Astronomie - neue und gute Antworten

  • Erde Gewicht?
    Antwort von Franz1957 ·

    Nur eine Randbemerkung: Was Du hier untersuchst, ist die Masse der Erde. Wenn wir vom Gewicht reden, bezeichnen wir damit ja eigentlich die Kraft, mit der der btr. Gegenstand von der Erde angezogen wird. Aus dieser Kraft kann man aber praktischerweise direkt auf die Masse schließen und deshalb zeigt eine normale Waage, obwohl sie eigentlich das Gewicht mißt, nicht Newton, sondern kg an. Diese Anzeige der Waage stimmt aber nur auf der Erde, denn für ihr Schwerkraftfeld ist die Anzeige geeicht. Um nun vom Gewicht der Erde reden zu können, müßten wir überlegen, auf welchem Himmelskörper wir die Waage, auf die wir die Erde drauflegen, eigentlich aufstellen wollen und die Waage entsprechend anders eichen, sonst würde sie dort etwas anderes anzeigen als die 5,972E24 kg.

  • Emp Schäden
    Antwort von BurkeUndCo ·

    Durch einen EMP können Überspannungen in einem Gerät induziert werden, die so hoch sind, dass die empfindlichen Teuile einer integrierten Schaltung durchschmoren.

    Das kann in ähnlicher Weise auch bei einem Blitzschlag passieren. Beim Blitz werden nämlich nicht nur Geräte zerstört, die direkt vom Blitz durchflossen werden, sondern auch Geräte in etwas weiterem Umfang, in denen Ströme und Spannungen durch die hohen Feldstärken und die hohen Pulsströme des Blitzes induziert werden.

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von NoHau89 ·

    An deiner Frage meine ich zu erkennen, dass du weder genau weißt, was die Urknalltheorie genau besagt noch dass du weißt, welche Belege für diese Theorie sprechen. Wüsstest du es, hättest du nämlich diese Frage garnicht erst gestellt und schon garnicht so.

    Die Frage ist lediglich, was war vor der uns bekannten Materie, gab es Energie in ganz anderen Formen, als diese die wir kennen?

    Was genau im frühen Universum passiert ist, ist noch immer Gegenstand der Forschung. Was jedoch ziemlich klar ist, ist der Ablauf bis zu unserem heutigen Universum (die Expansion des Universums). Nichts anderes beschreibt die Urknalltheorie.

  • Emp Schäden
    Antwort von Zamon ·

    Induzierte Spannungen und Ladungen sowie Wirbelströme zerreißen die integrierten Schaltungen, d.h. die kleinen Leiterbahnen schmelzen zusammen oder bekommen Unterbrechungen. Unwiederruflich hin.

  • Emp Schäden
    Antwort von Penmonster ·

    ich glaub die werden überladen und es kommt zu einem kurzschluss oder?

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Peter33333 ,

    jo aber warum is es dann kaputt

    Kommentar von Penmonster ,

    ganz kaputt? das weiß ich nciht vielleicht schmilzt es wirklich dur die hohe spannnung

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo "Nachdenker97",

    Eure Meinung wäre interessant.

    Wäre sie das?

    Möchtest Du wirklich meine Meinung zu Deiner Frage hören?

    Ich beschäftigt mich in meiner Freizeit gerne mit Astrophysik...

    In Deiner Freizeit also.

    Hast Du Dir da auch jemals angeschaut, wie man Naturwissenschaft überhaupt macht?

    Jede naturwissenschaftliche Hypothese muss so genaue Vorhersagen machen, dass wir sie im Experiment - also an der Beobachtung an der Natur - überprüfen können und gegebenenfalls als falsch erkennen können müssen.

    Genau das haben Physiker und Kosmologen jetzt seit rund 80 Jahren mit der Urknallhypothese gemacht. Und wir haben nichts gefunden, was darauf hinweist, dass unser Universum nicht in diesem heißen, dichten Anfangszustand angefangen hat, der meist "Urknall" genannt wird.

    Im Gegenteil haben sich einige Vorhersagen beeindruckend gut bestätigt.

    Möchtest Du wirklich meine Meinung zu Deiner Frage hören?

    Ich denke, dass Du keine Ahnung hast, auf welche Weise dieses Modell in den letzten 80 Jahren eigentlich getestet wurde und was es alles bestens zu erklären imstande ist. Und wie viele und welche Beobachtungsdaten es stützen.

    Ich denke, dass Du Dich nie damit beschäftigt hast, wie man in den 1940ern aus dem Modell errechnet hat, dass man eine gleichmäßig von allen Seiten kommende Hintergrundstrahlung beobachten müsste, die einer Temperatur von weniger als 4 Kelvin entspricht. Das ist eine hervorragend zu testende Vorhersage des Urknallmodells.

    Und wusstest Du, dass diese Hintergrundstrahlung dann 1964 von zwei Wissenschaftlern entdeckt wurde, die gar nicht nach ihr gesucht haben? Alle Verschwörungstheorien können also in der Tasche bleiben. Penzias und Wilson sind anfangs auf allen Vieren in ihre Hohlantenne reingekrochen und haben Taubendreck entfernt, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wussten, wo dieses komische Rauschen herkommen könnte.
    Aber das Rauschen blieb und sie haben sich ein wenig umgehört. Und dann wurde alles klar. Den Nobelpreis haben sie dafür bekommen, dass sie dieses Rauschen entdeckt haben. Bei knapp 3 Kelvin. Wie vorhergesagt.

    Seitdem ist die Hintergrundstrahlung bestens vermessen. Mit COBE, mit WMAP, mit PLANCK. Hast Du auch nur die geringste Ahnung, wie gut diese Daten zu genauer modellierten Modellen passen?

    Und dass man das Modell außerdem noch über die Elementhäufigkeiten im Kosmos testet? Weil diese Elementhäufigkeit wesentlich durch die Primordiale Nukleosynthese in den ersten 3 Minuten bestimmt wird? Und hast Du auch nur die geringste Ahnung, wie gut der Urknall diese beobachteten Elementhäufigkeiten beschreibt?

    Und hast Du an die Vorhersagen der Teilchenphysik gedacht? An die erfolgreiche Vereinigung der elektromagnetischen Wechselwirkung und der schwachen Kernkraft zur elektroschwachen Kraft? Wie vorhergesagt halt.

    Hast Du Dich "in Deiner Freizeit" wirklich intensiv mit all den Tests und Arbeiten beschäftigt, mit denen man das Urknallmodell in den letzten 80 Jahren getestet hat?

    Möchtest Du wirklich meine Meinung zu Deiner Frage hören? Immer noch?

    Was erwartest Du eigentlich?

    Dass Physiker 80 Jahre lang ihr Modell auf Herz und Nieren prüfen und keinen Fehler finden können. Und dann kommst Du, kannst Dir irgendwas nicht richtig vorstellen und was ist Deine Schlussfolgerung? Etwa, dass Du es Dir vielleicht noch genauer anschauen musst? Nein! Dass die, die sich intensivst damit beschäftigt haben, dass die, die seit Jahrzehnten schauen, ob dieses Modell die Natur gut beschreibt, dass man denen nur mal sagen muss "hey, echt das ist doch Schwachsinn"?

    Das ist es doch, was Du hier machst.

    Der Fehler kann ja nicht bei Dir liegen. Du hast Dich ja immerhin in Deiner Freizeit damit beschäftigt. Wow! Da müssen selbstverständlich alle Physiker der Welt absolute Volltrottel sein, weil ihnen noch nicht mal aufgefallen ist, dass das Modell, mit dem sie 80 Jahre lang alle Tests an der Beobachtung meistern, einfach nur Schwachsinn ist.

    Wie zum Beispiel die Ideen über den Urknall, die von einer Art Quantenschaum ausgehen, in dem es über die Heisenbergsche Unschärferelation zu Phasenübergängen kommen kann. Unser Universum wäre dann die Folge eines solchen Phasenüberganges. Eine experimentelle Belegung solcher Modelle ist nicht oder nur unvollständig möglich. Sie haben daher immer einen spekulativen Charakter. Weil wir hier einen Beobachtungshorizont haben.

    Aber weil Du Dir das alles nicht vorstellen kannst, nachdem Du Dich in Deiner Freizeit ja damit beschäftigt hast, wissen wir: Das ist ja alles Schwachsinn.

    Möchtest Du wirklich meine Meinung zu Deiner Frage hören?

    Vermutlich kannst Du sie Dir denken, wenn ich Dir sage, dass ich Physiker bin.

    Grüße

    P.S.: Für Deine Freizeit:

    https://www.youtube.com/watch?v=hrJViSH6Klo

    Alle 18 Antworten
    Kommentar von pflanzengott ,

    Ach du kennst den Kanal auch? :D

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Ich liiiiebe ihn!

    Kommentar von pflanzengott ,

    Er sieht aus wie mein Opa. Aber der Kanal ist echt top! 

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Dich stören würde, wenn Harald Lesch Dein Opa wäre... ;-)

    Kommentar von pflanzengott ,

    Ach, ich dachte wir reden von Josef Gaßner :O

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Gaßner schaut aus wie Dein Opa? Jetzt fühle ich mich gerade sehr, sehr alt... Der ist gerade ein halbes Jahr älter als ich ... Schluck....

    Kommentar von Roderic ,

    Uta: "Solange wir unser Grauen Zellen auf Trab halten, bleiben wir jung." ;-)

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von pflanzengott ·

    Hallo Nachdenker97!

    Die Physik hat als eine Wissenschaft seriös vorzugehen. Im Laufe von Jahrzehnten haben Fragen, die sich mit der Existenz oder dem Ursprung aller Dinge die uns umgeben befasst haben, Wissenschaftler förmlich an die Decke springen lassen. Das ist menschlich. Aber was scheint physikalischen Laien eine Theorie Wert zu sein, die historischen Wert besitzt und ihre Gültigkeit nicht mit einer Sinnhaftigkeit wissenschaftlich seriös untermauern kann? 

    Um ehrlich zu sein, weiss ich das nicht so genau. Aber bei einigen Behauptungen gilt tatsächlich große Vorsicht, allem voran dann, wenn sie auf keinerlei Argumentation aufbauen und lediglich wie ein quängelndes Kind, alles postulierte gnadenlos verneinen. So viel dazu...

    Ich beschäftigt mich in meiner Freizeit gerne mit Astrophysik und folgende Theorie stört mich: Urknalltheorie

    Das ist höchst sonderbar. Der Urknall hat mit der Astrophysik nämlich herzlich wenig zu tun! Aber Kosmologie darf ja auch von Interesse sein.

    Wie kann ein Schwachsinn dieser Ar tso viele "Mitvertreter" in der Physik haben? Es ist schlichtweg sinnfrei ...

    Und jetzt hatte ich eine Argumentation erwartet und mich mega gefreut :D Stattdessen:

    Es muss schon immer etwas gegeben haben.. es gibt kein davor, warum drängeln so viele darauf möglichst schnell Behauptungen als wahr zu verkaufen.. Die Frage ist lediglich, was war vor der uns bekannten Materie, gab es Energie in ganz anderen Formen, als diese die wir kennen? 

    Schwach. Die Urknalltheorie, die du in deiner Frage ja ausdrücklich verneinst, hat Begriffe wie Energie und Materie erst in den Kosmos gebracht. Und dass es kein davor gibt, besagt die Theorie des Urknalls ja auch, da nach ihr Raum und Zeit erst im Urknall selber entstanden sind.

    Niemand drängelt darauf, viele Behauptungen möglichst schnell als wahr zu verkaufen. Du vielleicht, mit ein paar anderen Esoterikern. Die Urknalltheorie ist nun wirklich kein reines Postulat, sondern durch Vorhersagen die sich in der Physik auch lange Zeit bestätigt haben, mittlerweile zurecht anerkannt. Die kosmische Hintergrundstrahlung, ist somit das wichtigste Indiz. Wer gegen den Urknall anredet, muss ja sowieso wissen worum es sich da handelt. Wie erklärst du dir in deiner Vorstellung denn, diese Beobachtung?

    Vor der bekannten Materie, gab es "nur" reine Energie, bzw. verfügte das Universum zu einer gegebenen Zeit über eine bestimmte Energiedichte. Da nach Einsteins Formel E = mc², Energie und Masse äquivalent zueinander sind, konnten unter bestimmten Voraussetzungen aus dem damaligen intensiven Strahlungsfeld des Kosmos, Materieteilchen auskondensieren. Die haben sich mit zunehmender Expansion und Abkühlung (die übrigens auch durch die Urknalltheorie erklärt werden kann), dann zu Atomen und den ersten Elementen Wasserstoff und Helium verbunden (Primordiale Nukleosynthese).

    Auch ein Vakuum, dass zunächst wie ein "Nichts" auf den Beobachter wirken mag, verfügt über eine Nullpunktsenergie, die aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation geringfügig um einen Mittelwert schwankt. Derartige Quantenfluktuationen könnten möglicherweise ein Auslöser für den Urknall gewesen sein. Aber über diese Zeit, ist physikalisch nichts bekannt, da jegliche Gesetze unterhalb einer gewissen quantenmechanischen Grenze ihre Gültigkeit verlieren. Man spricht von den Planck-Werten.

    Der Urknall ist nun wirklich keine allzu logische Theorie. Das muss er aber auch nicht sein, denn die Philosophie ist unlängst zum Entschluss gekommen, dass Logik ein Resultat der Konnektivität unterschiedlicher gedanklicher Strukturen ist, die untereinander in Beziehung stehen. Logik wird vom Menschen gemacht, der Urknall aber von der Physik! Und natürlich ist es ebenso falsch, sich den Urknall gedanklich vorzustellen. Er wird immer noch von der Mathematik beschrieben, nicht vom Abstraktionsvermögen des Menschen. Vielleicht gibt es ja bald ausführlichere Ausführungen zu deiner Meinung, weil das oben verfasste zugegebenermaßen doch recht dünn geworden ist...

    Lg Nikolai :)

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von Oizymusic ·

    Die Expansion des Universums und die kosmische Hintergrundstrahlung deuten auf einen Anfangspunkt, einen "Urknall" hin. Ob es davor etwas gab und was, ist reine Spekulation und unser Erfahrungshorizont wird vermutlich niemals über diesen Punkt hinausgehen. Die Singularität des Universums zu jenem Zeitpunkt, ist quasi der "Bottleneck" zu mehr Wissen über den vorigen Zustand.

    Keine Frage es ist streitbar, aber niemand hat es als absolute Wahrheit verkauft, es ist lediglich ein Modell mit dem man arbeiten kann.

    Aber wenn es für dich so eindeutig sinnfrei ist, dann schreibe doch ganz einfach eine Abhandlung darüber und ernte den Repekt der Wissenschaft, einschließlich Stephen Hawkins.

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von ralphdieter ·

    Es ist schlichtweg sinnfrei

    Das hast Du richtig erkannt! Die Physik versucht nur zu beschreiben, wie unser Universum tickt. Suchst Du einen tieferen "Sinn" dahinter, musst Du einen Astrologen, Schamanen oder Priester fragen.

    Die Frage ist lediglich, was war vor der uns bekannten Materie

    Gute Frage, aber darüber sagt die Urknall-Theorie nichts aus. Wie soll das denn zu einem Widerspruch führen?

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von Roderic ·

    Der Sinn einer Theorie ist nicht, die ultimative Wahrheit zu verkünden, sondern den Wissenschaftlern ein mathematisches Modell zu liefern, mit denen sie:

    1. bisherige Messwerte und die Ergebnisse von Experimenten erklären können und
    2. zukünftige Messwerte und Ergebnisse von zukünftigen Experimenten möglichst genau voraussagen können.

    Die Urknalltheorie ist nur eine von vielen möglichen Theorien. Aber sie ist die, die diese beiden Aufgaben bisher am besten und mit den wenigsten Widersprüchen und Unklarheiten erfüllt.

    Darum haben sich die Wissenschaftler darauf geeinigt, sie als "Arbeitshypothese" zu verwenden.

    Kein Wissenschaftler behauptet, daß damit das Leben, das Universum und der ganze Rest vollständig erklärt wird.

    Alle Wissenschaftler sind sich darüber einig, daß eine Theorie nur ein Modell mit begrenzten Geltungsbereich ist und wenden eine Theorie auch nur in den besagten Grenzen an.

    Nun zu deiner eigentlichen Beschwerde:
    Die Urknalltheorie macht keinerlei Aussagen über den Zustand oder das Verhalten eines Universums vor diesem Zeitpunkt.

    Deswegen kannst Du ihr in dieser Hinsicht kein "Fehlverhalten" vorwerfen.

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von Samy795 ·

    Es liegt in der Natur von Theorien, dass sie nicht nachhaltig beweisbar sond, sonst wären es Fakten. Man kann über die Urknalltheorie denken was man will, aber Fakt ist halt auch, dass man sie bisher noch nicht eindeutig widerlegen kann. Im Gegenteil, es gibt immer mehr Puzzlestücke, die eher dafür sprechen. Ich denke Du gehst die Sache aber ohnehin viel zu naiv an wenn man versucht, das Ganze zu verstehen. Unser Verstand lässt uns ja bereits im Stich, wenn es darum geht, dass die Zeit keine Konstante ist. D.h. unsere Vorstellungskraft gerät bereits bei den Basics an ihre Grenzen.

    Alle 18 Antworten
    Kommentar von Reggid ,

    hättest du vl. ein paar beispiele dafür, was deiner meinung nach "fakten" sind im gegensatz zu "theorien".

    denn z.B. dass die materie aus atomen aufgebaut ist, ist auch "nur" eine theorie. und dass sich die erde, durch gravitationskräfte gebunden, um die sonne bewegt, ebenso.

    was sind denn dann fakten in der naturwissenschat?

    Kommentar von Samy795 ,

    Genau darauf wollte ich ja hinaus. Die Naturwissenschaft allgemein ist eine beschreibende Theorie, da gibt es keine Fakten, kein wahr oder falsch. Die kann es nur unter bestimmten Voraussetzungen geben, zB wenn man bestimmte Grundgesetzt als exogen vorgegeben definiert. Nichts anderes wird in der Astrophysik getan.

    Kommentar von TheStone ,

    Natürlich gibt es ein "falsch". Sonst könnten Theorien überhaupt nicht falsifizierbar sein, was allerdings ein sehr wichtiger Anspruch an eine Theorie ist. Beispiel: "Immer wenn es bewölkt ist, regnet es." Ist eine Aussage, die durch ein einziges Beispiel an dem es bewölkt ist ohne zu regnen, falsifiziert und damit als falsch entlarvt ist. 

    Kommentar von Samy795 ,

    Aus unserem Verständnis heraus hast Du natürlich Recht, genau genommen liegen hinter dieser Aussage aber ebenfalls diverse Annahmen bzw. Definitionen (z.B. wie ist Regen definiert). Ohne diese gäbe es auch hier kein richtig oder falsch.

    Kommentar von TheStone ,

    Unabhängig davon, wie du "Regen" definierst (so lange du ihn klar definierst), bleibt die Aussage falsifizierbar.


    Du verwechselst "falsifizierbar" mit "verifizierbar". Während für ersteres ein Gegenbeispiel ausreicht, benötigt man für das zweite eine Überprüfung unendlich vieler Möglichkeiten.



    Kommentar von Samy795 ,

    Ich denke wir sprechen da komplett aneinander vorbei. Es spielt innerhalb einer Theorie keine Rolle, ob man irgend etwas als richtig oder falsch beweisen möchte, wir bewegen uns dabei immer innerhalb der jeweiligen Theorie was die dazu gestellten Grundvoraussetzungen eben auch zur Grundvoraussetzung der jeweiligen Überprüfung macht. Oder einfacher gesprochen: Um etwas als richtig oder falsch einordnen zu können, müssen wir einen vorher definierten Maßstab anlegen. Alleine die Definition dieses Maßstabs ist aber bereits wieder eine Theorie. Und ohne diesen Maßstab ist keine richtig oder falsch Wertung möglich.

    Kommentar von TheStone ,

     "Alleine die Definition dieses Maßstabs ist aber bereits wieder eine Theorie." In wie fern?

    Kommentar von TheStone ,

    Wenn ich beispielsweise einen bestimmten Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen als Farbe rot definiere oder eine bestimmte Frequenz der Luft als Note c' erklärt das weder etwas, noch macht es eine Vorraussage. Es definiert lediglich einen Maßstab. Das ist noch lange keine Theorie.

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von TheStone ·

    Edwin Hubble hat durch die Rotverschiebung entdeckt, dass sich das Universum ausdehnt. Wenn sich das Universum ausdehnt, bedeutet das, das es in der Vergangenheit kleiner war als heute. Je weiter man in die Vergangenheit geht, desto kleiner war also das Universum bis man irgendwann an einen Zeitpunkt kommt, an dem das Universum keine Ausdehnung hatte. (tatsächlich gibt es kein physikalisches Gesetz, das dagegen spricht. Daher muss dieser Zustand als wahr angenommen werden.) Diese Singularität, also der Zustand, in dem die ganze Masse des Universums auf einen mathematischen Punkt konzentriert ist (also ganz ähnlich der Singularität, die als "schwarzes Loch" bezeichnet wird), nennt man Urknall. Die Physik macht keine Aussagen über ein wie auch immer geartetes "außerhalb des Urknalls" oder "vor dem Urknall". Der Urknall wird nicht nur durch die Rotverschiebung sondern auch durch u.a. die kosmische Hintergrundstrahlung gestützt.

    Wenn du das nun als "Schwachsinn" abtust, solltest du das Modell entweder falsifizieren können oder, die der Urknalltherie zu Grunde liegenden physikalischen Phänomene eleganter erklären können. (selbstverständlich, ohne dabei im Widerspruch mit irgendwelchen Beobachtungen zu sein.)

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von Reggid ·

    sehr nettes video dazu, das ich jedem empfehle mal anzuschauen:

    https://www.youtube.com/watch?v=q3MWRvLndzs

    denn die allermeisten leute (und meist gerade die die am lautesten schreien dass das doch alles schwachsinn sei) haben oft nicht die leiseste ahnung was mit "urknall" überhaupt gemeint ist und was die aussagen der dahinterstehnden wissenschaft überhaupt sind (und was nicht).

    Alle 18 Antworten
  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von Schtis ·

    Ich verstehe nicht was du gegen die Urknall Theorie einzuwenden hast. Wissenschaftlich gesehen beinhaltet sie keinen Widerspruch, sondernd ist die sogar sehr plausibel. Belege für die Theorie sind beispielsweise die Inflation und die kosmische Hintergrundstrahlung. Zu der Frage, was "davor" existierte sagt sie eigentlich nichts, im Gegenteil, es werden dadurch sogar viele Türen geöffnet, wie Multiversen, verschiedene Dimensionen, schwingende Branen (aus der String Theorie), Endlosschleifen aus Urknall-Inflation-"Zusammensturz", usw. Ich bin gespannt deine Meinung zu hören.

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von dompfeifer ·

    Unter den zahllosen Urknalltheorien wird es sicher auch einige schwachsinnige Theorien geben, warum nicht? Aber Du hast uns ja nicht die von Dir inkriminierte Theorie vorgestellt. Kennst Du überhaupt welche?

    Wenn Du Deine Kritik allein an der bildhaften Bezeichnung "Urknall" fest machst  für den zeitlichen Konvergenzpunkt zahlreicher astronomischer Variablen, dann nenne die Sache eben "Urblitz", "Urereignis" oder "astronomischer Urscheitelpunkt", wenn Du Dir damit schlau vorkommst.  

    Alle 18 Antworten
    Kommentar von Nachdenker97 ,

    kann man sich nicht einfach gedanken darüber machen, ohne dafür studiert zu haben? sowas nervt mich, solange du verstehst was ich meine ist alles gut, ist naemlich der sinn der sprache.

    Kommentar von Reggid ,

    kann man sich nicht einfach gedanken darüber machen, ohne dafür studiert zu haben?

    ja, kann man. und ist auch toll wenn leute das machen. aber man sollte trotzdem versuchen vorher zumindest die grundlagen zu verstehen. und letztendlich wird man wenn man mehr in die tiee geht ohne studium immer nur bei irgendwelchen analogien und halbwahrheiten hängen bleiben.

    kritisch hinterfragen ist schon wichtig, aber sich seiner eigenen fähigkeiten und grenzen bewusst sein ebenalls. wenn mir 99 von 100 ärzten eine lebenswichtige operation empfehlen, dann höre ich auch auf die und nicht den typen von nebenan, der mal schnell ganz kritisch die moderne medizin hinterfragt hat.

    Kommentar von ThomasJNewton ,

    Man muss nicht studiert haben, um den Urknall grundsätzlich zu verstehen. Dazu reichen populärwissenschaftliche Bücher.

    Da würdest du auch feststellen, dass es voneinander unabhängige Hinweise auf den Urknall gibt. Eine von dir angedachte Alternative müsste zumindest diese anders erklären.

    Davon abgesehen macht der Ton die Musik. Sich einfach Gedanken machen klingt etwas anders als "... Schwachsinn ...".

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von TransGC116 ·

    Wenn Du die Problematik ernst meinst können wir  Wochenlang diskutieren. Ich schaue sehr oft ZDF info / Phönix und n24. Urknall – vor ca. 15 Milliarden Jahren ….PENG –Urknall.Vor ca. 5 Milliarden Jahren – die Erde entstanden. Aus einer Mini – Masse ist das heutige gesamte bekannte Universum entstanden. Erst mal soweit klar. Meine Frage wäre zum Beispiel… gibt es noch so eine MINI – Masse ??? Erst mal soweit – vielleicht kommen

    noch paar dazu.

    Alle 18 Antworten
    Kommentar von Startrails ,

    Mini-Masse? Man merkt, dass du N24 schaust ;-)

    Kommentar von Nachdenker97 ,

    wie wäre dies: wir befinden uns in dieser mini masse?

    Kommentar von Startrails ,

    Und was wäre wenn ich jetzt schreiben würde, dass unser Universum lediglich ein Hologramm ist?

    Kommentar von TransGC116 ,

    Ein Hologramm ist , soweit mir bekannt , ein eigentlich unreales nebelhaftes Abbild. 3 Dimensional. Und... ich , Du , Sonne und Erde sind ja nun wirklich nicht Nebelhaft !

    Kommentar von TransGC116 ,

    Diese gibt es ja nicht mehr !

    Kommentar von Nachdenker97 ,

    dann würde ich fragen, was fuer eine masse ein hologramm in der regel hat ?

    Kommentar von Nachdenker97 ,

    eben ... aber die frage ist immer, wie klein sind wir wirklich? sollten wie ein extrem kleines bestandteil eines hologramms sein, dann.. hm schon vorstellbar

    Kommentar von TransGC116 ,

    Nein - wir sind doch real. Wenn Du mir jetzt gegenüberstehst kann ich Dir eine auf die Rübe hauen. a.) Du siehst mich und b.) wenn ich treffe merkst Du das. Das wäre in einem Hologramm nicht machbar !!! ... ich treffe immer ;-)))  !

    Kommentar von Startrails ,

    Fehler der meisten ist, dass sie von dreidimensional auf zweidimensional runterdenken wollen - es reicht schon eine einzige Ebene wegzulassen von den uns bekannten ;-)

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von Startrails ·

    Naja, die kosmische Hintergrundstrahlung gilt als ziemlicher Beweis für den Urknall. Beweise, dass unser Universum durch die Kollision zweier anderer Universen entstand gibt es nicht, jedoch gibt es diese Theorie.

    Raum, Zeit und Materie entstanden aus einer Singularität heraus - warum auch nicht?

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von orangenzwiebak ·

    Ja, ich glaube, dass du auf jeden Fall intelligenter bist und mehr weißt als die ganzen wirklichen Astrophysiker. Du hast bestimmt Recht.

    Alle 18 Antworten
    Kommentar von Nachdenker97 ,

    ich höre sarkasmus raus. ich aber, hinterfrage auch meinungen von experten, gerade in so diskutablen Themen!

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    ich aber, hinterfrage auch meinungen von experten, gerade in so diskutablen Themen!

    Hinterfragst Du - oder leugnest Du?

    Das ist nämlich ein Unterschied. Das erste fragt: "Welche Beobachtungsdaten haben Dich zu Deiner Meinung gebracht?" und "Welche Beobachtungsdaten würden Dich davon überzeugen, dass Deine Überzeugung falsch ist?"

    Der zweiten Kategorie sind alle Beobachtungsdaten wurscht.

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von FreieAutorin ·

    ich kenne mich da kaum aus. aber der urknall kam nicht plötzlich aus dem nichts. das ist schwachsinn :D immer hin zieht sich was zusammen und breitet sich dann schlag artig wd aus. heißt also da muss was gewesen sein das sich zsm gezogen hat^^ wahrscheinlich ein früheres universum. finde es auch lustig das es unendlich sein soll. immerhin muss es i.wo enden. 
    oder nicht? vllt ist unser universum der dreck fussel aus dem bauchnabel von i.was :D 

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von miesterxD ·

    Ich weiß es leider nicht warum die leute das glauben. aber meine meinung dazu ist, dass es jemanden vor dem urknall gab, der/die den urknall erschaffen haben und somit wir entstanden sind.

    Alle 18 Antworten
    Kommentar von Nachdenker97 ,

    die Problematik ist immer, wer wiederum hat diesen jemanden erschaffen?

    Kommentar von FreieAutorin ,

    das war stewi griffin aus family guy :D kennt ihr die folge? xD als er den urknall ausgelöst hat? xDD

    Kommentar von Franz1957 ,

    Diese Problematik, den infiniten Regress, haben alle Erklärungen gemeinsam, die Ursachen für irgendetwas angeben. Auch naturwissenschaftliche Erklärungen. Wir müssen damit leben, daß wir grundsätzlich nicht imstande sind, unendliche Fragenketten zuende zu verarbeiten. 

    http://de.wikipedia.org/wiki/Infiniter\_Regress

    Kommentar von Nachdenker97 ,

    ja kenn ich:D einer der besten serien

  • Urknall - Widerspruch in sich?
    Antwort von V3nTeX ·

    Ich muss ehrlich zugeben, das ich nur weis Sein -> BOOM <-stein Wenn ich noch mehr wissen sollte lerne ich gerne. Ich habe mich wie man vieleicht schon lesen kann sehr wenig mit auseinander gesetz und bin christ also ich glaube, dass Gott sie erschuf aber ich habe mich noch nie gefragt wie.

  • Mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich Tachyonen fort?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo recam,

    Tachyonen sind rein hypothetische Teilchen.  Eine mathematisch mögliche Lösung der Einsteinschen Gleichungen. Aber nicht alle mathematischen Lösungen einer physikalischen Gleichung müssen in der Natur auch realisiert sein.

    Nimm zum Beispiel die Aufgabe: Du hast ein Quadrat der Fläche 4 cm^2 und willst wissen, wie lang eine Seite des Quadrats ist. Klar. Das sind 2 cm. Aber mathematisch wäre eben auch -2 eine mögliche Lösung gewesen.  Nur gibt es in der Natur keine negative Länge. 

    Und so ist es auch wahrscheinlich, dass es gar keine Tachyonen gibt. Sie sind einfach dir Lösung der Einsteinschen Gleichungen,  die Teilchen beschreibt,  die immer schneller als Lichtgeschwindigkeit sein müssen.  So wie massenhafte Teilchen (also etwas wie wir) nicht Lichtgeschwindigkeit erreichen können,  so können die Tachyonen,  wenn sie existieren, immer nur schneller als Lichtgeschwindigkeit sein. Weitere Einschränkungen der Geschwindigkeit haben sie aber nicht. Sie hätten also keine bestimmte Geschwindigkeit. 

    Ergänzend würde ich gerne darauf hinweisen,  dass das Lichtjahre eine Entfernung ist. 

    Eine Formulierung "wieviele Kilometer die Tachyonen in einem Lichtjahr zurücklegen" oder "wieviele Lichtjahre die schneller sind" ist also falsch. Ein Lichtjahr ist die Entfernung,  die Licht in einem Jahr zurücklegt. 

    Grüße

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Nebuk ,

    Aber Han Solo machte doch den Kesselflug in weniger als 3,2 Parsec?

    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Ja, klar. Der schon. Han hätte auch gegen Chuck Norris gewonnen.

  • Mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich Tachyonen fort?
    Antwort von AlphaundOmega ·

    Die Geschwindigkeit eines Tachyons ist nach unten durch die Lichtgeschwindigkeit (rund 300 000 km/sec) begrenzt, nach oben hingegen unbegrenzt.Die Masse eines Tachyons hat einen „imaginären Wert“, das heißt: Wenn man die Maßzahl dieser Masse mit sich selbst multipliziert, kommt eine negative Zahl heraus.Wenn die Geschwindigkeit des Tachyons auf die des Lichtes herabfällt, werden seine Energie und sein Impuls unendlich groß.Während das Tachyon Energie verliert, wächst seine Geschwindigkeit, bis sie schließlich bei der Energie null unendlich groß ist.Das Tachyon kann in jedem Energiezustand massenlose Teilchen (Photonen oder Neutrinos) und unter bestimmten Umständen auch Teilchen mit normaler Ruhemasse aussenden.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von ThomasJNewton ,
    1. Tachyonen sind bislang rein hypothetisch.
    2. Neutrinos sind nach neueren Erkenntnissen nicht (ruhe)masselos.
  • Mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich Tachyonen fort?
    Antwort von icekeuter ·

    Robert Ehrlich provozierte seine Kollegen kürzlich mit einer Erklärung:

    Er glaubt, dass in dem Energiebereich in dem Protonen zerfallen Tachyonen ausgesendet werden. Der Betrag ihrer Masse |m| (mit |m| = √–m2) von 0,5 plus/minus 0,25 Elektronenvolt geteilt durch das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit wäre mit den bekannten Neutrino-Daten vereinbar.

    Wenn Ehrlich Recht hat, müssten Neutronen mit einer Energie von 4,5 plus/minus 2,2 Petaelektronenvolt existieren. Zwar haben freie Neutronen nur eine Halbwertszeit von 890 Sekunden, doch könnten sie darin auf Grund der relativistischen Zeitdilatation infolge ihrer hohen Geschwindigkeit 100 Lichtjahre zurücklegen.

    Allerdings kann niemand genau sagen wie hoch die Geschwindigkeit ist. Diese variert sehr start unter den Tachyonen.

    MfG. icekeuter

  • Mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich Tachyonen fort?
    Antwort von Nebuk ·

    Tachyonen ist ein Sammelbegriff für Teilchen, die schneller als Licht sein sollen. Dabei gibt es keine feste Überlichtgeschwindigkeit, sondern die jeweilige angenommene Geschwindigkeit hängt von individuellen Eigenschaften des jeweiligen Tachyons ab - im wesentlichen von seiner imaginären, negativen Ruhemasse. 

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von Franz1957 ·

    Diese Zeichnung... http://www.cnyo.org/wp-content/uploads/2014/04/2014april10\_eclipses\_and\_plane... ...zeigt den Grund, der ja schon beschrieben wurde: Erdbahn- und Mondbahnebene sind gegeneinander geneigt.

    Zeigt die Schnittlinie der beiden Ebenen gerade auf die Sonne, dann ist die Situation günstig (favorable) für das Auftreten einer Finsternis, andernfalls ist sie ungünstig (unfavorable).


    Alle 8 Antworten
    Kommentar von Franz1957 ,

    Schaut man sich die Zeichnung an, dann kann man auf die Idee kommen, daß sich die Finsternisse in bestimmten Monaten häufen und in anderen Monaten selten sein müßten. Schaut man aber in eine Liste von Finsternissen der letzten Jahrzehnte, dann sieht man, daß das nicht so ist. Die Finsternisse sind in allen Monaten etwa gleich häufig. Der Grund dafür ist der: Die Mondbahnebene bleibt nicht konstant in dieselbe Richtung gekippt, sondern ihre Kipprichtung dreht sich (Präzession) und läuft einmal in 18,61 Jahren im Kreis herum. Darum treten Finsternisse auf die Dauer zu allen Jahrszeiten gleich häufig auf.

  • Funktioniert ein Teleskop in der Stadt?
    Hilfreichste Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    nun gebe auch ich noch meinen Senf hinzu :-)

    Also, eine Nutzung des Teleskops in der Stadt ist nicht vorteilhaft, aber prinzipiell nicht unmöglich. Mond und Planeten gehen dort immer. Auch die hellsten Deepsky-Objekte wirst du sehen können. Hier denke ich gerade an die Andromeda-Galaxie (M31), das Sommer-Paradeobjekt Herkuleshaufen (M13), das Parade-Objekt des Winters den großen Nebel des Orion (M42) und weitere div. Sternhaufen wie M44 (Praesape), M92 im Drachen, aber auch M35 bis M38. Hellere NGCs sowie einige Stock-Objekte sollten auch gehen.

    Wirklich Spaß macht ein Teleskop aber erst wenn der Himmel richtig dunkel ist. 15 bis 20 Kilometer fernab störender Lichtquellen sollten das schon sein.

    Ein großer Störfaktor ist der ganze Schmutz und die Luftfeuchtigkeit - die reflektieren das Stadtlicht enorm. Jedoch gibt es auch in Großstädten durchaus brauchbare Tage. Selbst in Berlin habe ich schon die Milchstraße erahnen können - da war die Luft aber wirklich sehr trocken und klar.

    Für die Wahl deines Teleskopes solltest du dir erst ein mal bewusst machen ob es dir möglich ist, dass du rauf aufs Feld fahren kannst. Dann sollte das Teleskop evtl. ne Nummer kleiner ausfallen wegen des Transportes. Dann stellt sich auch noch die Frage was du denn beobachten willst? Soll es bei Planeten und dem Mond bleiben, würde ich persönlich ein ganz anderes Teleskop nehmen als ich es für die Deepsky-Beobachtung nehmen würde.

    Mit wenigen Handgriffen kann man aber störendes Streulich minimieren. Vor die Öffnung, egal ob Refraktor oder Reflektor, kann man eine Streulichtblende setzen. Das hat gleichzeitig den Effekt, dass die Spiegel bzw. Linsen nicht so schnell beschlagen in feuchten Herbstnächten. Bei einem Reflektor (Spiegelteleskop) kann man auch noch den Tubus von innen schwärzen. Entweder mit DC fix oder solch nicht-reflektierender Farbe. Die Streben des Fangspiegels können auch geschwärzt werden sofern man sich für diese Farbe entscheidet.

    Hier wurde u.a. schon das sog. Seeing angesprochen. Hierbei handelt es sich um den Austausch von warmen und kalten Luftschichten - Resultat ist, dass die Objekte im Okular ganz schön zappelig sein können und somit sind hohe Vergrößerungen nicht möglich. Die Gefahr des Seeings ist in der Stadt aufgrund aufgeheizter Gebäude und Straßen natürlich höher als irgendwo draußen auf dem Feld.

    Ich denke, dass es auch nicht verkehrt sein kann wenn man sich als Anfänger einem astr. Verein anschließt. Neulinge sind immer herzlich willkommen und Amateur-Astronomen sind recht gesellige Leutchen - also, keine Panik und einfach fragen :-)

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Mj8424 ,

    Danke für die ausführliche Antwort :) dass es Vereine gibt wusste ich gar nicht. Werde wohl erstmal einen Anfängerkurs in einem Observatorium in der Nähe machen, hab gerade entdeckt, dass die sowas anbieten.

    Kommentar von Startrails ,

    Ich danke vielmals für das Sternchen :-)

    http://www.deepsky-brothers.de

    Guck dich mal in Ruhe auf dieser Seite um - sehr hilfreich für Anfänger...

  • Wie findet ihr meine Weltraum-Theorie?
    Antwort von Davidcenk ·

    Ich selber bin 13 und ich habe mir darüber schon sehr oft den Kopf zerbrochen. Du musst dir erstmal vorstellen: Was war "vor" dem Universum? Was konnte die Energie für den Urknall hervorbringen? Ich denke, ist und wird auch immer ein Rätsel sein.

  • Satelliten Bewegung um Sonne, Physik aufgabe
    Antwort von PWolff ·

    Schau dir noch mal die Keplerschen Gesetze an. Da gibt es eins, dass die große Halbachse der Umlaufellipse betrifft.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Leonathe3th ,

    Die große Halbachse ist aber nicht der Abstand im Aphel.

    Kommentar von PWolff ,

    Aber der Abstand von Perihel und Aphel ist die doppelte große Halbachse. Ich war davon ausgegangen, dass das offensichtlich ist oder wenigstens leicht genug mit dem Problem in Verbindung gebracht werden kann.

  • "The Martian" Frage zur Authentizität...
    Antwort von ZoelomatTheGod ·

    Du brauchst deine Emotionen im Hinblick auf den Wahrheitsgehalt eines Sci-Fi Filmes nicht hier darstellen und den Film schlecht reden. Es ist nach wie vor ein Science-Fiction Film auf Basis eines Buches. Das Buch war sehr realitätsnah geschrieben und deshalb denke ich dass das mit dem FIlm ähnlich sein wird. Ich kann dir aber nicht sagen wie die Details aussehen, da weder der Film noch ein Trailer noch nicht erschienen sind.

  • Funktioniert ein Teleskop in der Stadt?
    Antwort von BurkeUndCo ·

    Natürlich funktioniert ein Teleskop auch in der Stadt.

    Aber wirklich richtige Freude kommt da nicht auf, da das Streulicht aus der Umgebung den Himmel aufhellt, der dann auch im Teleskop eher grau statt schwarz wirkt.

    Wenn Du es aber doch versuchen willst, dann folgender Tipp:

    Nimm lieber ein Linsenteleskop anstelle eines Spiegelteleskops. Warum? Das Linsenteleskop ist durch seine Bauweise prinzipiell etwas weniger empfindlich gegen Streulicht als ein Spiegelteleskop. Und die Hauptvorteile des Spiegelteleskopes, das größere Lichtsammwelvermögen der größeren Spiegelfläche, die bringen Dir in der Stadt eher Nachteile, da damit eben auch mehr Streulicht eingesammelt wird.

    Es gibt gute Linsenteleskope, die dank zusätzlicher interner Blenden die Streulichtempfindlichkeit weiter reduzieren. Aber ich weiß hier nicht den Hersteller, oder ob das dann nur Eigenbau-Geräte sind.

  • Haben vollkonvektive MS Sterne auch einen "Kern"?
    Antwort von pflanzengott ·

    Hallo Xuleb!

    Nach dem heutigen Kenntnisstand der Astrophysik sind Rote Zwerge, zumindest in der Milchstraße verglichen mit anderen Sterntypen sehr gut vertreten. Man schätzt, den überwiegenden Anteil der Sterne in der Milchstraße auf einen Massenintervall von etwa 0,09 bis 1,4 Sonnenmassen. Ungeachtet der Tatsache, dass massereichere Sterne mit ihrer höheren Leuchtkraft vergleichsweise stark auf sich aufmerksam machen, erfordert die Untersuchung Roter Zwerge eine detaillierte und aufmerksame Durchmusterung des Nachthimmels mithilfe moderner Teleskope.

    Interessant sind Rote Zwerge für die Astrophysik vor allem, weil sie als potenzielle "Zentralgestirnanwärter" für bewohnbare Exoplaneten infrage kommen. Darüber hinaus, ist es überaus interessant Rote Zwerge hinsichtlich ihrer magnetischen Aktivität zu untersuchen, die in der Regel überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist. Auch das ist durch die von dir erwähnten Konvektionsprozesse bedingt. Aber was ist Konvektion speziell, und unter welchen Bedingungen kann eine Atmosphärenschichtung im Innern des Sterns instabil gegen Konvektion werden?

    Wenn in einem ruhenden Gas, gewisse Bereiche wärmer und damit spezifisch leichter (!) als ihre Umgebung sind, und deswegen entgegen der Schwerkraftrichtung aufsteigen, dann spricht man von thermischer Konvektion. Offenbar ist also nötig, dass ein Massenelement im Innern des Sterns gegenüber seiner Umgebung durch einen Temperaturexzess gekennzeichnet sein muss. Der Temperaturüberschuss eines Elementes, stellt die Bedingung des Wärmeaustauschs zwischen der Umgebung und dem sich im Aufstieg befindlichen Element an die Grundgleichungen der Gasgesetze. Wärmeaustausch wiederum, erfordert eine instabile Atmosphärenschichtung in der mathematisch gesprochen, der radiative Gradient den adiabatischen Temperaturgradienten übertrifft! Gemäß des Schemas:

    Radiativer Gradient groß, adiabatischer Gradient klein --> Instabile Atmosphärenschichtung --> Wärmeaustausch --> Wärmeaufnahme eines Massenelementes --> Temperaturüberschuss und Aufstieg in höhere Schichten,

    versucht man in den theoretischen Modellen des Sternaufbaus Gründe für einen zunehmenden radiativen Gradienten und einen abnehmenden adiabatischen zu finden. Es zeigt sich, dass anlässlich des nur geringen Energiegefälles in Roten Zwergen, in denen Temperatur und Druck verglichen mit massereicheren Sternen, wesentlich geringer ist, der radiative Gradient den adiabatischen Gradienten zu übertreffen scheint. Nun ist auch in höheren Schichten aufgrund der geringer werdenden Temperatur eine Verringerung des adiabatischen Gradienten festzustellen, da die teilweise Ionisation oder Dissoziation von Molekülen zu einer Erhöhung der Opazität (Lichtundurchlässigkeit) führt. Überall da, wo radiativer Energietransport ineffizient wird, wird Konvektion effizient und schon die kleinste thermische Störung wird einen sich selbst verstärkenden Konvektionsprozess in einer Schicht in Gang setzen können. 

    Nur sind die zur Berechnung der beiden Gradienten vorhandenen Zahlenwerte im Laufe der stellaren Evolution nicht konstant, sondern ändern sich mit der Konfiguration neuer Gleichgewichtsstandards im Laufe der Entwicklung! Deswegen, bildet sich in nahezu allen Roten Riesen eine riesige Konvektionszone aus, die mit fallender Oberflächentemperatur weiter in den Stern hineinreicht.

    Darüber hinaus ist seit längerer Zeit bekannt, dass Masse und Lebenszeit eines Sterns eindeutige Proportionalitäten zueinander aufweisen. Je masseärmer der Stern, umso länger die Lebenszeit. Rote Zwerge gehören zu den masseärmsten Sternen die es gibt und geben kann, und sind deswegen bestenfalls in der Mitte ihres Lebens angekommen. Bis heute ist uns kein Roter Zwerg bekannt, der sich nicht im Hauptreihenstadium befindet sondern als Roter Riese sein Dasein fristet. Das Universum ist schlichtweg zu jung! 

    Was mit Roten Zwergen genau passiert, wenn ihr Wasserstoffvorrat erschöpft ist, ist noch gar nicht genau bekannt. Es gibt die Möglichkeit, dass sich die massereicheren von ihnen zu einem Roten Riesen aufblähen! Die Konvektionsprozesse gewinnen dabei rasant an Quanti- und vor allem Qualität! Typische Aufstiegsgeschwindigkeiten von Konvektionszellen liegen bei 5 - 10 Km/s. Radiative Zonen bilden sich in Roten Zwergen anlässlich ihrer Zustandsgrößen und des hohen Temperaturgefälles, so gut wie nie aus. Möglich ist aber auch, dass Rote Zwerge ohne ein Riesenstadium zu erreichen, einfach so ihre äußeren Hüllen absprengen und nach Zig Jahrmilliarden so ihr Leben beenden. Der Aufbau dieser Sterne ändert sich von der Hauptreihe hin zu späteren Entwicklungsphasen nur unwesentlich, verglichen mit anderen Objekten. Lediglich Ausdehnung und Größe, nehmen in Relation mit der Effizienz von Konvektionsprozessen zu. Der radiative Gradient steigt in den Spätstadien der Entwicklung noch einmal rasant an! Eine feste Abgrenzung vom konvektiven Kern und konvektiven äußeren Schichten, gibt es dabei nicht.

    Lg Nikolai ;)


  • Bewertung meiner Bewerbung (Praktikum)
    Antwort von ralphdieter ·

    durch weitläufige Internetrecherche

    heißt: "Ihr seid verdammt gut versteckt, oder ich bin zu doof zum Suchen."

    habe mich größtenteils auch dabei informiert

    heißt: "habe immer noch nicht alles kapiert"

    Nach diesen beiden Phrasen wäre ich als Personaler schon etwas gereizt...

    würde es mir sehr weiterhelfen.

    Was würde helfen? Hier fehlt noch etwas, z.B. ", einen Einblick in Ihre Arbeit zu erhalten." (Kein schlimmer Fehler, nur etwas holprig).

    vor allem das beobachten des Himmels und die generelle Thematik Astronomie

    Jetzt reichts endgültig ⇒ Ablage "P"(apierkorb)!

    Bei "vor allem" erwarte ich irgendein Spezialgebiet: Sonne, Planeten, Mars-Missionen, NEOs, Deep Sky, SETI, Exoplaneten, Teleskope, Entstehung des Universums oder so. Mit "Beobachten des Himmels" gibst Du offen zu, dass Du keinen blassen Schimmer hast.

    Da ich ein ruhiger, geduldiger und sorgfältiger Mensch bin, kann ich es mir vorstellen, Sie bei der Arbeit zu unterstützen.

    Nicht vorstellen, tun! Aber "unterstützen" klingt, als ob die ohne Deine Hilfe nichts auf die Reihe kriegen. Mein Vorschlag: "Als ruhiger, geduldiger und sorgfältiger Mensch kann ich mich in Ihrer Einrichtung sicher nützlich machen."

    Positiv fällt mir auf, dass Du auf die Rechtschreibung achtest. (Nur: "Zurzeit" schreibt man auseinander).

    Ich denke, wenn Du dein Interesse glaubhaft nachweisen kannst (habe ein Teleskop [Marke, Typ], kenne alle Berichte zum Thema xxx, ...), dann bist Du ziemlich vorn dabei. Die anderen Kritikpunkte sind dagegen eher kosmetischer Natur.

    Viel Erfolg!

  • Ist das Universum jetzt endlich oder unendlich? *bitte weiterlesen*
    Antwort von Wiesel3000 ·

    Hey ich habe mal überlegt. Die Massen im Universum scheinen endlich zu sein.Der Raum hingegen ist aber Unendlich weil man nicht das ,,ENDE´´erreichen kann.Deswegen kann man meiner Meinung nach nicht genau definieren ob es nun endlich oder Unendlich ist.

    Wenn sich das Universum immer weiter ausdehnen sollte ,wie ist  es dann mit dem Massenerhaltungsgesetz.Dann müssten ja immer Galaxien Planeten etc zusammen fallen und an dem ausgedehnten Ort wieder auftauchen. 

    Der Raum hingegen besitzt keine Masse und kann daher unendlich sein.

    Zusammenfassend gesagt denke ich das wir mit unseren Galaxie(Wenn man sie als Massen ansieht) in einem unendlichen Raum befinden, d.h wir sind endlich aber der Raum in dem wir uns befinden ist unbegrent. Man es also nicht genau sagen, denn es kommt an was man betrachtet(nur den raum in dem sich alles befindet oder die Ganzen Galaxien die Endlich sind).

    Es verwirrt mich selber total aber das sind meine Gedanken. Was haltet ihr hiervon?

    MFG Wiesel

  • Praktikum in der 11 - Biologie oder Astronomie
    Antwort von Slushy11 ·

    Ich kann mir vorstellen, dass du in einer Sternwarte eine geeignete Praktikumsstelle finden könntest. Außerdem kann man auch an Universitäten Praktika machen und in die Arbeitsweise von Forschern hinein schnuppern. Ich denke auch das könnte für dich sehr interessant sein!

  • Unterschied von Astrologe und Astronom??
    Antwort von ThomasAral ·

    wörtlich:

    Astronomie = Sternengesetz

    Astrologie = Lehre von den Sternen

    tatsächlich

    Astronomie = alles wissenschaftlich beweisbare um Sterne und Weltall

    Astrologie = Pseudo-Wissenschaft. Geringer Teil Astronomie wird verwendet um Horoskope zu erstellen oder sonstige Vorraussagen zu machen. Kerngedanke: die göttliche Vorsehung ist im Stand der Sterne ablesbar.

  • Funktioniert ein Teleskop in der Stadt?
    Antwort von Samy795 ·

    Nützen ist relativ. Die Frage dabei ist ja auch immer, was man beobachten möchte. Geht es um Deep Sky, sorgt Lichtverschmutzung für so schlechte Verhältnisse, dass man es kaum durch bessere Technik ausgleichen kann. Geht es aber alleine um Planteten/Monde, ist viel Umgebungslicht auch nicht gut, aber eben lange nicht so schlimm. Es empfiehlt sich eigentlich immer, irgendwo raus zu fahren. Übrigens: Selbst ausserhalb von Städten ist der Himmel immernoch sehr lichtverschmutzt. Wenn Du die Möglichkeit hast, in wirklich abgelegenen Gegenden zu beobachten, solltest Du das unbedingt mal machen. Dann hast gar keine Lust mehr auf Stadtbeobachtungen. Achte aber darauf, dass Du nicht zu viel schleppen musst, erfahrungsgemäß nervt einen das irgendwann (bei perfekten Lichtverhältnissen ist ein 8"er absolut ausreichend um verdammt viel zu sehen). Auch eine ordentliche Justierung holt verdammt viel raus, also das bitte auch nicht unterschätzen! Viel Spaß!

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Mj8424 ,

    Hmm werde mal mit meinem Bruder sprechen, der hat ein Stück Land mitten in der Eifel, da sollte es ja gehen :)

    Kommentar von Samy795 ,

    Allgemein sind hochgelegene Gebirge nicht das Schlechteste. Zu viele Bäume sorgen aber für eine recht hohe Luftfeuchtigkeit der Umgebung, was auch nicht unbedingt positiv ist. Evtl. kannst ja auch mal bei ner nahe gelegenen Sternwarte nachfragen, die kennen idR. die besten Plätze.

  • Funktioniert ein Teleskop in der Stadt?
    Antwort von Hellstorm ·

    Kommt immer darauf an, wie groß die Stadt ist. In normalen Städten, mit 20 bis 50.000 Einwohner ist das noch recht gut machbar. Allerdings muss man dann schon Geld in Breitband-Filter investieren. Ein CLS-Filter filtert dir z.B. große Teile des rötlich/orangen Lichts von Natrium-Dampflampen heraus. Ein UHC- oder OIII-Filter, filtert noch wesentlich mehr unnötiges Licht heraus, eignet sich dafür aber auch nur für Nebel und nicht für Galaxien. Letztgenanntere Filter steigern Dir aber auch den Kontrast von Nebeln bei dunklem Himmel deutlich.

    Unten habe ich eine meiner letzten Aufnahmen angehängt. Die entstand hier am Standrand einer 30.000-Einwohner-Stadt mit CLS-Filter. Es handelt sich um die Whirlpool-Galaxie. Ohne CLS-Filter würde man hier weitaus weniger sehen, da die Galaxie großteils im Streulicht verschwinden würde.

    Es geht also mit der Beobachtung noch. Solange man wenigstens eine 5 auf der Bortle-Skala verzeichnen kann und das gesuchte Objekt nicht zu dunkel ist. Ich habe für mich hier festgestellt, dass ich hier bis etwa mag 13 oder 13m5 noch Deep Sky Objekte fotografieren kann. Das ist zumindest schon einmal relativ ordentlich.

    Dennoch: Vorallem wenn man visuell beobachtet, ist ein sehr dunkler Beobachtungsplatz mit sehr dunklem Himmel durch nichts zu ersetzen. Visuell kann ich z.B. hier vor unserem Haus auch nicht allzuviel sehen.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Mj8424 ,

    Naja, ich wohne hier mitten in einer 500.000 Einwohner Stadt.... Denke mal das wird dann nichts. Aber danke für die Antwort.

    Kommentar von Hellstorm ,

    Ja, da wird außer Andromedagalaxie oder Orionnebel nicht mehr viel gehen. Da solltest Du schon wenigstens 20 km zwischen Dich und die Stadt bringen.

  • Welche Planeten drehen sich um den Merkur ?
    Antwort von weckmannu ·

    Die bisherigen 8Frager sind auf die trickreiche Frage hereingefallen, weil sie nicht bedacht haben, dass alle 7 Planeten, die weiter entfernt als Merkur um die Sonne kreisen, außerdem auch um den innersten Planeten kreisen. Zur korrekten Antwort spielt es keine Rolle, dass das Gravitationszentrum nicht Merkur, sondern der gemeinsame Schwerpunkt von Sonne und Merkur ist, der im Inneren der Sonne liegt.

    Die Bahnen der äußeren  Planeten sind aus Sicht des  Merkur epizyklische Bahnen, die schon im ptolemäischen Bild beschrieben werden

    Alle 9 Antworten
    Kommentar von Roderic ,

    Du hast meine Antwort vorweggenommen. Lass uns mal weiterdenken...

    Da der Merkur sich selber dreht, drehen sich von einem festen Punkt auf seiner Oberfläche aus betrachtet, nicht nur die 7 restlichen Planeten dieses Sonnensystems um ihn herum - sondern:

    Alle anderen des gesamten Universums ;-)

  • Funktioniert ein Teleskop in der Stadt?
    Antwort von ralphdieter ·

    Mach Dir keine Hoffnungen: Der Dunst leuchtet im Licht und verschleiert jeden Blick zu den Sternen. Dagegen kann auch das teuerste Telekop nichts ausrichten.

    Zusätzlich ist die Stadt eine riesige Heizung, die die Luft darüber flimmern und die Sterne funkeln lässt -- romantisch, aber tödlich für Himmelsbeobachtungen.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Mj8424 ,

    Okay, gut zu wissen, danke. Dachte mir schon so was.

  • also ich hab hier oft gelesen das es in einer anderen galaxy einen ähnlichen planeten wie diesen
    Antwort von Hamburger02 ·

    Du meinst wohl die sogenannten Supererden. Das sind Planeten, die so groß oder deutlich größer als die Erde sind und in einer Zone kreisen, bei der es flüssiges Wasser gibt.

    Häufig liest man vom Planeten Gliese 541c. Der ist etwa 3mal so groß wie die Erde und seine Oberflächentemperatur soll zwischen 0 und 40°C liegen.

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von Startrails ,
    Supererden

    Entdeckte man nicht letztes Jahr sogar "Erden" die die 17-fache Masse unserer Erde haben? Godzilla-Erde oder so ähnlich :-)

    Kommentar von Hamburger02 ,

    Ach, davon habe ich noch nichts mitgekriegt...aber da läuft im Moment die Entwicklung dermaßen stürmisch, ich glaube, zur Zeit wird jede Woche mindestens ein neuer Exoplanet entdeckt.

  • also ich hab hier oft gelesen das es in einer anderen galaxy einen ähnlichen planeten wie diesen
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo beantwortenicht,

    ich fürchte, das ist ein SciFi-Mythos.

    Warum?

    Exoplaneten - also Planeten, die andere Sterne umkreisen als unsere Sonne - können wir erst seit wenigen Jahren entdecken. Die Angaben variieren hier etwas, je nachdem, was man als erste Entdeckung gelten lassen will. Vor den 1980 war aber eine Beobachtung von Exoplaneten definitiv nicht möglich.

    Letztlich systematisch auf der Suche nach Exoplaneten ist man seit den letzten 20 Jahren, vor allem mit dem "Kepler-Teleskop".

    Aber: Mit den technischen Möglichkeiten ist es uns nur möglich, Exoplaneten aufzuspüren, die recht nahe am Sonnensystem sind. Wir suchen quasi vor unserer Haustüre.

    Das kann man sich klar machen, weil die entferntesten Exoplaneten, die wir heute kennen, ein paar Tausend Lichtjahre weg sind.

    Die Milchstraße hat einen Durchmesser von 100 000 Lichtjahren.

    Die uns nächste andere Galaxie, die Andomeda ist über 2 Millionen Lichtjahre von uns weg. Also rund das tausendfache der Entfernung, in der wir Exoplaneten entdecken können.

    Weit entfernte Galaxien sind auch mal ein paar Milliarden Lichtjahre weg.

    Und deshalb: Wir haben niemals Exoplaneten in anderen Galaxien beobachtet. Wir haben schlicht die technischen Voraussetzungen nicht.

    Man kann lediglich grob abschätzen (z.B. aus der Zahl der hier entdeckten Exoplaneten und der Zahl der Sterne), wie wahrscheinlich es ist, das es einen "erdähnlichen" Planeten irgendwo im Weltall gibt.

    Und das hängt natürlich mit der Größe des Universums zusammen. Falls es unendlich groß ist (was möglich wäre), dann wird es sicher irgendwo da draußen einen Planeten geben, der unserem gleicht. Nur kann der so weit weg von uns sein, dass wir ihn nie entdecken. 

    Aber auch dieser Gedanke fängt mit einem "falls" an, ist also spekulativ. Von daher: Nein niemand kann seriös sagen, dass es in einer anderen Galaxie einen Planeten gibt, der unserem sehr ähnlich wäre. 

    Und das, egal nach welchem Begriff Du suchst. Du wirst immer nur auf esoterischen oder SciFi-Seiten landen.

    Viel spannender als solche Spekulationen finde ich die echte Suche nach Planeten in unserer Milchstraße:

    http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/exoplaneten/kepler/

    Grüße

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von LieberKiffer ·

    (ANFANG TEIL 3 VON 3 - SORRY SIND SOGAR DREI TEILE)

    Da jedoch wie vorhin ange-deutet ein gewisser Spielraum existiert und die Syzygien nicht 100%tig mit den Knoten koinzi-dieren müssen, ist ein relativ großer Spielraum in der ekliptika-len Länge vorhanden. Deshalb tritt nach einer Sonnenfinsternis häufig vierzehn Tage später eine Mondfinsternis ein oder umge-kehrt, nach einer Mondfinsternis folgt 14 Tage später eine Sonnen-finsternis. So geschehen auch bei unserer aktuellen Sonnefinsternis am 12. Oktober 1996. 2 Wochen zuvor fand am 27. September 1996 eine Mondfinsternis statt.In Ausnahmefällen können sogar drei Finsternisse aufeinan-der folgen (global gesehen). Sonnen-, Mond-, Sonnenfinster-nis. Die Kombination Mond-, Sonnen-, Mondfinsternis kann hingegen nie auftreten, da die Randbedingungen für Mondfins-ternisse enger sind.

    Häufigkeit von Finsternissen

    Global betrachtet finden Mondfinsternisse (ohne reine Halbschattenfinsternisse welche kaum beobachtbar sind), seltener statt als Sonnenfinsternisse. In unserem Jahrhundert zählt man 228 Sonnenfinsternisse zu 147 Mondfinsternisse. In einem Zeit-raum von fast 3400 Jahren ereig-nen sich ca. 8000 Sonnen- aber nur 5200 Mondfinsternisse. Daß man viel häufiger Mondfinster-nisse als Sonnenfinsternisse beobachten kann liegt an der Tatsache, daß Mondfinsternisse von der gesamten Bevölkerung auf der Nachtseite der Erde beob-achtbar sind. Da die Erde wäh-rend der Dauer einer Mondfins-ternis weiter rotiert, ist das Ereig-nis sogar von über 50% der Erd-oberfläche aus sichtbar. Sonnen-finsternisse sind hingegen nur in einem geographisch eng begrenz-tem Gebiet sichtbar, welches vom Mondschatten getroffen wird.Das häufigere Vorkommen von Sonnenfinsternissen im Ver-gleich zu Mondfinsternissen ist aus geometrischen Verhältnissen leicht erklärbar (siehe Abbil-dung). Maßgebend sind die Au-ßentangenten an Sonne und Erde. Da die Erde wesentlich kleiner ist als die Sonne, treffen sich die Tangenten im Punkt S. Dieser Punkt ist gleichzeitig der Kern-schattenkegel der Erde. Er liegt im Mittel etwa 1,4 Millionen km vom Erdmittelpunkt entfernt in der Ekliptikebene. In Vollmond-position hat der von den Außen-tangenten gebildete Kegel einen Durchmesser C-D von ca. 10.000 km. In Neumondposition hat der von den Außentangenten gebilde-te Kegel jedoch einen Durchmes-ser A-B von ca. 17.500 km. Da der Mond in Neumondposition einen ca. 75% größeren Spiel-raum hat, sind die Bedingungen für Sonnenfinsternisse wesentlich weiter gefasst als die für Mond-finsternisse. Die Möglichkeit des größeren ekliptikalen Abstandes folgert, daß die Knotenpunkte ebenfalls weiter von der Neu-mondposition entfernt sein kön-nen, als dies bei der Neumondpo-sition der Fall ist, um überhaupt eine Finsternis zu erhalten.Eine Sonnenfinsternis tritt auf alle Fälle ein, wenn der Neumond weniger als 15º,4 ekliptikaler Länge von einem seiner Knoten entfernt ist. Bis 18º,4 kann eine Sonnenfinsternis auftreten, außer-halb dieses Bereiches nicht mehr.Eine Mondfinsternis tritt hin-gegen auf alle Fälle nur dann ein, wenn der Vollmond weniger als 9º,5 ekliptikaler Länge von einem seiner Knoten entfernt ist. Bis 12º,1 kann eine partielle Mond-finsternis auftreten, außerhalb dieses Bereiches nicht mehr.

    (ENDE TEIL 3 VON 3)

    Liebe Grüße

    Valentin Batlle Heger

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von LieberKiffer ·

    (ANFANG TEIL 2 VON 3)

    Ringförmige Sonnenfinsternis: Bei dieser Finsternisart befindet sich der Beobachter zwar in der optischen Achse des Kernschattens (zentrale Finsternis wie auch schon bei der totalen Sonnenfinsternis), der Kern-schatten erreicht aber die Oberfläche der Erde nicht. Er endet bereits im Weltraum. Der scheinbare Durchmesser des Mondes ist kleiner als der schein-bare Durchmesser der Sonne. Maximal kann diese Differenz 3’18“ betragen. Die Sonne hat dann maximal ein ca. 10% größe-ren Winkeldurchmesser als der Mond. Der Bereich in dem eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachtet werden kann ist ma-ximal 375 km breit. In extrem seltenen Fällen kommt es zu einem Übergang von einer ring-förmigen zu einer totalen Sonnen-finsternis oder umgekehrt, aus einer anfänglich totalen Sonnen-finsternis wird eine ringförmige.

    Warum gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis?

    Die Bahn der Erde um die Sonne (Erdbahnebene) nennt man Ekliptik. Sie entspricht genau dem scheinbaren Lauf der Sonne im laufe eines Jahres durch die 12 Tierkreiszeichen. Würde der Mond die Erde genau auf dieser Ekliptikebene umrunden, so käme es bei jedem Neumond zu einer Sonnenfinsternis und bei jedem Vollmond zu einer Mondfinster-nis. Die Mondbahn ist jedoch um ca. 5º zur Erdbahnebene geneigt. Deshalb wandert der Mond meis-tens nördlich oder südlich an der Ekliptikebene vorbei. Zur Veran-schaulichung: Da der scheinbare Sonnen- bzw. Monddurchmesser ½º beträgt, entsprechen 5º ca. 10 Sonnendurchmessern. Der Mond verfügt also über einen ca. 20 Sonnendurchmesser breiten Raum entlang der Ekliptik, in dem er anscheinend pendelnd auf- und absteigt. An zwei gegenüberlie-genden Punkten schneidet die Mondbahnebene die Erdbahnebe-ne. Diese Punkte werden Knoten oder auch Drachenpunkte ge-nannt. Drachenpunkte deshalb, weil man im alten China glaubte, bei einer Sonnenfinsternis ver-schlänge ein Drachen den Son-nenball. Durch entsprechenden Lärm, wie Geschrei und Trom-melwirbel, gelang es jedoch jedesmal, den Drachen zu vertrei-ben. Die Außentangenten an Sonne und Erde laufen konisch zu und treffen sich im Punkt S. Tritt der Neumand in den Bereich AB, so kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Für den Eintritt einer partiellen oder totalen Mondfins-ternis muß der Vollmond in den Bereich CD eindringen.. Da AB größer ist als CD, ereignen sich global gesehen mehr Sonnen- als Mondfinsternisse. [Bildquelle: S&W 10/96]So wie es bei jedem Mond-umlauf um die Erde einen Voll- und einen Neumond gibt, gibt es auch einen aufsteigenden und einen absteigenden Knoten. Fällt der Zeitpunkt eines Knotendurch-ganges nicht nahe genug mit einem Vollmond oder einem Neumond zusammen, ergibt sich keine Finsternis. Positiv ausge-drückt: Damit es zu einer Mond- oder Sonnenfinsternis kommt, muß der Mond nicht nur in den Syzygien (Neu- bzw. Vollmond-position) stehen, sondern zum gleichen Zeitpunkt auch in oder nahe der Ekliptikebene, also eines Knotens. Eine Sonnenfinsternis tritt ein, wenn der Neumond weniger als ±1º24’,2 von der ekliptikalen Breite entfernt ist. Bis ±1º34’,4 kann noch eine Sonnenfinsternis eintreten. Au-ßerhalb dieses Wertes kann keine Verfinsterung der Sonne mehr erfolgen.Der Umlauf des Mondes um die Erde, bezogen auf den umge-benden Sternenhimmel wird siderischer Monat genannt und dauert 27,3217 Tage. Da die Erde von Norden her gesehen entge-gengesetzt dem Uhrzeigersinn um die Sonne kreist und der Mond, ebenfalls von Norden her gesehen entgegengesetzt dem Uhrzeiger-sinn um die Erde kreist, ist die Umlaufzeit des Mondes von Neumond zu Neumond entspre-chend länger. Die Erde hat sich während einer siderischen Perio-de weiter um die Sonne bewegt, und der Mond muß die Differenz bis Neumond aufhohlen. Dieser Zeitraum wird synodischer Monat genannt und dauert 29,5306 Tage. Da die Mondbahnebene wegen der Trägheit ihre Lage im Raum etwa beibehält, verändert sich der Abstand der Knoten zur Sonne hin gesehen ständig. Hinzu kommt, daß die Mondbahnknoten selbst etwas rückläufig sind. Man könnte sagen, die Mondbahnebe-ne torkelt wie ein Kreisel, eben-falls entgegengesetzt dem Uhrzei-gersinn. Die Umlaufzeit des Mondes von Knotenpunkt zu (denselben) Knotenpunkt wird drakonischer Monat genannt und ist etwas kürzer als der siderische Monat. Er dauert 27,2122 Tage. In 18,61 Jahren bewegen sich deshalb die Knotenpunkte einmal durch die Ekliptik.Steht nun beispielsweise der Neumond exakt im aufsteigenden Knoten, so ereignet sich eine totale oder ringförmige Sonnen-finsternis. Nach 29,5306 Tagen tritt wieder Neumond ein, aber bereits nach 27,21220 Tagen passiert der Mond abermals den aufsteigenden Knoten. Neumond und Knoten fallen nicht mehr nahe genug zusammen, es kommt zu keiner Sonnenfinsternis.

    (ENDE TEIL 2 VON 3)

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von LieberKiffer ·

    1996 habe ich für eine Astronomie-Vereinszeitschrift einen Artikel zum Thema Finsternisse geschrieben. Wurde hier vor Jahren auch schon mal veröffentlicht :-) Da der Artikel zu lang ist, bringe ich ihn in 2 Teilen. Entschuldige bitte die unnötigen Trennstriche. Ich entferne sie nicht. In Teil 2 steht dann die genaue Antwort auf Deine spezielle Frage.

    (ANFANG TEIL 1 VON 2)

    Grundlagen über Sonnenfinsternisse Eine Sonnenfinsternis ent-steht, wenn die Sonne, der Mond und die Erde im Raum eine Linie bilden. Von der Erde aus gesehen schiebt sich der Mond vor die Sonne. Dies kann nur in der Neumondphase erfolgen. Genau-so kann eine Mondfinsternis nur bei Vollmond stattfinden, wo sich die Erde zwischen Mond und Sonne befindet um ihren Schatten auf unseren Trabanten zu werfen. Durch einen Zufall der Natur sind die Größenverhältnisse so, daß die Sonne ungefähr den vierhundertfachen Durchmesser des Mondes hat. Allerdings ist die Sonne auch ungefähr vierhun-dertmal weiter von der Erde entfernt als der Mond, weshalb uns beide Himmelskörper in einem Winkel von etwa einem halben Grad erscheinen. Diese scheinbare Größe ist allerdings auch Schwankungen unterworfen. So kreist die Erde im Laufe eines Jahres nicht in einer exakten Kreisbahn um die Sonne sondern in einer leichten Ellipse, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht. Dadurch schwankt die Entfernung der Erde zur Sonne etwas, was natürlich auch die scheinbare Größe der Sonne beeinflußt. Diese Schwankungen sind allerdings relativ gering (maximale Differenz = 1’04“). Der Mond kreist wiederum seinerseits um die Erde und schert sich auch nicht um eine korrekte Kreisbahn. Die Ellipse die der Mond ausführt ist relativ gesehen mehr „gedrückt“ als die Ellipse der Erde um die Sonne. Dadurch ergeben sich ebenfalls Entfer-nungsunterschiede zur Erde, die allerdings bei der scheinbaren Größe stärker ins Gewicht fallen (maximale Differenz = 4’18“). Befinden wir uns z.B. in einer Sonnenferne (Aphel) und ande-rerseits in einer Mondnähe (Peri-gäum) so ist der Mond scheinbar deutlich größer als die Sonne (Mond = 33’32“, Sonne = 31’28“). Kehren sich die Verhält-nisse um und haben wir eine Sonnennähe (Perihel) und ande-rerseits Mondferne (Apogäum), so ist der Mond scheinbar deut-lich kleiner als die Sonne (Mond = 29’14“, Sonne = 32’28“). Wären die realen Größen von Mond und Sonne identisch, so würde der Mond einen zylinder-förmigen Schatten in den Welt-raum werfen. Da die Sonne in Wirklichkeit aber viel größer als der Mond ist, ist der Schattenbe-reich des Mondes, den kein Licht-strahl der Sonne direkt erreicht, spitz zulaufend und kegelförmig. Diesen Bereich nennt man Kern-schatten. Der Bereich der nur teilweise vom Mond bedeckt wird und von einem Teil der Sonnen-strahlen durchquert wird, nennt man Halbschatten. Dieser Bereich läuft vom Mond aus gesehen trichterförmig auseinander (was einen umgekehrten Kegelstumpf entspricht). Sonnenfinsternisse, bei denen die Achse des Mondschattens die Erdoberfläche kreuzen, nennt man zentrale Finsternisse. Ob es hierbei zu einer totalen oder ringförmigen Sonnenfinsternis kommt, hängt von den scheinba-ren Durchmessern von Sonne und Mond ab. Wie entsteht eine Sonnenfinsternis? Aus all diesen Verhältnissen ergeben sich 3 verschiede Arten von Sonnenfinsternissen:

    Teilweise (partielle) Sonnenfinsternis: Diese Finsternisse entstehen, wenn der Beobachter sich im Halbschatten des Mondes befindet. Der Durchmesser des Halbschattenge-bietes kann bis zu 7000 km betra-gen. Berührt der Kernschattenke-gel des Mondes an keiner Stelle die Erde sondern streicht knapp an unserem Globus vorbei, dann ist von keinem Punkt der Erde aus eine totale oder ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten. Die aktuelle Finsternis am 12. Oktober ist hier einzuordnen.

    Vollständige (totale) Sonnenfinsternis: Diese Finsternisse sind nur beobachtbar, wenn man sich im Kernschatten-bereich des Mondes befindet. Es handelt sich also um eine zentrale Finsternis. Der Winkeldurchmes-ser des Mondes kann günstigsten-falls 2’04“ größer erscheinen als der der Sonne. Der Durchmesser des Kernschattengebietes auf der Erde kann bis zu 273 km betra-gen. Entsprechend schmal ist auch der geographische Bereich, der vom Kernschatten des Mon-des überstreift wird. Dies ist auch der Grund dafür, daß totale Son-nenfinsternisse an einem be-stimmten Punkt der Erde selten zu sehen sind. In der Zentrallinie des Schattenbereiches kann eine totale Sonnenfinsternis höchstens 7 Minuten dauern.

    (ENDE TEIL 1 VON 2)

  • also ich hab hier oft gelesen das es in einer anderen galaxy einen ähnlichen planeten wie diesen
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    bislang hat man über 1.800 Planeten in anderen Sonnensystem gefunden. Diese Zahl bezieht sich aber nur auf unsere Milchstraße. Für das Nachweisen von anderen Planeten in anderen Galaxien fehlt uns noch die Technik. Unter diesen 1.800 Planeten gibt es auch einige recht erdähnliche Planeten die in der habitablen Zone ihres Heimatsterns liegen. Man vermutet, dass alleine in unserer Galaxie, der Milchstraße, noch an die 100 Milliarden Planeten auf ihre Entdeckung warten.

    Als Suchbegriff könntest du folgendes eingeben:

    • Exoplanet
    • extrasolare Planeten
    • habitable Zone

    Oder du guckst mal hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Planetensystemen

    Dort sind einige Planetensysteme aufgelistet, u.a. auch Planeten die einen Pulsar oder Braunen Zwerg als Zentralobjekt haben.

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von Startrails ,
    Kommentar von beantwortenicht ,

    danke

  • also ich hab hier oft gelesen das es in einer anderen galaxy einen ähnlichen planeten wie diesen
    Antwort von 4ssec67 ·

    gib doch Begriffe wie "erdähnlich" "Planet" "bewohnbar" ein. Das könnte helfen und sonst:

    Man kann davon ausgehen, dass es in anderen Galaxien Planeten gibt, die der Erde ähneln, aber das heißt nicht, dass dort andere Lebewesen existieren. Damit Leben zustande kommt müssen nämlich noch viel mehr Faktoren aufeinander treffen, was die Häufigkeit von Leben im Universum doch auf eine verschwindend geringe Zahl senkt, wobei es bei der großen Zahl von Planeten im Universum doch nicht unwahrscheinlich ist, dass möglicherweise auf einem der Planeten tatsächlich "Aliens" leben könnten. Einzeller o.ä. :D

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von BlackIronTarkus ,

    Verschwindent gering?
    Es gibt ne menge Planeten die eventuell habitabel sind.
    Und mit damit meine ich "unzählbar" viele.
    Die Wahrscheinlichkeit dafür das es Ausserirdisches leben gibt ist sehr hoch.

    Kommentar von 4ssec67 ,

    ja, die Zahl der Planeten die bewohnbar ist, ist sehr groß(unzählbar), aber die Wahrscheinlichkeit einen beliebigen Planeten zu ziehen und dieser ist bewohnbar und bewohnt ist sehr gering, weil das Verhältnis der unbewohnbaren Planeten zu den bewohnbaren Planeten sehr krass ist und man diese Wahrscheinlichkeit ja noch mit der Wahrscheinlichkeit von Leben multiplizieren muss...

    Außerdem habe ich ja auch gesagt, dass man davon ausgehen kann, dass tatsächlich Leben auf anderen Planeten existiert

    Kommentar von beantwortenicht ,

    guck mal planet kepler 186f

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von Willy1729 ·

    Hallo,

    das liegt einfach daran, daß die Mondbahn gegenüber der Ekliptik (der Bahn, die die Sonne im Laufe des Jahres vor dem Hintergrund der Fixsterne beschreibt) um etwa 5° geneigt ist. Der Mond befindet sich also meistens oberhalb oder unterhalb dieser Sonnenbahn, die er während eines Umlaufs um die Erde zweimal kreuzt. Die Stellen, an den sich Sonnen- und Mondbahn kreuzen, werden Knoten oder auch Drachenpunkte genannt. Nur wenn sich der Mond zur Zeit des Neumonds an einem dieser Punkte befindet, kann er die Sonne bedecken - steht er also von uns aus gesehen, genau vor der Sonne und nicht oberhalb oder unterhalb von ihr.

    Herzliche Grüße,

    Willy

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von Startrails ·

    Hallo,

    gute Frage! Warum kommt es nicht jeden Monat zu einer der besagten Finsternisse wenn es doch jeden Monat mind. ein mal Neumond und ein mal Vollmond gibt?

    Erklärt ist das ganz einfach. Sonne, Erde und Mond müssen auf einer Ebene stehen damit es zu einer Finsternis kommt. Oftmals ist das aber nicht der Fall und der Schatten der Erde verfehlt den Mond bzw. der Schatten des Mondes verfehlt die Erde.

    Falls es dich interessieren sollte, hier ist mein Beobachtungsbericht inkl. Bilder von der SoFi im März 2015 :-)

    http://starsatnight.de.tl/2015.htm

  • Wieso sind Sonnen- und Mondfinsternis nicht jeden Monat?
    Antwort von Saisha ·

    Schau dir ein Planetenmodel an oder bastle eins selbst - das hilft dir dabei zu verstehen wie es überhaupt zu einer Sonnen/Mondfinsternis kommt und auch warum sie so selten eintreten.

    Stichwörter: Tag/Nachtwechsel Erde, Mondrhytmus, Umlaufbahnen/Abstand der Planeten zur Sonne

    Für das bessere Verständnis solcher Fragen helfen auch Sendungen wie "Wissen mach Ah" - anschaulich erklärt. hier mal ein Youtubelink: https://www.youtube.com/watch?v=SjEP_TEC-U4

  • Detailliertes Bild Sonnensystem
    Antwort von coronaborealis ·

    In Georgensgmünd, das liegt knapp 50 km südlich von Nürnberg, gibt es ein Modell des Sonnensystems im Maßstab 1:1 Milliarde. Die Sonne hat da einen Durchmesser von etwa 1,4 m, in 150 Metern befindet sich die 12 mm große Erde und in fast 6 km der erbsengroße Pluto (er galt damals noch als Planet).

  • Welche Planeten drehen sich um den Merkur ?
    Antwort von PWolff ·

    Merkur ist kein Stern und infolgedessen können nach der Definition eines Planeten (sowohl der vor 2006 und der von 2006) keine Planeten (oder Zwergplaneten) um ihn kreisen, höchstens Monde. Und von denen hat man auch noch keine entdeckt. Höchstens gibt es da irgendwelchen menschengemachten Weltraumschrott.

  • Welche Planeten drehen sich um den Merkur ?
    Antwort von KurtSwiss ·

    keiner und er hat auch keinen Mond

    Alle 9 Antworten
    Kommentar von Luca54321 ,

    allerdings wird davon ausgegangen, dass der Merkur ein "Mond" vom Venus war...

    Kommentar von PWolff ,

    Muss schon etwas länger her sein. Ich kenne keinen, der sich an die Zeit erinnert, bevor die Sonne ihm schöne Augen gemacht hat.

  • Haben vollkonvektive MS Sterne auch einen "Kern"?
    Hilfreichste Antwort von lqswq ·

    Hi,

    aber sollte dies zutreffen, wieso regnet dann das Helium während des MS Stadiums nicht aus?

    Das tut es! Allerdings erst relativ spät. Den Großteil seines Lebens bleiben solche rote Zwerge vollkonvektiv. Irgendwann entmischen sich jedoch ihre Bestandteile und es bildet sich ein Heliumkern. Das geschieht umso früher, je massiver der Stern ist, da sich bedingt durch die höhere Fusionsrate mehr Helium bildet und die Entmischung schneller stattfinden kann. 


    Ob sich ein roter Zwerg zu einem roten Riesen oder einem blauen Zwerg entwickelt hängt von der Verteilung seines Materials, seiner Metallizität und seiner Opazität ab. Was die Verteilung das Materials angeht ist die Frage oben schon geklärt. Je massiver der Stern ist, desto mehr neigt er zur Entmischung.


    Bezüglich seiner Metallizität ist es so, dass ein metallreicher Stern schwächer strahlt  und eine höhere Lebensdauer aufweist. Aufgrunddessen neigen metallreiche rote Zwerge eher dazu, sich zu blauen Zwergen zu entwickeln, wobei  es natürlich davon abhängt, wie schwer genau der Stern und wie hoch seine Metallizität ist. Jedenfalls ist bei zwei gleichschweren Sternen der metallreichere  in seiner Entwicklung verzögert und erreicht, falls überhaupt, den Riesenast erst deutlich später.


    Die Opazität  bestimmt wieviel Licht zur Oberfläche dringt oder genauer ausgedrückt, wieviel dies nicht tut. Sie hängt von der Temperatur und der Bildung bestimmter Ionen bzw. Molekülen ab. Erwartungsgemäß bilden sich Ionen bei hohen, Moleküle bei niedrigen Temperaturen. Dazwischen gibt es ein Fenster, das die Abstrahlung von Licht erlaubt.


    Je massiver ein roter Zwerg, oder allgemein ein Stern ist, desto  mehr Energie wird abgestrahlt und desto höher die Temperaturen. Sind sie genügend hoch für das Vorhandensein der nötigen Ionen vermag der Stern seine außeren Schichten anzuheben, da sie opak, also für Strahlung undurchlässig sind und es bildet sich ein roter Riese.

    Kleinere rote Zwerge vermögen dies nicht zu tun, da sie nicht genügend Energie liefern um eine ausreichende Menge dieser Ionen zu produzieren. Ihre Opazität andert sich nur geringfügig und somit kann die Strahlung besser die Oberfläche erreichen. Die beim roten Riesen zum Aufblähen verwendete Energie führt nun zu einer höheren Oberflächentemperatur, es bildet sich ein blauer Zwerg.


    Schöne Grüße.

  • Was befindet sich auf der Rückseite des Mondes?
    Antwort von Schlauerfuchs ·

    Das gleiche wie auf der Vorderseite nur tiefe Temperaturen weil diese Seite der Sonne abgewannt ist

    Alle 13 Antworten
    Kommentar von Startrails ,

    Nicht ganz - wenn wir auf der Erde Neumond haben, dann ist die Rückseite des Mondes der Sonne zugewandt und folglich herrschen dort dann höhere Temperaturen als auf der uns zugewandten Seite :-)

  • Detailliertes Bild Sonnensystem
    Hilfreichste Antwort von SturerEsel ·

    Das wird ein ziemlich langes Foto, habs mal ausgerechnet: Wenn du die Sonne auf die Größe eines Basketball verkleinerst, zieht der einsame Pluto seine Bahn in einer Entfernung von 3300 Meter um die Sonne (den Basketball).

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von JonasV ,

    heißt also 10000 mal so weite entfernung wie der durchmesser der sonne?^^ naja... und die laufbahn von ceres ist noch tausende male größer als die von pluto^^

    Kommentar von SturerEsel ,

    Da verwechselst du etwas. Ceres ist ein Kleinplanet im Asteroidengürtel - also zwischen Mars und Jupiter.

    Möglicherweise meinst du Sedna?

    Kommentar von JonasV ,

    ahja genau den meinte ich :-D

    Kommentar von SturerEsel ,

    Vielen Dank für den Stern. :)

  • Dokumentation über Sonnenstürme und Bewusstseinsveränderung ?
    Antwort von Buckykater ·

    Sonnenstürme können zwar elektronische Geräte stören oder beeinflussen aber nicht das menschliche Bewusstsein. Alle 11 Jahre hat die Sonne erhöhte Aktivitäten und auch stärkere Sonnenstürme. Das Magnetfeld der Erde lenkt dieser zu den Polen und dadurch entstehen Polarlichter . Bei einem sehr starken Sturm kann man auch schon mal in unseren Breiten Polarlichter sehen. Auch dass das Magnetfeld sich umpolt und etwas schwächer wird beeinflusst nicht das Bewusstsein.  Das Magnetfeld hat sich schon öfter umgepolt 

  • Dokumentation über Sonnenstürme und Bewusstseinsveränderung ?
    Antwort von uteausmuenchen ·

    Hallo Jonic,

    da würde ich Dir raten, weniger auf wissenschaftlichen oder seriösen Seiten zu suchen, sondern eher auf esoterischen Webseiten.

    Im Zuge der esoterischen Panikmache für den Weltuntergang 2012 wurde da sehr viel hanebüchenes in diese Richtung verbreitet. Vorneweg die berüchtigen "Zeitenwende" Autoren, wie z.B. Broers. 

    Das beschriebene "Experiment" mit einem Radio im Faradaykäfig klingt mir da sehr typisch: Natürlich empfängt ein Radio in einem Faraday-Käfig nicht mehr einwandfrei. Wenn ich hier mein Radio einschalte knackt und tut es auch "seltsam", wenn ich keinen Sender sauber reinkriege.
    Über unser Bewusstsein sagt das allerdings überhaupt nichts aus.

    Überhaupt ist unser Bewusstsein von Sonnenstürmen gar nicht beeinflusst. Der Ansatz allein hat mit seriöser Astronomie/Astrophysik nichts mehr zu tun.

    Also: Durchsuche alte esoterische Veröffentlichungen zum Thema 2012. Unter den ganzen Weltuntergangsszenarios wirst Du bestimmt fündig.

    Grüße

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von uteausmuenchen ,

    Ach ja, vergessen: Wenn ich raten sollte, welches esoterische Filmchen da gemeint sein könnte, dann würde ich auf das von Broers verzapfte "Revolution 2012 – Das Erwachen des menschlichen Bewusstseins" tippen.

    Grüße

  • Detailliertes Bild Sonnensystem
    Antwort von Ranzino ·

    Dass du nix findest, liegt am Maßstab. Es wird immer leerer da draußen, je weiter du Richtung Pluto oder gar Oortscher Wolke kommst.  Dementsprechend  sähe ein Abbild des Sonnensystems auch sehr unspektaulär aus: viel Verkehr rund um die Sonne und dann immer weniger zu tun.


    Reiner Vergleich der Planetengrößen hier im Video. Bei 1:50 kommen dann die großen Geschwister der Sonne angekullert und es wird unwirklich. Ist aber korrekt so.


    Alle 5 Antworten
    Kommentar von JonasV ,

    ja ich weiß dass es sehr leer wird :) aber das fände ich einfach mal sehr interessant, dass zu sehen.

  • kaltes Universum
    Antwort von Mentar ·

    Teleskope beoabachten das elektromagnetische Spektrum, nur die Wellenlänge ist unterschiedlich. Optische Teleskope beoabchten z.B. Wellenlängen von sichtbaren Licht (etwa 300 - 800 nm). ALMA ist spezialisiert auf Wellenlänge in der Größenordnung 1 mm.

    Weil viele Objekte im Weltall in etwa wie ein Schwarzkörper strahlen, ist über das Wien'sche Verschiebungsgesetz die Wellenlänge ein Maß für die Temperatur. Die Sonne hat etwa 6000 K und das Maximum der Strahlung liegt bei etwa 500 nm = 1/2000 mm.
    Objekte, die also am Meisten bei Wellenlängen von 1 mm strahlen, haben also eine Temperatur von ungefähr 6000 K / 2000 = 3 K. Das ist knapp über die kosmische Hintergrundstrahlung von 2,7 K und ist mit dem "kalten Universum" gemeint.