruppe sind 5 ältere Teilnehmer, 12 jüngere.

    Genauso beschreibt es Dresler im von mir zitierten Interview: " es wurden fast dreimal mehr alte Probanden in der Vollmond-Gruppe im Vergleich zur Neumond-Gruppe untersucht."

    Die Aussage ist also korrekt.

    Wegen der Signifikanz: Das ist ein mathematischer Begriff, der hier nicht mit der umgangssprachlichen Bedeutung "deutlich" zu verwechseln ist. Auch eine Verzerrung der Datenbasis, die nicht das Signifikanzniveau erreicht, kann sich in den Ergebnisdaten durchschlagen und zum Beispiel dazu führen, dass ein Ergebnis Signifikanz erreicht, die bei gleichwertigeren Gruppen nicht aufgetreten wäre. Das Studienergebnis ist genau deshalb nicht mehr aussagekräftig. Und nur darum geht es.

    Kommentar von Abahatchi ,

    Wer möchte, kann sich ja mal eine Vielzahl von Schlafstudien suchen, in denen es um die Ermittlung von jungen und alten Probanden geht.

    Wer dies tut und dann noch leugnet, die Berücksichtigung der Atlersverzerrung in Studien sei relevant.... aber hallo!

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    ArchEnema,

    Es handelt sich bei der Studie von Cordi et.al. NICHT um eine Replikation der Studie von Cajochen. Sondern es wurden lediglich alte Datenbestände daraufhin untersucht, ob sich der von Cajochen beschriebene Effekt dort auch auffinden lässt.

    Fairerweise - Du willst ja eine "saubere! Diskussionsgrundlage" - sollte man aber betonen, dass auch Cajochen nichts anderes macht. Auch er wertet in seiner Arbeit lediglich Nächte aus, die im Rahmen anderer Datenerhebnungen stattfanden und somit für die Mondstudie ebenfalls zweckentfremdet wurden. Genau deshalb passt ja auch die Randomisierung nicht.

    Die Aussage, es handele sich um eine völlig andere Art der Datengewinnung, ist nicht zutreffend.

    Kommentar von holodeck ,
    Auch er wertet in seiner Arbeit lediglich Nächte aus, die im Rahmen anderer Datenerhebnungen stattfanden und somit für die Mondstudie ebenfalls zweckentfremdet wurden.

    Nein.
    Cajochen wertet SEINE Daten aus. Nicht die von anderen.
    Seine Daten sind synchronisiert. Das sind die Daten von Cordi et.al. nicht.

    Wie kann es sein, dass du solche Falschbehauptungen wieder und wieder einstellst, obwohl den verlinkten Files ganz eindeutig anderslautende Informationen zu entnehmen sind?

    Zitat:
    > Consequently, synchronising study volunteers to the 24-h light– dark cycle according to their own preferred sleep–wake timing is a requirement for any sleep study which aims at quantifying sleep measures. Chronobiologists call this ‘enforcing circadian entrainment’, which is a sine qua non for proper quantification of the influence of the circadian process and prior wakefulness on sleep.

    Wie kann das sein, wenn keine Skrupellosigkeit anzunehmen ist? Kann es sein, du verstehst und liest kein Englisch?

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Wie kann es sein, dass du solche Falschbehauptungen wieder und wieder einstellst,

    Weil es keine Falschbehauptungen sind. Ich schrieb: " Auch er wertet in seiner Arbeit lediglich Nächte aus, die im Rahmen anderer Datenerhebnungen stattfanden und somit für die Mondstudie ebenfalls zweckentfremdet wurden. "

    Und genau das schreibt Cajochen selbst:

    Seventeen healthy young volunteers (...) and 16 healthy older volunteers (...) participated in a 3.5-day laboratory study on circadian and homeostatic aspects of human sleep/wake regulation [16]. Thus, the aim of exploring the influence of different lunar phases on sleep regulation was never a priori hypothesized, nor was it mentioned to the participants, tech- nicians, and other people involved in the study. We just thought of it after a drink in a local bar one evening at full moon, years after the study was completed. Thus, this study reflects a post hoc assessment"

    Genau das habe ich geschrieben.

    Eine Entschuldigung wäre jetzt mal nett. Immerhin wurde mir gezielte Falschinformation, Skrupellosigkeit und fehlende Englischkenntnisse unterstellt.

    Kommentar von holodeck ,
    Genau das habe ich geschrieben.

    Nein.

    Nochmal:
    Cajochen wertet SEINE Daten aus. Nicht die von anderen. Seine Daten sind synchronisiert. Das sind die Daten von Cordi et.al. nicht.

    Seine Daten wurden - das wurde nie bestritten - im Rahmen einer Studie erhoben, die ganz andere Zielsetzungen hatte. Deshalb ist sie ja auch so "sauber" in Bezug auf Versuchsleitereffekt.

    Nichts anderes machten Cordi et.al. Du möchtest ihre Studie deshalb für ungültig erklären? Na, das mach mal.

    Ein Post-hoc Assessment hat aber noch immer keinen Einfluss auf das Garbage in Garbage out Phänomen bei den MPI Daten bzgl. der Fragestellung. Die Teilnehmer waren nicht synchronisiert auf den Tag Nacht Wechsel im Schlaflabor.

    Wie oft nun noch?

    Kommentar von uteausmuenchen ,
    Nein.

    Vielleicht liest Du nochmal meinen Kommentar und die Textstelle in Cajochens Studie. Dann stellst Du fest, dass das inhaltlich genau dasselbe ist. Dann bist Du so nett und entschuldigst Dich dafür, mir gezielte Falschinformation, Skrupellosigkeit und fehlende Englischkenntnisse unterstellt zu haben, und dann können wir hier gerne weiter sprechen.

    Grüße

    Kommentar von holodeck ,

    ute,
    ich muss mich nicht entschuldigen, wenn du meine Aussagen aus dem Zusammenhang reißt. Ganz im Gegenteil, ich sagte schon einmal, das ist Quote Mining.

    Und auch hier ist der springende Punkt:

    Die Daten von Cajochen sind synchronisiert.
    Die vom MPI nicht.

    Die MPI Studie ist also weder eine Replikation der Cajochen Studie, noch beruhen die Daten auf einer Synchronisierung wie sie Cajochen seinen Untersuchungen zugrundelegt.

    Die Studie kann deshalb nicht dazu herangezogen werden, die Ergebnisse von Cajochen zu widerlegen.

    Wer das nicht erkennt, verkauft Äpfel als Birnen.

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    holodeck,

    ich habe Deine Aussage nicht aus dem Zusammenhang gerissen.

    Du selbst hast genau diesen Satz von mir hergenommen. (Auch er wertet in seiner Arbeit lediglich Nächte aus, die im Rahmen anderer Datenerhebnungen stattfanden und somit für die Mondstudie ebenfalls zweckentfremdet wurden.) Als Zitat markiert.

    Dann eine andere Stelle der Studie zitiert. Und mich dann beschimpft, mir mir gezielte Falschinformation, Skrupellosigkeit und fehlende Englischkenntnisse unterstellt.

    Jetzt habe ich die Stelle der Cajochenstudie zitiert, auf die ich mich bezog. Und ich möchte, dass Du den Vorwurf der gezielten Falschinformation, Skrupellosigkeit und fehlenden Englischkenntnissen aus Höflichkeit zurücknimmst.

    Die Daten von Cajochen sind synchronisiert.

    Der Punkt ist Dir sehr wichtig. Nur ging es in meinem Satz nicht darum. Du kannst mir nicht Falschinformation unterstellen, wenn ich mich auf etwas beziehe, was sehr wohl so in der Arbeit drin steht und auch richtig ist, nur weil Du einen anderen Aspekt betonen möchtest.

    Die Synchronisation würde ich übrigens nicht zu sehr überschätzen. Es handelt sich gerade einmal um die zweite Nacht im Schlaflabor statt der ersten bei den Teilnehmern. Und das vorhergehend Beachten eines geregelten Tag/Nach-Rhythmus ist bei sehr vielen Schlafstudien üblich.

    In der Arbeit von Klösch/Zeitlhofer sind die Teilnehmer sogar daheim, in ihrer gewohnten Umgebung. Also unter genau den Bedingungen, wie jedermann im Alltag - dem Alltag in dem so viele Schlafeinflüsse des Mondes zu bemerken scheinen. Dennoch findet sich nichts. Auf eines statsistisch hervorragend aussagekräftigen Datenbasis.

    Kommentar von holodeck ,

    Es handelt sich bei der Studie von Cordi et.al. NICHT um eine Replikation der Studie von Cajochen. Sondern es wurden lediglich alte Datenbestände daraufhin untersucht, ob sich der von Cajochen beschriebene Effekt dort auch auffinden lässt.

    Das ist mein Punkt - die fehlende REPLIKATION - und du zerredest ihn mit den immer selben irrelevanten Einwürfen.

    Nochmal: die Cajochen Studie kann nur gekippt werden, wenn sie repliziert wird. Dazu gehört, dass die Teilnehmer auf den Hell/Dunkel Rhythmus synchronisiert werden, um die möglich Einflüsse einer circadianen Uhr überhaupt erfassen zu können.

    Wird das ignoriert, wird man sehr wahrscheinlich völlig andere taktgebende Einflüsse wie die des Mondes verpassen, weil das Signal Rauschverhältnis sehr schwach wird.

    Nur ging es in meinem Satz nicht darum.

    Es ging in deinem Satz darum, mit einem völlig irrelevanten Punkt meinen zu zerreden. Ich weiß gar nicht, wie man diese Manipulationstaktik nennt. In jedem Fall lassen sich mit dieser Strategie Gespräche sabotieren.

    Die Synchronisation würde ich übrigens nicht zu sehr überschätzen.

    Es ist irrelevant, was du würdest, hättest, könntest.
    Komplett irrelevant.

    In der Arbeit von Klösch/Zeitlhofer sind die Teilnehmer sogar daheim,

    ... und schreiben Tagebuch.

    Was das mit den Daten von Cajochen zu tun haben soll bleibt das kleine süße Geheimnis einer Manipulationstechnik namens "Päzisionsfalle".

    Lass gut sein.

    Kommentar von ArchEnema ,
    Kommentar von uteausmuenchen ,
    Kommentar von holodeck ,

    Der voreingenommene Text eines Laien und gwup Fans ist wohl kaum zu vergleichen mit einer Studie, die immerhin das Peer Review einer Fachzeitschrift hinter sich hat.

    Insofern, danke, wir wissen jetzt, welches Niveau du in dieser Debatte anstrebst.

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Hm. 2 Mitarbeiter der Neurobiologie an der Uni Wien liefern in Deinen Augen also den Text eines Laien ab.

    Ein Schelm, wer denkt, das liege am Ergebnis der Studie an 400 Teilnehmern über mehr als 5000 Nächte.

    Eine Studie mit einem offensichtlichen Ungleichgewicht in der Gruppenzusamensetzung an gerade mal 30 Teilnehmern ist dagegen ein "felsenfester Beleg", der nur von verbohrten Skeptikern angezweifelt würde.

    Deshalb muss ja auch Dresler als voreingenommen gelten, denn er sieht seine 1200 Nächte und den gewaltigen entdeckten Schubladenbias zum Thema doch echt als aussagekräftiger an...

    ;-)

    Kommentar von ArchEnema ,

    Über was diskutieren wir hier eigentlich?

    Ist man sich echt uneins, ob der Mond sich nun auf den Schlaf auswirkt, oder wir nur rückblickend den Eindruck haben er täte das?

    Im zweiteren Fall wirkt der Mond sich eben auf unsere Wahrnehmung aus, nicht auf das Wahrgenommene.

    Dass er sich irgendwie auswirkt ist klar, denn er ist ja "da". :-p

    Die Unterscheidung, ob der Mond nun die Wahrnehmung oder doch das Wahrgenommene beeinflusst ist müßig. Denn alles Wahrgenommene existiert für uns nur in Form von dessen Wahrnehmung.

    Ob es eine objektive Realität überhaupt gibt ist vollständig ungeklärt, weil sie von einem bloßen Konstrukt ununterscheidbar ist. Sich daran aufzuhängen ist sinnlos. Mindestens eine Konsens-Realität sollte man wohl annehmen. Aber wenn man sich dem Konsens verschließt gibt es auch diese nicht.

    Das vorliegende Problem ist also unlösbar, die Diskussion ein Kampf gegen Windmühlen.

    Und wenn man die Leute danach fragt, dann wollen sie bei Vollmond trotzdem schlecht geschlafen haben. Falls es Leute gibt - und sie sich nicht nur als solche wahrnehmen. ;-))

    Kommentar von uteausmuenchen ,
    Im zweiteren Fall wirkt der Mond sich eben auf unsere Wahrnehmung aus, nicht auf das Wahrgenommene.

    Nein, für die Art und Weise, wie wir Erinnerungen abspeichern, kann der arme Mond nun wirklich nichts.

    The fault lies in us, dear Brutus, not in the world.

    ;-)

    Und wenn man die Leute danach fragt, dann wollen sie bei Vollmond trotzdem schlecht geschlafen haben.

    Der Schlafforscher Jürgen Zulley sagt dazu: Der Mond ist eine willkommene unpersönliche und sogar romatische Erklärung für schlechten Schlaf. Den Vollmond verantwortlich zu machen impliziert die von selbst stattfindende Erledigung des Problems innerhalb weniger Tage ohne Notwendigkeit, etwas zu tun. Man kann beruhigter schlecht schlafen...

    http://www.zulley.de/dokumente/vollmond.html

    (Der Text ist übrigens sehr gut, räumt er doch gleich auch noch mit der Vorstellung auf, die Schlafstörungen um den Vollmond seien "altes Wissen")

    Kommentar von ArchEnema ,

    Die verdrehte Erinnerung verantwortlich zu machen impliziert die von selbst stattfindende Erledigung des Problems - vermöge Nichtexistenz, ohne die Notwendigkeit über den eigenen Tellerrand zu schauen. Man kann beruhigter gut schlafen.

    Oder anders formuliert: Da können wir ja gleich den Sand in den Kopf stecken. ;-)

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    ArchEnema,

    ohne die Notwendigkeit über den eigenen Tellerrand zu schauen.

    der Vorwurf übersieht natürlich, dass zahlreiche und sehr sorgfältige Untersuchungen stattfanden - und nichts fanden.

    Siehe mein Zitat der Arbeit von Dresler, von Klösch/Zeitlhofer, von Smolle, von Oliver Kuss,....

    Und ja: Anbetracht der überwältigenden Studienlage ist es für Psychologen hochinteressant zu fragen, wie es denn zu den vielzitierten Mythen über den Vollmond kommt.

    Das hat nichts mit "nicht über den Tellerrand" zu tun, sondern geht unter Akzeptanz der Ergebnisse einfach den nächsten Schritt.

    Kommentar von holodeck ,
    Hm. 2 Mitarbeiter der Neurobiologie an der Uni Wien liefern in Deinen Augen also den Text eines Laien ab.

    Ich habe die Links verwechselt.
    Unabhängig davon, lässt sich die Erwähnung einer Studie in einem Newsletter wohl nicht vergleichen mit der Verlinkung einer Studie.

    Ein Schelm, wer denkt, das liege am Ergebnis der Studie an 400 Teilnehmern über mehr als 5000 Nächte.

    Und auch hier kürze ich jetzt ab, weil es in diesem Thread nun schon bis zum Erbrechen klargestellt wurde:

    Eine Quantität sagt nichts aus über Qualität.

    Eine Studie mit einem offensichtlichen Ungleichgewicht in der Gruppenzusamensetzung an gerade mal 30 Teilnehmern ist dagegen ein "felsenfester Beleg"

    Dieses Ungleichgewicht bleibt ohne signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse.

    5000 Nächte sind irrelevant, wenn die Daten nicht synchronisiert wurden. Du scheinst ein schlechter Esser gewesen zu sein.

    Deshalb muss ja auch Dresler als voreingenommen gelten

    Nein. Das ist pure Polemik.
    Ich habe weiter oben bereits ausreichend begründet, weshalb ich Dresler für voreingenommen halte. Der von dir hier an den Haaren herbeigezogene Grund war nicht darunter.

    Das waren rein sachlich unmittelbar nachvollziehbare Widersprüche zwischen seinen Aussagen in einem Interview und dem, was er als Wissenschaftler selbst in seiner Studie geschrieben hat. Dazu die wissenschaftsideologische Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der gwup, die bekanntlich vor allem eines ist: voreingenommen. Das macht sich u.a. bemerkbar in einer Verneinung von Phänomenen, einer Zerlegung von Studien vom Schreibtisch aus bzw. ihrem "Abhaken", wie hier zuhauf demonstriert.


    Kritiker, die negative Behauptungen aufstellen aber sich trotzdem und fälschlicherweise „Skeptiker“ nennen, verhalten sich oft so, als ob sie keine Beleglast zu tragen hätten - obwohl eine solche Haltung nur für den agnostischen oder wirklichen Skeptiker angemessen wäre. Als Konsequenz davon scheinen es viele Kritiker nur für notwendig zu halten, ihre Gegenbehauptungen auf Plausibilitätsüberlegungen zu stützen statt auf empirische Belege.

    Zu zeigen, dass ein Beleg nicht überzeugend ist, bietet keine Grundlage dafür, ihn völlig zu verwerfen.

    Wenn ein Kritiker versichert, dass ein Resultat auf das Artefakt X zurückgehe, dann trägt dieser Kritiker die Beleglast dafür, dass das Artefakt X das Resultat hervorbringen kann und es unter den konkreten Umständen auch tatsächlich so gewesen ist.

    Zugegeben mag es in manchen Fällen derart plausibel sein, dass ein Artefakt das Resultat bedingte, dass nahezu alle Personen dem zustimmen würden. Wenn wir zum Beispiel erfahren, dass jemand, von dem bekannt ist, dass er in der Vergangenheit oft betrogen hat, auch diesmal eine Gelegenheit zum Betrügen hatte, dann mögen wir den vernünftigen Schluss ziehen, dass er wahrscheinlich auch diesmal betrogen hat.

    Aber in all zu vielen Fällen schlagen Kritiker, die nur ein plausibles Argument für ein Artefakt vorgebracht haben, die Tür zu weiterer zukünftiger Forschung zu, obwohl Wissenschaft korrekterweise fordert, dass diese Hypothese eines solches Artefakts auch getestet werden müsste.

    Gleichwohl scheinen die meisten Kritiker glücklich dabei zu sein, von ihrem Schreibtisch aus post hoc Gegen-Erklärungen zu verkünden. Welche Seite auch immer letztlich recht haben mag, die Wissenschaft schreitet durch kontrollierte Untersuchungen voran.


    All diese Haltungen und Verhaltensweisen eines typischen Pseudoskeptikers demonstrieren du und andere hier in diesem Thread am laufenden Band. Die Zitate sind einem Text von Marcello Truzzi entnommen.

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    holodeck,

    Dieses Ungleichgewicht bleibt ohne signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse.

    Das ist nun wieder Deine Behauptung. Das schreibt Dresler nämlich nicht. Er spricht nur von einem nicht signifikanten Unterschied in der Datenbasis. Das ist etwas anderes. Auch ein Unterschied, der in der Verzerrung der Gruppen kein Signifikanzniveau erreicht, kann dazu führen, dass Ergebnisse signifikant werden, die es bei vergleichbarer Datenbasis nicht gewesen wären und somit als natürliche Streuung erkannt worden wären.

    verhalten sich oft so, als ob sie keine Beleglast zu tragen hätten

    Ich denke, ich habe hier sehr viele Studien genannt, bei denen kein solches Ungleichgewicht in der Datenbasis vorliegt. Zu sagen, ich hätte für meine Aussagen keine Beweiskraft getragem, trifft es also nicht.

    Zu zeigen, dass ein Beleg nicht überzeugend ist, bietet keine Grundlage dafür, ihn völlig zu verwerfen

    Es bietet aber erst recht keine Grundlage dafür, ihn für verlässlich zu halten.

    Kommentar von holodeck ,

    Deine Aussage, ein Altersbias habe Auswirkungen auf die Befunde von Cajochen gehabt ist eine belegpflichtige Behauptung.

    Da gibt es nun wirklich nichts dran zu dengeln.
    Diese Behauptung kannst du nicht belegen. Also können wir das Thema an dieser Stelle abschließen.

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Dir das letzte Wort zu überlassen macht eine Studie mit einem offensichtlichen Ungleichgewicht bei einem Auswertungsparameter in den verglichenen Gruppen nicht zu einem ordentlichen Beleg für irgendetwas.

    Grüße

    Kommentar von holodeck ,

    Einem vernachlässigbaren Ungleichgewicht. Wie gesagt: nicht signifikant.
    Dazu gibt es inzwischen eine weitere Studie von der Uni Göteborg, die Cajochen zu bestätigen scheint. Auch aus 2014.

  • Könnte uns ein Spiegel im Weltall in die Vergangenheit schauen lassen?
    Antwort von Makkuro ·

    Nein, das ist wissenschaftlich gesehen unmöglich. Er schwebt einfach nur. Wenn man denkt das würde funktionieren dann liegt man falsch. Wenn das aber ein ungewöhnlicher Spiegel ist, könnte sowas funktionieren. Mit ungewöhnlich meine ich, dass wenn man irgendwann daran mal arbeiten würde und das Universum weiter erforschen würde, könnte es vielleicht irgendwann mal funktionieren. meine Antwort bleibt bis jetzt: Nein.

    Alle 30 Antworten
    Kommentar von Plasmaspender ,

    Das war nicht die Frage.

  • Hellster Stern am Nachthimmel
    Antwort von Startrails ·

    Hallo mrmultiman,

    mit dieser Aussage lässt sich leider sehr wenig anfangen. Mit den Angaben wann (Uhrzeit) er wo (Himmelsrichtung) zu sehen ist, lässt sich damit schon was brauchbares anfangen.

    Hier wurde bereits der Saturn genannt - der ist es definitiv nicht denn Saturn ist ein Planet und erst am frühen morgen zu sehen und zwar recht tief im Süd-Osten.

    Ich gehe ganz stark davon aus, dass du den Jupiter meinst der die ganze Nacht lang den Himmel dominiert. Aber auch Jupiter ist kein Stern sondern der "König der Planeten" :-)

    Was würde noch in Frage kommen? Sirius im Sternbild "Großer Hund" ist tatsächlich der hellste Stern am nächtlichen Himmel - im Winter jedenfalls. Tief im Nordwesten kann man noch Vega aus dem Sternbild "Leier" sehen. Auffällig sind auch Capella im Sternbild "Fuhrmann" sowie Aldebaran im Sternbild "Stier".

    Ich denke mal wenn du dir Stellarium auf deinem PC installierst und selber danach suchst, dann macht das mehr Freude als hier einfach nachzufragen :-)

    www.stellarium.org

    Keine Bange, das Programm ist kostenlos und kinderleicht zu bedienen. Du gibst deinen Standort ein und siehst in Echtzeit was am Himmel vor sich geht.

    Gerade habe ich Polarstern gelesen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 2m0 gehört der nicht gerade zu den hellsten. Früher in der Schule hat man einem beigebracht, dass es in seiner Gegend keine weiteren helleren Sterne gibt und er somit leicht zu lokalisieren ist - das ist oftmals der Grund für die Annahme, dass Polaris zu den hellsten Sternen gehört.

    Solltest du mit dem Programm Stellarium keinen Erfolg haben, dann schreib einfach nochmal wann und wo du diesen Stern siehst - dann bin ich gerne nochmal behilflich ;-)

  • Können Sterne ihre Spektralklasse ändern?
    Hilfreichste Antwort von pflanzengott ·

    Hallo laramoon!

    Anlässlich der extrem hohen Quantität von Sternen im Kosmos, ist eine zuverlässliche und lückenlose Beschreibung ihrer Eigenschaften, zu einem selbstständigen Teilgebiet der Astronomie herangewachsen; der Stellarphysik. Die Spektralklasse eines Sterns, leitet sich aus seinem Spektrum her, dass sich durch für jeden Körper individuell verteilte Absorptions- und Emissionslinien bemerkbar macht und den Stern so eigenständig charakterisiert.

    Neben etlichen anderen Zustandsgrößen, von denen sich viele übrigens erst durch spektroskopische Verfahren auslesen lassen, ist die Spektralklasse eines Sterns also so etwas wie seine Identifikationsnummer. Aber was entscheidet konkret über die Spektralklasse eines Sterns?

    Erst wenn diese Frage beantwortet ist, und der Grund für das Zustandekommen unterschiedlicher Spektren bekannt, kann deine Frage zuverlässig beantwortet werden. In der Astronomie gibt es abhängig von der Anzahl, Breite und Tiefe der Absorptions- und Emissionslinien die folgenden Spektralklassen: O, B, A, F, G, K und M.

    Die schwarzen Linienmuster im Spektrum eines Sterns, fallen abhängig vom Ionisationsgrad der Sternmaterie und der chemischen Komposition unterschiedlich aus. Tatsächlich ist es also die Oberflächentemperatur des Sterns, die unmittelbar mit dessen Spektralklasse korreliert ist! Dabei entsprechend O-Sterne Körpern mit sehr hohen Temperaturen von bis zu 40 000 °C, während die kühleren und rötlicheren M-Sterne am rechten Ende des elektromagnetischen Spektrums mit 2 000 - 3 800 °C vor sich hin leuchten. Tabellarisch aufgeführt, könnte man ungefähr folgende Korrelationen vermuten:

    O: 30 000 - 40 000 °C

    B: 10 000 - 25 000 °C

    A: 7 600 - 8 900 °C

    F: 6 000 - 7 500 °C

    G: 5 000 - 5 800 °C

    K: 3 800 - 4 800 °C

    M: 2 100 - 3 700 °C

    Nachdem nun bekannt ist, dass mit einer signifikanten Änderung der Effektivtemperatur auch eine Änderung der Spektralklasse resultiert machen wir uns mit einem weiteren Phänomen aus der Stellarphysik vertraut: Dem hydrostatischen Gleichgewicht! Zuvor sei aber noch gesagt, dass Leuchtkraft, Dichte und Temperatur eines Sterns über eine Zustandsgleichung miteinander vernetzt werden. Eine Änderung der Leuchkraft bewirkt zb. so eine Änderung der Temperatur und umgekehrt.

    Im hydrostatischen Gleichgewicht ist bei einem kugelsymmetrischen Stern, die Summe der nach außen wirkenden Kräfte genau so groß wie die, der nach Innen wirkenden. Der Stern ist so in einem stabilen Zustand und sieht sich nach Newton nicht zu einer Änderung seines Zustands gezwungen, wenn keine äußeren Kräfte auf ihn einwirken. Allerdings ist bekannt, dass der Stern über langfristige Zeitskalen hinweg ein dynamisches Objekt zu sein scheint. Er verändert sich, denn auch der perfekte Stern im perfekten Gleichgewicht kann eben dieses nicht unendlich lange halten.

    Mit dem Zuneige gehen des zentralen Brennstoffs gerät er aus dem Gleichgewicht und fängt an sich zu einem Roten Riesen aufzublähen. Sein Radius vergrößert sich! Damit aber, die mathematischen Gleichungen und physikalischen Gesetze nicht ihre Gültigkeit verlieren, muss bei einer Zunahme des Radius und einem folglichen Anwachsen der Leuchtkraft, auch die Effektivtemperatur eine Änderung erfahren! Aus einem Hauptreihenstern der Spektralklasse G2V (5 500 °C), 1 Sonnenradius groß entwickelt sich ein Roter Riese der Spektralklasse K0 (4 900 °C) 20 Sonnenradien!

    Der Trick dahinter ist also ganz einfach: Die Zustandsgrößen und relevanten Parameter eines Sterns, sind alle so gut miteinander vernetzt, dass die Änderung von nur einer Größe, Konsequenzen und damit gleichzeitige Änderungen anderer Parameter mit sich zieht! Es gilt: L = 4 x pi x r² x q x T^4

    Wenn die Leuchtkraft anwächst, müssen sich die Größen r und T auch ändern. Eine Änderung von T bewirkt eine Änderung von L und damit der Helligkeit des Sterns am Nachthimmel. Sterne wandern langfristig gesehen also zwischen unterschiedlichen Spektralklassen umher. Besonders eindrucksvoll sind aber pulsationsveränderliche RR-Lyrae-Sterne die innerhalb von nur 0,5 Tagen signifikante Leuchtkraftänderungen vollziehen und damit auch binnen kürzester Zeit zwischen verschiedenen Spektralklassen wechseln.

    Guck dir doch nur zum Spaß mal das Verhalten dieses Sterns an:

    http://www.aavso.org/vsx/index.php?view=detail.top&oid=18050

    Wie du siehst geht mit der Helligkeitsveränderung (mag.range) auch ein Leuchtkraftwechsel einher. So schwankt die Oberflächentemperatur dieses Sterns innerhalb seiner Periode sehr stark, weswegen seine Spektralklasse zwischen A5 und F7 schwankt.

    Ich finde deine Frage übrigens außerordentlich interessant! Sie führt nämlich letztlich zu der Antwort, dass Sterne auf langfristigen und manchmal sogar verhältnismäßig kurzen Skalen dynamische Körper zu sein scheinen, die permanenten Änderungen unterliegen und sich ständig neu generieren...

    LG Pflanzengott! :)

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von pflanzengott ,
    A: 7 600 - 8 900 °C

    Hier sind es natürlich 7 600 - 9 900 °C

    Kommentar von pflanzengott ,

    Danke für den Stern

  • Was ist das für ein Schwarzer Fleck auf Bildern der Sonne?
    Antwort von Roderic ·

    Dies ist ein Effekt, der nur bei CMOS Sensoren auftritt - nicht aber bei herkömmlichen CCD Sensoren.

    Bei einer CCD Zelle wird einfach die Ladungsmenge "gemessen", also die durch das Licht freigesetzten freien Elektronen, die sich unter der Oxidationsschicht ansammeln. Bei Überbelichtung kommt es zum "Blooming"-Effekt.

    Bei einer CMOS Zelle hingegen wird durch die Lichteinstrahlung eine vorher aufgeladene Sperrschichtkapazität entladen und beim Auslesen wird die Restkapazität mit einem Referenzwert verglichen. Bei zu viel Licht sinkt die Kapazität der Sperrschicht unter diesen Referenzwert - was von der Ausleseelektronik als Schwarz interpretiert wird - Black Sun Effekt.

    Dies ist schlicht und einfach ein Halbleitereffekt und hat nichts mit der UV oder IR Strahlung der Sonne zu tun, ebensowenig mit schwarzen Löchern in unserem Sonnensystem oder Vogelkacke oder Photoshop Fanatikern oder sonst noch was.

    Also Ihr Verschwörungstheoretiker: Haltet Eure Gäule im Stall und bleibt lieber bei Euren Blumenbergs und Weißhäuptern ;-)

  • Könnte uns ein Spiegel im Weltall in die Vergangenheit schauen lassen?
    Antwort von Sesekowsky ·

    Ich denk mal, es gibt schon genug Antworten, aber ich hab mal ein wenig weitergedacht: Mal angenommen, wir könnten bis zu einem z.B. 1000 Lichtjahre entfernten Planeten sehen, welcher von einer intelligenten Spezies bewohnt wird/wurde. Wir steigen in unser Raumschiff, mit welchem wir in 10 Wochen bei diesem Planeten sind, und reisen dorthin. Am Anfang sehen wir ja prinzipiell noch diese Spezies in der Vergangenheit, wegen des Lichts usw. Aber da wir sehr schnell näher kommen, verkürzt sich die Zeit, die das Licht braucht, um zu unserem Auge zu gelangen, sehr schnell. Und kurz bevor wir angekommen sind, sehen wir die fremde Spezies nurnoch mit einer minimalen Zeitverzögerung. Fazit: Also sehen wir die Jahrtausendlange Entwicklung der Lebewesen in nur 10 Wochen. Also im Prinzip im Zeitraffer!

    Alle 30 Antworten
    Kommentar von Plasmaspender ,

    Allerdings würden wir für die Reise zu einem 1000 Lichtjahre enfernten Planeten länger als 10 Wochen brauchen ;-)

  • Thailand Mond
    Antwort von Franz1957 ·

    Hier findest Du für Bangkok für jeden Tag die Uhrzeit von Mondauf- und Untergang (Moonrise, Moonset)... http://www.timeanddate.com/moon/thailand/bangkok

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Franz1957 ,

    ... und hier für Berlin: http://www.timeanddate.com/moon/germany/berlin

    (Man kann in der Adresszeile auch andere Länder und Städte eintragen, z.B. thailand/phuket oder germany/dusseldorf. Der Mond geht je nach genauem Ort ein wenig anders auf und unter.)

    Kommentar von Franz1957 ,

    Tatsächlich, in Thailand gibt es keine Umstellung auf Sommerzeit. Ihr habt es gut! http://www.zeitzonen.de/thailand.html

    Kommentar von Startrails ,

    Wird endlich Zeit, dass dieser Unfug bezüglich Sommerzeit/ Winterzeit bei uns auch abgeschafft wird :-)

  • Alien Invasion Möglich ?
    Antwort von Fuchsdemon ·

    Auch außerirdische Bakterien werden als aliens bezeichnet. Für eine Invasion bräuchte man eine hochentwickelte Alienrasse. Nehmen wir mal an das sie etwa so intelligent sind wie wir, dann müssten sie erst mal in der läge sein Maschinen zu bauen und du weißt ja hoffentlich wie lange es bei unserer Rasse gedauert hat bis wir überhaupt bis zum Mond kamen (sehr lange). Also müsste einen intelligente Alienrasse entstehen und diese müsse die Fähigkeit erlangen in den Weltraum zu fliegen und zwar durch Milliarden Sonnensysteme. Dann müssten sie noch feindlichen sein, aber wenn irgendwann Aliens auf die Erde kommen müsste es meiner Meinung nach es sich bei ihnen um Wissenschaftler und vielleicht Politiker handelt. Dann falls sie wirklich Feinde sind brächten sie Waffen die es mit den unseren aufnehmen können. Nehmen wir an sie hätten Laserpistolen(oder andere Waffen ähnlich wie unsere Gewehre oder Atombomben) wenn sie nicht den ganzen Planeten sprengen oder so stark verseuchen das es hier ist wie auf der Venu, dann haben sie ein Problem weil unsere Rasse ist zahlreich, widerstandsfähig und nicht gerade leicht klein zu kriegen z.B. der schwarze Tod es starben Millionen aber Europa steht immerfort und ist nicht gerade schwach. Eine Invasion ist unwahrscheinlich.

  • Hellster Stern am Nachthimmel
    Antwort von SKYRIMKaese ·

    Dieser "Stern" ist der Saturn, auch Polarstern gennant,. Er erscheint immer als erstes am horzizont weil er frühzeitig von der Sonne angestrahlt wird und heller ist einfach deshalb weil er um einiges Näher ist als Sterne

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von pflanzengott ,

    Der Polarstern ist bei weitem nicht der hellste des Nachthimmels! An den Fragesteller: Wahrscheinlich ist es der Planet Jupiter. Himmelsrichtung und genaue Uhrzeit wären natürlich noch wissenswert ;)

    LG

    Kommentar von Startrails ,

    Saturn wird nicht Polarstern genannt sondern Polaris und außerdem ist Saturn ein Planet. Polaris leuchtet mit 2m0 und Saturn mit 1m2 - beide sollten also somit rausfallen wenn es um helle Objekte geht. Saturn geht auch erst kurz vor 4:00 Uhr auf und der Fragesteller sieht den Stern ja schon am Abendhimmel...

  • Warum haben der Neu und Vollmond auswrikungen auf uns menschen?
    Antwort von BurkeUndCo ·

    Wenn Du das tatsächlich in einem Schlaflabor unter objektiv kontrollierten Bedingungen reproduzierbar nachweisen könntest, dann wärest Du ein biologisches und physikalisches Wunder.

    Bisher konnte das noch keiner.

    Alle Erfahrungsberichte liesen sich auf unvollständige Buchführung und Selbsttäuschung zurückführen. Jeder Mensch schläft unterschiedlich gut.Und wenn dann gerade Vollmond ist, dann hat man eine Ursache gefunden, die man fest notiert. War es jredoch nicht Vollmond, dann war es halt einh Messfehler, der einfach vergessen wird. Das ist völlig normal, so handelt und denkt jeder Mensch.

    Und auch der häufige Vergleich mit Ebbe und Flut hinkt. Im Atlantik und im Pazifik sind die Gezeiten mehrere Meter groß. In der Ostsee nur noch unter 1 m. Und im Bodensee nur mit aufwendigen statistischen Methoden überhaupt feststellbar.

    Natürlich besteht Dein Körper zum großen Teil aus Wasser, aber erst dann wenn Du soviel Wasser in Dir hast, wie der Bodensee (so große Menschen kenne ich aber nicht), erst dann werden sich die Gezeiten wesentlich auf Dich auswirken.

  • Astronomie in Wien studieren?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    JTR666,

    Du musst Dir eines klar machen: Nur weil was anderes drauf steht, ist nichts anderes drin.

    "Astronomie" läuft auf das Studium der Astrophysik hinaus. Und um das beruflich machen zu können, brauchst Du nahezu alle Themen, die auch beim Studium der allgemeinen Physik relevant sind. Nur die Beispiele sind eben immer aus dem Gebiet der Astrophysik. Manche Schwerpunkte und Vertiefungen sitzen etwas anderes. Aber das Wesentliche ist dasselbe. Einfach deshalb, weil halt unsere Welt so ist: Da oben im Kosmos herrschen dieselben physikalischen Gesetze wie hier unten. Sonst könnten wir ihn ja gar nicht so gut verstehen...

    Du wirst also um die gesamte höhere Mathematik nicht herumkommen. Du wirst die volle theoretische Physik mitnehmen müssen, denn ohne Thermodynamik oder Quantentheorie braucht der Astronom gar nicht antreten. Und was da an Magnetohydrodynamik an Modellrechnungen in der Astrophysik vorkommt, das ist anspruchsvoller als in anderen Teilgebieten der Physik.

    Also mach' Dir bitte klar, auf was Du Dich da einlässt: Du fängst unter einem anderen Namen dasselbe Studium wieder an.

    Der Rest der Entscheidung kann dann nur bei Dir liegen. Ich persönlich hätte nach einer schlechten Erfahrung vermutlich die Schnauze voll und würde einem anderen Fach eine Chance geben.

    Grüße

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von JTR666 ,

    Was studierst du denn wenn man fragen darf?

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Ach Mist, jetzt muss ich wieder mein Alter rauslassen... =(

    Ich hab' vor 22 Jahren mein Physikstudium mit Schwerpunkt Astrophysik abgeschlossen.

    Kommentar von JTR666 ,

    Wie hast du das geschafft? Warst du so eine krasse Überfliegerin in Mathe und Physik? Oder hast du wirklich jeden tag 10 Stunden gelernt?

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    =)

    Nein, keine Überfliegerin. Gute Logikerin, ja. Mathematisch grundsätzlich begabt, ja, aber kein Genie, ja?

    Ich kann die Beschreibung, die da unten an PhotonX gibst, dass die Übungsaufgaben oft hammerhart waren und man erst mal keine Ahnung hat, wie's geht, sehr gut nachvollziehen. Genauso habe ich es auch in Erinnerung. Und so schreibe ich das auch hier, wenn jemand fragt "soll ich das Studieren?" z.B. hier:

    https://www.gutefrage.net/frage/wichtige-frage-zum-astronomie-studium?foundIn=an...

    Ja, man sitzt manchmal 4-6 Stunden da und weiß hinterher, wie eine Aufgabe nicht geht. Und ich habe das damals auch gehasst. Und ich hätte damals auch beinahe hingeworfen.

    Später wurde dann klarer, warum das so läuft, ja laufen muss: In der Forschung - auf die das Studium nun einmal vorbereiten soll - kann man niemanden fragen. Man muss selber rausfinden, wie es geht. Und zwar etwas, was noch nie jemand vorher rausgefunden hat. Es muss also schwer sein, es muss überfordern. denn das ist das tägliche Brot hinterher in der Forschung.

    Ich habe aus 2 Gründen damals durchgehalten: Der eine waren 5 wirklich gute Freunde unter den Studenten. Wir haben nicht voneinander abgeschrieben, sondern uns gegenseitig Mut gemacht, Spaß gehabt zwischen der Arbeit. Das tat unheimlich gut. Der 2. Grund ist noch profaner: Ich wollte das studieren. Es gab keinen Zeitpunkt, an dem es mehr weh getan hat, sich durchzubeißen, als aufzugeben. Mich hat nichts in eine andere Richtung gelockt.

    Aber es wäre eine Illusion, dass man dieses Sitzfleisch nicht braucht. Ich habe dann eben viel Zeit für die Aufgaben verwendet, auch mal 15 bis 20 Stunden pro Woche. Und in den höheren Semestern konsequent jeden Tag 1 Stunde Lernaufwand in die Wiederholung des Stoffes mittels Büchern. Auch in den Ferien.

    Kommentar von JTR666 ,

    Also war ich zum Teil auch einfach zu faul? :/

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Das weiß ich nicht.

    Es ist aber gewiss zum Teil eine Motivationsfrage.

    Du musst Dir aber auch klar machen, was das bedeutet, was ich gerade geschrieben habe: Das bleibt im Beruf auch so, dass man oft vor Aufgaben steht, wo man erst mal keine Ahnung hat, wie's geht. Und dann muss man manchmal Wochen oder Monate herumprobieren, wie man ein bestimmtes Problem gelöst kriegt.

    Das ist ein Leistungsdruck, mit dem man erst einmal umgehen können muss. Und das muss auch persönlich zu einem passen. Das hat nichts mit "Faulheit" zu tun, wenn man so einen Druck eher als demotivierend empfindet, sondern mit der Persönlichkeit.

    Du musst Dich eher fragen, ob Du einen Beruf haben möchtest, bei dem Du Dein Leben lang diesem Druck ausgesetzt bist. Selbst wenn Du es im 2. Anlauf schaffst, musst Du Dich fragen, ob Dich so was 40 Stunden die Woche glücklich macht.

    Die Frage muss immer sein, was mehr weh tut: Was anderes machen oder das so akzeptieren und erleben, wie es ist.

    Kommentar von JTR666 ,

    Also bei mir war es aber auch so, dass ich keine Übungsgruppe hatte. Also ja, ich hatte eine, aber die waren selber nicht gerade sonderlich gut und durcgh mein ADHS habe ich auch sehr oft die Termine veschwitzt. Ich bin die ganzen zwei Semester ziemlich pessimistisch an die Sache herangegangen, habe auch hinterher die Mathevorlesungen nur noch geschwänzt, weil es bei diesem Prof eh nichts gebracht hat. (Der hat halt sein Skript hochgeladen, das 10x besser war als seine Erklärung, welche er sogar noch von seinem eigenen Skript hatte xD.) Dann habe ich mir halt gedacht, dass ich mir so lange Zeit wie erlaubt lasse. Hauptsache irgendwann fertig werden. Ich habe nicht eine Zulassung bekommen, weder in Mathe, noch in Physik, wodurch ich auch gar nicht weiß wie es ist an der Uni eine Klausur zu schreiben. Auch habe ich mir hinterher nur noch gesagt, dass es eh zu schwer ist die Aufgaben zu schaffen. Habe dementsprechend meine Punkte am Ende nur noch durch das Abschreiben der "Genies" erhalten, ohne eigenen Arbeitsaufwand. Ich war vor dem Studium noch richtig motiviert es zu machen, jeden Tag zu lernen, aber dann ging es nach ein paar Wochen los, dass ich es langsam aber sicher anfing schleifen zu lassen. Ich liebe Physik über alles, das ist mein Problem. Bin auch heute noch, nach dem Studium, immer wieder mal damit beschäftigt von mir selbst gestellte Aufgaben zu lösen, eben weil ich es halt mag!! Ich weiß einfach nach meinem Abbruch gar nicht mehr was ich machen will. Wollte auch mal Archäologie studieren, weil ich die alten Kulturen auch sehr spannend finde (vor allem die Tatsache, dass die Menschen damals schon diese riesigen Bauten so präzise bauen konnten.) Aber wenn ich dann wieder an die Aufgaben denke, und daran, dass ich niemals auf diesen Lösungsweg, der gefordert war, gekommen wäre, kommt mir wieder der blanke Pessimismus hoch. Würdest du es noch ein zweites mal versuchen?

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Ich kann Dir echt nicht sagen, ob ich es ein zweites Mal versucht hätte; vermutlich nicht. Vermutlich hätte ich mir ein anderes, verwandtes Fach gesucht. Ich kannte einen aus unserem Jahrgang, der hat im zweiten Semester hingeworfen, weil es ihm auch zu frustrierend war, der hat dann Medizin studiert - und fand sogar das leichter. Da war praktisch klar, was zu tun ist: Lernen, lernen, lernen,... aber eben nicht diese frustrierenden Aufgaben.

    Ich kann mich erinnern, dass es mir im ersten Semester Quantenmechanik ganz ähnlich ging: Professor, der die Vorlesung nur hinrotzt; kein Wort verstanden. Das war schwierig. Wir haben uns damals immer hinterher zusammengesetzt und erst mal den Lernstoff aus dem dürftigen Skript in eine fehlerfreie Form gebracht. Aber wir sind in jede Vorlesung und in jede Übung. Irgendwie habe ich den Schein dann geschafft.

    Und weil ich wusste, dass der Lernstoff nicht sitzt, habe ich die Vorlesung dann in Folgesemestern bei 2 anderen Profs noch 2x gehört und mich daheim durch 2 oder 3 Bücher samt Übungen durchgebissen. Danach konnte ich es dann zur Prüfung tatsächlich.

    Wenn ich was nicht verstanden hatte, war das für mich also eher Anlass, das irgendwie anders noch einmal zu wiederholen, nicht, das Thema zu meiden. Ob diese andere Arbeitsweise was für Dich wäre und ob das dann bei Dir zum Erfolg führt, das kann ich nicht wissen.

    Grüße

    Kommentar von JTR666 ,

    An welcher Uni warst du denn? LMU in München? Oder wo hast du Studiert? (Hast du mal Harald Lesch gesprochen? :D)

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Nein, ich stamme aus der Gegend um Nürnberg und habe an der FAU in Erlangen studiert und an der Remeis Sternwarte in Bamberg diplomiert.

    Harald Lesch habe ich deshalb leider verpasst, was ich total schade finde, bi ein großer Fan.

    =)

    Kommentar von JTR666 ,

    Er ist einfach nur klasse! :D Wenn ich das nächste mal in München bin, versuche ich unbedingt zur LMU zu kommen um in mal live und in Farbe zu sehen! :D

  • Woher Wissen wir wie die Milchstrasse aussieht?
    Hilfreichste Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo Stealthkilla,

    ich habe Dir hier einmal eine Seite verlinkt, auf der recht gut erklärt wird, welche Daten den Bildern von unserer Milchstraße zugrunde liegen. Leider auf Englisch.

    http://www.atlasoftheuniverse.com/milkyway.html

    Denn ja, klar: Das sind keine echten "Aufnahmen" der Milchstraße, sondern berechnete Bilder. Die Berechnungen wiederum finden statt auf der Basis der Beobachtungsdaten, die wir haben und der Kenntnis der physikalischen Kräfte, die zwischen den beobachteten Objekten wirken.

    Welche Beobachtungsdaten gehen denn jetzt in diese Bilder ein?

    Alle möglichen. Je mehr, desto besser.

    Zum ersten beobachten wir die Sterne und hier vor allem ihre Dichte und ihre Eigenbewegungen. So konnte zum Beispiel das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie überhaupt erst mal nachgewiesen werden. Weil man sieht, wie unheimlich schnell sich die Sterne bewegen, die sehr nahe am Zentrum sind. Darüber (Gravitationsformeln!) kann man dann ausrechnen welche Masse im Tentrum sitzen muss, um eine solche Schwerkraft zu erzeugen. Und auf wie wenig Platz.

    Über die Eigenbewegungen und Entfernungen der Sterne bekommt man schon einmal eine gute Vorstellung vom Scheibencharakter der Milchstraße und der Sterndichte in ihr.

    Weiter beobachtet man aber auch das interstellare Gas und seine Verteilung. Über diese mit Radioteleskopen gemachten Karten des Nachthimmels kann man sehr gut auf die Lage der Spiralarme zurückrechnen. Dabei kann man entweder nach ionisiertem Wasserstoff suchen oder nach neutralen. Je nachdem bekommt man dann als Ergebnis auch andere Informationen.

    Und dann ganz wichtig: Am Schluss werden alle bisherigen Einzeldaten verglichen. Erst der Vergleich und das Zusammenfügen aller zur Verfügung stehenden Vorstellungen führt zu einer konsistenten Vorstellung vom Aufbau der Milchstraße. Das macht also kein einzelnes Forscherteam, in solchen Bildern steckt jahrzehntelanges Datensammeln mit vollkommen verschiedenen Messmethoden und einer sorgfältigen Kombination all dieser Daten.

    So, jetzt noch kurz zu 2 Fragen, die mir in den Kommentaren aufgefallen sind:

    Man kann nicht auf die andere Seite der Milchstraße blicken, das ist richtig, da haben wir in gewisser Weise eine Art blinden Fleck. Richtig. Wegen der Schwerkraft wissen wir aber um die Symmetrie des ganzen Systems. Das heißt, dass die Milchstraße da drüben ungefähr so aussehen muss, wie auf unserer Seite, sonst ist das Gesamtsystem ungleich schwer und deshalb nicht stabil. Die Symmetrie an sich sehen wir ja auch in anderen Galaxien. Da können wir also sehr sicher sein.

    Und noch zu den Spiralarmen. Die entstehen allein über die unterschiedlich schnellen Bewegungen der Sterne um das Milchstraßenzentrum. Es handelt sich um "Dichtewellen". Falsch ist die Vorstellung, dass ein Stern immer im selben Spiralarm bleibt und das Milchstraßenzentrum in diesem Spiralarm umrundet.

    Ein Stern wandert ganz allein aufgrund der Schwerkraft in seinem für ihn eigenen Tempo um das galaktische Zentrum. Sein Tempo wird dabei allein durch seinen Abstand vom Zentrum festgelegt.

    Dabei ergeben sich, wenn alle Sterne einfach "ihre Runden" drehen, Regionen, in denen gerade mehr Sterne unterwegs sind und Regionen, in denen gerade weniger Sterne unterwegs sind. Vergleichbar mit einer Auitobahn, auf der recht viel los ist: Es bilden sich Stellen, wo es langsamer voran geht, weil die Autos dichter sind.

    Und genau das sind bei unserer Milchstraße die Spiralarme: Dichtewellen. Verstärkt werden die dann noch dadurch, dass in den Spiralarmen das interstellare Gas dichter ist und hier entsprechend mehr Sterne entstehen. Aber sie sind keine starren Gebilde, die Sterne an sich binden. Die Dichtewellen der Spiralarme umkreisen die Milchstraße mit einer anderen Geschwindigkeit als die Sterne selbst.

    Grüße

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Stealthkilla ,

    Wow. Hervorragende Antwort. Ich Danke dir Herzlich für deine mühe und die ausführliche Erklärung. Die Website werde ich mir heute Abend mal genauer Anschauen. Es ist wirklich Faszinierend aber so schwer( Wenn man die Materie nicht kennt) nachzuvollziehen. Jedenfalls danke nach so einer Antwort habe ich gesucht. Danke du Ratgeber Held ;)

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Gerne!

    =D

  • Woher Wissen wir wie die Milchstrasse aussieht?
    Antwort von Adlerx ·

    Es ist nicht einfach zu sagen, wie unsere Milchstraße von außen aussieht. Eigentlich weiß man es nicht einmal genau.

    Das einzige was wir von der Erde sehen können, ist die Mitte der Milchstraße, als langes Band am Himmel. Da man auf der anderen Seite des Himmels nur vereinzelte Sterne sehen kann, ist man sich sicher, dass wir uns in einem der Seitenarme befinden müssten.

    Das einzige, was wir also tun können, ist die Milchstraße mit anderen Galaxien zu vergleichen, und im Nachhinein, nach der Suche nach Übereinstimmigkeiten o.ä., konnte man feststellen, dass unsere Milchstraße der Andromeda-Galaxie ähneln müsste.

    Aber wie gesagt, sicher ist das auch nicht, und so bemerke ich auch oft, dass in manchen Büchern von einer Normalen Spiralgalaxie, in anderen wiederum von einer Balkenspiralgalaxie gesprochen wird... ;D

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Stealthkilla ,

    interessant dass heisst eigentlich das verständnis unserer galaxie basiert auf einer besser abgeklärten vermutung. spannend. danke für die ausführliche antwort.

  • Planeten größer als Sonnen -> Sonnen kreisen um Planeten, möglich??
    Antwort von marold15 ·

    Nach meinen Kenntnissen wäre das nicht möglich, denn wenn die Masse des Planeten größer als der Sonne wäre. Dann würde der größere Planet die Sonne anziehen und die Sonne sich um diesen drehen. Ich weiß nicht ob das wirklich so stimmt. Aber klingt logisch für mich, da ich weiß das "massigere" Planeten andere Planeten mit weniger Masse anziehen.

    Eine Möglichkeit wäre auch, dass der "massigere" Planet die Sonne in ihrem Gleichgewicht stört...

  • Das Erforschen von Schwarzen Löchern
    Antwort von marold15 ·

    Hallo Johanna,

    bisher gibt es noch nicht viel was die Menschheit über Schwarze Löcher weiß... Sie zu erforschen ist sehr schwierig. Man kommt einfach nicht ran an sie, weil alles verschlungen wird, was in die Nähe kommt. Es gibt verschiedene Theorien zu der Funktionsweise, Aufbau und was nach dem schwarzen Loch ist. Versuche mal die wesentlichen Forscher vorzustellen, die sich damit beschäftigen. Und welche Theorien es gibt. ;)

  • Wie berechnet man, wie lange es dauern würde, von der Erde bis zu anderen Planeten zu reisen?
    Antwort von W00dp3ckr ·

    Wie man von der Erde zu anderen Planeten reist, ist nicht trivial. Meist wird zur Treibstoffersparnis ausgenutzt, dass die Sonde an Planeten und Monden, eventuell auch der Sonne vorbeifliegt, und durch das Schwerefeld dieser Himmelsobjekte beschleunigt wird. Das ist nicht so einfach auszurechnen wie Wegstrecke durch Geschwindigkeit ;-)

    Ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Swing-by

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von yinyangsoul ,

    Ok, sehr interessant! Da andere Galaxien offenbar ohnehin so weit von der Erde entfernt liegen, würde Abflug auf der Erde und Ankunft dort wohl eh kein Mensch erleben, wenn es so lange dauert.

    Kommentar von W00dp3ckr ,

    Wenn man nicht schafft, VIEL schneller zu fliegen, dann nein.

    Wenn Du schaffst einen großen Prozentsatz der Lichtgeschwindigkeit zu fliegen, dann vergeht im Raumschiff auch die Zeit langsamer. Das ist so nach der speziellen Relativitätstheorie und konnte experimentell mit zerfallenden Teilchen nachgeprüft werden.

    Kommentar von hypergerd ,

    Das Bild unter http://en.wikipedia.org/wiki/Gravity_assist#mediaviewer/File:Voyager_2_velocity_vs_distance_from_sun.svg

    zeigt sogar, dass Voyager2 nicht mal bis hinter Neptun gekommen wäre, wenn nicht bei mindestens Jupiter & Saturn dieser Swing-By Effekt ausgenutzt worden wäre, da die Entweichgeschwindigkeit (blau) schon kurz vor Jupiter unterschritten war!

  • Wie berechnet man, wie lange es dauern würde, von der Erde bis zu anderen Planeten zu reisen?
    Antwort von W00dp3ckr ·

    Neu entdeckte Sonnensysteme sind weit weg. Richtig weit. Zum der Erde nächstgelegenen Stern braucht Licht von der Erde aus 4 Jahre. Eine Rakete erreicht nur einen kleinen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit. Voyager 1 reist beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von ca. 61.000km/h (laut Wikipedia), oder nicht ganz 1/15.000 der Lichtgeschwindigkeit. Voyager würde also bis zu dem Stern ganz grob gerechnet ca. 60.000 Jahre brauchen. Und das ist der nächstgelegene Stern. Einmal quer durch die Milchstraße würde Voyager 15.000*60.000=900.000.000 Jahre brauchen.

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von yinyangsoul ,

    Wow, sehr interessant! Vielen Dank! Also würde kein Mensch Abflug und Ankunft erleben :/

    Kommentar von W00dp3ckr ,

    Oder anders gesagt, der Startzeitpunkt müsste weit vor der letzten Eiszeit liegen um jetzt irgendwann bei Proxima Centauri (dem erdnächsten Stern) anzukommen.

    Kommentar von yinyangsoul ,

    Krass, wirklich spannend. Also bleiben erdähnliche Planeten für die Menschheit als mögliche "neue" Heimat wohl eine Utopie...

    Kommentar von W00dp3ckr ,

    Nach jetziger Kenntnis schon. Aber wenn man jetzt einen relativ erdnahen Planeten finden würde, wäre denkbar, mit diesem Funksignale auszutauschen, die dann aber jeweils wieder Jahrhunderte unterwegs wären.

  • Wie berechnet man, wie lange es dauern würde, von der Erde bis zu anderen Planeten zu reisen?
    Antwort von Kefflon ·

    Strecke mal Geschwindigkeit= Zeit Also wenn du einen Kilometer in einer Stunde zurücklegst, bist du 1km/h schnell. Legst du 10.000 km in einer Stunde zurück, bist du 10.000km/h schnell. Wenn du konstant 10.000km/h schnell bist. brauchst du 100Std um 1mio km zurückzulegen. Lichtjahre ist eine Weg-Einheit, keine Zeit!

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von yinyangsoul ,

    Sehr interessant, vielen Dank! Kann man wirklich konstant 10000 km/h schnell reisen? Ich meine, wenn man z.b. 2500 Lichtjahre weit reisen wollte, dann geht einem doch irgendwann der Treibstoff aus, oder?

    Kommentar von Franz1957 ,

    Treibstoff benötigt man zunächst nur, um das Raumschiff auf die Reisegeschwindigkeit zu beschleunigen. Da es im Weltraum keinen Luftwiderstand gibt und keine Räder rollen müssen, die Reibung verursachen, fliegt das Raumschiff nun ungebremst weiter und man kann das Triebwerk ausschalten. Zünden muß man das Triebwerk erst wieder, wenn man unterwegs den Kurs korrigieren muß. Und schließlich muß man es zünden, wenn man sich dem Zielplaneten nähert, falls man nicht vorbeifliegen, sondern in eine Umlaufbahn um ihn einschwenken oder landen will.

    Was dem Raumschiff auf einer langen Reise knapp werden kann, das ist die Energie für seine Elektronik und für die Heizung. Keine chemische Batterie hält lange genug und Solarzellen arbeiten nur, wo es hell genug ist. Die Sonden, die ins äußere Planetensystem vorstoßen, so wie Voyager 1 und jetzt New Horizons, haben deshalb Plutonium-238 an Bord, das durch seine Radioaktivität für Strom und Heizwärme sorgt. Allerdings läßt dessen Leistung mit der Zeit nach und von ihr hängt es ab, wie lange man mit der Sonde Funkkontakt halten kann.

    Kommentar von Kefflon ,

    mit konstant meine ich nur ein Beispiel, damit man es leichter rechnen kann. Raketen erreichen über 20.000km/h wenn sie den Planeten verlassen wollen.