Astronomie - neue und gute Antworten

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    Multiversen im Überraum
    Antwort von grtgrt Fragant

    In wenigstens einem Sinne leben wir tatsächlich in einem Multiversum. Mehr dazu auf Seite http://greiterweb.de/spw/Multiversum.htm .

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    Mondphasenbedeutung
    Antwort von dompfeifer Fragant

    Die Wirkung der Mondphase auf Menschen ist eine individuelle, ästhetisch-emotionale Frage. Ich z.B. empfinde kräftige nächtliche Gewitter als entspannend und das Morgenrot als belebend.

    Die Frage "Gibt es Mondzauber?" ist wieder so eine Existenzfrage. Alle Existenzfragen sind falsch gestellt (außerhalb der Mathematik)! Mondzauber ist als Volksglauben bekannt, meistens im Rahmen von sog. "Hexenrezepten". Siehe dazu Wiki "Volksglauben".

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    Mondphasenbedeutung
    RatgeberHelden Antwort von uteausmuenchen Fragant

    Hallo Werschberg,

    im Volksmund kursieren zahlreiche solche Mythen.

    Keiner davon stimmt. So pauschal muss man das sagen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen zu den Mythen: Keiner hat sich bestätigt.

    Und das hat nichts damit zu tun, dass "die Wissenschaft das heute halt noch nicht nachweisen könne", wie man oft hört. Das ist nur eine Ausrede: Wenn zum Beispiel behauptet wird, bei Vollmond würden mehr Kinder geboren werden, dann muss der Wissenschaftler zum Überprüfen der Behauptung ja nur nachzählen: Man nimmt die Geburtsdaten vieler Menschen und schaut, welche Mondphase da gerade war. Und wenn dann beim Vollmond keine Häufung vorliegt, ist der Mythos wiederlegt.

    Es geht hier also nicht darum, dass man etwas nicht erklären könne - die Daten belegen, dass einfach die behaupteten Häufungen nicht auftreten. Wo kein Phänomen vorliegt, muss man gar nicht nach einer Erklärung suchen.

    Was man aber erklären muss, ist, warum sich diese Mythen über den Mond so hartnäckig halten, obwohl an keinem was dran ist. Und das hat sehr viel mit psychologischen Effelten zu tun.

    So wie wir bei optischen Täuschungen ohne es verhindern zu können den Eindruck haben, etwas zu sehen, was nicht da ist, so passiert uns das auch bei derartigen Mythen. Diese, meist evolutionär bedingten Effekte, die uns glaubhaft erscheinen lassen, dass der Mond uns beeinflusst, habe ich einmal hier ausführlich geschildert:

    https://www.gutefrage.net/frage/also-bemekt-man-den-einfluss-der-mondphasen-auf-...

    Grüße

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    Mondphasenbedeutung
    Antwort von kami1a Fragant

    Hallo Werschberg! Unser Mond ist nicht einmal besonders groß - relativ gesehen. So hat Jupiter viele Monde, bisher wurden 63 entdeckt. Ganymed ist der größte Mond des Sonnensystems. Unser Mond ist lediglich der fünftgrößte Mond im Sonnensystem und seine Auswirkung auf die Erde und speziell den Menschen wird oft erheblich überschätzt.

    Oft wird da die Gravitation ( Anziehungskraft ) ins Spiel gebracht. Aber ein dicker Mensch der direkt neben Dir steht übt - zumindest physikalisch - eine größere Anziehungskraft auf Dich aus. Mondzauber? Nur Romantik aber auch schön.

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Kommentar von prohaska2 prohaska2 Fragant

    Und wer sollte sich auf Jupiter die Haare nach den Ganymedphasen schneiden lassen?

    Kommentar von kami1a kami1a Fragant

    Jupiters Masse entspricht 318 Erdmassen . Entsprechend ist die Schwerkraft. Ein Friseur würde zu einer Scheibe von vielleicht 10 Metern Durchmesser und 2 cm Höhe. Kann er dann noch Haare schneiden??? Mit einer Schere die 5 kg wiegt???

    Kommentar von prohaska2 prohaska2 Fragant

    Einerseits würde dann auch der Kunde schrumpfen und die Haare wären erreichbar, andererseits wäre der Coiffeur entsprechend trainiert.

    Kommentar von kami1a kami1a Fragant

    Die haare wären länger als der Körper hoch ist - eine neue Frisur.

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    Mondphasenbedeutung
    Antwort von derastronom Fragant

    Wie Du sicher weißt, umkreist der Mond die Erde. Die Seite, die dabei von der Sonne beschienen wird, erscheint uns hell leuchtend. Die andere Seite ist dunkel.

    Diese beiden Bereiche sieht man durch die sogenannte Tag-Nacht-Grenze getrennt.

    Je nachdem wie der Mond nun auf seiner Bahn um die Erde perspektivisch zu dieser steht, sieht man ihn im Laufe dieser Bahn voll beschienen bis etwas weniger beschienen, dann halb beschienen, danach gar nicht beschienen, dann wieder ein wenig beschienen, immer mehr beschienen usw. und immer weiter ...

    Dadurch ergeben sich die Mondphasen. Außer

    "je mehr Richtung Vollmond zunehmend, desto heller sind die die Nächte, UND (danach) je mehr Richtung Neumond abnehmend, desto dunkler sind die Nächte",

    gibt es keine Wirkung auf die Menschen.

    Alle esoterischen Torheiten, die etwas anderes behaupten, sind als einziger Zauber "fauler Zauber". :-)

    Also der Zeitpunkt von Haareschneiden, Ernten einbringen, Bettnässen, Aussaat, Holzfällen, Kinder machen, Kinder kriegen, Melonenkernweitspucken

    und anderen angenehmen Tätigkeiten ...

    wird durch die Mondphasen weder günstig noch schlecht beeinflussst!

    Zigfach wissenschaftlich bewiesen und untermauert!

    Kommentar von prohaska2 prohaska2 Fragant

    Jetzt hast du mein Weltbild bis in die Fundamente erschüttert. ;-)))

    Kommentar von UlrichNagel UlrichNagel Fragant

    Ist das Ernst gemeint? nein sicherlich ironisch oder hast du an diesen ganzen "Zauber" geglaubt? Obwohl seelisch kann man schon verzückt sein vom Vollmond z.B. mit Hof oder wenn er ganz groß (Mondnähe) wie eine Erdlaterne im Firmament steht!

    Kommentar von kami1a kami1a Fragant

    Ich mache einfach nur mal darauf aufmerksam dass diese Antwort von einem Profi kommt und auf Wissen basiert. Glauben kann jeder was er will.

    Kommentar von prohaska2 prohaska2 Fragant

    Klar sieht der Mond toll aus. Mir wachsen aber trotzdem keine Klauen und Fangzähne - und mehr Haare bekomm' ich wohl auch nicht mehr.

    Kommentar von derastronom derastronom Fragant

    Ganz klar. Das geht, wie jeder Werwolf-Azubi ab der dritten Woche der Ausbildung erfährt, leider nur in Monaten, in denen eine Sonnenfinsternis bei Vollmond zu bewundern ist. Du musst warten. Geduld bitte.

    Kommentar von prohaska2 prohaska2 Fragant

    Das hab ich wohl verschlafen.

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    Mondphasenbedeutung
    Antwort von peterwuschel Fragant

    http://www.bernd-leitenberger.de/mond.shtml

    Vielleicht nutzt dir der Link etwas zu deienr Frage .

    VG pw

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    Mondphasenbedeutung
    Antwort von Startrails Fragant

    Wer daran glaubt, für den haben die Mondphasen Bedeutung ;-)

    Wissenschaftliche bewiesene Zusammenhänge zwischen Mondphasen und div. Tätigkeiten oder dem Wachsen von Haaren/ Pflanzen gibt es nicht...

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    Stimmen die 13 Planeten?
    Antwort von BurkeUndCo Fragant

    Nein, da liegst du völlig falsch. Wenn Du alle Klein-und Zwergplaneten mitzählen willst, da kommst Du schnell in die Gegend von 100 und mehr.

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von BurkeUndCo Fragant

    Pluto war doch nie weg.

    Ob er jetzt als "Planet" oder als "Kleinplanet" bezeichnet wird, das kümmert Pluto relativ wenig. Er fliegt einfach da draußen weiter auf seiner Elipse um die Sonne. Dabei ist und bleibt er natürlich ein Teil unseres Sonnensystems.

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    Milchstraße in Berlin
    Antwort von derastronom Fragant

    Schwierig zu beurteilen, aber ich würde es nicht ausschließen.

    Manchmal gibt es Wetterlagen, die dazu führen, dass Luftschichten relativ trocken sind. Wenn auch noch der Staub über einer Großstadt durch günstige Windströmungen vermindert wird, kann die Luft verblüffend transparent werden.

    Damit wird das Licht viel weniger gestreut (an Wassertröpfchen, Staub, Aerosolen, das Zeug eben, das in der Nacht über der Großstadt beleuchtet wird).

    Daher kann das schon die Milchstraße gewesen sein.

    Mir ist es in einer größeren Stadt bei in etwa solchen Bedingungen einmal gelungen einen bestimmten Gasnebel detailliert zu beobachten (mit einem Teleskop), der sonst gerade irgendwo am Land bei sehr dunklem Himmel zu sehen ist (NGC 2264).

    Wirklich schade ist es, dass viele Menschen in dichter besiedelten Gebieten fast nie oder überhaupt nicht einen extrem dunklen Himmel zu sehen kriegen.

    Man könnte Die Lichtverschmutzung durchaus auch mildern. Das ohne Verdunkelung natürlich. Manche Städte setzen z.B. ausschließlich auf Leuchten, deren Licht nach unten gerichtet sein muss.

    Dabei denkt man allerdings weniger an Sternfreunde, sondern an Störungen des biologischen Tagesrhythmus.

  • 4
    Teleskop Vergrößerung
    Antwort von derastronom Fragant

    Hallo, DrPeterMaul!

    Du hast schon sehr gute Erklärungen bekommen.

    Zum von Dir angedachten Teleskop: Als typisch kurzbrennweitiger Refraktor (=Linsenteleskop) ist es tatsächlich für die Planetenbeobachtung denkbar ungeeignet. Die Montierung ist schon fast über dem Gewichtslimit, darüberhinaus hat sie keine Motoren. Das Dreibein ist unterdimensioniert und würde ausgesprochen wackelig sein.

    Dann: Diese Kellner Okulare sind eher ein Witz. Günstig ist es auch nicht gerade. Um den Preis kann man es auch im Fachhandel mit Beratung vorher und nachher locker kriegen.

    Sicherheitshalber: :-)

    Bresser ist eine Firma, die in Deutschland gegründet wurde (Ende der Fünfziger). "Made in Germany" ist das Gerät aber nicht. Diese Linsenteleskope werden auf Auftrag in Asien (meist Guan Sheng Optical) gefertigt, wie mittlerweile der Löwenanteil an erschwinglichen Amateurteleskopen. Nur falls Du geglaubt haben solltest, es sei aus deutscher Fertigung. ;-)

    Was natürlich nicht besagt, dass die Qualität schlecht ist!

    Zu der Eignung für die Stadt.

    Längere Brennweiten wären auch dort für Planeten notwendig. Und Linsenteleskope sind nicht die einzig brauchbaren Geräte für den städtischen Bereich.

    Kleinere bis mittlere Schmidt-Cassegrain und auch Maksutov-Teleskope hätten eine für Deine Zwecke geeignetere Bauart. Was in der Stadt wenig Sinn macht, sind Instrumente großer Öffnung und eher mittlerer Brennweite (im Jargon spricht man von schnellen Geräten). Diese würden den ohnehin schon aufgehellten (Lichtverschmutzung) Himmel noch weiter aufhellen.

    Generell: Ausgenommen hellste Planetarische Nebel und hellste Galaxien, ist in der Stadt Deep Sky zu vergessen.

    Das hängt mit dem Verhältnis Flächenhelligkeit zu Himmelshelligkeit bei nebelhaften Objekten zusammen, was dazu führt, dass viele Bereiche einfach nicht sichtbar (man spricht von "absaufen" :-)) werden können.

    Ein größeres Teleskop verschlimmert diesen Umstand sogar. Ich kenne Schilderungen von Beobachtungen mit Teleskopen von über 1 m (!) Öffnung aus Städten heraus. Da geht bei Deep Sky nicht mehr als mit kleinen. Unglaublich aber wahr.

    Deep Sky geht ernsthaft nur dort, wo der Himmel wirklich dunkel ist. Das verblüfft oft Besitzer von noch kleinen Geräten, die fassungslos sind, was ihr Gerät eigentlich kann.

    Drei Vorschläge:

    Achromatischer Refraktor, Öffnung 90mm, Brennweite um/über 1000mm

    inkl. Montierung, Dreibein (nicht schlecht für Planeten).


    Maksutov od. Schmidt-Cassegrain, Öffnung 120 bis 150mm, Brennweite ca. 1500mm

    inkl. Montierung, Dreibein (gut für Planeten)


    Newton-Reflektor als Dobson, Öffnung 200mm, Brennweite 1200mm

    (sehr vielseitig, gut für Planeten & Deep Sky; noch transportabel)


    Zu allgemeinen Voraussetzungen, Vorbereitung, Justierung, Zubehör empfehle ich eine lokale Such hier (es gibt brauchbare Antworten) oder natürlich eine allgemeine Web-Recherche.

    Beste Grüße!

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    Sternentfernung in parsec
    Antwort von derastronom Fragant

    Utes Antwort ist richtig!

    So, ab jetzt ist mehr als eine Antwort vorhanden. Wenn keine dazukommt, hast Du ab sofort die Möglichkeit zu entscheiden, welche Antwort Dir mehr geholfen hat:

    Utes Antwort oder meine?

    Boah!

    Das wird nicht leicht. Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken! :-)

    Kommentar von Entdeckung Entdeckung Usermod

    ich "liebe" diese (deine) Art von Humor ... ;)

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von derastronom Fragant

    Hallo sherry00!

    Inzwischen hast Du einige vollkommen korrekte Antworten erhalten. Du hast möglicherweise einen älteren Beitrag gelesen, den für neu gehalten und inhaltlich mit Informationen über die 2006 erfolgten Änderungen bei der Klassifizierung Plutos vermischt bzw. verwechselt: so in der Richtung halt. :-)

    Der Grund meiner "Antwort" auf Deine Frage ist aber nicht diese "weise" Erkenntnis von mir, sondern ein Buchtipp. :-)

    Es mag ja sein, dass Dich das Thema näher interessiert:

    Wie ich Pluto zur Strecke brachte und warum er es nicht anders verdient hat.

    Autor: Mike Brown

    Verlag: Spektrum Akademischer Verlag

    Brown war mit seinen neuen Forschungsergebnissen maßgeblich daran beteiligt, dass Pluto als Zwergplanet eingestuft wurde.

    Das ist kein wissenschaftlich-akademisches Werk, sondern ein Sachbuch, das ausgesprochen interessant aber dabei mit viel Humor die Ereignisse behandelt, die zu dieser Einschätzung führten. Es liest sich wie ein heiterer Roman.

    Vor allem die US-Amerikaner waren ausgesprochen sauer, dass der einzige "Planet", den ein Amerikaner (Clyde William Tombaugh) entdeckte, "degradiert" wurde.

    Browns kleine Tochter sprach nicht mehr mit Papa. Schulklassen organisierten Protestaktionen ... kurz und gut, es gab einen gewaltigen Wirbel um die Angelegenheit.

    Natürlich werden die astronomischen Fakten auch genauest behandelt.

    Sollte ebenso in Büchereien zu finden sein.

    LG

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von Hamburger02 Fragant

    Das Problem mit Pluto ist erst durch die neuen Hochleistungsteleskope entstanden. Dadurch hat man entdeckt, dass es jenseits des Neptuns noch mehr Objekte gibt, die teils sogar größer als Pluto sind.

    Da gab es nun das Problem: soll man diese neuen "Planeten" ebenfalls zu den Planeten zählen? Dann wäre die Anzahl der Planeten ständig gestiegen. Neun Planeten wäre so oder so falsch gewesen, also hat man sich entschieden, alle Planeten bis incl. Neptun weiterhin als Planeten zu bezeichnen und alles jenseits von Neptun anders.

    Damit wäre zumindest mal sichergestellt, dass die gelernte Anzahl an Planeten sich nicht ständig ändert.

    Noch gibt es meines Wissens nach keinen Beschluss, den Pluto doch wieder als Planeten zu bezeichnen.

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    Teleskop Vergrößerung
    Antwort von Soziopathie Fragant

    Startrails hat dir ja im Prinzip schon die Frage beantwortet, ich würde aber noch gerne hinzufügen, dass dieses Teleskop ein Widefield-Refraktor ist, welcher für die von dir genannten Einsatzzwecke ( Planeten, Mond und eingeschränkt auch Galaxien) völlig ungeeignet ist.

    Derartige Teleskope werden, wie der Name schon sagt, für große Gesichtsfelder, sprich geringere Vergrößerungen genutzt, weil sie dort ihr schnelles Öffnungsverhältnis optimal ausspielen. Zum einen ist der Farbfehler bei sehr niedrigen Vergrößerungen praktisch nicht feststellbar, zum anderen kann man auch mit nicht superteuren Okularen schon gute Gesichtsfelder erreichen.

    Andererseits werden die für Planeten und Mond nötigen Vergrößerungen mit einem enormen Farbfehler erkauft. Deswegen sollte man für diesen Zweck lieber ein Teleskop mit niedrigem Öffnungsverhältnis kaufen oder aber gleich ein Spiegelteleskop, welches bauartbedingt keinen Farbfehler besitzt (Wobei man sich diesen Vorteil wiederium mit anderen Nachteilen erkauft, auf die ich jetzt nichts näher eingehen werde, bei Wunsch kannst du natürlich gerne nachfragen).

    Das von dir gewählte Teleskop wird, weil es für niedrige Vergrößerungen ausgelegt ist, deshalb für die Milchstraße und den darin befindlichen offenen Sternhaufen, sowie für großflächige Galaxien wie die Andromeda - oder Dreiecksgalaxie genutzt.

    Kommentar von Startrails Startrails Fragant

    Gewünschtes Einsatzfeld war ja in der Ursprungsfrage nicht ersichtlich, sonst wäre meine Antwort sicherlich ähnlich ausgefallen :-)

    Kommentar von DrPeterMaul DrPeterMaul

    Hallo Sozio, das ist so ziemlich das genaue Gegenteil was ich erfahren habe... Ich habe Recherchiert das ein Refraktor am geeignetsten ist für die Stadt, mit einem größerem Durchmesser habe ich mehr Lichtsammelvermögen und somit ja auch mehr mag... sprich ich kann mehrere Objekte sehen. Außerdem ist doch Faustformel das das Normalvergrößerung = Durchmesser ist... also x100... das ist doch gut

    Kommentar von Soziopathie Soziopathie Fragant

    Nunja, ich weiß leider nicht wo du das gelesen hast bzw. wie die genaue Aussage gelautet hat. Das ein Refraktor für die Stadt besser geeignet ist würde ich pauschal nicht unterschreiben, allerdings würde es an meiner Aussage auch nichts ändern selbst wenn es so wäre.

    Wie gesagt, das von dir verlinkte Teleskop ist nicht irgendein Refraktor, sondern ein Widefield, eben speziell für niedrige Vergrößerungen und damit große Gesichtsfelder. Erkennbar ist das an dem Öffnungsverhältnis (Brennweite geteilt durch Objektivdurchmesser) welcher hier etwa f/6 beträgt.

    Damit kannst du zwar prinzipiell hoch vergrößern, aber durch das schnelle Öffnungsverhältnis hat so ein Teleskop einen enormen Farbfehler, mit dem Kontrast- und Helligkeitsverlust einhergeht. Um das zu verhindern müsstest du entweder ein APO kaufen ( ein Refraktorteleskop mit einem speziellen Linsensystem, welches den Farbfehler vollständig ausmerzt, allerdings auch sehr teuer ist) oder eben ein Teleskop mit einer größeren Brennweite, durch die der Farbfehler verringert wird. Je größer die Brennweite bei gleicher Öffnung ist, desto geringer die Effekte des Farbfehlers.

    Es spricht ja auch prinzipiell nichts gegen ein Teleskop mit 100 mm Öffnung, nur sollte es dann für Planetenbeobachtung wenigstens eine Brennweite von 1000 mm haben, lieber noch mehr.

    mit einem größerem Durchmesser habe ich mehr Lichtsammelvermögen und somit ja auch mehr mag

    Brauchst du für Planeten und Mond aber nicht, da diese allesamt im Teleskop als helle Scheiben erscheinen und zusätzliches Licht damit gelinde gesagt schlicht überflüssig ist. Bei 100x hast du eine Austrittspupille (Öffnung geteilt durch Vergrößerung) von 1 mm, wobei die menschliche Pupille sich auf etwa 6-7 mm weiten kann. Du leuchtest deine Netzhaut mit so hohen Vergrößerungen also gar nicht voll aus -> ergo sinnlos.

    Damit dir eine hohe Öffnung also etwas bringt, brauchst du niedrige Vergrößerungen, damit die Austrittspupille größer wird. Das ginge zwar mit deinem Teleskop, aber lohnt sich dann eben nicht für Planeten.

    Außerdem ist die Beobachtung von Galaxien aus der Stadt zumindest fragwürdig. Durch den aufgehellten Stadthimmel werden diese nämlich unsichtbar. Da hilft auch das größte Teleskop nichts, weil der Himmel selbst die Galaxien überstrahlt. Du solltest nicht den Fehler machen und schwarzen Himmel für schwarzen Himmel halten. Denn in Wahrheit ist er grau und leuchtet. Davon mal abgesehen sind 100 mm nicht wirklich viel Öffnung für die Beobachtung von Galaxien. Da sollten schon wirklich ordentliche Öffnungen von 2000 mm+. Aber wie gesagt, aus der Stadt heraus ist das eh meist großer Käse, zumal du bei Galaxien auch keine Filter verwenden kannst.

    Also nochmal in kurz:

    • Für Planeten eignen sich Teleskope mit langsamen Öffnungsverhältnis (f/10 oder niedriger)

    • Teleskope mit schnellem Öffnungsverhältnis (f/6 oder höher) eignen sich für Deep Sky

    • Für Deep Sky sollte das Teleskop definitiv eine angemessene Größe besitzen, da hier das Lichtsammelvermögen im Gegensatz zu Planeten eine echte Rolle spielt.

    • 100x Vergrößerung sind auch für Planeten nicht wirklich viel. Allerdings kann man mit einem geeigneten 100 mm Teleskop auch durchaus höher vergrößern, weswegen das in deinem Fall nicht wirklich ein Problem ist.

    • Deep Sky aus der Stadt ist entweder unmöglich oder wenigstens sehr unbefriedigend

    • achromatische Refraktoren haben grundsätzlich einen Farbfehler, der sich nur verringern, aber nicht Entfernen lässt. Fehlerfreie APOs haben den Preis eines Autos.

    Hier mal ein Teleskop, welches für Planeten und Mond besser geeignet wäre, als das oben verlinkte:

    http://www.astroshop.de/celestron-teleskop-ac-90-1000-astromaster-cg-3/p,7891

    Ich werde dir auch noch zwei Vergleichstest verlinken, damit du eine ungefähre Vorstellung davon hast, was du sehen kannst.

    Kommentar von Soziopathie Soziopathie Fragant
    Kommentar von Soziopathie Soziopathie Fragant
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    Teleskop Vergrößerung
    Antwort von Startrails Fragant

    Soweit hast du das mit der Vergrößerung richtig verstanden. Andere Vergrößerungen lassen sich entweder durch andere Okulare erzielen oder durch den Einsatz von Barlow-Linsen. Barlows würde ich persönlich weglassen und lieber auf verschiedene Okulare setzen. Barlow heißt zusätzliche Linsen und zusätzliche Linsen schlucken Licht und damit Informationen.

    Die max. sinnvollste Vergrößerung dieses Teleskops liegt bei 200-facher Vergrößerung. Die erreichst du mit einem 3 mm Okular. Die min. sinnvollste Vergrößerung beträgt 15-fach. Das erreichst du mit einem 40 mm Okular. Sinnvoller halte ich jedoch ein Okular mit um die 36 mm Brennweite - der Himmel wird sonst zu stark aufgehellt im Okular.

    Die beiliegenden Okulare sind vom Typ Kellner - scheinbares Gesichtsfeld um die 40°. Das ist schon ordentlicher Tunnelblick.

    Sei dir bitte bewusst, dass neben dem Teleskop auch noch anderes Zubehör ansteht, angefangen von anderen Okularen, über Aufsuchhilfen bis hin zu Filter welche oft über "Objekte sehen" oder "Objekte nicht sehen" entscheiden.

    Kommentar von Startrails Startrails Fragant

    Ergänzung

    Die Brennweite am Teleskop selbst kannst du nicht verändern. Bei den Newtons kann man die minimal ändern, dies dient aber dazu, dass man den fehlenden Backfokus ausgleicht wenn man mit einer z.B. DSLR nicht in den Fokus kommt. Dies geschieht aber im Millimeter-Bereich. Zu große Veränderungen stören den Strahlengang zu sehr und dies wirkt sich negativ aufs Bild aus.

    Was willst du denn eigentlich hauptsächlich beobachten? Planeten, Sonne, Mond oder Deepsky-Objekte?

    Kommentar von DrPeterMaul DrPeterMaul

    Ok, aber 36mm??? da habe ich x16 Vergrößerung, das ist ja wie mit`n Fernglas o.O

    Ok, das macht Sinn, danke! :)

    Also dieses Teleskop hat nach meiner Recherche das beste Preis/Leistungs Verhältnis... dar ich in der Stadt wohne mache ich mir Gedanken was ich überhaupt beobachten kann, deswegen der Refraktor mit größerem Durchmesser. Ich möchte nicht unbedingt Sonne beobachten sondern schon eher Planeten, Mond ganz klar und wenn möglich auch Galaxien etc.

    Kommentar von Startrails Startrails Fragant

    Diese Vergrößerung macht schon Sinn denn die meisten Deepsky-Objekte sind recht lichtschwach. Mit einem 36 mm Okular bekommst du eine recht große AP von 6,1 mm.

    Stadt ist natürlich recht schwierig, aber Mond, Planeten und hellere Deepsky-Objekte wie M42 oder div. Sternhaufen sind allemal drin. Sehr vorteilhaft ist es natürlich wenn du dem Lichtsumpf der Stadt ein wenig entfliehen könntest.

    Hast du dir schon mal die Dobson-Teleskope angeschaut? Dort gibt es für ein paar Euro mehr die doppelte Öffnung und da macht dann auch Deepsky schon richtig Spaß. Ein Dobson mit dieser Öffnung ist auch noch recht einfach zu transportieren falls nötig.

    Du kannst ja auch mal auf die Seite der Münster Sternfreunde gucken. Die haben dort einen schönen Okularrechner - einfach mal die Daten deines Teleskops eingeben und schauen wie Objekte aussehen. Spaßeshalber kannst du danach auch mal die Daten eines 8" Dobson eintragen.

    http://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von Buckykater Fragant

    Pluto gehörte schon immer zu unserem Sonnensystem. ihn wurde nur der Planetenstatus aberkannt weil er zu klein ist und seine Umlaufbahn zu elliptisch ist. sogar viele Monde darunter auch der Erdenmond sind größer als Pluto. Das Sonnensystem reicht viel weiter als nur bis zum Pluto. er ist etwa 1 Lichtjahr groß. das Ende des Sonnensystems bildet die große oortsche Wolke. die aus unzähligen Stein Staub und Eisbrocken besteht. Pluto wird wahrscheinlich nicht wieder als Planet gelten nur noch als Zwergplanet. das macht ihn aber nicht weniger interessant . Pluto passte von Anfang an nicht wirklich zu den anderen Planeten.

    Kommentar von Startrails Startrails Fragant

    Bis zum äußeren Rand der Oortschen Wolke sind es sogar 1,5 Lichtjahre - also ne recht große Ausdehnung ;-)

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von pumucklescobar Fragant

    Ich hätte ihn als planet gelassen bis er wenigstens 1 mal die sonne umkreist hat. Hat er nämlich seit seiner entdeckung noch nicht...

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von Startrails Fragant

    Hallo,

    der Planet Pluto wurde im Jahre 1930 entdeckt und galt bis August 2006 als neunter Planet unseres Sonnensystems. Im besagten Jahre 2006 wurde ihm der Titel "Planet" aberkannt und war von da an nur noch ein Zwergplanet. Wie du siehst, gehörte Pluto schon immer zu unserem Sonnensystem auch wenn seine Definition als Objekt geändert wurde. Was du da gehört hast ist somit nicht richtig.

    Zu unserem Sonnensystem gehören also weiterhin ein Stern, acht Planeten, weitere Zwergplaneten, ca. 200 Monden (es werden immer neue entdeckt), Asteroiden und Kometen...

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    Pluto wieder im Sonnensystem?
    Antwort von sherry00 sherry00

    Tut mir leid ich meinte dass pluto wieder zu den planeten zählt und niht zwergplaneten :D