Astronomie - neue und gute Antworten

  • Was ist Raum-Zeit?
    Antwort von sgn18blk ·

    Raumzeit oder Raum-Zeit-Kontinuumbezeichnet die Vereinigung von Raum undZeit in einer einheitlichen vierdimensionalenStruktur. Sie ist in der Relativitätstheoriedargelegt.

    Der Mensch erlebt im Alltag Ort und Zeit als zwei verschiedene Gegebenheiten. Bei Bewegungsgeschwindigkeiten, wie sie im Alltag auftreten, ist diese Unterscheidung sinnvoll. Sie findet sich in der gesamtenklassischen Physik und größtenteils in der Technik. Bei Geschwindigkeiten von der Größenordnung der Lichtgeschwindigkeitzeigt sich jedoch, dass Zeit und Ort einesEreignisses sich stets gegenseitig bedingen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Raumzeit

    Verstehst Du das jetzt?

  • Was ist Raum-Zeit?
    Antwort von SirPanamera ·

    Wir befinden uns in einem vierdimensionalen Gebilde, das heißt, um ein "Ereignis" (etwas räumlich und zeitlich vergleichsweise wenig ausgedehntes) zu beschreiben, brauchen wir 4 Koordinaten. Drei davon stellen unseren Raum dar und eine unsere Zeit. Wir sprechen auch von "Raumzeit". 

    Aber diese Raumzeit ist nicht eben, sondern gekrümmt.Nicht wie ein Blatt Papier, das man zu einer Röhre biegt, sondern wie die Hülle eines Gummiballs oder eine Tuba. 

    Von sich aus ist die Raumzeit bestrebt, möglichst eben zu sein. .Z.B. wie eine Teichoberfläche, kommt jetzt nun aber ein Blatt, oder ein Insekt auf die Oberfläche bilden sich kleine Dellen, ähnlich verzehrt sich die Raumzeit auch wenn Energie (= Masse) "auf" sie gelegt wird. Die Raumzeit krümmt sich in Anwesenheit von Energie so, dass die Energien sich gegenseitig anziehen. Dann spricht man von Gravitation, wo Raumzeit und Masse in Wechselwirkung miteinander stehen ( Planeten, Sonnen, Schwarze Löcher etc.). Gravitation ist auch das Grundgesetz für Leben.

  • Wie sähe eine Sternenexplosion von der Erde aus aus?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    wenn ein Stern zu einem planetarischen Nebel wird, stößt er im Vorfeld seinen äußeren Gashüllen ab - dies ist verbunden mit einer Zunahme der Helligkeit. Der Stern Kochab wird somit also heller werden und das ist natürlich mit bloßem Auge zu sehen.

    Ansonsten sehen Supernovae aus wie Sterne die recht schnell an Helligkeit zunehmen und dann wieder langsam dunkler werden. So ein Ereignis kann oft über Monate hinweg beobachtet werden.

  • Wie sähe eine Sternenexplosion von der Erde aus aus?
    Antwort von joeysfalsa ·

    der Stern Kochab ist mit dem bloßem Auge bei guter sicht , gut zu sehen.

    Wenn du den kleinen Waagen findest, so ist Kochab einer von dem Kasten des waagens.

    Sollte er mal Explodieren...

    So hat er das bereits gemacht, oder macht es noch....

    Denn er ist ca. 130 Lichtjahre von uns entfernt..

    Also braucht das Licht seines Niedergangs 130 Jahre bis wir es sehen...

  • Geschwindigkeit des Schattens?
    Antwort von kloogshizer ·

    Ich geh jetzt mal davon aus, dass du nicht die Geschwindigkeit des Mondschatten bei der Sonnenfinsternis meinst. 

    Die Schattenbewegung, die der Zeiger einer Sonnenuhr ausnutzt, lässt sich nicht in einer absoluten Geschwindigkeit angeben, denn es kommt darauf an, an welcher stelle man misst. Die Spitze des Schatten eines Baumes wird sich schneller bewegen als der Rest des Baumschattens. Was sich angeben lässt ist die Winkelgeschwindigkeit, also um wieviel Grad sich ein Schatten in einer gewissen zeit weiterdreht.

  • Warum kreisen Planeten auf Ellipsen und nicht einfach auf einer Kreisbahn?
    Antwort von dompfeifer ·

    So wenig wie Bleistifte auf der Spitze genau in ihr Gleichgewicht geraten, so wenig kommen die beiden Brennpunkte von Planetenbahnen von Natur aus genau auf einen Punkt. Dazu bräuchte die Natur schon einen komplizierten Regelmechanismus mit äußeren Kräften. Woher soll das alles kommen?

    Menschen dagegen können ihre Erdsatelliten bei Bedarf durchaus in eine präzise Kreisbahn navigieren. Das kostet aber schon einen gewissen technischen Aufwand.

  • Gegenstaende aufeinander schieße?
    Antwort von SlowPhil ·

    Zunächst einmal kannst Du Lichtgeschwindigkeit natürlich nicht erreichen. Theoretisch kannst Du eine Geschwindigkeit erreichen, die von Lichtgeschwindigkeit kaum noch zu unterscheiden ist.
    Will heißen: die kinetische Energie muss so groß sein, dass du die Ruheenergie
    E_0 = mc² = 300kg*9×10^{16} m²/s² = 2,7×10^{19}J ^≈ 6300 MT TNT-Äq.
    jedes der Klötze dagegen vernachlässigen kannst.
    Zum Vergleich: Die Zar-Bombe, die stärkste je gezündete Bombe, hatte weniger als 1% davon, nämlich 50-60 MT.
    Sie selbst übertraf die Bombe, die Hiroshima zerstört hat, um etwa den Faktor 4000.
    Du willst aber noch um den Faktor 10 oder noch höher hinaus.

  • Gegenstaende aufeinander schieße?
    Antwort von Paganini ·

    Lichtgeschwindigkeit ist nicht zu erreichen, selbst Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit zu erreichen ist nahezu unmöglich, da die Masse der beschleunigten Körper bis ins beinahe Unendliche zunehmen würde, weil Du beinahe unendlich viel Energie in die Körper hineinstecken müsstest.

    Aber selbst, wenn das ginge, gäbe es "nur" einen erheblichen Knall und Du bräuchtest zwei neue Metallklötze.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Smexah ,

    streich das beinahe :P

    Kommentar von Paganini ,

    Hoppla, warst Du schnell, ich hab noch was hinzugefügt. Aber das beinahe geht schon in Ordnung, weil ich ja bescheiden bleiben möchte... :-)

    Kommentar von Smexah ,

    Hehe, guter Charakterzug!

    Kommentar von Eugen25 ,

    Achso weil die dass ja im teilche Beschleuniger auch machen im mikroskopischen Bereich und ich was weiss,dass fuer Bruchteile einer Sekunden 4neue Elemente entestehen und Temperaturen jenseits der Milliarden grad und dass im mikrobereich aber bei 300kilo müßte dass doch zB ganz new York auslöschen?!??Atombombe far man war nur fernseh gross zB 

    Kommentar von Smexah ,

    Also die Energie die in Massen steckt ist gewaltig. Einfach mal rechnen E=m*c²

    Kommentar von Paganini ,

    Würde man die gesamte Energie aus 300 kg Materie freisetzen können, indem man sie mit einer gleich großen Menge Antimaterie zusammenbringen würde, entspräche das einer Explosionskraft von 12888 Megatonnen TNT. (Siehe: http://www.edwardmuller.com/index.php?Page=calculator)

    In Deinem Beispiel würdest Du zwar nur zwei Materieblöcke aufeinanderschießen, aber ich denke mal, dass das Ziel die totale Zerstrahlung wäre, was der gleichen Explosionskraft entsprechen würde - wäre da nicht die Tatsache, dass Du die Masse durch die Beschleunigung auf nahezu Lichtgeschwindigkeit durch Zuführung von Energie so enorm erhöhen würdest, dass Du wahrscheinlich einen guten Teil unseres Sonnensystems vernichten würdest, vielleicht sogar mehr. Also, ich kann das nicht abschätzen. Ist aber auch egal, weil das eh nicht geht und nie gehen wird.

  • Gegenstaende aufeinander schieße?
    Antwort von FragaAntworta ·

    Dann gäbe es wahrscheinlich kein Universum mehr, denn um Masse auf diese Geschwindigkeit zu bringen müsste mehr Energie aufgebracht werden als das Universum zur Verfügung hat.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Eugen25 ,

    Mittels riesigen Rohr wo um die Welt geht und mit suuper Magneten?

    Kommentar von FragaAntworta ,

    Nein, auch dann nicht.

    Kommentar von Max123321123 ,

    Das stimmt zum beispiel auch wieder nicht Stephen hawking und ein Miliardär wollen in ein paar jahre Sonden zu alpha centauri schicken(der nächst gelegene stern) er ist 4 Lichtjahre entfernt. Sie wollen die Sonden mit Laser bestrahlen und diese auf 1/4 der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen

  • Warum dehnt das Universum sich aus und verschnellert oder verlangsamt es sich?
    Antwort von rumar ·

    Naja, du sprichst da ganz große Fragen ganz gelassen aus.

    Mach dir mal klar, dass so vor ungefähr 50 Jahren (ganz bestimmt vor 100 Jahren) noch kaum ein Mensch auf die Idee kommen konnte, sich derartige Fragen überhaupt zu stellen. Im Bereich der Kosmologie sind zwar vorher ungeahnte Beobachtungen möglich geworden, und manches weiß man schon um vieles besser als damals, als z.B. ich zur Schule ging und von unserem Geographielehrer über die "Kant-Laplacesche Nebulartheorie" hörte. In der Sicht jenes Lehrers war jene Theorie

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kant-Laplace-Theorie

    irgendwie "das höchste der Gefühle" in Bezug auf die astronomische Welterkenntnis !

    In den Jahrzehnten danach habe ich mich intensiv (nicht voll- aber doch halbprofessionell) mit Astrophysik und Kosmologie beschäftigt. Über den heutigen Stand der Forschung bin ich mehr oder weniger informiert. Doch ist mir dabei sehr bewusst, dass wir uns da trotz aller Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte noch auf sehr unsicherem Grund bewegen, wenn man Fragen der Art "warum dehnt sich das Universum aus ?" oder "wie wird das nach Milliarden von Jahren genau weitergehen ?" stellen will. Nach meiner Meinung sollten auch die Forscher, die in diesen Gebieten arbeiten, mit ihren Aussagen lieber etwas bescheiden bleiben, obwohl die Medien, die gerne über Spektakuläres berichten, sie stets zu publikumswirksamen Aussagen bewegen möchten, die auch pekuniär ausgewertet werden können ...  

  • Warum dehnt das Universum sich aus und verschnellert oder verlangsamt es sich?
    Antwort von habakuk63 ·

    Hallo,

    nach relativ neuen Erkenntnisse nimmt die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums zu. Die Zusammenhänge sind in verschiedenen, richtig guten Videos auf Youtube erklärt.

    ich habe dir eines davon rein kopiert. Du solltest nicht versuchen auch nur eine Minute zu überspringen, denn dann verstehst du nichts mehr. ist mir so gegangen.

    https://youtube.com/watch?v=hXf_KGQ_Fko

  • Warum dehnt das Universum sich aus und verschnellert oder verlangsamt es sich?
    Antwort von Garfield0001 ·

    ich kann dir die frage nicht beantworten.
    aber hast du dich schon mal gefragt, woher die Materie kam, die in dieser hohen dichte sich dann ausbreitete? Materie kann es ja nicht "ewig" geben. das würde ja wiederum heißen dass auch "zeit" ewig wäre. usw

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von rumar ,

    hallo Garfield0001

    Ich weiß nicht, woher du wissen willst, dass es Materie oder Zeit nicht ewig geben könne. Eigentlich handelt es sich bei alledem gewissermaßen um mathematische Modelle, die der Beschreibung des Kosmos dienen sollen. Da möchte ich nur darauf hinweisen, dass es unter Umständen schwieriger sein könnte, endliche Modelle (etwa mit einem Anfang der Zeit) zu rechtfertigen als solche, in denen auch Unendlichkeiten selbstverständlich sind.

  • Warum dehnt das Universum sich aus und verschnellert oder verlangsamt es sich?
    Antwort von Shiftclick ·

    Kuckst du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Expansion\_des\_Universums

    und da: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle\_Energie

    Beobachtung

    Nachdem die Expansion des Universums durch die Beobachtung der Rotverschiebung der Galaxien als etabliert galt, wurden detailliertere Messungen durchgeführt, um die Geschwindigkeit der Expansion und ihre Veränderung über die Lebenszeit des Universums zu bestimmen. Traditionelle Modelle besagten, dass die Expansion aufgrund der Materie und der durch sie wirkenden Gravitationsanziehung verlangsamt wird; Messungen sollten diese Verlangsamung quantifizieren. Die Messungen, die im Wesentlichen auf Entfernungsbestimmungen weit entfernter Supernovae vom Typ Ia basierten, ergaben entgegen den Voraussagen, die sich aus den bis dahin gültigen Annahmen ableiten ließen, eine Zunahme der Expansionsgeschwindigkeit. Diese unerwartete Beobachtung wird seitdem auf eine unbestimmte „Dunkle Energie“ zurückgeführt. In den Modellen besteht das Universum zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ca. 13,8 Milliarden Jahre nach dem Urknall, zu 68,3 % aus Dunkler Energie, 26,8 % aus Dunkler Materie und zu 4,9 % aus der sichtbaren, baryonischen Materie. In der Frühzeit des Universums, zum Zeitpunkt der Entkopplung der Materie von der Hintergrundstrahlung, war die Zusammensetzung noch wesentlich anders. Die Existenz einer Dunklen Energie könnte auch eine Erklärung für die Flachheit des Universums sein. Es ist bekannt, dass die normale Materie nicht ausreicht, um dem Universum eine flache, das heißt im Wesentlichen euklidische, Geometrie zu geben; sie stellt nur 2–5 % der notwendigen Masse. Aus Beobachtungen der gravitativen Anziehung zwischen den Galaxien ergibt sich aber, dass Dunkle Materie maximal 30 % der erforderlichen Materie sein kann. Dunkle Energie (aufgrund der einsteinschen Formel E = mc2 hat sie ein Masseäquivalent) würde die fehlende Masse gerade liefern. Dunkle Energie ist auch ein wichtiger Parameter in Modellen zur Strukturbildung im Universum.

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    Kommentar von grtgrt ,

    Die Frage allerdings, warum der Raum sich aufbläht - und das schon seit etwa 6 Milliarden Jahren auch noch mit ständig steigender Geschwindigkeit, weiß heute kein Physiker zu beantworten.

  • Warum kreisen Planeten auf Ellipsen und nicht einfach auf einer Kreisbahn?
    Antwort von Franz1957 ·

    "Einfacher" als die Ellipse ist die Kreisbahn nur für den, der sie berechnen will und dazu nur mathematische Grundkenntnisse zur Verfügung hat. Oder für den, der sie zeichnen will und für den es eine Erleichterung ist daß er den Zirkel dazu benutzen kann.

    Einfacher in die Realität umzusetzen ist allemal eine elliptische Umlaufbahn. BurkeUndCo hat den Grund schon erklärt. Er besteht mit anderen Worten darin, daß nur eine ganz bestimmte Energie, kombiniert mit einem gegebenen Drehimpuls, eine Kreisbahn ergibt, aber unendlich viele Kombinationen von Bahnenergie und Drehimpuls funktionierende elliptische Umlaufbahnen ergeben.

    Daß das so ist, war ein Glück für das japanischen Venussondenprojekt Akatsuki. Da das Haupttriebwerk kaputtging, konnte die Sonde nicht auf die vorgesehene Bahn um die Venus einschwenken. Mit den Hilfstriebwerken gelang es aber später wenigstens, sie überhaupt auf eine Umlaufbahn um die Venus zu bringen.

    http://www.faz.net/-gwz-8g20o

    Die jetzige Bahn sieht zwar anders aus als geplant, aber da es eine Fülle von real möglichen Ellipsen gibt, war sie machbar.

  • Warum ist die Sonne aktiver wenn sie mehr Sonnenflecken besitzt?
    Antwort von Grautvornix16 ·

    Siehe Antwort von "PWolff". Aus A folgt B - nicht umgekehrt. Die Fusionsprozesse in der Sonne können mathematisch als Schwankungen im Rahmen eines Regelprozesses gesehen werden (so wie auch kein Strudel immer und überall gleiche Wellenfiguren erzeugen würde und trotzdem ein Strudel bleibt oder Populationen im Verhältnis zueinander schwanken ohne ihr Gesamtgleichgewicht aufzulösen etc. etc.) . Die Frage allerdings welche intervenierenden Variablen in dieser Gleichung für diese Schwankungen verantwortlich sind wäre ein anderes interessantes Thema für interessierte Hobbyastronomen und Kosmologen.

    Jemand eine Idee?

  • Was würde passieren wenn man eine Wasserstoffbombe im Weltall zünden würde?
    Antwort von Grautvornix16 ·

    "Im Weltall" heißt für mich im Weltall - also nichts im Erdkontakt. - Es würde ein bischen Strahlung innerhalb von viel Strahlung freigesetzt - und viel Geld in ein bischen Strahlung innerhalb von viel Strahlung umgesetzt - sonst nix. ;-) Du könntest dich auch genauso fragen welche Entfernung du  als freischwebender Astronaut im Weltall zurück legst wenn du Laufbewegungen machst. Aber gute Idee für Abrüstung :-))


  • Warum kreisen Planeten auf Ellipsen und nicht einfach auf einer Kreisbahn?
    Hilfreichste Antwort von Grautvornix16 ·

    Hi,- die Frage finde ich echt gut und wäre was für den Physikunterricht ab Sek II. Ich selbst habe nur eine Vermutung unter Aufbietung aller "Erinnerungsenergie" an meine Schulzeit  + eigene Denke (was meine Lehrer schon damals mitunter geärgert hat) :-).

    Ich denke also dass die Planetenbahnen in einer Milliarde Jahren vielleicht tatsächlich nahezu ideale Kreisbahnen sein könnten. Der jetzige Zustand erklärt sich für mich aus einer Art "Schwungmasse-Effekt" aus der Entstehungszeit des Systems, der im Laufe der Zeit über eine Anpassung von kinetischer Energie des "Schwungkörpers" zu Anziehungskraft seines Gravitationszentrums als mathematische Beschreibung eines "Integrals" einen Angleichungskurve zeigen würde / einen Ausgleichsverlauf nimmt. - Also klassische Mechanik. - Wenn falsch: Sorry mein Abi ist schon was her und vorher googlen war mir zu billig. - Wäre da was dran?

    Gruß

  • Was wäre wenn man den Mond durch den Saturn ersetzen würde?
    Antwort von derastronom ·

    Wie wäre das?

    Es wäre himmelsmechanisch eher so, dass die Erde ein Mond des Saturns ist und um ihn kreiste.

    Bevor wir ins Detail gehen, eine kurze vereinfachte Erklärung, was diese "Roche-Grenze" darstellt:

    Beim Unterschreiten einer gewissen Entfernung zu einem massereichen Objekt kann der innere Zusammenhalt eines nahen Himmelskörpers überfordert sein. Warum? Die angreifende Gravitationfeldstärke des massereichen Objekts hat salopp formuliert zwischen Vorder- und Hinterseite des nahen Ojekt einen so hohen Unterschied, dass diese die mechanische Festigkeit des - ich sag jetzt mal Mondes - überfordert. Er bricht auseinander. Diese Unterschiede sind im Kern das, was allgemein unter Gezeitenwirkung verstanden wird. Hier wird es halt dann zu viel ... :-)
    Bei der typischen Erde-Mond-Entfernung ist diese Grenze zwar noch nicht erreicht. Dennoch würde sich einiges abspielen.

    Die Erde hätte vom Saturn etwa einen Abstand wie (in der wirklichen Welt) der Saturnmond Dione. Allerdings hat der Saturn ca. die 7736-fache Masse des Erdmondes. Nun ja, das hätte natürlich eine Urgewalt an Gezeitenwirkung zur Folge.

    Was wir so an Meeresgezeiten kennen, wäre eher mit gewaltigen Tsunamis vergleichbar. Vermutlich wären die nur etwas höheren Bereiche der Kontinentalplatten in geologisch kurzen Zeiträumen weitgehend erodiert und Landmassen über den Meeresspiegel eher spärlich vorhanden.

    Das sind aber nur die Gezeitenwirkungen auf die Ozeane. Selbstredend wirken sich diese auf den Planeten als Ganzes aus. Die Geologie wäre interessant. Die ganze Kugel würde kräftig durchgeknetet. Intensiver Vulkanismus und Auswirkungen auch auf die tieferen Schichten wären das Resultat.

    Früher oder später führt so etwas zu einer sogenannten gebundenen Rotation, da die Eigendrehung der Erde durch die Gezeitenbremse auf den Wert der Umlaufzeit um den Saturn reduziert wäre (dann wäre es geologisch etwas ruhiger).

    Macht so knapp 3 Tage (das hieße ein Erdtag entspräche grob 3 heutigen Erdtagen) aus (ähnlich wie heute der Erdmond zur Erde würde die Erde dem Saturn immer die gleiche Seite zuwenden).

    Allein "nur" durch den vollkommen anderen Wärmetransport in den Weltmeeren ist ein extremes Klimageschehen wahrscheinlich. Wobei die Details je nach angelegtem Modell unterschiedlich ausfallen dürften. Man darf nicht vergessen, dass auch die Konvektionen im Erdinneren andere Auswirkungen auf die Kontinentalplatten hätten, da sie die Gezeitenwirkungen "spüren". Vermutlich würdest Du eine solche Erde nicht wiedererkennen.

    Extreme Temperaturunterschiede, apokalyptische Niederschläge. Täglich paar nette Erdbeben.

    Genau kann man Vorhersagen schwer treffen, da unglaublich viele Abhängigkeiten (Geologie, Hydrosphäre, Atmosphäre) existieren, die ja schon bei kleinen Änderungen einzelner Parameter heftige Auswirkugen zeigen.

    Leben an sich dürfte möglich sein, allerdings hätte es sich mit ziemlicher Sicherheit aufgrund der anderen Bedingungen gänzlich anders entwickelt, wenn dies schon immer so gewesen wäre.

    Noch etwas: Die Erde würde nicht zerrissen werden und auch nicht auf den Saturn stürzen ...

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von spiegelzelt ,

    ich dachte nicht dass mir noch jemand antwortet nachdem ein gewisser GamerOgg gestern an die 400 Fragen gleichzeitig gestellt hatte und meine Frage darin nicht mehr zu finden wahr. ich danke für die ausführlichen Beschreibungen

    Kommentar von derastronom ,

    Gerne geschehen!

  • Wie weit müsste man entfernt sein um eine Galaxie mit dem Auge in vollem Umfang zu sehen?
    Antwort von derastronom ·

    Deine (10 Lichtjahre) Galaxie ist verglichen mit unserer Milchstraße etwa um den Faktor Zehntausend zu klein. Es gibt zwar kleinere, aber so kleine denn nicht.

    In einer stockdunklen Nacht sieht man die Andromeda-Galaxie (genauer: ihren Kernbereich) als kleines, schwaches, milchiges Wölklein. Die ganze erstreckt sich über mehrere Vollmondbreiten am Himmel. Fallweise liest man von Personen die ein, zwei anderer der hellsten Galaxien extrem schwach und gerade noch erkennbar ausgemacht haben. Das sind dann aber Meldungen aus einsamsten Orten mit idealen Sichtbedingungen. In Deutschland hat man da eher schlechte Karten.

    Auf der Südhalbkugel der Erde sieht man (und das mühelos) mit bloßen Auge die 2 Satelliten-Galaxien der Milchstraße, die Magellansche Wolken genannt werden.

    Wir selbst würden unsere eigenen Bereiche der Milchstraße gleich vielfach heller sehen, wenn wir nicht relativ genau in der mittleren Ebene derselben (am Rand eher) angesiedelt wären, wo interstellarer Staub die Sicht (vor allem aufs Zentrum) stark beeinträchtigt. Gemessen an der Grße des Sytems reichten schon läppische ein- oder zweitausend Lichtjahre "höher" oder "tiefer" davon und wir hätten einen weitaus spektakuläreren Anblick als den schwachen Schimmer, den bei uns übrigens eh nur Leute genießen können, die eher ländlich wohnen.

    Mathematisch bzw. geometrisch kannst du bei bekannter Größe bzw. Entfernung relativ simple Rechnungen über die Winkelausdehnung eines Objektes unter Verwendung der Tangens-Funktion durchführen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare\_Gr%C3%B6%C3%9Fe

    Aber auch mit etwas Hausverstand geht es auch. Wenn Du beispielsweise einen PKW ( ~ 4 Meter Länge) bequem als ganzen sehen willst, trittst Du sicher 6 oder 7 Meter zurück. Eine Galaxie wie die unsere ist ca. 100.000 Lichtjahre "lang", also musst Du etwas weiter "nach hinten" gehen ... :-)

    Übrigens: Auch wenn Du jetzt im Weltraum (weit weg) schwebend die ganze Milchstraße sehen könntest, würde der Eindruck NIE wie von Fotos anderer Galaxien sein. Die Farben sähest Du eher sehr, sehr schwach und zart.

    LG

  • Warum kreisen Planeten auf Ellipsen und nicht einfach auf einer Kreisbahn?
    Antwort von rumar ·

    Dass Kreisbahnen "logischer" wären und dass es auch "logisch" wäre, dass alle Himmelskörper um die Erde (die Gott in den "Mittelpunkt" gestellt habe) anstatt beispielsweise um die Sonne kreisen sollten , war in den Köpfen mancher Philosophen der Antike und bis ins Mittelalter hinein ziemlich fest "eingebrannt".  Es brauchte große Anstrengungen, um diesen so festsitzenden Glauben durch Beobachtungen und Messungen zu widerlegen.  Kepler erzielte viel genauere Beschreibungen der Bahnen der Himmelskörper nach seinen Entdeckungen, dass Planeten sich in elliptischen Bahnen um die Sonne bewegen. Isaac Newton lieferte ein gutes halbes Jahrhundert später eine Theorie, die Gravitationskräfte zwischen den Himmelskörpern postulierte, die mathematisch sehr elegant beschrieben werden konnten und die es außerdem ermöglichten (mittels des Calculus infinitesimalis, den er ebenfalls entwickelte), die möglichen Bahnen von Himmelskörpern in einem Zweikörpersystem (Sonne und ein Planet) exakt zu beschreiben. Es zeigt sich dann mathematisch, dass nur Kegelschnittkurven (Ellipsen, Hyperbelbögen und als Spezialfälle Parabeln und Kreise) dafür in Frage kommen.

    Auf spätere Korrekturen der Theorie im Zusammenhang mit der Einsteinschen Gravitationstheorie einzugehen, hat im Kontext von Planetenbahnen um die Sonne kaum Sinn. Für alle gängigen Beobachtungen von Planetenbahnen ergäben sich daraus nur winzig kleine Korrekturen.

    LG

  • Was wäre wenn man den Mond durch den Saturn ersetzen würde?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    vermutlich würde sich die Erde allmählich auf den Saturn zu bewegen aufgrund seiner viel höheren Gravitation um dann entweder auseinandergerissen zu werden beim Überschreiten der Roche-Grenze oder sie würde in den Planeten fallen. Als weitere Folge wären größere Fluten zu nennen - auch hier spielt wieder die höhere Gravitation eine Rolle.

    Das Klima sowie die Jahreszeiten würden hier auf der Erde völlig verrückt spielen.

  • Warum kreisen Planeten auf Ellipsen und nicht einfach auf einer Kreisbahn?
    Antwort von Mepodi ·

    Mit Hilfe des Gravitationsgesetzes kann man Keplers erstes Gesetz etwas allgemeiner fassen: Bei der Bewegung eines Körpers im Gravitationsfeld einer Zentralmasse verläuft die Bahn des Körpers auf einem Kreis, einer Ellipse, einer Parabel oder einer Hyperbel (zusammengefaßt auch als Kegelschnitte bezeichnet). Dabei ist der für die Frage interessante Kreis nur ein Spezialfall einer Ellipse (nämlich eine Ellipse mit Exzentrizität 0). Wie eine Bahn nun konkret aussieht, hängt vom Verhältnis der sogenannten potentiellen Energie des Körpers zu seiner kinetischen Energie ab. 

    Quelle: Astronews

  • Warum kreisen Planeten auf Ellipsen und nicht einfach auf einer Kreisbahn?
    Antwort von dreamerdk ·

    es liegt daran, dass die Planeten selbst nicht ideale Kugeln sind

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Mepodi ,

    Das ist falsch.

    Kommentar von Roderic ,

    Seid nicht so rigoros. Gaaaanz unrecht hat er da nicht.

    Weil die Gesteinsmassen der Erde ungleichmäßig dicht und verteilt sind, sind die Satellitenbahnen besonders die im LEO alle ein wenig "eirig". Ihre Bahnen weichen so um die 100m nach oben oder nach unten von der idealen Keplerellipse ab.

    Das wird zB genutzt um das lokale Schwerefeld der Erde genauer zu vermessen.

    Klar ist aber auch, daß der Frager DAS eigentlich nicht gemeint hat.

  • Wie weit müsste man entfernt sein um eine Galaxie mit dem Auge in vollem Umfang zu sehen?
    Antwort von Grautvornix16 ·

    Hi, deine Frage wäre erst dann sinnvoll wenn es z. B. um Okulare im Verhältnis zum Öffnungsverhältnis / zur Brennweite eines optischen Systems ginge. Grundsätzlich bestimmt dein Auge Entfernungen mit einer sog. Parallaxe (also trigonometrisch) und so werden auch (im einfachen geometrischen Verfahren) Entfernungen astronomisch bestimmt. Damit entscheidet dein Gesichtsfeld im Verhältnis zum Abstand welche Ausdehnung eines Objektes du noch in seiner Geamtheit erfassen kannst.

    Deine Frage spielt aber für eine Beobachtung mit dem bloßen Auge eigentlich keine Rolle.

    Da könntest du alle kosmischen Einzelobjekte  vollständig sehen (wenn dein Auge eine langzeit-belichtende Photoplatte oder ein solcher Sensor wäre).

    Wesentlicher wäre deine Frage bei Nutzung eines optischen Systems und der damit verbundenen Frage bei welcher Vergrößerung ich bei einem System "X" mit welchem Okular "y" ich noch welches Gesichtsfeld "Z" hätte.

    Da findest du im Net unzählige Berechnungsbeispiele.

    Gruß


  • Wie funktioniert diese drehbare Sternkarte (alt)?
    Antwort von AliciaCanning ·

    Beispiel für 26. April, 18 Uhr.

    Auf dem grün-gelber Rand sind die Uhrzeiten. --> 18 Uhr auf die Stelle vom 26. April auf dem äußersten Streifen. Dort sind die Monate. -->April, relativ weit rechts, für 26. von 30 Tagen. 

    Im blauen Teil sind jetzt die Sternbilder, die um diese Uhrzeit (26. April 18:00 Uhr) zu sehen sind, also wenns dunkel ist. Die Himmelsrichtungen stehen auf der oberen Scheibe. Sie sollen dann in die richtige Richtung zeigen. Also z.B. 'Nord' Richtung Norden.

    Ich hoffe du verstehst es so. Liebe Grüße,

    Allie

    Kommentar von donotknow ,

    Vielen Dank, jetzt kann ich die Karte nachvollziehen. Danke, für die gute Erklärung!

  • Wann ist die nächste Mondfinsternis&Sonnenfinsternis in Deutschland?
    Antwort von 23andi ·

    Die nächste, allerdings recht bescheidene partielle Sonnenfinsternis ist im Jahr 2021. Die nächste starke partielle Sofi findet am Abend des 12. August 2026 statt. In Teilen Spaniens ist sie sogar total. Es ist die nächste totale Sofi in Europa. In Deutschland ist wie gesagt die nächste totale erst im Herbst 2081, übrigens für den gesamten mitteleuropäischen Raum die nächste. Die Totalitätszone zieht über Süddeutschland, Teile der Schweiz und Österreichs. Die nächste totale Mofi gibt es im Sommer 2018.