Astronomie - neue und gute Antworten

  • e=mc2, warum c zum quadrat?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo hi18112001,

    E = m·c²

    Und um gleich die erste Frage zu beantworten: Sonderzeichen wie das ² kopiere ich immer mit der Windows-Zeichentabelle in den Text. Wenn das auch einfacher geht, bin ich gerne für Tipps offen... ;-)

    Dann: Vermutlich hast Du Dich verschrieben, aber c² bedeutet natürlich nicht 2·c, sondern c·c, also das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit.

    Die Frage, wenn ich sie richtig verstehe, bleibt aber dieselbe: Warum hat Einstein da c² geschrieben, was ja auch nur eine Konstante ist? Habe ich das richtig verstanden, dass Deine Frage eigentlich ist:

    Warum lautet die berühmteste Formel der Welt nicht

    E = m·k

    mit k = Konstant = c² ??

    Und das hast Du ganz richtig verstanden: Einstein hätte es auch so schreiben können. Denn im Prinzip steht das da: Energie ist so was wie Masse - multipliziert mit einer Naturkonstanten, die die passenden Einheiten mitbringt.

    Der einfache Grund für diese Tatsache ist, dass - so überraschend das ist - die Formel nicht von Einstein ist. Er hat als erster ihre wahre Bedeutung verstanden. Und deshalb wird er zurecht mit ihr in Verbindung gebracht.

    Aber tatsächlich ist die Formel ein halbes Jahrhundert älter.

    Sie ergibt sich aus den Maxwell-Gleichungen. Das sind 4 recht komplizierte Gleichungen, die ein Herr Maxwell gefunden hat (das hast Du Dir gedacht). Diese 4 Gleichungen beschreiben die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen und Felder im Raum.

    Und in diesen Gleichungen taucht eine Konstante auf, die man mit "c" abgekürzt hat; c für englisch "constant". Sie hat die Dimension einer Geschwindigkeit. Es stellte sich heraus, dass c die Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Felder im Vakuum ist.

    Und deshalb, weil "c" eben eine bestimmte physikalische Bedeutung hat, hat man die Konstante nicht umbenannt, sondern das c stehen lassen und halt c² geschrieben.

    c ist eine universelle Naturkonstante, wie Einstein gefunden hat. Sie hat eine unmittelbar einleuchtende Bedeutung. "c²", das ist für den Physiker intuitiv erstens eine Konstante und zweitens das Quadrat einer universellen Naturkonstante. Das durch ein nichtssagendes "k = konst" zu ersetzen, wäre also ein Rückschritt im Informationsgehalt der Gleichung. Denn dann müsste man ja erst mal den Wert der Konstanten herausfinden.

    Ungefähr einleuchtend?

    Grüße

    Und

  • e=mc2, warum c zum quadrat?
    Antwort von KFZKaufmann ·

    Weil solche Formeln 1. nicht einfach zusammengeschustert werden und 2. Weil die Einheiten sonst ja garnicht stimmen.

    In der klassischen Mechanik ist v² eben gerade das Gravitationspotential, dass die Masse m durchlaufen hat und damit die Energie E erhielt.

    Am besten ist es, du fängst mit ganz einfachen Grundlagen von Newton an, sonst verstehst du es nie.

  • e=mc2, warum c zum quadrat?
    Antwort von ShadowStormEyes ·

    E=mc2 bedeutet. E=Energie m=Masse c=Geschwindigkeit also wenn du die energie rausrechnen willstcdann nimmst du die Masse m 2kg die Geschwindigkeit c 10km/h ubd das mal 2 Also2×10=20×2=40 Also betragt die Energie E 40 Kj glaub. Oder so ungefähr. Genau weiß ichs auch nicht aber das c steht für die Geschwindigkeit. Ist Physikalische Abkürzung so wie alles eine Abkürzung hat wie Zeit=t für time.

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von segler1968 ,

    Völlig falsch. Es geht nicht um Bewegungsenergie. Manno....

  • e=mc2, warum c zum quadrat?
    Antwort von mefsio ·

    Meter pro Quadratsekunde ist die Einheit für die Beschleunigung.

    Soundso viele Meter pro Sekunde (Geschwindigkeit) wird ein Objekt pro Sekunde schneller.

    Bringt dich das weiter?

    Alle 8 Antworten
    Kommentar von hi18112001 ,

    nein, habe es immer noch nicht verstanden..:(

    Kommentar von mefsio ,

    E=mc2 ist nichts weiter als "Energie ist Masse mal Beschleunigung" Um zu errechnen mit welcher Energie ein Gegenstand aufschlägt wenn er 2 sekunden bis zum Boden fällt würde man die Masse des Gegenstandes mal der Edbeschleunigung in 2 Sekunden rechnen.

    Jetzt etwas klarer?

    Kommentar von JTKirk2000 ,

    Energie ist Masse mal Beschleunigung

    Falsch. Kraft ist gleich Masse mal Beschleunigung F= m * a 
    (1N = 1kg * 1m/s²) 

    Energie ist Masse mal Geschwindigkeit zum Quadrat E = m * c²
    (1J = 1kg * 1 m²/s²)

    Kommentar von segler1968 ,

    Sowieso völlig falsch. Hier geht es nicht um kinetische Energie (die ist 0.5 mal Masse mal Geschwindigkeit zum Quadrat), sondern darum, dass maase das gleiche wie Energie ist.

    Kommentar von hi18112001 ,

    ja:)

  • Wie berechnet man die Umlaufbahn eines Exoplaneten?
    Antwort von weckmannu ·

    Die Umlaufzeit von Planeten, auch die von unserer Erde wird von anderen, auch schweren Planeten, nur sehr geringfügig verändert. Deshalb und auch wegen der noch geringen Maßgenauigkeit bei Exoplaneten, kann man nicht auf Vorhandensein oder Nichtvorhandensein weiterer Planeten schließen. Die vermuteten 'Verfälschungen' wären sehr winzig.

  • helium fliegt nach oben?
    Antwort von doublejumpcat ·

    helium widersetzt sich der gravitation nicht, sondern nutzt sie sogar. helium zum beispiel in einem ballon hat eine geringere dichte, als die luft, die den ballon umgibt. die luft wird von der erde stärker angezogen und drängt das leichtere helium nach oben. 

    das ist vergleichbar mit öl aus wasser, welches sich den selben effekt zunutze macht.

  • Könnte das universum unendlich sein?
    Antwort von Jazzylynn ·

    Ob das Universum unendlich ist kann ich dir auch nicht sagen. Aber es wurde bewiesen, dass der Raum, den wir beobachten können expandiert. Man kann sich das vorstellen als stünde man am Rand einer Straße und ein Auto käme an einem vorbei gesaust. Der Ton des Autos, den wir hören ändert sich, nachdem es an uns vorbei ist. So ist das auch mit Licht. Wenn sich Licht nähert ist es grün und wenn es sich entfernt ist es rot. Allerdings kann man diese Verfärbung nicht mit bloßen Auge sehen, sondern braucht spezielle Teleskope dafür. Außerdem wurde in einem der letzten Jahre ein nobellpreis für den Beweis der Ausdehnung des universums verliehen. Eine Organisation hat super Novae (sterbende sterne) beobachtet und sie auf einer Karte festhalten und so festgestellt das das Universum expandieren muss. Es gibt verschiedene Theorien zur Expansion. Zum einen sagt man, dass das Universum Sich nicht ausdehnt, was allerdings unwahrscheinlich ist. Zum anderen sagt man es dehne sich aus Bis zu einem bestimmten Punkt und ziehe sich dann wieder zusammen bis es zu einem "Endknall" komme. Oder es dehnt sich unendlich lang und endlich weit aus. Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen :)

  • Wie berechnet man die Umlaufbahn eines Exoplaneten?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo Trashtom,

    völlig richtig, dass das berücksichtigt werden muss. Das hast Du völlig richtig erkannt. Und auch, dass es eine ziemliche "Pfrimelei" ist.

    Die Messtechnik, die hinter der Beobachtung von Exoplaneten steckt, ist allererste Sahne.

    Wenn Dich das interessiert, würde ich Dir raten, Dir einmal den Vortrag von Dr. Gero Rupprecht anzuhören, den er einmal anläßlich einer "Tag der offenen Tür"-Feier gehalten hat. Er geht darin ausführlich auf die Tricks ein und auch darauf, wie faszinierend eigentlich die Messgenauigkeit ist.

    https://www.youtube.com/watch?v=7bIoghfU8LY

    Aber ganz grob erklärt:

    Völlig richtig: Durch die Massen (aller) Planeten "wobbelt" der Zentralstern. Und tatsächlich bestimmt man die Bahndaten über diese Bewegung um den gemeinsamen Schwerpunkt. ....

    .... allerdings nicht optisch durch Beobachtung des Sternes, sondern spektroskopisch: Über den Dopplereffekt verschieben sich die Spektrallinien eines Sternes rhythmisch (im Takt der Bewegung) etwas zum Kurzwelligen (wenn er auf uns zu kommt) und etwas von uns weg (wenn er sich entfernt).

    Diese Methode kann Bewegungen des Zentralsternes erheblich genauer erfassen, als man das durch Beobachtung der Bewegung selbst erreichen würde,

    Und sie funktioniert auch, wenn mehr als nur ein Planet am Stern zieht:

    Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, dass es, wenn es nur einen Planeten gibt, eine schöne gleichmäßige Sinusschwingung ergibt, wie der Stern abwechselnd auf uns zukommt und sich von uns entfernt.

    "Ziehen" da mehrere Planeten mit unterschiedlichen Umlaufzeiten überlagert sich ein solcher Sinus für jeden einzelnen Planeten zur beobachteten Schwingungskurve. Man beobachtet "Schwebungen", also Sinuskurven mit unterschiedlich ausgeprägten Maxima und Perioden.

    Wenn man diese Schwebungskurven lange genug aufzeichnet, kann man über eine Art Fourieranalyse die einzelnen Sinus-Schwingungen, die in der Gesamtkurve drin stecken herausrechnen. - Und hat die gesuchten Umlaufzeiten. Und über die kommt man dann zu weiteren Bahndaten.

    Ungefähr klar?

    Grüße

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Wenn Dich Formeln nicht scheuen:

    Hier auf Seite 14 unter dem Punkt "Astrometrie" ist das erklärt:

    http://www.astronomie.de/uploads/media/Kleines_Lehrbuch_der_Astronomie_und_Astro...

    (Das "Kleine Lehrbuch" ist übrigens ganz online verfügbar: Wenn Du im Link aus "Band_11.pdf" ein "Band_1.pdf" usw. machst, kommst Du zu den anderen Bänden. Nur für den Fall, dass Du ein bissi schmökern willst.)

    =D

    Kommentar von VortexDani ,

    Wow, einfach lobenswert diese Antworten, es lohnt sich immer deine anzuschauen :)

    Kommentar von Trashtom ,

    Danke schön! Sehr klar. Die Formeln gebe ich mir allerdings nicht ;) Ich finde es extrem cool, was die Wissenschaft aus dem Wenigen, dass wir bis jetzt "können" rausholen kann, wenn man bedenkt, dass das stärkste Teleskop der Menschheit nichtmal die Mondlandung nachweisen kann.

    Wie gehts speziell mit Kepler 452b jetzt weiter? Gibt es da noch Forschungen, die einfach länger Zeit brauchen, oder sind wir mit unserem Latein jetzt am Ende? 

  • helium fliegt nach oben?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo hi8112001,

    Helium fliegt nicht nach oben, es ist nur leichter als die umgebende Luft.

    Ein mit Helium gefüllter Ballon steigt deshalb nach oben, weil die umgebende Luft nach unten sinkt, weil sie schwerer ist. Der Ballon wird also quasi von der umgebenden Luft verdrängt und nach oben geschubst.

    Und jetzt "etwas physikalischer erklärt":

    Das ist das "archimedische Prinzip": Ein Stoff füllt bei einem bestimmten Gewicht ein bestimmtes Volumen, er hat ein "spezifische Gewicht". In Flüssigkeiten oder Gasen - also immer,  wenn die Moleküle beweglich sind - sinken Gegenstände mit höherer spezifischem Gewicht nach unten - die mit dem geringeren spezifischen Gewicht schwimmen oben.

    Der Heliumballon hat das geringere spezifische Gewicht als die umgebende Luft. Er versucht deshalb auf der Luft zu schwimmen - und steigt deshalb hoch.

    (Aber nur bis zu der Höhe, in der entweder die umgebende Luft so dünn wird, dass ihr spezifisches Gewicht nicht mehr höher ist - oder bis so viel Helium entwichen ist, dass das Volumen so stark abgenommen hat, dass er ebenfalls kein kleineres spezifisches Gewicht mehr hat.)

    Grüße

  • Wie berechnet man die Umlaufbahn eines Exoplaneten?
    Antwort von FouLou ·

    Wir haben pluto ewig lang nicht erkannt weil er so weit weg ist und so klein ist und wir technisch nicht so weit waren. In unserem Sonnensystem macht die Masse der sonne ca. 98% der gesamtmasse aus. Das wird bei anderen systemen nicht viel anders sein. Daher kann man die gravitative wirkung anderer himmelkörper vernachlässigen. Wenn wir die masse und größe des Sternes wissen können wir anhand der zeit die der planet vorm stern vorbei zieht und der zeit die er braucht bis er wieder vorbei zieht relativ leicht die umlaufzeit des entsprechenden planeten berechnen. Wies ganz genau geht weiß ich nicht aber so ungefähr müsste das gemacht werden.

  • helium fliegt nach oben?
    Antwort von dompfeifer ·

    Wenn Du z.B. Wasser auf Öl schüttest, dann steigt im Wasser das Öl nach oben, weil es leichter ist. Genauso steigen leichtere Gase in schwereren Gasen auf. Das kannst Du auch an heißer Verbrennungsluft beobachten.

  • Wie viele Monde haben Jupiter und Saturn eigentlich genau, ich finde immer verschiedene Antworten?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    die schwankende Anzahl an Monden ist eigentlich schnell erklärt. Die Technik verbessert sich immer mehr und folglich werden immer kleiner Monde entdeckt, egal ob beim Jupiter oder beim Saturn. So hat man auch erst im Jahre 2005 die beiden Begleiter "Nix" und Hydra von unserem Zwergplaneten Pluto entdeckt. Ansonsten ist diese Seite immer ganz aufschlussreich:

    http://astrokramkiste.de/monde-tabelle

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Noch etwas aktueller:

    http://lexikon.astronomie.info/jupiter/moons.php

    (unter der Tabelle ist der Link zu den anderen Planeten, also auch dem Saturn)

    Ansonsten natürlich volle Zustimmung. Genau daran liegen die unterschiedlichen Angaben.

    Grüße

  • Wann kommt der blue Moon das nächste Mal wieder?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    ich könnte dir jetzt auch irgendein Zitat von einer Website vorknallen, oder aber sagen, wann es wieder so weit ist :-)

    Also, nächster Blue Moon ist im Januar des Jahres 2018 und um es genau zu sagen:

    Dienstag, 2. Januar 2018 03:24 und Mittwoch, 31. Januar 2018 14:27

    Und nicht vergessen - im September diesen Jahres ist Blutmond ;-)

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Mgxix ,

    Danke von wo hast du die Information :)

    Kommentar von Startrails ,

    Von der Seite wo ich eigentlich immer meine Informationen herbeziehe: www.heavens-above.com :-)

    Kommentar von DontCallMeSo ,

    Darf ich fragen wann genau der Blutmond im September ist?

    Kommentar von Startrails ,

    Hallo,

    sicherlich darfst du das fragen :-)

    Blutmond ist am frühen Morgen des 28. Septembers, also in der Nacht von Sonntag auf Montag. Das Maximum der Mondfinsternis, also die stärkste Färbung des Mondes ist gegen 4:47 Uhr.

  • Wann kommt der blue Moon das nächste Mal wieder?
    Antwort von angy2001 ·

    "Dies passiert etwa 41 Mal im Jahrhundert bzw. 412 Mal im Jahrtausend – im Durchschnitt rund alle 2,4 Jahre, naturgemäß am häufigsten in den Monaten mit 31 Kalendertagen, während es vorkommen kann, dass im Februar überhaupt kein Vollmond stattfindet, wie beispielsweise in den Jahren 1999, 2018 und 2037, mit solch einem Blue Moon sowohl im vorangehenden Januar als auch im nachfolgenden März"

    Quelle: wiki

  • Stimmt es das es bald kein Eis mehr geben wird?
    Antwort von Buckykater ·

    Das kann man nicht genau sagen. Die Winter könnten über längere Zeit zwar milder werden aber ganz sicher ist es  nicht . Die Gletscher und Pole schmelzen zwar stärker aber wie es sich genau entwickelt ist unklar. Auch sind eisfreie Pole für die Erde nicht ungewöhnlich. 85 -90 % der Erdgeschichte waren die Pole ganzjährig völlig oder fast völlig eisfrei. Wir leben immer noch in einer Eiszeit. Solange sich an den Polen Eis befindet spricht man von einer Eiszeit. Auch wenn es eine Erwärmung gibt wie sich das genau entwickelt kann man nicht sagen. 

  • physik neunte klasse astronomie?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo hi18112001,

    der Lehrplan in Physik für die bayrische Realschule beinhaltet erschreckend wenig Astronomie.

    Eingeplant sind da nur wenige Schulstunden zum Thema in der achten Klasse.

    Siehe hier auf Seite 3:

    https://www.isb.bayern.de/download/9108/ph8.pdf

    Schwerpunkt ist unser Sonnensystem mit dem heliozentrischen Weltbild, den Planeten, dem Mond und etwas zur Raumfahrt. Ganz knapp kommt dann der Rest des Universums, die Galaxien und die Expansion des Universums.

    Falls Dich das Thema interessiert rate ich dringend zur YouTube-Universität mit Harald Lesch...

    Grüße

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von hi18112001 ,

    vielen dank:)

    Kommentar von mememememe ,

    Doktor Lesch :DDD

    Sowas moderieren kann er, das muss man ihm lassen ;)

  • Wofür eine zweite Erde?
    Antwort von kami1a ·

    Hallo!  Der Wissenschaftsredakteur Ranga Yogeshwar sagte vor einigen Tagen im T V  - ARD : 

    Geht es so weiter brauchen wir bald 3 !!! Erden. Was ist jetzt ? 

    •   Krieg an vielen Orten der Welt - auch in Europa.
    • Nie gab es so viele Kriegsflüchtlinge wie derzeit.
    •  Die Menschen die ungenügend ernährt sind liegen von der Anzahl her  im Milliardenbereich.
    •  Wir  - auch ich - vernichten  die Natur und das fängt schon mit der Ernährung an. Die größten Naturgebiete der Welt haben wir in wenigen Jahrzehnten halbiert. Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht. Die Weltbevölkerung wächst um fast 100 Millionen Menschen pro Jahr - zudem wollen viele der jetzigen immer mehr Fleisch essen. Sie haben die gleichen Rechte wie wir. Die Hälfte der weltweiten Getreideernte und 80% der Sojaernte wird verfüttert. Allein Deutschland importiert jährlich 5,3 Millionen Tonnen Futtersoja. Für die Fleischerzeugung braucht man ein vielfaches an Futtermittel. Die Nachfrage nach Fleisch steigt. Würden alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir in den Industrieländern, bräuchte man weltweit 3 mal mehr landwirtschaftliche Nutzfläche als jetzt . Das alles belegen Studien aus den USA, Großbritannien und Deutschland. Es wird also dramatisch mehr Land gebraucht - und Natur vernichtet.
    • In 15 Jahren wir eine Waldfläche vernichtet die 5 x so groß ist wie Deutschland. Wie lange geht das? Früher lebte der Mensch im Einklang mit der Natur - heute ist er dabei alles - und auch sich selbst - zu vernichten. 100 Tierarten lässt er täglich aussterben.  Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht.
    • Dabei  ist der Anstieg globaler Temperatur nicht mehr zu stoppen. Wir verlieren also permanent Land an Wasser - die bewohnbare Erde wird kleiner. Zudem werden zunehmend die Permafrostböden durch die Steigenden Temperaturen angefressen. Diese enthalten ca. 1700 Milliarden Tonnen organischen Kohlenstoff, Überreste von Pflanzen und Tieren aus Tausenden von Jahren. Die schmelzenden Permafrostböden beschleunigen den Klimawandel rasant - eine Spirale die dann nicht mehr zu stoppen ist.

    Die bewohnbare Erde wird in rasantem Tempo kleiner und wir in rasantem Tempo mehr. in 30  - 40 Jahren werden wir eine 2. Erde brauchen - und bald eine 3. 

    Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Wofür eine zweite Erde?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo frischling1989,

    hach, diese bösen Wissenschaftler wieder. Suchen einfach nach einer neuen Erde. Richtig besessen sind die davon. Hach.

    Ist halt immer soooo schön, wenn man über die wahlweise bösen oder doofen Wissenschaftler schimpfen kann und sich schlauer fühlen kann als die. Weil man ja selber weiß, wie wertvoll unsere Erde ist. Ja.

    Ist nicht böse gemeint, aber Deine Frage zeigt, dass Du Dich nie intensiv mit der Arbeit von Astronomen auseinandergesetzt hast.

    1) Nein, selbstverständlich sucht man eine "zweite Erde" nicht, um umzusiedeln.

    Es geht hier einfach um die uralte Frage der Menschheit, "sind wir allein im Universum"?

    Um abschätzen zu können, wie wahrscheinlich Leben entsteht, braucht man Abschätzungen darüber, um wie viele Sterne überhaupt Planeten kreisen. Und hier wieder Abschätzungen, wie viele davon Gasriesen wie Jupiter sind und wie viele kleinere Gesteinsplaneten wie die Erde. Und hier wieder eine Abschätzung, wie viele in der sogenannten habitablen Zone liegen - dem Bereich um einen Stern, in dem Temperaturen herrschen, in dem Wasser flüssig ist und die Temperaturen Leben zulassen würden.

    Und genau deshalb sucht man nach Exoplaneten. Bis vor 20 Jahren war die Technik nicht ausreichend, um überhaupt welche nachzuweisen. Dann konnte man die ersten Gasriesen entdecken. Und erst seit wenigen Jahren die kleineren Gesteinsplaneten. Erst langsam beginnen wir mit der Analyse der Atmosphären dort. Letzteres auf der Suche nach Ozon, weil dieses Molekül als Biomarker gilt. Entdecken wir Ozon, haben wir gute Chancen, einen Planeten vor uns zu haben, auf dem sauerstoffproduzierende Lebensformen existieren.

    Das ist die Frage um die es hier geht: Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass Leben entsteht? Es geht um eine grobe Abschätzung, wie oft das im beobachtbaren Universum passiert sein könnte.

    2) Naturwissenschaftliches Wissen ist Wissen über die Prozesse und Vorgänge in der Natur.

    Es ist daher ein hohes Gut, ein kostbarer Besitz der gesamten Menschheit, der hoffentlich ausreichen wird, die anstehenden Probleme auf diesem Planeten zu lösen. Ohne Wissen um die Gesetzmäßigkeiten der Natur wird man die Probleme jedoch auf keinen Fall lösen können.

    Da das offensichtlich zunehmend in Vergessenheit gerät: Seit langem weisen Naturwissenschaftler auf den problematischen Umgang mit der Natur hin. Leider wurden und werden die Warnrufe aus Unverständnis, Bequemlichkeit oder wirtschaftlichen Interessen ignoriert.

    Dass unsere Erde ein einmaliger, schützenswerter Ort ist, das wissen wir. Es waren sogar gerade die Bilder der über dem Mondhorizont stehenden blauen Murmel, des "pale blue dot", wie Sagan es formulierte, die uns die Winzigkeit und die Zerbrechlichkeit unserer kosmischen Heimat neben ihrer Schönheit vor Augen geführt haben.

    Naturwissenschaft allgemein und Weltraumforschung im Besonderen ist nicht der Gegenspieler des Umweltschutzes, es ist ein Teil des Gedankens und der Methode. Je mehr wir wissen, desto mehr können wir begreifen und desto effektiver können wir handeln.

    Grüße

  • Wofür eine zweite Erde?
    Antwort von Skarger ·

    Das finden von weiteren "Erden" beruht nicht auf der Annahme, dass wir das Sonnensystem verlassen wollen; dafür fehlt noch eine Menge an Technologie.

    Vielmehr will man mehr über das Universum erfahren. Und vlt findet man auf einem fremden Planeten eine intelligente Spezies, mit der wir in Kontakt treten können.

  • Stimmt es das es bald kein Eis mehr geben wird?
    Antwort von Skarger ·

    Da die Globalen Temperaturen steigen werden die Winter milder, d.H. es fällt weniger bis gar kein Schnee.

    Womöglich wird Deutschland mal komplett Schneefrei sein, zumindest in den flacheren Gebieten Mittel und Norddeutschlands.

    Andererseits werden wir bei fortschreitender Erderwärmung in nicht allzu ferner Zukunft mehr Eis und Schnee haben, als uns lieb ist. Nämlich wenn eine neue Eiszeit herankommt, was nach Ansicht einiger Forscher bereits in 20 Jahren der Fall sein kann.

  • Stimmt es das es bald kein Eis mehr geben wird?
    Antwort von dompfeifer ·

    Das ist hochgradiger Unsinn. Im vergangenen Jahrhundert stieg die globale Temperatur gerade um 0,6 °C an. Um in Deutschland das winterliche Eis verschwinden zu lassen, müsste hier die Temperatur schon um 10°C ansteigen. Da war es selbst im Hochmittelalter noch vergleichsweise kalt.

  • Was ist "im" schwarzen Loch ?
    Antwort von kami1a ·

    Hallo Ratgf! 

    Der Begriff "Schwarzes Loch" Ist etwas irreführend. Warum ist dieses Objekt schwarz? Nun, Du siehst ein Objekt auch im Weltall wie natürlich immer auch im normalen Leben weil die von ihm abgestrahlten Photonen Dein Auge erreichen. Ein Schwarzes Loch hat aber so viel Masse dass es die Photonen bindet - sie können Dein Auge nicht mehr erreichen. Keine Photonen = schwarz = unsichtbar.

    Es ist also eher das Gegenteil von einem Loch - eine gigantische Masse - auf den Punkt verdichtet. 

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag

  • Stimmt es das es bald kein Eis mehr geben wird?
    Antwort von TheKn0wledge ·

    Nein. Denn die globale Erwärmung führt zum Abschmelzen der Gletscherkappen. Deren Eiswasser ergießt sich in den Golfstrom. Dadurch kommt dieser zum Erliegen. Da der Golfstrom uns normalerweise mit Wärme versorgt geht eine beträchtliche Menge Wärme verloren. Ergo: Eis und Schnee werden das Einzige sein, was unsere Kinder kennen werden, während Kinder aus Amerika nur noch Sand und Staub kennen.